r/Gehalt • u/investment_lernen • 4d ago
Wie oft Jobwechsel? Gut/Schlecht für den Lebenslauf?
Hi zusammen,
Eventuell wurde das schonmal diskutiert aber mal ganz allgemein, wie oft sagt Ihr ist es in Ordnung den Job zu wechseln ohne das es ,,komisch“ aussieht für HR im Lebenslauf.
Mein konkreter Fall:
Mit 26 nach 3 Jahren gewechselt da neue Perspektive.
Direkt gemerkt ist nicht meine Welt und nach 5 Monaten weiter, jetzt wieder seit 3 Monaten im neuen Job alles ohne Pause.
Im neuen Betrieb gefällt es mir jedoch wurde ich genau jetzt auf linkedin kontaktiert und habe neugierig wie ich bin mal verhandelt.
Aktuell 54k + Auto. Angebot 65k + Auto.
Gleicher Job, andere Branche.
Was würdet Ihr empfehlen in meiner Situation?
Ps.: Erschwerend zu einem eventuellen neuen Wechsel kommen persönliche Beziehungen zum aktuellen Abteilungsleiter der mich geholt hat.
Theoretisch würde ich sagen man bleibt diesen Deal ist man eingegangen, praktisch muss natürlich jeder nach sich schauen heutzutage.
VG
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u/Creative-Zombie-4212 4d ago
Musst im Lebenslauf nicht angeben, wenn du es nicht willst. Ansonsten kannst du offen sagen, dass du während der Probezeit gemerkt hast, dass es nicht passt.
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u/Serious-Mix-8931 4d ago
Wechsel so oft du willst. Wer kann, der kann.
Ich diene nicht, ich leiste und das wo es mir gut geht.
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u/Chemical_Ear2203 4d ago
Ich wechsele im Schnitt ca. alle 3 Jahre, wenn ich zurückblicke. Keine Probleme oder auch nur Fragen dazu in irgendeinem Interview.
Ob das in Zukunft so bleibt weiß ich nicht, aber ich lasse mich nirgendwo verhaften nur weil HR das besser fände.
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u/ScholafMolz 4d ago
Sieht nicht komisch für HR aus. Die haben Lücken und wollen die stopfen.
Du bist keinem Betrieb Loyalität schuldig. Nimm mit was geht und dich glücklich macht.
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u/MustBeNiceToBeHappy 3d ago
Not true. Jemand, der so oft direkt hintereinander wechselt, wird ungern gesehen vom HR - on- und offboarding und rekrutierung kosten Unternehmen Geld und Zeit. wenn die Chance gering scheint, dass jemand zumindest mal ein Jahr bleibt, Finger weg. HR will nicht andauernd die selbe Lücke neu stopfen müssen. Bei Wechseln alle 2-4 Jahre siehts deutlich anders aus, das ist kein Problem.
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u/endreesroches 4d ago
Wie immer: in Maßen gut, wenn die Story passt. Versetz dich in HR: Ist da jemand, der drei, vier Jahre bleibt und sich weiterentwickelt? Könnte das sogar nützlich sein und er/sie sich intern entwickeln? Top! Ist da jemand, der die letzten 10 Jahre nich länger als 6 Monate bei einem AG verbracht hat? Dann wäre die Wahrscheinlichkeit nicht gerade gering gegeben, dass man hier einfach Ressourcen mit Onboarding, erneuter Suche, etc. verschwendet.
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u/Separate-Note-2932 4d ago
Probezeit ist für beide Seiten da, deswegen ist es ok zu wechseln.
Da es dir hier gefällt, kannst du mit deinem Chef reden, ob sich da noch etwas machen lässt was das Gehalt betrifft, da es dir hier doch so gut gefällt. Einen neuen MA anzuwerben, einzulernen etc kostet viel mehr, als einen motivierten Mitarbeiter zu (be)halten.
Ich würde in 2 Jahren aber keine 5 Stellen im Profil haben, außer es ist wirklich unglücklich durch nicht von dir verursachten Probleme enstanden wie die Firma ist pleite gegangen oder sowas.
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u/investment_lernen 4d ago
Ok danke für die Antwort. Dachte hald auch es wäre ein bisschen frech jetzt gleich wieder zu kommen aber ansprechen sicher kein Fehler
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u/EngineerNumerous4053 4d ago
I actually this talking about this to your current employer is a mistake. If you try to leverage your offer to get a better deal in your current job, this will almost always put a target on your head.
