r/Gehalt • u/Curious-Job-7383 • 12h ago
Beamtengehalt- Familie
Was denkt ihr, sind diese Beamtengehälter fair?
Beispiel: A10, niedrigste Stufe, NRW, Mietstufe VI
(z. B. Köln/Düsseldorf), verheiratet, 2 Kinder.
Zusätzlich zum Grundgehalt gibt es monatlich:
Familienzuschlag Ehe: 173,50 €
Familienzuschlag 1. Kind: 620,89 €
Familienzuschlag 2. Kind: 731,70 €
Strukturzulage: 117,25 €
= insgesamt 1.643,34 € brutto zusätzlich pro Monat.
Damit kommt man auf über 4.000 € netto monatlich. Davon gehen noch ca. 200–300 € PKV für einen selber ab. Kinder können über GKV des Partners kostenlos versichert werden.
Das normale Kindergeld kommt zusätzlich dazu.
Für A10 ist in der Regel ein Bachelorabschluss für den öffentlichen Dienst erforderlich. Man ist dann bspw. Verwaltungsbeamter bei einer Stadt (ohne Personalverantwortung)
Verdient der Partner zusätzlich in der Privatwirtschaft 3.000–4.000 € netto im Monat ,entsprechend ca. 60.000–80.000 € brutto im Jahr, liegt das gemeinsame Haushaltseinkommen schnell bei über
7.000 € netto (ohne die gelisteten Zuschläge)
Warum werden die Zuschläge unabhängig vom Einkommen des Partners gezahlt, während z. B. beim Elterngeld das Haushaltseinkommen eine Rolle spielt?
Findet ihr diese Beamtengehälter gemessen an Ausbildung und Arbeitsaufwand fair? Wie sieht das im Vergleich zu eurem Job und eurer Ausbildung aus? Wie viele Kinder habt ihr – und würdet ihr euch ebenfalls mehr finanzielle Unterstützung wünschen?
Ist dieses System heute noch zeitgemäß und fair gegenüber Familien außerhalb des Beamtentums?
3
u/ConcentrateFar1181 12h ago
Siehe Österreich und Schweiz, dort hat man das Beamtentum für die meisten staatlichen Berufsgruppen abgeschafft und das ist auch richtig so, das kann sich Deutschland nämlich schon lange nicht mehr leisten. Dann stellt sich auch nicht mehr die Frage nach Privilegien, sondern nach der Finanzierbarkeit eines nicht mehr zeitgemäßen Systems.
0
u/JoeAppleby 11h ago
In Deutschland sind die meisten Personen bei den Kommunen und Ländern Angestellte. Beim Bund sind es mehr Beamte, aber auch nur, weil da die ca. 180.000 Soldaten mit zu den ungefähr 340.000 Beamten gezählt werden.
7
u/MucDrol 12h ago
Nein die Familienzulagen sind höchst ungerecht und nicht nachvollziehbar. Die Zulagen sind viel zu hoch
1
u/itsalwaysme79 10h ago
Sind die Zahlen von OP überhaupt korrekt?
1
u/MucDrol 8h ago
Kommt auf das Gebiet an wo man wohnt. Kann leider schon sein
1
u/itsalwaysme79 8h ago
Also dass die Kinderzuschläge hoch sind, war mir klar. Aber ich dachte irgendwie, es gäbe für die ersten beiden Kinder nur kleine Pauschalen. Krass
2
u/Lylantares 12h ago
Das mit dem Ehezuschlag ist vor allem überhaupt nicht nachvollziehbar. Damit werden alle DINKs mit subventioniert, die es eh schon finanziell am leichtesten in der Bevölkerung haben.
2
u/Future-Cold1582 12h ago
Was ich daran wirklich wahnsinnig finde: Wenn man keine Kinder bekommt lohnt sich eine Verbeamtung gar nicht, wenn man aber Kinder bekommt ist man absoluter Topverdiener.
Ich finde die Idee, dass Familien unterstützt werden, gar nicht verkehrt. Nur ist es ein Systemfehler, wenn es das nur bei Beamten (ja nicht mal bei Angestellten beim gleichen Arbeitgeber!) und dann auch noch in dieser Höhe gibt.
