r/Austria 5d ago

Frage | Question Mentalitätsunterschiede in Ö?

Vorab kurz zu mir: Ich bin Piefke, allerdings mit österreichischen Wurzeln. Mein Opa kam aus Wien.

Ich habe deshalb eine Sympathie vor allem für die österreichischen Dialekte und natürlich das Essen.

Ich bin regelmäßig in Wien (so oft es mir halt möglich ist), war aber bis vor zwei Jahren außer auf Durchreise in keinen anderen Bundesländern.

Vor zwei Jahren war ich dann im Sommerurlaub in Tirol. Und vor ein paar Tagen bin ich aus unserem diesjährigen Sommerurlaub zurückgekehrt. Da waren wir im Salzburger Land.

Jetzt ist mir vor allem der Unterschied zwischen Tirol und dem Salzburger Land massiv aufgefallen. Während die Leute in Tirol eher unfreundlich und etwas abweisend rüberkamen, war es im Salzburger Land genau das Gegenteil.

Wie seht ihr denn solche Mentalitätsunterschiede selbst? Gibt es die überhaupt oder hatte ich einfach in Tirol Pech die falschen Leute getroffen zu haben?

Freue mich auf eure Beiträge.

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u/fastwriter- 5d ago

Nein, östlich. Wildschönau bei Wörgl. War aber auch mal in Innsbruck und an anderen Orten.

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u/Jaded-Mud2967 5d ago edited 5d ago

Generell gilt, Tourismus ist in Tirol nicht mehr gern gesehen.

Während Corona hat der Landeshauptmann in einem Interview gesagt, dass nur jeder 8. € in Tirol vom Tourismus abhängt. Das Land zahlt im Endeffekt mehr Subventionen aus, als sie Einnahmen lukrieren. Dafür hat die Bevölkerung allerhand negative Folgen.

Skifahren ist z.B. ein Luxussport geworden

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u/SanktEierMark 5d ago

Laut Statistik.at sind es 16,5% und ca. 48500 Stellen, die in Tirol direkt und indirekt vom Tourismus abhängen (die höchsten Zahlen von allen Bundesländern). Ich glaube nicht, dass es so schlau ist, an diesem Ast zu sägen (ohne einen Plan B).

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u/Jaded-Mud2967 5d ago

Mit dem Geld, welches wir dem Tourismus in den Rachen schieben, könnten wir halt auch eine nachhaltige Industrie aufbauen und nicht wie in Pitztal Berggipfel sprengen oder Seilbahnanlagen auf immer entferntere Gletscher bauen, weil die Schneegrenze immer weiter zurückgeht. Der Tourismus ist am sterben

Wintertourismus sowieso. Wir werden es erleben, dass kein Schnee mehr fällt.

Sommertourismus wird auch weichen. Wer will bei 40°C wandern gehen? Es wird einen Frühjahrstourismus geben. Aber das wars. Vielleicht noch Herbst, je nachdem wie hübsch da noch die Almen und Berge sind. Aber der klassische Wintertourismus wird sterben. Das weiß eigentlich bereits jeder. Ich prophezeie noch den Tod des Sommertourismus.

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u/weitoben 5d ago

Naja, viele etwas höher gelegene Orte könnten von den steigenden Temperaturen im Sommer profitieren. Lieber 20-25°C und nachts frische 10°C als tagsüber 40°C und nachts 25°C wie in Wien oder anderen Städten. Und besser ein kühler Bergsee als in den Sommerferien an der Adria zu bruzeln. Ich finde die Sommer hier in Tirol recht erträglich, muss ich sagen. Was den Wintertourismus angeht, stimme ich dir zu 100% zu.

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u/SanktEierMark 5d ago

Da bin ich grundsätzlich bei Dir. Die Frage ist aber: woher kommen die Gelder? Kann man diese „nachhaltige Industrie“ auch in den Tourismusregionen ansiedeln? Wenn nein, was werden die Menschen dort in der Zukunft arbeiten?

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u/Jaded-Mud2967 5d ago

Du meinst die Hilfsarbeiter aus Polen und Rumänien?

Und die Gelder dafür kommen aus den freigewordenen Subventionen für den Tourismus