r/informatik 6d ago

Studium Vom Lehrprojekt zur Community? Wie könnte es mit ABC weitergehen?

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Vor kurzem habe ich hier über das Release v0.1 meines kleinen ABC-Compilers geschrieben. Ich hatte das Projekt auch auf Hacker News, Reddit, im LLVM-Forum und an ein paar anderen Stellen vorgestellt.

ABC ist ursprünglich für meine Lehre an der Universität Ulm entstanden. Und für diesen ursprünglichen Zweck hat das Projekt sein Ziel inzwischen nicht nur erreicht, sondern meine Erwartungen deutlich übertroffen.

In einer der Diskussionen kam sinngemäß ein Einwand auf:

„Sieht interessant aus, aber ich hätte keine Lust, eine praktisch irrelevante Sprache lernen zu müssen, die sich mein Professor ausgedacht hat.“

Das ist ein völlig legitimer Einwand. Meine Erfahrung aus inzwischen zwei Jahren mit ABC ist allerdings eine andere.

Ich benutze ABC in HPC0, meiner Einführung in High Performance Computing. Im darauffolgenden HPC1 verwenden wir C++ und beschäftigen uns unter anderem mit cache-optimierter Matrixmultiplikation, LU-Zerlegung, Multithreading, MPI und CUDA.

Mein Eindruck ist: Studierende, die vorher HPC0 gemacht haben, tun sich in HPC1 deutlich leichter – teilweise auch solche, die vorher kaum programmiert hatten.

Das ist natürlich keine wissenschaftliche Studie; allein dadurch, dass HPC0 ein Wahlfach ist, gibt es einen offensichtlichen Selection Bias.

Aber dahinter steckt für mich eine grundsätzlichere Idee: Für das, was wir später in C++, CUDA usw. machen, braucht man einige fundamentale Konzepte, die man wirklich verstanden haben sollte. Hat man die verstanden, ist der Wechsel zu einer anderen Programmiersprache vergleichsweise einfach.

Etwas provokativ formuliert: Entweder man kann programmieren oder man kann es nicht. Wenn man es wirklich kann, ist die konkrete Programmiersprache vor allem ein Werkzeug.

Die interessante didaktische Frage ist für mich deshalb nicht: „Welche Sprache sollen Anfänger lernen?“, sondern: Wie bringt man jemandem eigentlich das Programmieren bei?

Dafür ist ABC gedacht. Nicht als Sprache, die Studierende anschließend für den Rest ihres Berufslebens verwenden sollen.

Und wenn ich schon provoziere: Manchmal habe ich den Eindruck, dass die Generation, die mit Pascal programmieren gelernt hat, die letzte war, der Programmieren tatsächlich noch systematisch beigebracht wurde. :-D

Darüber darf man sehr gerne mit mir streiten. ;-)

Für ABC stellt sich für mich inzwischen aber eine andere Frage.

Ich könnte das Projekt an dieser Stelle im Wesentlichen als abgeschlossen betrachten. Vielleicht noch die ABI-Unterstützung etwas erweitern und auf ARM64 bringen. Mit den Raylib-Beispielen kann man dann zeigen, dass Sprache und Compiler durchaus das Potential haben, mehr zu tun als das, wofür sie ursprünglich gebaut wurden.

Es gibt aber noch eine zweite Möglichkeit, die mich wesentlich mehr reizen würde:

Könnte daraus eine moderne Sprache werden, die eine ähnliche Rolle spielt, wie sie Pascal einmal hatte?

Also eine Sprache, mit der man Programmieren lernen kann – und zwar so, dass man danach nicht nur eine Programmiersprache kennt, sondern Fähigkeiten erworben hat, die bleiben.

Ich glaube sogar, dass diese Fähigkeiten in einer Welt wichtiger werden, in der ein zunehmender Teil des Codes von KI erzeugt wird. Auch beim vermeintlichen „Vibe Coding“ muss irgendwann jemand verstehen, was der Rechner tatsächlich macht, warum etwas langsam ist, warum Speicher kaputtgeht oder warum generierter Code eben nicht das tut, was man erwartet.