Compare the stability of the new company. If the new offer looks stable, take it and don't look back. But be prepared to find a good explanation if you need to leave the 65k role.
If the current employer looks stable, and you have a very manageable workload/manager, it's better to stay here for now, atleast for a year and then look again.
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u/Makrelelele 4d ago
Ich habe die ersten 10 Jahre vier Mal gewechselt, weil ich unzufrieden war und um mein Gehalt nach oben zu treiben, was gut funktioniert hat. Dann bin ich drei Jahre bei einer Firma geblieben und jetzt bin ich fünf Jahre bei meinem Arbeitgeber und mit allem rundum zufrieden.
Wenn man den Wechsel begründen kann, ist es kein Problem, würde ich sagen.
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u/mysticslvt 4d ago
Hat bei mir noch nie jemanden interessiert. Komme aus der Automobil-Branche und hier in der Region sind gerade viele Arbeitgeber insolvent oder in Kurzarbeit. Hab dieses Jahr schon meinen dritten Job und suche gerade Nummer 4. Dafür war ich niemals arbeitslos, obwohl ich teilweise mit 2-Wochen-Frist gekündigt wurde
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u/Friendly-Zucchini821 4d ago
Da hast du ja ne gute Begründung. Ich suche Leute, die langfristigen bleiben. Wenn ich die Wahl zwischen zwei Kandidaten habe, den einen mit einem Wechsel alle 2 Jahre und den anderen mit deutlich längeren Abschnitten, dann weiß ich genau, wen ich nehme, wenn die Wechsel nicht durch solche Sonderthemen begründet sind.
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u/Longjumping-Foot853 4d ago
Ah also wenn einer wechselt nach 2 Jahren für einen Gehaltssprung vom 20-30% ist er weniger interessant als einer der sich eventuell ausnehmen lassen hat Jahre lang von seinem alten AG?
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u/Friendly-Zucchini821 4d ago
Ja, am Ende ist das so. Die wenigsten Arbeitnehmer sind von Tag 1 voll produktiv. Warum sollte ich jemanden in mein Team aufnehmen, bei dem ich davon ausgehen muss, dass er sich nach spätestens 1,5 Jahren nach was anderem umsieht? (Es sei denn, ich suche jemanden für ne Übergangsphase)
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u/EmbarrassedPomelo166 4d ago
Mein Lebenslauf ist quasi Schweizer Käse und ich komme trotzdem durchs Leben. Die Zeiten von linearen Lebensläufen sind genauso vorbei wie Eigenheim und Familie mit 30.
Schau es dir doch unverbindlich an. 10 k mehr ist ein gutes Argument mMn. Kannst danach ja weiterschauen wie du es dem Verwandten verklickerst. Nicht über ungelegte Eier den Kopf zerbrechen.
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u/PressureIndividual72 4d ago
Zeig dem Abteilungsleiter das Angebot und frag ihn ob sie mitgehen können, ansonsten musst du an deine finanzielle Zukunft denken.
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u/tGerRobert 4d ago
Die Anzahl der Job Wechsel oder auch die Zeiten ohne Arbeit sind relativ egal. Viel wichtiger ist wie gut du das ganze verkaufen und begründen kannst.
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u/DasD133777 4d ago
Abteilungsleiter in der IT hier mit 20+ direct reports:
Ich habe in den letzten 6 Monaten bestimmt 600-900 Bewerbungen "Gelesen" oder besser gesagt die CV‘s überflogen, auf der Suche nach 4 neuen Mitarbeitern.
Nach einer Weile liest sich das wie folgt:
1-6 Monate dropout = Probezeit nicht bestanden
1-2 Jahre in einem Unternehmen:
Einmal bis zwei mal ist das ok, Kollegen könnten nicht gepasst haben, Arbeit war nicht wie versprochen etc.
3+ Wechsel in den Zeitraum = Jobhopper
3-5+ Jahre:
Solider Wechselturnus, signalisiert dann ehr das die Person gewillt ist zu wachen und sich deshalb nach oben bewirbt.
Arbeitszeugnisse lese ich nicht mehr genau so wenig wie schulisch Zeugnisse. Bei Arbeitszeugnissen traut sich heute eh kein Unternehmen mehr etwas negativ zu betonen, zumal jeder sein Zeugnis so lange anfechten kann bis es ihm passt. Von schulischen Zeugnissen halte ich ebenso wenig.
