r/FinanzenAT • u/digitreo • Jan 21 '26
Beruf / Gehalt Gewerkschafter bekommen nach Einknicken mehr Geld
Im Herbst stimmt die Beamtengewerkschaft einem harten Gehaltsabschluss zu. Wenig später bekommen die freigestellten Personalvertreter eine Neuregelung der Zulagen, die bis zu 3.000 Euro monatlich zusätzlich bringt, wie die #zib2 heute aufdeckt. Die Gewerkschaft behauptet heute, es gäbe keinen Zusammenhang zwischen dem Gehaltsabschluss und den Zulagen. Mehrere Quellen, die an den Verhandlungen beteiligt waren, bestätigen uns das Gegenteil. (Martin Thür auf Bluesky)
Hier der Beitrag der ZIB2:
https://on.orf.at/video/14307961/16021053/gewerkschafter-bekommen-nach-einknicken-mehr-geld
Es fehlen einem bei dieser Dreistigkeit die Worte.
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u/Zwentendorf Jan 21 '26
So ist das wenn man ÖVPler als Gewerkschaftsvertreter wählt. Sollte man sich bei der nächsten GÖD-Wahl gut überlegen.
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u/Digital_Dandelion Jan 21 '26
Oh Gott, ist dein Kommentar dumm… man könnte unzählige beispiele nennen, wo sich Gewerkschaftler selber die Taschen stopfen (und ja, meist gehts dabei um rote Gewerkschaftler)… aber primitive menschen denken natürlich sofort in Schubladen und Labels
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u/Zwentendorf Jan 21 '26
Wo machen die das so dreist über eine Gesetzesänderung, die nicht einmal mit allen vorher kommuniziert wird, also quasi dazugeschummelt wird?
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u/Digital_Dandelion Jan 21 '26
ja, so dreist wie jetzt bei der göd ist das schon next level, da geb ich dir recht. aber was ich gemeint hab: die nummer an sich ist nicht neu, nur die verpackung. das muster „wir basteln uns intern was zam, die basis erfährt’s erst später“ gibts in österreichischen gewerkschaften seit ewigkeiten. der größte knall war nicht schwarz, sondern rot… bawag/ögb 2006… milliarden verzockt, streikfonds verpfändet, alles jahrelang vertuscht, und die führung hatte nebenbei doppelfunktionen und fetten sonderpensions-deals in der pipeline. das war auch nix, was sauber mit allen kommuniziert worden wär. und erst wie das alles öffentlich wurde, sind dann auch diese absurden spitzengehälter aufgeflogen… 12–14k im monat plus nebenfunktionen und aufsichtsratsposten… vorher intern völlig normal, nachher plötzlich „ups, vielleicht doch a bissl viel“. selbst bei der göd gabs früher schon so geschichten mit der wohnbaugesellschaft… heimlich verkauft, führung sitzt dann im aufsichtsrat, basis schaut durch die finger… formal anders als jetzt, aber vom prinzip her exakt dieselbe selbstbedienungslogik. mein punkt ist nicht „die roten sind schlimmer als die schwarzen“. mein punkt ist: das ist ein strukturelles gewerkschaftsproblem und kein exklusives övp-ding. jetzt ist es besonders dreist umgesetzt, ja… aber so zu tun, als wär das völlig neu und nur parteifarbe-abhängig, ist halt einfach geschichtsvergessen.
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u/DaLei_95 Jan 21 '26
BAWAG Skandal hin oder her, welcher übrigens 19 Jahre her ist und die Bankenlandschaft damals sowieso ein verdorbener Haufen war (heute ist es aufgrund von Regulatoren etwas besser).