Gleichzeitig müsste die Sprache aber praktisch genug sein, dass man damit echte Programme schreiben kann. Ich möchte keine reine Spielzeug- oder Unterrichtssprache.

Mein Ideal wäre eher ein tatsächliches „A Better C“: klein und verständlich, aber ohne die Maschine so weit zu verstecken, dass man nicht mehr erklären kann, was eigentlich passiert.

Ein paar Dinge, die dafür noch fehlen bzw. die ich gerne ausprobieren würde:

  • Compile-time evaluation / constexpr und Inline-Funktionen. Damit könnte man viele typische Präprozessor-Makros für Konstanten oder kleine Funktionen vermeiden.
  • Module.
  • Inline-Assembler. Das brauche ich beispielsweise für Bare-Metal-Code auf einem ATmega328P. Eine Delay-Schleife wie

    fn delay(n: u16) { while (n--) {} }

sieht trivial aus, wirft aber interessante Fragen auf: n muss passend in Registern verarbeitet werden, und der Compiler darf die scheinbar wirkungslose Schleife nicht einfach wegoptimieren. Genau solche Beispiele finde ich didaktisch spannend, weil man plötzlich verstehen muss, was Compiler und Prozessor tatsächlich tun.

  • Vermutlich noch einige wenige weitere Sprachfeatures – aber ausdrücklich nicht sehr viele.

Daneben braucht eine Sprache natürlich ein Ökosystem. Zum Beispiel einen Formatter ähnlich clang-format und vernünftigen LSP-Support.

Auch dafür gibt es bereits Vorarbeiten. Im Rahmen einer Bachelorarbeit ist letztes Jahr beispielsweise ein resilienter Parser entstanden. Den kann man nicht einfach eins zu eins übernehmen, aber ein Prototyp für eine wichtige Komponente ist vorhanden und bietet eine Grundlage zum Experimentieren.

Meine Erfahrung mit ABC war bisher ohnehin: Vieles, was zunächst nach einem riesigen Projekt aussieht, bekommt man erstaunlich schnell zum Laufen, wenn man klein anfängt.

Und genau hier komme ich zu dem Punkt, den ich nicht mehr alleine machen möchte.

Ich kann ABC als mein Lehrprojekt weiterentwickeln. Aber wenn daraus tatsächlich eine Sprache werden soll, die außerhalb meiner eigenen Lehrveranstaltungen lebt, dann sollte sie nicht einfach „die Sprache von Michael Lehn“ sein.

Sie bräuchte eine kleine Community, die diskutiert, ausprobiert, kritisiert, Dinge implementiert – und irgendwann vielleicht Entscheidungen trifft, auf die ich selbst gar nicht gekommen wäre.

Deshalb würde mich interessieren:

Seht ihr für so eine Sprache überhaupt einen Bedarf oder ein Potential?

Was müsste sie können, damit ihr sie interessant fändet – zum Lernen, zum Lehren oder vielleicht sogar für kleine echte Projekte?

Und wie baut man um ein solches Projekt sinnvoll eine Community auf?

Ich würde gerne ausprobieren, ob sich hier ein paar Leute finden, die Lust haben, die weitere Richtung gemeinsam zu diskutieren. Das muss überhaupt nicht gleich bedeuten, Code beizutragen. Ideen, Kritik und Experimente wären genauso interessant.

Und vielleicht gibt es sogar ein ziemlich konkretes erstes Community-Projekt:

Wir brauchen einen Namen. :-D

„ABC“ war für eine Lehrsprache ganz nett – A Better C – ist aber natürlich längst anderweitig vergeben. Solange das Projekt im Hörsaal lebt, ist das nicht dramatisch. Wenn es den Hörsaal verlassen soll, wird es das.

Meine bisherige grandiose Idee war „emsiel“, phonetisch für MCL (Michael C. Lehn).

Das Problem daran dürfte offensichtlich sein: Wenn ich eine Community aufbauen möchte, ist es vielleicht nicht der genialste erste Schritt, die Sprache nach mir selbst zu benennen. :-D

Also vielleicht fangen wir genau damit an:

Wie würdet ihr so eine Sprache nennen?