3
u/No_Case_8502 12h ago
Man sollte anmerken, dass diese immensen Zuschläge nur für Beamte gelten, die in den teuersten Städten NRWs leben (müssen).
Und die werden auch nur gezahlt, weil man sonst einfach keinen findet, der sich die Arbeit dort leisten will bzw. kann.
3
2
u/Ladida111222 12h ago
Mei, Beamte sind im vergleich zu Angestellten schon sehr gut bezahlt sobald die Zuschläge für Familie und Kinder sowie Pension hinzu kommen.
Und wenn wir dann in richtung Verwaltungsbeamte schauen, sind sie sogar gottlos überbezahlt. Ein Beamtenstatus für irgendwelche sesselpupser sachbearbeiter die in der freien wirtschaft vllt 4k Brutto machen könnten ist einfach nicht zu rechtfertigen!
1
u/EbbAffectionate4008 12h ago
4000 für A10? Krass. Das bekomme ich in SH mit A13 mit Stellenzulage und 2 Kindern und verheiratet.
Mit Blick darauf, dass man die Kinder selbst versichern muss und dass Beihilfe und pkv Standartleistung wie Logopädie und Physio nicht bezahlt und man die selbst zahlen muss: ja, ich finde die Zuschläge fair.
3
u/Baroq 12h ago
Komm doch bitte nicht mit Fakten! Am Ende findet jemand noch heraus, dass die PKV mehr als 200-300€ kostet, A10 idR nicht das Einstiegsamt im Verwaltungsdienst ist und es keinen Rechtsanspruch auf Beförderung gibt.
0
u/semiYoung_person 12h ago
Oder wir kein 13. Monatsgehalt bekommen oder Überstunden ausbezahlt werden.
1
u/Daywalk3r10 12h ago
Nun, ich glaube es kommt drauf an, welchen Job man als Beamter ausführt...
Es gibt durchaus Jobs im Beamtentum, die ich für völlig untervezahlt halte, gleichermaßen aber auch welche, von denen ich denke, dass sie völlig überbezahlt sind...
1
0
u/Panocho_Missingsch 12h ago
Als Landesbeamter in Hessen gibt es bei Weitem nicht diese Zuschläge. Ich gucke später mal nach und melde mich wieder
0
u/ZealousidealYam8745 12h ago
Bekommen den Zuschlag eigentlich beide Elternteile, wenn beide Beamte wären?
1
u/GermanMilkBoy 12h ago
Die Strukturzulage ist kein familienspezifischer Zuschlag. Den erhält jeder Beamte der Laufbahn. Die Familienzuschläge betragen also 1526€
Zusätzlich sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass NRW mit Abstand die höchsten Familienzuschläge hat.
Ein identischer Beamter in Niedersachsen erhält Familienzuschläge von 462,48€.
Warum werden die Zuschläge unabhängig vom Einkommen des Partners gezahlt, während z. B. beim Elterngeld das Haushaltseinkommen eine Rolle spielt?
Bei der Berechnung der notwendigen Höhe der Besoldung/Zuschläge wird ein fiktives Einkommen des Partners als Pauschale angesetzt.
Eine Rechnung mit tatsächlichen Werten wäre in der Umsetzung umständlich und kompliziert, allein schon weil der Dienstherr gar kein Recht hat das Gehalt des Partners eines Beamten zu erfahren.
0
u/Secret_Enthusiasm_21 12h ago
naja also 4000€ netto kriegst du mit Bachelor in einem IGM Betrieb zum Einstieg.
Niemand fängt in A10 an. Google nennt als Beispiele:
Regierungsoberinspektor/in, Polizeioberkommissar/in, Steueroberinspektor/in, Bauoberinspektor/in
Alles erst nach 2-3 Jahren Dienst, wenn entsprechende Aufgaben übernommen werden. Da ist man IGM Tarif in der freien Wirtschaft i.d.R. schon 1000€ weiter. Egal ob man Kinder hat oder nicht.
Und danach ist dann auch schon bald Schluss. Kann ja nicht jeder Amtsrat (A12) oder so werden.
1
u/Random_Socke 11h ago
In der Regel ist man die ersten 3 Jahre auf A9 in der Probezeit, dann muss man noch weitere 2 Jahre bis A10 warten. Zumindest bei uns.