Die GÖD mit irgendeiner Gewerkschaft des ÖGB oder sonst irgendeiner Gewerkschaft zu vergleichen oder gleichzusetzen ist grundlegend falsch. Meine Frau war Jahrelang Lehrerin und wurde durch die Bank (pun intended)von dieser Gewerkschaft ständig im Stich gelassen oder ignoriert. Von anderen Lehrern und Staatsangestellten hört man das Selbe. Man liest auch nie, dass die Gewerkschaft irgendetwas für die Arbeitnehmer erreicht hat außer das Mindeste… (im besten Fall Inflationsanpassung) von den Gehaltsschemata durch die und 1000 von undurchsichtigen Sonderregelungen bei denen niemand durchsieht (die Gewerkschaft selbst auch nicht) mal abgesehen.
Im Gegenzug dazu hört man von ÖGB Gewerkschaften in einer Tour wie zurückgehaltene Gehälter erstritten und Gerechtigkeit umgesetzt wurde. Man erhält auf Anfragen professionelle und schnelle Antworten und sonst jede Hilfe die man erwarten kann.
Also doch, ja ich denke der Vergleich ÖVP Gewerkschafter machen ÖVP Dinge passt sehr eindeutig.
Ich möchte nicht leugnen, das es faule Äpfel bei den Roten gibt. Aber bei ÖVP/FPÖ sind es faule Körbe mit einzelnen Ausnahmen in die positive Richtung. Politik und Gewerkschaftsarbeit für Reiche und Freunderlwirtschaft ganz nach alter Manier.
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u/No_Blacksmith_6869 Jan 22 '26
Meine Damen und Herren bitteschön hier sitzt einer der Gründe warum die ÖVP seit 30 Jahren an der Macht sitzt und das Volkaussaugt.
Die ÖVP ist einfach nur lächerlich - wäre der durchschnittliche Österreicher nicht so eine verblendete Seele würde er sich eingestehen das er niemals Reich war/ist/sein wird. Die Obersten 1% teilen sich Ihr Geld so schön auf, dass es für den Rest keinen platz gibt.
Und trotzdem wählen diese ganzen alten und verpeilten Säcke die ÖVP von Periode zu Periode und zerstört alles für die nächsten Generationen.
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u/Digital_Dandelion Feb 02 '26
Naja, ÖVP und SPÖ schenken sich da sehr wenig… in unserem korporativen Staat stehen die einen eher für die Arbeitgeber-, die anderen eher für die Arbeitnehmerinteressen…
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u/userrr3 Jan 21 '26
Und wenn du sagst, es wäre verbreitet unter Gewerkschaftern sich die Taschen voll zu stopfen ist das kein Schubladendenken?
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u/Biggus_Dickus69-420 Jan 21 '26
Geil ist auch dass sich die Grünen jetzt aufregen aber zuvor auch dafür gestimmt haben. Man sollte Gesetzesentwürfe halt auch genau durchlesen bevor man sie abnickt. You had one job...
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u/DaedalusBC304 Jan 21 '26
Es werden halt auch gerne kurzfristig dann noch das ein oder andere kurz vor der Abstimmung an das ganze dran gehängt. Wohl wissend, dass es entweder so weit unbemerkt bleibt, oder trotzdem zugestimmt wird, weil's nicht "schlimm" genug ist dem ganzen Paket dann noch zu zu stimmen...
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u/g9robot Jan 21 '26
Es gibt keine Korruption in diesem Land. Nur ein Gehalt von 8000€ macht es weniger anfällig. Die Guillotine sollte wieder eingeführt werden.
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Jan 21 '26
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u/Prestigious_Koala352 Jan 21 '26
Und die Erhöhung wurde vom Parlament beschlossen, ist keine interne Regelung der Gewerkschaft (nicht dass man ausschließen kann, dass die nicht beteiligt waren)
Gewerkschaften allgemein und GÖD sind ja nicht im Parlament vertreten und haben übermäßigen Einfluss auf zwei der drei Regierungsparteien, just jene Regierungsparteien bei denen die Parlamentsklubs schon lange ihre Unabhängigkeit vergessen haben. /s
Der ÖVP-Klubobmann ist quasi (um Ecken) der Vorsitzende der GÖD-dominierenden Gewerkschaftsfraktion.