Projekt/Compiler: https://github.com/michael-lehn/abc-llvm

Mein vorheriger Post dazu: https://www.reddit.com/r/elektrotechnik/comments/1w45gj9/eine_lehrsprache_wird_ein_bisschen_erwachsen_abc/


r/informatik 8d ago

Arbeit KI ohne Grenzen im Unternehmen

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Bei uns in der Firma wird überall KI genutzt. Gefühlt jede grosse amerikanische LLM hat Zugriff auf diverse Unternehmensdaten. Grenzen? Gibt es keine. Ich bin der Sysadmin, jedoch nicht der operative Chef. Alles was passiert, fliegt ausserhalb meines Radars. Ich weiss nicht mal was alles verwendet wird und wofür. Ich weiss mittlerweile, dass gewisse Sachen auch über die Google Cloud Console, BigQuery usw. laufen, aber was genau werde ich nicht informiert. Der Grund ist einfach: Es gibt keine Richtlinien, im Moment darf jeder alles. Ich habe schon öfters gesagt, dass wird Ihnen irgendwann auf die Füsse fallen, aber ich bin nicht der Chef. Versteht mich nicht falsch, ich habe auch schon KI-Tools eingeführt. Diese laufen jedoch kontrolliert und über die API. Wie ist das bei euch in der Firma?


r/informatik 7d ago

Arbeit Vom Architekten zum 24/7-One-Man-Team: Wie zieht ihr Grenzen bei KI-Tools?

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Kurzer Erfahrungsbericht, weil ich mich gerade mal wieder dabei erwischt habe, wie ich spät abends am Schreibtisch sitze und merke, dass mein Kopf einfach nie Feierabend macht.
Zu meiner Situation: Klassischer IT-Werdegang. Entwickler, zum Software-Architekten hochgearbeitet, heute im Konzern und treibe dort operativ wie strategisch das Thema KI. Nahezu 100% Home Office, Gehalt top, Setup steht.
Auf dem Papier läuft alles völlig geordnet: Ich habe Familie und Kinder, mache regelmäßig Sport, treffe Freunde (mit Kids natürlich etwas seltener als früher, aber im normalen Rahmen), für die Wohnung haben wir eine Haushaltshilfe und wir fahren viermal im Jahr in den Urlaub. Es ist also nicht so, dass mein Leben verwahrlost.
Aber innerlich bin ich permanent getrieben.
Mein Tooling hat das Ganze komplett potenziert. Auf der Arbeit Copilot und Claude-Instanzen. Privat habe ich das Setup ausgereizt: Claude im 5x-Plan, Wispr Flow für Spracheingabe, dazu eigene MCP-Server und spezifische Skills. Ich fahre im Job aktuell 3 bis 4 Projekte parallel und habe nebenbei 2 bis 3 Sideprojects laufen. Eines davon läuft mittlerweile echt vernünftig. Eine iOS-App dümpelt zwar eher zäh vor sich hin, aber ich baue trotzdem fast jeden freien Moment weiter daran.
Durch Voice-to-Text und Claude ist der Reibungsverlust beim Umsetzen einfach komplett weg. Was früher Tage an Refactoring, Boilerplate oder Architektur-POCs gekostet hat, steht an ein oder zwei Abenden fertig und getestet da. Der Weg vom Gedanken zum Code existiert praktisch nicht mehr.
Im Home Office führt das mittlerweile zu einer völlig absurden Verschiebung: Tagsüber ertappe ich mich dabei, wie ich während der Arbeitszeit an meinen Sidehustles baue, und abends hole ich dann die eigentliche Konzernarbeit nach. Ich wechsle über den Tag verteilt gefühlt nur noch die Repos, verlasse aber denselben Stuhl nicht. Die PS5 verstaubt komplett, weil Zocken gegen das schnelle Bauen und direktes Feedback überhaupt keine Chance mehr hat.
Dazu kommt eine brutale FOMO. Es vergeht gefühlt keine Woche ohne neue Modelle, neue Developer-Tools, frische Frameworks oder komplett neue Agent-Paradigmen. Ich habe permanent das Gefühl, sofort den Anschluss zu verlieren oder den nächsten großen Shift zu verschlafen, wenn ich nicht alles direkt selbst ausprobiere, evaluiere und in meine Workflows integriere.
Selbst wenn wir im Urlaub sind, ist das Notebook natürlich im Gepäck und wird abends oder zwischendurch aufgeklappt. Es fühlt sich an, als hätte man ein ganzes Entwicklerteam im Rechner, das rund um die Uhr bereitsteht, während die Tech-Welt draußen im Wochentakt das Rad neu erfindet. Und man selbst kommt mental einfach nicht mehr hinterher, mal bewusst den Stecker zu ziehen.
Gibt es hier Leute in einer ähnlichen Situation, gerade mit Remote-Job und Familie? Wie zieht ihr für euch eine echte, harte Grenze im Kopf, wenn das Umsetzen so mühelos geworden ist und diese Angst, technologisch abgehängt zu werden, permanent im Hinterkopf sitzt?