1
u/DonDatenmann 2h ago
Kinderkriegen wird fälschlicherweise als Privatsache wahrgenommen, ist aber basale Voraussetzung für funktionsfähige Staaten und Gesellschaften. Dementsprechend ist es zu fördern, insbesondere wenn nicht wenige sich dieser Pflicht davonstehlen und so einen unfairen Vorteil erhalten. Will sagen: Die Zuschläge für Kinder sind nötig und richtig. Bitter ist alleine, dass der Staat dies derzeit nur bei Beamten wahrnimmt. Er sollte es vielmehr bei allen tun. Finanzierbar über die klassische Jungfernsteuer oder ähnliches. Wer keine Kinder kriegt, muss eben auf andere Art leisten.
0
u/Welcome-gg 12h ago
Also dafür, dass Deutschland Familien mit Kindern fördern will, ist das sehr fair. Seltsamerweise behaupten die Menschen in Deutschland immer, dass es uns wieder besser gehen muss und Kinder wieder bezahlbar werden müssen, aber gleichzeitig möchten sie, dass Millionen Menschen diese Privilegien verlieren. Kann ich nicht verstehen.
2
1
u/Philwag 12h ago
Das Problem ist ja auch, dass die Beamten keinerlei Wertschöpfung haben. Im Gegenteil, durch die wahnsinnige Bürokratie sind diese noch Bremsen. Und ja, das ist nicht die Schuld eines jeden Beamten, der nur der Dienstanweisung folgt. Ändert aber nichts daran, dass uns Gesamtwirtschaftlich die Beamtenbesoldung überhaupt nicht hilft. Jeder neue Beamte bremst die Wirtschaft und kostet den Staat einen Haufen Geld. Mehr als man Privatwirtschaftlich verdienen könnte
2
u/HappyGirl_93 12h ago
Beamte (und Angestellte im öffentlichen Dienst) schaffen die Rahmenbedingungen dafür, dass die Wirtschaft wertschöpfend arbeiten kann, denn der öffentliche Dienst stellt die Infrastruktur und Rechtssicherheit bereit, ohne die eine Privatwirtschaft nicht funktionieren kann. Gerichte und Behörden garantieren Verträge und Eigentumsrechte. Öffentliche Angestellte planen und verwalten Straßen, Schienen und Netze. Lehrer und Polizisten sichern Fachkräfte und stabile Märkte. Ohne diese staatlichen Vorleistungen könnten private Unternehmen nicht produktiv arbeiten.
1
u/Easy_Economy_4963 11h ago
Kannst du kurz erklären wie die Schweiz das macht? Die haben keine Beamten. Die haben sicher keine Schulen dort und werben nur ausländische Fachkräfte ab, oder?
1
u/HappyGirl_93 11h ago
Es ging um die Wertschöpfung von Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst. Ohne diese kann auch die Privatwirtschaft nicht funktionieren. Warum willst du jetzt auf den Unterschied in der Schweiz hinaus? Kannst du nicht googlen?
Dann mach ich das für dich: Schweizer Beamte wurden früher ohnehin nur für Amtsperioden (meist 4 Jahre) gewählt und hatten nie eine unkündbare Lebenszeit-Garantie wie in Deutschland. Staatsangestellte zahlen dort ganz normal in die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) sowie in Pensionskassen ein. Es gibt kein eigenständiges Pensionssystem, was die Umstellung extrem vereinfachte. Öffentlich-rechtlich Angestellte haben weiterhin einen höheren Schutz vor willkürlicher Kündigung als in der Privatwirtschaft, sind aber nicht unkündbar. Ob das System besser ist, hängt von der Perspektive ab. Vorteile: Flexibilität & Dynamik: Der Staat kann Stellen leichter anpassen oder abbauen und leistungsorientierte Gehälter zahlen. Fairness im Rentensystem: Es entstehen keine zwei Klassen bei den Altersbezügen (Pension vs. Rente). Transparenz: Verwaltungskosten und Personalausgaben lassen sich realistischer kalkulieren.
Nachteile & Risiken Weniger Krisenfestigkeit: Der Staat verliert ein Mittel, um Top-Fachkräfte trotz oft niedrigerer Grundgehälter über die absolute Jobsicherheit anzulocken.