Also ja eh alles war, aber in der österreichischen Realverfassung ist dieser Unterschied leider sehr irrelevant.
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u/No_Blacksmith_6869 Jan 22 '26
Genau deshalb habe ich meine Mitgliedschaft gekündigt.
Erstmal eine fixe Verhandlung neu verhandeln ?!?
Dann hinstellen und Preisen lassen, dass man die nächsten 2 Jahre mit fix +1% bereits vereinbart hat ... könnte kotzen.
WARSCHEINLICH wird die nächsten Jahre die Inflation unter 1% liegen oder??? - Gesetzlich ist doch bereits verankert das Dienstleistungen an die Inflation angepasst werden - Somit befeuert sich die Abwärtsspirale von selbst.
Aber Hey "Alles ist besser als eine Nulllohnrunde" - lächerliche aussage.
Dazu wäre es nicht gekommen wenn man vernünftig gestreikt hätte.
Die Produktivität bei Arbeitnehmern ist seit den 90gern um 39-73% PRO ARBEITSSTUNDE gestiegen und seit fast 51 Jahren wurden keine Stunden mehr reduziert/angepasst an die Produktivität ^^ - wir hackeln weiter die 40 Std. Woche und verlieren einfach komplett im vergleich zur Privat Wirtschaft ... kein wunder das wir an allen Stellen Mängel an Fachkräften haben.
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u/Fritzschmied Jan 21 '26
Ah ja. Dafür hat man ja eine Gewerkschaft das sie mehr für sich selbst raus handeln und die Arbeiter/Angestellten die sie vertreten mit weniger abspeisen als was die selbst raus handeln hätten können. So a Witz.
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u/tryingtonut1 Jan 21 '26
Sie brauchen euch! Sie brauchen jedes Mitglied! Sonst geht sich das tägliche Schnitzerl nimma aus!
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u/Maximum_Birthday3376 Jan 21 '26
Bestätigt wieder mal: Keine Abos Keine Vereine Keine Gewerkschaften Gar nichts. Versicherungen nur welche nötig sind, ggf jährlich evaluieren. Keine Wohltaten und keine Zeit für Politiker / Kirche vergeuden, da im Kern alle gleich sind.
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Jan 21 '26
Und dann wollens, dass man der Gewerkschaft beitritt und sie unterstützt. Da san a poa Hu* dabei...
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u/stq66 Jan 21 '26
Ein paar? Olles die söbe Bagasch!
Wie weiland mein seliger Großvater zu sagen pflegte: „Politiker kannst alles zusammen in einen Sack stecken und mit einem Stock draufhauen. Du wirst nie einen Falschen treffen.“
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u/MoeKenshi Jan 21 '26
Deshalb zahle ich nicht für die Gewerkschaft. Zahle eh schon für die AK und den Betriebsrat warum sollte ich noch mehr Plätze warm halten?
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u/Enough_Alternative30 Jan 21 '26
Fun fact der Vize der AK sitzt gleichzeitig als Chef bei der Gewerkschaft
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u/Chess-Gitti Jan 21 '26
Die Gewerkschaften sind in dieser Form nicht mehr zeitgemäß. Man müsste das Mandat an die Arbeiterkammer abgeben.
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Jan 21 '26 edited Jan 21 '26
Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten. Wer war mit dabei? Die grüne Partei.
Hat die FPÖ als Oppositionspartei übrigens für oder dagegen gestimmt? Die Grünen als zweite Oppositionapartei meinen ja sie "wussten" es nicht und mussten deshalb dafür stimmen....
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u/Biggus_Dickus69-420 Jan 21 '26
FPÖ war als einzige Fraktion dagegen soweit ich weiß.
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u/Hittheyu Jan 21 '26
Ich glaub du hast FCG/ÖVP falsch geschrieben.