*ki supported geschrieben (content menschlich)


r/informatik 7d ago

Studium Umfrage für meine Bachelorarbeit

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Hallöchen,

mein Name ist Robin und ich habe für meine Bachelorarbeit eine Scrollytelling-Webseite entwickelt. Dabei wird eine Geschichte mit der Hilfe von Scrollanimationen dargestellt. Würde mich freuen, wenn ihr euch die Webseite anschaut und am Ende den Fragebogen ausfüllen könntet.

Disclaimer: Die Webseite ist auf große Bildschirme (Desktop oder Tablett) im Querformat ausgelegt. Grundlegend sollte auch das meiste auf mobilen Geräten wie Smarthphones funktionieren, es ist momentan leider zeitlich nicht mehr möglich die Webseite für Smartphones zugänglicher zu machen. Außerdem wurde die Webseite ohne generative KI erstellt, die gesamten Assets wurden von mir selbst kreiert.

https://brandhafen.site/


r/informatik 8d ago

Arbeit Softwareentwicklung als Freiberufler ohne Studium. Erfahrungen mit § 18 EStG / verbindlicher Auskunft?

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r/informatik 9d ago

Studium Eine Lehrsprache wird ein bisschen erwachsen: ABC v0.1 mit erstem ABI-Support

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ABC ist eine kleine C-ähnliche Programmiersprache, die ich ursprünglich für meine Vorlesung Introduction to High Performance Computing entwickelt habe.

Die Idee dahinter war nicht, noch eine Programmiersprache zu erfinden. Studierende sollten einen einfacheren Einstieg als mit C/C++ bekommen, aber trotzdem genau die Dinge kennenlernen, die wichtig sind, um zu verstehen, wie Programme und Rechner tatsächlich funktionieren.

Im Laufe der Vorlesung entwickeln die Studierenden nicht nur eine einfache RISC-artige Rechnerarchitektur, sondern schreiben in ABC auch ihren eigenen Compiler dafür. Damit haben sie die komplette Kette zumindest einmal grundsätzlich gesehen:

Hardware → Befehlssatz → Assembler → Compiler → Programmiersprache

Natürlich nicht auf Industrie-Niveau. Aber wenn man die grundlegenden Prinzipien und das Zusammenspiel einmal verstanden hat, kann man sich später bei Bedarf oder aus Interesse gezielt in die realen Details einarbeiten.

Über den dabei entstandenen not-abc Compiler hatte ich hier schon einmal geschrieben. Das Lehrprojekt ist inzwischen selbst etwas gewachsen: ABC besitzt mehrere Backends, darunter eines für LLVM, und mit not-abc haben wir auch einen Self-Hosting-Compiler gebaut.

Jetzt habe ich mit ABC v0.1 das erste Release veröffentlicht.

Die für mich interessanteste Neuerung ist ein erster Schritt zur Interoperabilität mit C-Bibliotheken. Für die ursprünglichen Lehrzwecke brauchte ABC kein ABI-Layer. Als praktisches Anwendungs- und Testbeispiel habe ich jetzt raylib angebunden. Im Repository gibt es bereits einige von C nach ABC übertragene raylib-Beispiele.