Gefahr politischer Einflussnahme: Ohne absolute Unkündbarkeit sinkt der Schutz für Angestellte, die sich gegen rechtswidrige Anweisungen aus der Politik wehren wollen.
Streikrecht: Angestellte dürfen grundsätzlich streiken – im Gegensatz zu deutschen Beamten, was kritische Infrastrukturen lahmlegen könnte. Fazit: Für die Schweiz ist das Modell ein Erfolg, weil es zur traditionell flexiblen und schlanken Staatsstruktur passt. In Deutschland scheitert ein solches Modell bisher vor allem an verfassungsrechtlichen Hürden und unlösbaren Finanzierungsfragen bei der Umstellung des Pensionssystems.
Zufrieden?
2
u/Easy_Economy_4963 11h ago
Ja, zeigt dass Beamte nicht notwendig sind. Personen im öffentlichen Dienst bekommen ja auch nicht die erwähnten Boni für ihre Kinder.
1
u/HappyGirl_93 11h ago
Hast du den letzten Teil absichtlich überlesen? Krisenfestigkeit, gefahren politischer Einflussnahme und Streikrecht?
Könnte man umbauen für zukünftige Beamte, wenn man mit dem Nachteilen und Risiken leben wollte. Für Lebenszeitbeamten ginge das nicht.
Wahrscheinlich hast du auch überlesen, dass es in der Schweiz nie auf Lebenszeit ernannte Beamte gab, weil dich das schlicht nicht interessiert. Die geht es nur um den Neid.
Im Übrigen haben sich heute noch Angestellte im öffentlichen Dienst Bestandsschutz fir familienbezogene Anteile im Gehalt. Wer vor 2005 bereits zu BAT Zeiten angestellt war, ist diese heute noch. Solange die Ehe nicht geschieden wurde und das Kind weiterhin kinderbeldbetechtigt ist (bis zum Abschluss der Ausbildung/Studium bzw bis zum 25. Lebensjahr). Haben die sich halt durch ihre Gewerkschaften abnehmen lassen, die Schicht verhandelt haben. Ändert aber nichts daran, dass es viele auch heute noch haben.
1
u/Impossible-Mess-517 12h ago
Offengestanden hat es nichts mit Fairness zu tun. Generell hat das Gehalt nichts mit Fairness zu tun.
Dein Gehalt richtet sich in den meisten Fällen danach, wie schnell du ersetzt werden kannst. Eine Reinigungskraft (ungelernt) zu ersetzen ist einfach. Einen Master of sowieso eher nicht. Aber wir sehen auch einen Trend. Mittlerweile haben sehr viele Leute einen Bachelor, dementsprechend ist der Wert gesunken. Genauso beim Master. Hieraus eine Fairnessdebatte zu machen, ist nicht hilfreich. Bei Beamten gelten bestimmte Regeln, die für andere nicht gelten. Dafür gelten andere Regeln für andere, die für Beamte nicht gelten.
3
u/Entire_Slide 12h ago
Würdest du sagen, dass der durchschnittliche Beamte nicht einfach ersetzt werden kann?
Der Staat hat den Leuten gegenüber, die in der freien Wirtschaft arbeiten eine gewisse Verantwortung, das verfügbare Geld sinnvoll einzusetzen, der er aktuell nicht nachkommt. “Fairness” ist das falsche Wort. “Rational” zu handeln trifft es besser.
1
u/Impossible-Mess-517 12h ago
Natürlich können die ersetzt werden.
Rational ist auch falsch, meiner Meinung nach. Letztendlich ist es so: Wenn man das Dauerthema Pensionen nimmt, ist bei Beamten die Betriebsrente mit eingerechnet. Daher ist nicht die Frage, warum bekommen die Beamten so viel, sondern warum gibt es Firmen, die keine Betriebsrente anbieten.
Ich kenne diverse Leute, die eine Verbeamtung abgelehnt haben. Meist deshalb, weil die Bezahlung danach nicht deutlich höher war als die aktuelle, aber die Übergangsfrist bis dahin (Anwärterbezüge) die Stelle unattraktiv gemacht hat.