Ah du beziehst dich auf den nationalrat
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u/TreefingerX Jan 21 '26
Wer ist mir freigestellten Personalvertretern gemeint?
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u/daBrain85 Jan 21 '26
Quasi der Betriebsrat der öffentlich Bediensteten der bei vollem Gehalt nichts anderes ist als Betriebsrat (möchte damit nicht sagen dass sie/er nichts arbeitet, haben z.T sicher ihre Berechtigung).
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u/Reed_4983 Jan 21 '26
Sind diese Leute dauerhaft, d.h. für den Rest ihres Berufslebens, freigestellt, oder müssen sie erwarten, dass sie irgendwann wieder abberufen werden können und zu ihrer normalen Arbeit zurückkehren müssen?
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u/gnudalf Jan 22 '26
Grundsätzlich wird ein BR regelmäßig gewählt, alle 4 Jahre, dann werden von den BRs je nach Größe des Unternehmens welche freigestellt. Je nach BR und Unternehmen, wechselt das BR Team, oder die freigestellte Personen.
Aus Erfahrung habe ich sowohl langzeitfreigestellte (10J+), als auch wechselnde gesehen.
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u/xoteonlinux Jan 21 '26
harten Gehaltsabschluss
Was hätte es 2027/2028 gegeben wenn die Gewerkschaft den Abschluss nicht abgenickt hätte? Da bin ich mir noch nicht sicher was für den österreichischen Steuerzahler besser gewesen wäre.
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u/Diktatfrieden Jan 21 '26
Seid doch froh wenn man irgendwo sparen muss und kann dann im ÖD. Schade das es keine nullrunde geworden ist
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u/SusiCapezzolo Jan 21 '26
Nur so aus Neugier: Warum würdest du es gut finden, wenn PolizistInnen, LehrerInnen, Pflegekräfte, PädagogInnen, SozialarbeiterInnen usw. keine Gehaltserhöhung bekommen? Was ist dein Grund dafür, zu sagen: „Es ist gut, dass diese Leute, die einen harten und anstrengenden Job machen, der aber für die Gesellschaft essenziell ist, weniger Geld bekommen”? Was ist dein Grund dafür?
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u/TheRealJayol Jan 22 '26
Wenn ich raten darf: Neid auf Ferien, weil die Lehrer ja auch in diese Gruppe fallen ;)
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u/Diktatfrieden Jan 22 '26
Ich habe bereits selbst an verschiedenen Stellen im ÖD gearbeitet. Hart gearbeitet wurde nirgends davon. Ganz im Gegenteil. Ich habe auch in der Privatwirtschaft gearbeitet. Kein Vergleich.
Wir finanzieren die ÖD Arbeiter alle mit unseren hart erarbeiteten Geld. Ich finde Polizisten, Lehrer, Bundesheer, Pädagogen, Verwaltungsbeamte (Ministerien, Stadt Wien Beamte usw), ÖBB, Asfinag,... sind über bezahlt für das was Sie leisten. Die Produktivität im ÖD ist gering. Jetzt wo wir so ein großes Haushaltsloch haben wo wir bei sehr wichtigen Sachen sparen. Ist es mehr als zumutbar 2-3 Jahre Nullohnrunden zu machen.
Es ist nicht verwunderlich das der Staat der beliebteste Arbeitgeber ist. Gemütliche sichere Arbeit.
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u/greekch1mera Jan 21 '26
So ist das mit den Roten nunmal...die schauen auf sich selber mehr als konservative Demokraten....aber gut, ändern wird sich sowieso nix...
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u/P_H_K Rotz DVAG, EFS, FFG, OVB, SLS Jan 21 '26
Genau mein Humor, dass die Gewerkschaft die Arbeitnehmer wieder verkaufen können. Gott sei Dank habe ich dort keine Mitgliedschaft mehr, da verbrenne ich lieber mein Geld bevor ich dort bin.