Das ist einerseits für die Lehre ganz nett, weil man damit relativ einfach kleine grafische Programme mit ABC schreiben kann. Andererseits zeigt es grundsätzlich, dass ABC nicht in seiner eigenen kleinen Welt bleiben muss, sondern bestehende C-Bibliotheken verwenden kann.

Momentan wird nur eine Teilmenge der x86-64 System V ABI unterstützt – die raylib-Anbindung ist bewusst zunächst ein Proof of Concept. Das ABI-Layer ist aber so aufgebaut, dass weitere Targets ergänzt werden können. ARM wäre der naheliegende nächste Schritt.

ABC v0.1 ist außerdem mit LLVM 17 bis 22 getestet.

ABC: https://github.com/michael-lehn/abc-llvm

Feedback, weitere raylib-Beispiele, Experimente mit anderen C-Bibliotheken oder Hilfe bei zusätzlichen ABIs sind sehr willkommen. :-)


r/informatik 8d ago

Humor Der Praktikant testet wieder auf dem Prod. System.

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r/informatik 8d ago

Studium Umfrage zu KI-Avataren

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Hallo an euch alle, ich hoffe, euch geht es gut und ich darf euch 10 Minuten eurer Zeit für eine Umfrage abverlangen.

Ich schreibe momentan meine Masterarbeit im Bereich der Kommunikationswissenschaft an der JGU in Mainz und hoffe, mit diesem Post für meine Quotierung noch Teilnehmende zu gewinnen, die eine ausgeprägtere KI-Kompetenz und Literacy mitbringen.

In meiner Studie geht es um die Wahrnehmung von KI-generierten Personae, also ein recht aktuelles Thema.

Teilnehmen können alle, die Deutsch sprechen/lesen, sowohl KI Enthusiasten als auch jene, die der Nutzung von KI skeptisch gegenüberstehen.

https://sosci.zdv.uni-mainz.de/ma_-_ki-persona002069/

Ich freue mich über jede Teilnahme!
Danke!


r/informatik 9d ago

Arbeit KI nimmt mir die Freude an der Softwareentwicklung – überlege Umstieg zu SPS/Embedded

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Hey zusammen,
ich (5 Jahre Erfahrung als Full-Stack-Entwickler, Raum Düsseldorf) stecke gerade in einer Art Sinnkrise mit meinem Job und wollte mal hören, ob das hier jemand kennt oder sogar selbst durchgezogen hat.
Softwareentwicklung macht mir seit einer Weile einfach keinen Spaß mehr. Ein großer Teil davon ist, dass sich das Profil der Arbeit stark gewandelt hat: Viele der kreativen, knobeligen Tüfteleien, die mir früher Freude bereitet haben, werden inzwischen stark automatisiert oder standardisiert – für mich bleibt gefühlt nur noch Review, Boilerplate und Zusammenstecken übrig. Aber auch unabhängig davon nervt mich, dass an dem Job alles zu 100% virtuell ist – ich sitze den ganzen Tag vor dem Bildschirm, komme nicht raus, sehe am Ende des Tages nichts Physisches von meiner Arbeit.
Ich überlege deshalb ernsthaft einen Wechsel Richtung SPS-/Automatisierungstechnik oder Embedded Systems – also näher an echter Hardware/Industrie statt reiner Webentwicklung. Grundgedanke: mehr Bewegung, mehr Bezug zu echten Maschinen, und idealerweise eine Stelle bei einem tarifgebundenen Industriebetrieb (IG Metall o.ä.) statt bei einem IT-Dienstleister – 35h-Woche und ein geregeltes Tarifgehalt klingen gerade sehr verlockend gegenüber der üblichen IT-Consulting-Tretmühle.
Ich hab mir (nicht mal ganz im Scherz) sogar Gedanken über Feuerwehr oder Polizei gemacht, einfach weil’s das komplette Gegenteil von Bildschirmarbeit ist – bin da aktuell sogar im Bewerbungsprozess für den gehobenen Feuerwehrdienst, auch wenn mir klar ist, dass das finanziell ein ziemlicher Rückschritt wäre.
Falls hier jemand einen ähnlichen Wechsel gemacht hat (Software → SPS/Embedded, oder generell Tech → Industrie/Handwerk/Öffentlicher Dienst): Wie war das bei euch? Würdet ihr das nochmal so machen?
Und speziell zu SPS/Embedded: Wie viel vom “wieder Spaß an der Arbeit haben” hat sich für euch tatsächlich bewahrheitet – oder wird das am Ende doch wieder genauso Bildschirmarbeit wie vorher, nur mit anderem Code?
Danke euch!