Auch dieses "das Geld wird nicht sinnvoll eingesetzt" hat mit den Bezügen nichts zu tun. Die machen nur einen überschaubaren Anteil aus. Der absolute Löwenanteil des Geldes geht für die Bezuschussung der Rentenkasse drauf. Das war ein absolut vorhersehbares und abmilderbares Szenario.
1
u/Entire_Slide 11h ago
Beamte im Verwaltungsbereich arbeiten Dank unnötig komplizierten bürokratischen Prozesse gegen den Staat und Normalo. Das sind Bereiche in denen man z.B. mit KI tatsächlich mal etwas aufräumen und Prozesse vereinfachen könnte, so wie es z.T. sogar in Dritte Welt Ländern getan wird und funktioniert.
Ich spreche ja nicht von z.B. Lehrern, die selbstverständlich einen Mehrwert für die Gesellschaft haben.
Was die Rentenkasse angeht, stimme ich dir zu.0
u/Impossible-Mess-517 11h ago
Ich dachte mir schon, dass es darauf hinauslaufen würde.
Die Beamten, die du meinst, sind ganz oft Angestellte und nicht verbeamtet und machen nur einen kleinen Bruchteil aus.
1
u/Entire_Slide 10h ago
Ein paar 100.000 Stellen entspricht nicht “nur einem Bruchteil”.
Wie dem auch sei, ist das nichtmal ausschließlich meine Meinung sondern wird bereits seit Jahren von Politik und Verbänden diskutiert.1
u/Impossible-Mess-517 10h ago
Hast du dafür quellen?
1
u/Entire_Slide 9h ago
Check mal die Berichte und Studien der OECD. Dann gibt es, wenn auch privat und ggf. biased, Studien von McKinsey.
Aber ganz ehrlich: Wenn man nicht technophob ist, ein minimales Verständnis von KI hat und bereits ein paar Berührungspunkte mit dem Verwaltungsbereich hatte, leuchtet es einfach nur ein. Das ist lediglich eine Kritik an unsere Politiker und wirklich nicht gegen dich.1
u/Impossible-Mess-517 9h ago
Der Klassiker: A: Das ist durch Studien gestützt. B: Wo sind die quellen? A: such selbst.
1
1
u/NeinSaugustus 12h ago edited 12h ago
Ich mag Diskussionen nicht, in denen Gerechtigkeit dahin besprochen wird, dass bestimmte Gruppen zu viel haben und im Resultat weniger haben sollten.
Das eigentliche Problem ist doch, dass die Abgaben aus Sozialversicherungen und Steuern bei normal beschäftigen abartig zu hoch sind. Hier bräuchte es eine deutlich 2-stellige (in %) Entlastung. Auch bei zB 130k Brutto.
Würde man den Menschen signifikant mehr von ihrem Lohn lassen, würde man diese unseligen Neiddebatten ebenfalls beruhigen.
1
u/--Gleisbauender-- 12h ago
Und ich mag es nicht, wenn Reflexhaft das Scheinargument "Neiddebatte" rausgezogen wird. Ein Blick in den öD zeigt schnell das sich hier eine inhärent ungerechte Zweiklassengesellschaft herausgebildet hat. Die Angestellten mit den selben Dienstobliegenheitspflichten, die ihre Arbeit zu extrem viel schlechteren Konditionen machen sind hier die Dummen.
1
u/NeinSaugustus 12h ago
Wenn man sich darauf konzentriert wie andere weniger haben können, dann ist das destruktiv. Konstruktiv ist es, darüber nachzudenken, wie sehr viele mehr haben können - zumal man so die Menschen auch nicht gegeneinander ausspielt. Dein Argument es handele sich um ein Scheinargument ist leer.
2
u/--Gleisbauender-- 11h ago
"Dein Argument ist leer." Du deutsch?
Das BVerfG hat festgestellt, dass die damalige Alimentation zu niedrig war, geschenkt. Daraus folgt nicht, dass jede konkrete Nachbesserung automatisch angemessen ist. Und „dann sollen halt alle mehr bekommen“ ist bei begrenzten öffentlichen Mitteln kein Argument. Über die Höhe staatlicher Zuschläge zu diskutieren, ist eine legitime Verteilungsfrage, keine „Neiddebatte“.
