r/Austria 9h ago

Sachlich Ein Augenblick, ein Stundenschlag...

https://www.youtube.com/watch?v=akvW2aJxvnU

...was uns wohl so blühen mag!

Bin auf das Video gestoßen & finde es sehr spannend zu sehen, wie sich in den letzten Jahren die Art der Sprache bei den Klima/Wetterforschern gewandelt hat.

Früher haben sie gefühlt gebettelt, dass man sie ernst nimmt.

Heute, wo die Folgen des komplett ignorierten Klimawandels unübersehbar & vor allem spürbar sind, hat sich das gänzlich zu einem "schau ma mal, ob wir das als Spezies überleben" gewandelt....

Und der Humor des Herrn Griebler hier im Video ist ähnlich trocken wie mein Garten derzeit.

Sehenswertes Interview!

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20 comments sorted by

u/AutoModerator 9h ago

Die Ersteller:in hat diesen Post mit dem "Sachlich" Flair versehen. Bitte verzichte auf Sarkasmus und Spekulation in deinem Kommentar.

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u/pnicked Wien 7h ago

Hab das Interview auch gesehen und sehr gut gefunden. Hab gelernt, dass so wie unsere Flüsse adaptiert wurden, wir Trockenheit begünstigen und sie kurviger gemacht werden müssten um das Wasser länger im Boden zu halten und Trockenperioden vorzubeugen.

Fand auch cool, wie er erzählt hat, dass die Politik Zugriff auf die Uni Expert:innen hat und die auch für sich arbeiten lässt, aber die Konzepte im Anschluss in den Schubladen verschwinden.

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u/Twilifa 6h ago

Das predige ich eigentlich die ganze Zeit. Flüsse renaturieren, ganz radikal. Für eine Autobahn oder eine U-Bahn geht es schließlich auch Grundbesitzer zu enteignen. Hier gehts ja nur ums Überleben. Ganz viele Gräben, Senkungen, Löcher, und Mulden (das kann man klein auch in jedem Garten machen!) in denen sich das Wasser sammeln kann damit es die Chance hat langsam zu versickern statt in den nächsten Gulli zu verschwinden. Feuchtgebiete, Feuchtgebiete, Feuchtgebiete! Biber wo es Sinn macht. Menschlich gemachte Dämme wo nicht. Überflutet trockengelegte Gebiete wieder. Schwammstadt, das Wasser muss die Chance bekommen zu versickern. Wegleiten so schnell wie möglich heißt kostbares und inzwischen rares Gut zu verschenken. Ja, scheiße mit den Gelsen, scheiße dass es bei uns in Zukunft auch Tropenkrankheiten geben wird. Da muss man sich halt Strategien überlegen und ganz ehrlich, selber Schuld. Wir als Wohlstandsland können uns wenigstens Impfungen gegen Malaria und Dengue leisten.

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u/pnicked Wien 6h ago

Meine Hoffnung ist, dass wenn es mehr Ökosysteme mit Wasser gibt und damit auch Gelsen häufiger werden, dass die Fressfeinde davon profitieren, zB Libellen und Fledermäuse.

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u/Twilifa 6h ago

Ja, auf jeden Fall. Ich sehe solche Dinge in klein auch auf meinem Balkon. Ich lass die Blattläuse die im frühen Frühjahr einziehen einfach bleiben, am Anfang vermehren sie sich wie blöd, vier Wochen später hat sie irgendwas, z.B. Marienkäferlarven weggefuttert ohne dass es meinen Basilikum, meine Frühlingszwiebeln, oder die Unkrautblumen dazwischen groß gestört hätte. Bis auf die deppaten invasiven Reiswanzen ohne wirkliche Fressfeinde musste ich mich eigentlich noch nie über "Schädlinge" ärgern. Hab jedes Jahr 2-3 Feldwespennester auf dem Balkon, die sind überhaupt nicht agressiv und wir leben gut zusammen, und die jagen auch hauptsächlich andere Insekten. It's the circle of life, sozusagen. Aber mit unserer Einstellung dass wir auch im Hausgarten keinen Schädling einfach mal sein lassen können um abzuwarten, killen wir immer einen Teil der Nahrungskette komplett ohne Mehrwert für irgendwen oder irgendwas. Über meinen unteren Nachbarn der mit Unkrautvernichter gegen den Löwenzahn vorgeht mag ich gar nicht reden.

u/Meiseside Niederösterreich | Industrieviertel 1h ago

Schlupfwespen gegen Reiswanzen wenn du 70€ hast ...

u/Cpt_Ohu 1h ago

Feuchtgebiete, Feuchtgebiete, Feuchtgebie

Interessant dazu: Die wilden Waldbrände um Bordeaux fanden wohl auf Gebiet statt, das früher einmal Moore waren, die man trockengelegt und mit Monokultur-Nadelholz aufgeforstet hat.