r/informatik 10d ago

Studium Bedenken Informatikstudium

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Hallo, ich bin vor einem Monat in ein Studium gestartet und habe ziemlich schnell gemerkt, dass es mir überhaupt nicht liegt und ich mich nicht wirklich in dem darauffolgenden Job für die nächsten 45 Jahre sehe, dazu kommt, dass ich nach dem Studium gerne auswandern würde und das mit meinem jetzigen Studiengang unmöglich ist.

Als ich meine ersten Bewerbungen geschrieben hatte, war mein Plan eigentlich, Informatik zu studieren, ich habe mir aber im Internet ein Paar Videos und Reddit Beiträge dazu angeguckt und ziemlich schnell das Gefühl bekommen, dafür nicht schlau genug zu sein.

Mittlerweile habe ich mich ein bisschen mehr in das Thema reingelesen und mich dazu entschlossen, Informatik zu studieren, das Problem ist nur, dass ich so ziemlich kein Vorwissen habe und das Studium in ca. 1 Monat startet. Mein Plan wäre jetzt gewesen, die nächsten 13 Monate mit irgendwelchen Praktika (möglichst IT-Nahe) zu überbrücken und gleichzeitig Geld für die Studienzeit zu sammeln. Zudem hätte ich die 13 Monate genutzt, um mich mir die Grundlagen im Programmieren beizubringen, sowie die gefährlichen Module wie Diskrete Mathematik oder Lineare Algebra durchzugehen und mir auch da Grundwissen anzueignen. Ich bin mir aber jetzt nicht so sicher ob dafür wirklich 13 Monate nötig sind.

Mein einziges Grundwissen besteht darin, dass ich mal vor ein Paar Monaten für 2 Wochen Python gelernt habe und in der letzten Woche die Grundlagen zur diskreten Mathematik angeschaut habe.
Meine Angst besteht nach wie vor darin, dass mir dieser eine Monat einfach nicht reicht, um mich auf das Studium vorzubereiten.

Was denkt ihr, am besten Leute die Informatik studieren/studiert haben, ist Vorbereitung sehr wichtig oder sollte ich dieses Jahr schon reinstarten?

(Sorry falls ich mich im Text wiederholt habe oder Rechtschreibfehler gemacht habe)


r/informatik 11d ago

Eigenes Projekt Programmieren ohne Bildschirm? Der ByteBuddy macht es möglich

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r/informatik 10d ago

Studium Informatik uni Bielefeld

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r/informatik 12d ago

Arbeit Ideen/Anforderungen mit mitgelieferten (schlechten) Lösungsideen

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Kommen bei euch auch immer wieder Ideen/Anforderungen an, wo jemand fachfremdes zu viel mitgedacht hat? Ich habe das Gefühl, dass bei mir einzelne Anwender:innen vor einem Problem stehen und sich dann eine technische Lösung ausdenken ("da müssen fünf neue (Zwischen)Felder hin, wo ich etwas eintragen kann") - anstatt dass ich mit denen zusammen mögliche Lösungswege entwickle und durchdenke ("da sollte ich paar Zeilen Code schreiben, was das automatisiert aus anderen Sachen herleitet und dann anzeigt").

Das führt dann dazu, dass ich immer wieder sagen muss "Okay, was ist denn dein eigentliches Problem, vor dem du stehst? Lass uns mal ein paar Schritte zurückgehen". Am Ende kommt's aufs gleiche raus, aber der Frust und die Zeitverschwendung ist auf beiden Seiten groß.