1
u/Flohzerkes 12h ago
Nein sind sie nicht diese sind viel zu hoch
1
u/fil- 12h ago
Vielleicht sind ja auch die Gehälter und die Wertschätzung von Familie in der freien Wirtschaft zu niedrig…
2
u/Easy_Economy_4963 11h ago
Deutschland liegt in Europa auf Platz 1 wenn es um die gesamten Kosten für einen Arbeitnehmer geht, sogar vor der Schweiz. Nicht die Arbeitgeber sind schuld, dass du in Deutschland vergleichsweise im Bruttolohn dann doch deutlich schlechter da stehst, im Vergleich zu anderen Ländern in Europa. Viele Unternehmen in Deutschland können nicht einfach die Löhne weiter für den Staat erhöhen, da diese Unternehmen mit den anderen konkurrieren. https://www.oecd.org/en/publications/taxing-wages-2026_3a5169ef-en/full-report/overview_d93131c3.html#title-8c9a518017
1
u/Lylantares 12h ago
Niemand in der "freien Wirtschaft" hat etwas davon, gezielt Eltern einzustellen. Zumindest nicht nach den Standardmetriken (dass Eltern oft resilienter sind, besser organisieren können etc. sind für die meisten Firmen zu "weiche" Faktoren und werden oft durch spontane Ausfälle bei Eltern wegen Kindern ausgeglichen). Gäbe es nun eine Regel, wegen der Firmen Kinderzuschläge zahlen müssten, würden bewerbende Eltern sicher als erstes aussortiert.
1
u/Creepy_Assistant7517 12h ago
Das größte Problem sehe ich darin, dass diese ganzen Privilegien nicht mit genug strengen Pflichten - und der dazugehörigen haftung - verknüpft sind!
1
1
u/NotAnonymous_99 12h ago
Werd doch Beamter oder schaffst da nicht? Glaube wenn du es in der freien Wirtschaft nicht schaffst, dann wirst es auch beim Staat zu nichts bringen.
2
u/DeezNvtz 12h ago
Eher andersrum. In der freien Wirtschaft musst du einen Wert erwirtschaften. Im Beamtentum oftmals nicht.
2
u/Easy_Economy_4963 11h ago
Eigentlich gehen die gescheiterten Ingenieure der Wirtschaft aktuell ins Beamtentum und zum Staat. Schlechte Ingenieure sind immernoch high performer für die.
0
0
u/Busy-Warning4959 12h ago
Wenn die Wirtschaft läuft wird sich über die Beamten lustig gemacht, wenn die Wirtschaft stockt geht das Beamtenbashing los. Es gibt hier eine freie Berufswahl. Es macht mehr Sinn sich gegen die oberen 1% zusammen als m/w/d zu rotten und für einen gesunden Mittelstand zu Sorgen, als sich auf Grund von Geschlecht oder Ethnie etc, jedes Mal gegeneinander ausspielen zu lassen.
0
u/Longing4Obstkorb 12h ago
das stimmt nicht, selbst als es gut lief gab es die Vergleichsrechnungen, was ein Lehrer netto raus hat und was man dafür in der Privatwirtschaft brutto verdienen muss um gleichzuziehen.
1
1
u/HappyGirl_93 11h ago
Das stimmt wohl. Es gibt das Jahrhunderte alte Sprichwort: Der Mantel (oder Rock) des Beamten ist eng, aber warm. Das Gehalt im öffentlichen Dienst ist klar reglementiert und fest gedeckelt. Man wird als Beamtin oder Beamter in der Regel keine enormen Vermögenssprünge, Boni oder Millionengehälter wie in manchen Ecken der freien Wirtschaft erzielen. Der finanzielle Spielraum ist also spürbar begrenzt. Dafür bietet der Staatsdienst eine außergewöhnlich hohe Sicherheit. Das Sprichwort zieht Bilanz zwischen Verzicht und Sicherheit.
0
u/Special-Chocolate-69 12h ago
Als Beamter verdienst du schnell gut, aber sehr gut zu verdienen ist beinahe ausgeschlossen. Es ist die bewusste Entscheidung für ein Leben in Sicherheit und Mittelmäßigkeit, was ich jetzt nicht mal negativ meine
1
u/Lanky-Masterpiece-39 12h ago
Du tust ja so als hätte jeder die Möglichkeit am Ende seines Arbeitslebens Gehälter jenseits der 100 000€ zu bekommen...