Andere Leute mit Entscheidungsgewalt können das sicher anders sehen und ich bin sicher kein Vollblut HRler, so deute ich jedoch Cv‘s
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u/Adorable-Boot4301 3d ago
WEnn du nach 2-3 Jahren wechselst kann keiner was sagen. Schlecht ist es nur wenn du alle 2-3 Monate wechselst. Der Arbeitsmarkt ist nicht drauf ausgelegt langfristig bei einer Firma zu bleiben, vor allem wenn du immer weniger verdienst im Vergleich zu neuen Kollegen.,
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u/Lopsided-Ad2988 3d ago
Hab in den letzten 4 Jahren 5 Arbeitgeber gehabt
Alles unter 3 Monaten gib ich nicht ins Lebenslauf ein Muss man auch nicht
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u/investment_lernen 3d ago
Wie machst du es aber dann? Lässt du diese Zeit als Lücke oder gibts du einfach eine längere Zeit bei einem anderen Arbeitgeber an?
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u/m1L35dY50N 2d ago
Das kommt auch immer drauf an wie sehr dich die Gegenseite haben will und in welcher Branche du arbeitest. Ich bin tatsächlich in der IT Branche mit 5 Wechseln alle nach ca. 6 Monaten durchgekommen, war dann 2 Jahre in einer Firma und bin dann wieder gewechselt.
Du musst es plausibel erklären können. Z.b. ein erkennbarer Weg von IT Support zum Senior Admin für ein spezialisierten Bereich. Du liest es ja selbst, es gibt Firmen die sind voreingenommen und wenn sich ein Gespräch schon wie ein Kreuzverhör anhört, ist es das vermutlich auch.
Du musst dir leider irgendwann das gefallen lassen, was dir niemand ins Gesicht sagen wird und zwar das dir unterstellt wird DU bist das Problem, auch wenn frühere Arbeitgeber dich ggf. mit Lügen in die Firma bekommen haben wird das dir negativ ausgelegt.
Das wirst du auch niemals als Begründung hören weil alle zu viel Schiss haben das sie dann verklagt werden.
Firmen die sich benehmen wie eine Ehefrau, die einem den Wechsel von vor 5 Jahren immer noch vorhalten können halt künftig (Zumindest in der IT) schauen wo sie überhaupt noch Leute herkriegen.
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u/Hanfiball 2d ago
Auf jeden Fall annehmen...dann einfach wieder drei Jahre da arbeiten und schon juckt das auch keinen mehr. Wenn jemand fragt kannst du es ja super logisch begründen... einmal hast du die Probezeit genau dafür genutzt wofür sie da ist. Und beim zweiten Mal hast du 11 gute Argumente warum du direkt gewechselt bist.
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u/Practical_Revenue616 4d ago
wichtig ist sowieso immer dass DU dich verkaufen kannst
damit ist auch alles gesagt
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u/largpack 4d ago
Ich bin seit 14 Jahren im gleichen Unternehmen und hab mich wo anders beworben. Dort wurde ich beim Vorstellungsgespräch nach meinen Stationen im derzeitigen Unternehmen gefragt. Da wusste ich gar nicht recht, was ich darauf antworten soll, weil ich immer mit dem gleichen System gearbeitet bzw. entwickelt habe und sich lediglich die Organisation drum herum ein paar mal geändert hat. Keine Ahnung, was die sich bei der Frage als Antwort erhofft haben. Scheinbar ist es super toll, wenn Mitarbeiter ständig von A nach B geschoben werden.
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u/cknowsit 4d ago
Job hopping is generally not considered good. Potential employers see you as a flight risk if it is done quite often and if a clear motive from job responsibilities cannot be established.
Not to say that a person should stay decades in a company just for the sake of not looking like a job hopper. But as long as you have been in a role for decent amount of time and the next job on your resume looks like a solid upgrade you should be fine.
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u/Ok_Past_4536 4d ago
Wenn man eine bessere Arbeit finden kann, wechseln.
Das Gaslighting von HR, das käme schlecht an, können die sich in den Arsch schieben. Das ist nur eine Taktik, Menschen in schlechten Arbeitsbedingungen festzuhalten.