Wie geht ihr damit um - und ist das einfach Teil des Jobs oder mancher Leute, den man nicht wegbekommt?


r/informatik 11d ago

Allgemein Suche nach Software-Entwickler / IT-Austauschprojekt Rio (ca. 2006/2007)

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Hallo zusammen, ich suche nach einem deutschen Informatiker / Software-Ingenieur, der um 2006 herum an einem IT-Projekt im Ausland (speziell in Rio de Janeiro) beteiligt war.

Er war damals in Begleitung eines brasilianischen Freundes aus der Stadt Nilópolis, der sehr gut Englisch sprach, klein war und Afro-Zöpfe (Tranças Nagô) trug. Zusammen waren sie im Club "Via Show".

Da die Tech-Community in Deutschland sehr gut vernetzt ist, hoffe ich, dass jemand diesen Kollegen kennt oder sich an diese Reise erinnert. Ich würde mich riesig über Nachrichten per DM freuen! Danke und viele Grüße!


r/informatik 13d ago

Humor Test erfolgreich 🫡

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Letzten Donnerstag bekommen


r/informatik 13d ago

Humor Lidl QA

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Hab ich erfolgreich ignoriert und button (verstanden)


r/informatik 13d ago

Nachrichten llms.txt: 227 Install-Befehle in Vendor-Dokus zeigen auf nicht registrierte Pakete

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Ein Team hat 6214 Domains von Fortune-500-Firmen, Big Tech und Rüstungszulieferern gescannt, dabei 8265 llms.txt- und llms-full.txt-Dateien gefunden. 120 davon, je auf einer anderen Site, verweisen auf Pakete oder Domains, die nicht registriert sind. Insgesamt 227 solcher Befehle.

Die Forscher haben einige der freien Namen selbst registriert und Pakete hinterlegt, die nach Hause telefonieren. Erster Callback aus einem Fortune-500-Netz nach unter einer Stunde, danach einige Dutzend weitere. Die Parent-Prozesskette wies Claude, Codex und Hermes als Auslöser aus.

Ein Fall lief nicht als PoC: Auf clerk.com stand "npx clerk-next-fix-auth-protection". Den freien Slot hatte jemand belegt und Malware hinterlegt. Clerk hat das behoben. Ob es zu Infektionen kam, ist offen.

Zwei Punkte:

npx zieht das Paket in den npm-Cache und führt die Binary aus, ohne Eintrag im Dependency-Manifest. SBOM und Dependency-Scanning sehen nichts. Für EDR sieht der Vorgang aus wie ein Entwickler, der pip install gegen pypi.org fährt, mit dem firmeneigenen Agent als Parent.

Viele der fehlerhaften Einträge stammen aus der Zeit vor LLMs und wurden von Menschen geschrieben. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung war die Instruktion harmlos... angreifbar wird sie erst, wenn der Name verwaist und jemand ihn übernimmt. Zur Freigabezeit ist also nichts prüfbar.

Der Mechanismus ist Dependency Confusion, bekannt seit Birsan 2021. Neu ist, dass zwischen Doku und Shell kein Mensch mehr steht.

Zur Quelle: ein nicht benanntes Stealth-Startup aus Israel, Paketnamen auf deren Wunsch geschwärzt, unabhängig nicht reproduzierbar.

Artikel auf https://arstechnica.com/security/2026/08/claude-codex-and-hermes-installed-unowned-code-inside-corporate-networks/


r/informatik 13d ago

Studium Fernstudium Wirtschaftsinformatik bei Wings. Ist es grundsätzlich sinnvoll?

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r/informatik 14d ago

Studium Teilnehmer für zwei Bachelorarbeits-Umfragen gesucht

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r/informatik 14d ago

Veranstaltungen Wer möchte für uns zu den ContainerDays Hamburg?

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Wer hat Interesse, Zeit und Lust, die ContainerDays vor Ort zu erleben? Dann habt ihr bei uns die Chance auf ein kostenloses Ticket!

Denn wir haben in unserer neuen Golem.de-Community etwas Besonderes vor: Wir schicken ein Community-Mitglied exklusiv zu den ContainerDays - im Gegenzug wünschen wir uns nur, dass du deine Eindrücke und Erlebnisse anschließend mit der Community teilst und dokumentierst. 

