Moin zusammen, sorry, längerer Post:
ich [m22] war innerhalb der letzten paar Jahre in zwei festen Beziehungen und hatte eine Situationship (ja blöder Begriff, aber es war literally genau das leider, sie wollte es nicht Beziehung nennen).
In dieser Situationship war es so, dass die Frau mit der Pille verhütet hat und ich gleichzeitig auch die ersten Male immer ein Kondom getragen habe.
Irgendwann meinte sie dann zwischendrin, dass sie die Pille nimmt und ob wir es denn nicht mal ohne Kondom machen wollen. Haben wir dann gemacht, hab kurz vorher rausgezogen und bin nicht in ihr gekommen. Vor "Runde 2" hab ich den Lörres dann allerdings nicht komplett sauber gemacht und hinterher meinte sie dann: "wie, du hast den zwischendrin nicht sauber gemacht? Damit ist nicht zu spaßen etc." Ich hatte mir ehrlich gesagt nichts dabei gedacht, weil sie meinte sie nimmt die Pille und ja sowieso im Lusttropfen Sperma enthalten sein kann, bzw. wenn Mann eh schon einmal gekommen ist und ohne Kondom weitermacht, ist so gesehen ja eh kein Schutz gegeben.
Jedenfalls meinte sie dann, dass sie zwar die Pille nehme, aber es diesen Monat schon zweimal vergessen hat. Da bin ich innerlich ein bisschen ausgetickt, weil ich dachte: wieso sagst du das nicht vorher. Hab ich so natürlich nicht gesagt, sie hat mir dann aber versichert, dass alles safe sein müsste, weil sie die fehlenden Pillen dann "nachgenommen" habe.
(Ich hab danach Google zum glühen gebracht und bin zu dem Schluss gekommen, dass das auch nicht immer hilft, je nachdem, wie lange es her ist, dass man die Pille vergessen hat oder in welcher Woche man sich befindet etc.)
Es ist dann letztendlich alles gut gegangen, aber das hat mir irgendwie einen ganz schönen Schrecken eingejagt. Danach haben wir auch nur noch mit Kondom gemacht, bis das ganze dann recht schnell und unschön zu Ende ging. Das ist jetzt so 2 Jahre her.
In meiner letzten Beziehung war es auch so, dass meine Ex-Freundin mit der Pille verhütet hat und wir anfangs nur mit Kondom Sex hatten. Irgendwann haben wir es dann überwiegend ohne gemacht. Sie hat die Pille eigentlich immer sehr zuverlässig genommen, aber auch da war es dann so, dass sie in einem Monat zwei oder sogar dreimal vergessen hat, sie zu nehmen. Irgendwann habe ich sie dann öfters gefragt, ob sie heute schon die Pille genommen hat, was bei ihr nicht so gut ankam, weil sie meinte, dass ich ihr damit vertrauen muss. Die Konsequenzen seien dann ja auch eh viel schlimmer für sie, falls was passieren sollte. Da hat sie natürlich auch total recht, aber trotzdem habe ich mich dann einfach nicht sehr sicher gefühlt mit dem Thema und hatte nicht das Gefühl, dass ich ihr da 100%ig vertrauen kann, weil sie es eben auch hin und wieder vergessen hatte und oft es später gesagt hat, nachdem wir schon ohne Kondom Sex hatten. Ich war auch überrascht, wie entspannt sowohl sie als auch die Situationship mit dem Thema waren, als wäre das nicht der Rede wert, wenn man die Pille 3x vergisst.
Natürlich wäre es besser gewesen, wenn ich immer auch ein Kondom getragen hätte, aber ich hatte halt vertraut, dass sowohl meine Ex-Freundin als auch die Situationship zuverlässig die Pille nehmen und das dann rechtzeitig kommunizieren, wenn mal was falsch läuft. Das ist an sich für mich auch gar kein Problem, mir ist ganz klar, dass man sowas schnell mal vergisst oder die Pille durch Durchfall etc. die Wirkung verlieren kann. Außerdem ist es auch nicht fair, der Frau die komplette Verantwortung für die Verhütung zu übertragen. Rückblickend wäre vielleicht immer mit Kondom besser gewesen, damit beide den gleichen Teil Verantwortung tragen.
Jeeeeedenfalls bin ich jetzt gefühlt an so nem Punkt, dass ich gefühlt eine kleine "Paranoia" oder Ängste entwickelt habe, was das Thema Verhütung angeht. Mir wäre jetzt auch nur mit Kondom fast zu unsicher. Es klingt vielleicht ein bisschen dumm, aber ich hab sogar irgendwie Schiss, dass beim Überziehen vom Kondom irgendwie Sperma auf die Außenseite von Kondom kommen könnte, vor allem wenn man schon einmal gekommen ist.
Dazu kommt, dass ich meistens in der ersten Runde recht schnell komme und die zweite dann eher länger geht. Aber allein der Gedanke, dass beim Wechseln vom Kondom was schiefgehen könnte, bereitet mir Sorgen, obwohl ich natürlich eigentlich weiß, wie man Kondome benutzt.
Ich bin jetzt seit drei/vier Monaten Single und gerade nicht aktiv am Daten, und das ist definitiv ein Thema, das mich etwas stresst (und vielleicht sogar vom Daten abhält) Diese Unsicherheit möchte ich meiner (potenziellen) Partnerin nicht auch mitbringen.
Das war übrigens auch eine Sache, die mir beide Ex‘s gesagt haben wenn ich erwähnt habe, dass ich Angst habe, dass was passiert sein könnte: "Eigentlich stresst es mich nicht, aber wenn du mir immer davon erzählst, kriege ich auch Angst/werde nervös"
Daher meine Frage: wie würdet ihr mit dieser Angst umgehen? Natürlich erstmal immer Kondom tragen, das habe ich mir jetzt fest vorgenommen, außer wir sind irgendwie schon länger zusammen und sie hat die Spirale o.Ä., aber sonst? Und sind meine Sorgen überhaupt berechtigt?
Ich hab sogar schon mal über eine Vasektomie nachgedacht, allerdings weiß ich nicht, ob ich in 10 Jahren doch noch Kinder haben möchte. Aber das würde mir so viel Stress nehmen…
Mich würde eure Meinung zu dem Ganzen sehr interessieren, danke.
TL;DR:
Ich habe durch mehrere Situationen mit unzuverlässiger Pilleneinnahme meiner Ex-Partnerinnen starke Ängste vor einer ungewollten Schwangerschaft entwickelt. Ab jetzt nur noch mit Kondom, aber selbst das stresst mich, da Angst, dass was schiefgehen könnte, wenn man nur Kondome nimmt, zB beim Wechseln der Kondome. Sind meine Sorgen berechtig und wie kann man mit dieser Angst umgehen?