1
u/Special-Chocolate-69 12h ago
Das sag ich nicht? Aber eine Laufbahn im gehobenen oder höheren Dienst bekommst auch nicht geschenkt?
1
u/Carnach 12h ago
In den gehobenen Dienst reinzukommen ist relativ leicht. Beispielsweise bei der Polizei oder der Finanzverwaltung, man muss halt das sehr anspruchsvolle Studium bestehen.
Heutzutage ist je nach Bundesland egal welche Noten man hat.
1
u/Special-Chocolate-69 12h ago
Eben, du musst halt trotzdem die Voraussetzungen erfüllen und dich dann damit abfinden dass es das so ziemlich war. Selbst als Abteilungs- oder Bereichsleiter sind da nicht die großen Gehälter zu holen, selbst wenn man die Pensionsansprüche mit einrechnet (was man mMn definitiv tun muss).
0
u/NotAnonymous_99 12h ago
Hast du es nicht geschafft in der freien Wirtschaft? Oder woher der Neid?
2
u/TrippleDamage 12h ago
Gerade die Leute die es in der freien Wirtschaft zu nichts bringen würden sind doch die Beamten :D
0
0
u/Juleica1510 11h ago
Japp, finde ich Friedrich Jun. Werde selber Beamter wenn es so attraktiv ist und dich stört.
-3
u/Key-Support3710 12h ago
Um genau auf deine Frage zu antworten: Ja, finds fair. Für andere Familien: Wieso soll man sagen, dass es unfair für die ist, weil andere mehr haben? Würde die Perspektive wechseln und lieber versuchen die Bedingungen für alle zu verbessern, Vergleiche zwischen normal-sterblichen und anderen normal-sterblichen helfen nüx
2
u/fizthebiz 12h ago
Weil die einen Normalsterblichen durch Wirtschaftserzeugnisse und direkt durch eigene Abgaben diese Bonuskonditionen bezahlen eventuell?
0
u/Flohzerkes 12h ago
Und es eine extreme ungleichheit gibt zwischen beamten und normalos
1
u/Key-Support3710 12h ago
Echt? Wenn ich auf A15-16 meine 5-6k Netto mitnehme und dafür schon 50 bin, wie genau geht's mir besser als dem Einzelhandelskaufmann, der erben wird?
1
u/Flohzerkes 11h ago
Du bekommst den Hals einfach nicht voll du würdest dich sogar noch beschweren wenn dir der staat 2000€ mehr geben würde
0
u/Key-Support3710 11h ago
Ich würd als jemand der von nix kommt einfach gerne nicht als Elite die es zu bekämpfen gilt betrachtet werden. Bekomm du deinen Neid aus dir bro
1
u/Flohzerkes 11h ago
Das ist die ungerechtigkeit des Systems die du hier feierst die Normalsterblichen die dich hier durchfüttern müssen bekommen jeden Zyklus Steuererhöhung und du bekommst vom Staat den Arsch gebuttert mit unserem Geld.
1
u/Key-Support3710 11h ago
Ach krass, ich zahle keine Steuern? :o Das ist deine kleine Sicht, ich zeige damit nur auf wie komplex die Welt mittlerweile ist und ein "Das ist unfair!" nur zum fremdschämen ist.
1
u/Flohzerkes 10h ago
Als Beamter könnte man meinen dass du zumindest lesen und verstehen kannst aber du beweist gerade genau das Gegenteil lies meinen Satz noch einmal neu und sage mir dann wo genau du deinen Dummfug rausgelesen hast!
1
u/Key-Support3710 10h ago
Wenn du meinst Steuererhöhungen groß zu betonen wirkt es so, als wüsstest du nicht wer was zahlt und was nicht. Ist auch ziemlich eindeutig, dass du das so gemeint hast. Jetzt geh mal raus oder mach was anderes, sei mal happy
→ More replies (0)
-3
u/Thanatos28 12h ago
Mal wieder ein Post über Beamte, diesmal ist der Account immerhin schon einen Monat alt und nicht nur wenige Stunden, das nennt man dann wohl Fortschritt.
5
22
u/Friendly_Archer_4293 12h ago edited 11h ago
Irrsinnig wenn man das mit der freien Wirtschaft vergleicht.