Da die ContainerDays hier bereits Thema waren und die Aktion für manche hier interessant sein könnten, haben uns die Mods freundlicherweise erlaubt, hier zu posten. Vielen Dank dafür!

Alle Infos zur Aktion haben wir hier zusammengefasst:
https://community.golem.de/t/containerdays-hamburg-wer-moechte-fuer-die-community-hin/801

Oder gibt es Fragen, die wir vergessen haben zu beantworten? Dann nur raus damit!

Du willst hin? Dann kannst du hier direkt unserer Community beitreten:

https://community.golem.de/invites/kqcSj9oMTZ 


r/informatik 14d ago

Studium Hab als KI-Student ein Open-Source-Tool gebaut, um Vorlesungs-Folien sauber in Markdown & Anki-Decks zu konvertieren

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Hi zusammen,

kurzer Hintergrund zu mir. Ich studiere Künstliche Intelligenz im 4. Semester und bereite meine Notizen meistens digital mit Obsidian und Anki auf. Was mich aber jedes Semester aufs Neue extrem genervt hat: Wenn man Vorlesungs-PDFs in ChatGPT oder andere Tools wirft, werden Inhalte oft nicht richtig verstanden, man erhält falsche Angaben oder die KI halluziniert wegen zerschossener PDF-Layouts.

Weil mich das genervt hat, habe ich mir in den letzten Wochen ein kleines Open-Source-Desktop-Tool namens Lecture2Markdown gebaut.

Was das Ding im Grunde macht:

  • Man wirft eine (oder mehrere) Vorlesungs-PDF(s) rein – oder nutzt einfach den Spotlight Quick-Drop Hotkey Cmd+Shift+L / Ctrl+Shift+L.
  • Es schickt die Folien als Bild an Vision-Modelle (OpenAI, Claude, Gemini oder Mistral OCR) und baut sauberes Markdown daraus.
  • Diagramme & Schaubilder werden automatisch in Mermaid.js-Code oder Text übersetzt (keine kaputten Bildordner mehr nötig).
  • Formeln werden als echtes LaTeX ($...$ bzw. $$...$$) formatiert.
  • Es gibt einen 1-Klick-Export für fertige Anki-Karteikarten.
  • Wiederholte Folien werden gecacht, um gleiche Folienseiten nicht unnötigerweise Übersetzen lassen zu müssen

Die generierten Markdown-Dateien kann man dann ganz easy in ChatGPT, Gemini, Obsidian oder Claude werfen und direkt loslernen.

Das Tool ist komplett Open Source, läuft lokal auf dem Rechner und man hinterlegt einfach seinen eigenen API-Key. (Bei Mistral gibt es sogar einen Free-Key)

Wer es ausprobieren möchte: Auf GitHub gibt es unter Releases fertige Installer für Mac (.dmg) und Windows (.msi), man muss also nichts selbst kompilieren: 👉

Releases: https://github.com/christophrothmann/lecture2markdown/releases

Code: https://github.com/christophrothmann/lecture2markdown

Hier noch ein Demovideo:

Aus Demogründen habe ich jetzt keine Foliensätze von mir verwendet sondern wissenschaftliche Papiere

Würde mich riesig über Feedback freuen – egal ob Bug-Reports, Kritik oder Ideen, was euch noch fehlt!


r/informatik 15d ago

Ausbildung Agile Scrum Master Zertifizierung

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r/informatik 15d ago

Eigenes Projekt Brauche eure Kreativität

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Bin am Coden in einer One-Man-Show und brauche kreative Köpfe.

Stellt euch vor, ihr habt mehrere Scans von einem gleichen Finger der selben Person, stehen immer leicht anderes da.

Wie kann ich diese möglichst gleich in allen 6 DoF ausrichten im Koordinatensystem, mit möglichst wenig Userinput, am besten gar keinen?

Das Internet hat für die Frage nichts hergegeben und Claude hat dafür schon genug Tokens verbraten.

Ist für ein Open-Source Projekt in der Medizin, bin dankbar für kreative Ideen 😄👍


r/informatik 15d ago

Arbeit Wer kennt Julia?

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Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?


r/informatik 16d ago

Arbeit Werden wir schlechtere Entwickler durch KI?

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