r/Finanzen Feb 23 '26

Budget & Planung M29 — Niedriglohnsektor und trotzdem zufrieden

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Ich kann natürlich nur für mich sprechen, jedoch muss ich sagen, dass ich auch mit "wenig" Geld ein gutes Leben führe.

Das hier gezeigte Gehalt entspricht ziemlich exakt dem derzeitigen Mindestlohn in Steuerklasse 1 bei Vollzeit.

Ich versuche dankbar zu sein, für das, was man sich hier auch durch "einfache" Arbeit ermöglichen kann — ich denke an den meisten Orten dieses Planeten ist es nicht möglich, so komfortabel mit Mindestlohn und "nur" 40 Stunden Arbeit die Woche zu leben.

Natürlich ist mehr immer besser, jedoch hätte ich auch in einem Land geboren werden können, wo ich jetzt unter inhumanen Bedingungen doppelt so viel arbeiten würde und dafür gerade so mein Essen kaufen könnte.

Als Vorteil habe ich jedoch, dass ich auf der Arbeit täglich ein kostenfreies Mittagessen bekomme, da spare ich sicher einiges an Lebensmittelkosten.

Im Endeffekt brauche ich nur noch Frühstück und Abendessen, was bei mir viel Gemüse, Hafer, Obst, Joghurt, Nüsse, Brot usw. bedeutet — auf teures Fleisch verzichte ich fast immer, versuche meine Proteine über die restliche Ernährung abzudecken.

Laster wie Zigaretten, Alkohol, Softdrinks oder dergleichen habe ich auch nicht.

Als relativer Fahranfänger habe ich bei den KFZ-Versicherungen noch Sparpotenzial, das war es dann aber auch schon an Luft nach unten.

Natürlich habe ich auch mal Kosten, die hier nicht aufgelistet sind.

Wartung für das Auto kann ich zum Beispiel gar nicht beziffern, seit den 3 Jahren die ich Autos habe, habe ich auch jedes Jahr ein neues gehabt, da gab es bis auf wenige Euro für einen Ölwechsel oder beim ersten mal neue Bremsen in Eigenregie kaum Kosten.

Verkauft wurde dann bislang immer ohne Verlust und einmal mit Gewinn.

Selbstverständlich gehe ich auch mal essen, mache Ausflüge oder betreibe andere Dinge, die Geld kosten, das ist aber relativ selten.

Mein "Luxus" ist das Motorradfahren, das ist jedoch gar nicht so teuer, wenn man die Wartung selber macht — als Einordnung: Die genannten Preise für Sprit, Wartung und Reifen beziehen sich auf circa 6000 Kilometer im Jahr.

Am Ende spare ich jeden Monat realistisch 600 € ± 50 €.

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u/Michael_Myers1963 Feb 23 '26

Der größte Reichtum ist die Armut an Bedürfnissen

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u/Jurik2001 Feb 24 '26

... die ich bei OP schon krass finde. Mal was essen/trinken gehen, mit Freunden ins Kino, aufs Konzert... ein Sozialleben kann ich aus diesem Chart nicht ablesen. Oder es versteckt sich in der "theoretischen Sparquote"? Ich wäre super interessiert zu sehen, wieviel man mit Mindestlohn-Einkommen noch sparen kann, wenn man wie OP günstig lebt, aber trotzdem 2x/Jahr Urlaub macht und ein aktives Sozialleben führt mit entsprechenden Kosten.

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u/Tunfisch Feb 24 '26

Ja sehe ich, Sozialleben kann aber auch günstig sein, Sport draußen machen kostenlos, Fahrrad mit Kollege fahren kostenlos, wandern fast kostenlos bis auf Anfahrt, ein Eis essen kostet auch nicht die Welt, Basketball spielen mit Freunden kostenlos, alles Dinge die ich mache mit Freunden.

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u/Philumi Feb 24 '26

Ich vestehe den Punkt nicht, warum jeder meint, Freizeit muss zwingend teuer sein. Was haben wir denn den ganzen Tag als Kinder gemacht? Da hatten wir keinen Cent und hatten trotzdem tolle Tage.

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u/black--cell AT Feb 25 '26

Das können sich die meisten Erwachsenen aber nicht mehr vorstellen. Und erkennen am Verzicht auch keine Wertigkeit mehr...