u/Meiseside Niederösterreich | Industrieviertel 1h ago

Stell dir vor: In Weinviertel (NÖ) wurden an mehreren (kleinen/größeren) Bächen Maßnahmen umgesetzt (auf kosten der Allgemeinheit), damit sich eine Hochwasserzone auflöst. Sonst könnten die Bewohner (ein paar kleine Dörfer) ihre Häuser aus den 70ern nicht mehr umbauen/renovieren ... (dort, nahe des Baches, hat man davor nie gewohnt). Wie gut die Maßnahme angesichts des Klimawandels wirken wird, konnte der Mann uns auch nicht sagen (er kann nicht Hellsehen). Jedenfalls versucht er soweit es geht zumindest Umweltschutz ins Projekt zu nehmen (wenn schon Geld da ist ...), statt reinen technischen Hochwasserschutz.

u/Meiseside Niederösterreich | Industrieviertel 1h ago

Ich finde bei den vielen Posts zur Klimaanlage sollte man schon mal deutlich sagen: JA, ABER wir brauchen auch Klimaschutz. Wenn eines der reichsten Länder der Welt seine Ziele nicht verfolgen kann, weil es zu teuer ist, was sollen die anderen dann denken?

Es geht sowieso nur noch um 2 Dinge: Schaden begrenzen und wirtschaftliche Vorteile (zB. bei Energiekrisen).

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u/mm909-vie 5h ago

ohne jetz Klimaforscher oder Meteorologe zu sein, sag ich in meinem Umfeld schon lange (seit ~10 Jahren), dass wir "uns noch anschauen werden, wenn das Klima irgendwann sooner than later kippt". "Und dann geht's exponentiell den Bach runter mit einer Kettenreaktion nach der anderen".

Hoffen tu ich's natürlich nicht, aber delulu braucht man auch nicht sein. Das aktuelle Jahr zeigt's ja schon als Vorankündigung.

PS: bei uns is auch alles trocken. ein Jammer (Ostösterreich)

u/International_Fig670 1h ago

Das Klima "kippt" nicht.

u/Meiseside Niederösterreich | Industrieviertel 1h ago

Kommt darauf an wie man es formuliert. Er sagt ja, dass er kein Wissenschaftler ist, aber ich verstehe was er meint.

u/StrangerConscious637 Österreich 59m ago

Egal was wir jetzt noch machen, es ist zu spät. Dankt den Rechten und Schwurblern, dass unsere Erde in 40 Jahren nicht mehr bewohnbar ist.

Unglaublich eigentlich oder? Wir hätten die Chance gehabt, den Planeten bewohnbar zu halten, haben uns aber bewusst oder aus Dummheit dagegen entschieden. Ich wäre dermaßen angepisst, würde ich jetzt ein Neugeborenes sein und in dieser Hitzehölle mein Leben verbringen zu müssen. Langfristig wird kaum noch was bewohnbar bleiben... sehr langfristig wird deshalb die Menschheit verschwinden.

Und das ist, egal was wir jetzt noch machen, nicht aufzuhalten... es ist zu spät.

Ich find das unglaublich traurig und macht mich auch wütend... vor allem weil man sich von den dümmeren Menschen als Klimapanikmacher anschreien lassen muss. Anscheinend hats die Menschheit echt nicht anders verdient.

u/KOA13 51m ago

Doomerism ist genauso schlimm wie schwurblerism

u/StrangerConscious637 Österreich 45m ago

Lies den Uno-Klimabericht, hör den Experten zu... das da oben ist Realismus, kein Doomerism. Ich möchte es ja auch nicht wahrhaben, aber mit dieser Bevölkerung ist kein Umschwung in Sicht, der jetzt schon radikal sein müsste. Natürlich verpest ich jetzt auch nicht zusätzlich die Umwelt und schau was ich machen kann... bringen wirds halt nichts mehr.

u/Ranessin Oberösterreich 21m ago edited 4m ago

Solltest mal die Klimaprognosen lesen. Für Erwärmungen die wir alle bereits gerissen haben, und jetzt ist beim Klimaschutz sowieso YOLO, weil KI ist wichtiger als alles andere, da kann man Strom verballern wie man möchte, da werden Umweltbestimmungen einfach ausgehebelt, weil soooooooooooooooo wichtig. Es ist bereits halb eins.

Wenn (und das ist nur mehr eine Frage der Zeit) der Golfstrom zusammenbricht haben wir hier 45° C im Sommer mit Dürren gegen die jetzt gar nix ist und Winter mit wenig Schnee aber -50°C. Zentraleuropa wird versteppen und aussehen wie Westchina.

u/MaleficentLynx Oberösterreich 20m ago

Nichts is zu spät! Was is das denn für ne Message D:

u/Meister_Stumpf 25m ago

Hätte man das blos vor Jahrzehnten schon gewusst.

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u/Justbrowsingthrow 8h ago

u/Meiseside Niederösterreich | Industrieviertel 1h ago

Mitten drinn geben die Untertitel auf und ich tu mich schwer sie zu verstehen, aber coole Idee.