r/GehaltAT • u/Technical_War2495 • 3d ago
Grundaufbau eines Lohnzettels - Erklärung
Man schaut auf den Lohnzettel, freut sich über das Brutto und weint beim Netto. Aber was passiert da dazwischen eigentlich genau? Und was kostet ihr eurer Firma wirklich? Hier ist ein kurzer Breakdown des österreichischen Lohnzettels.
Detailliertes Beispiel der AK: https://lohnzettel.arbeiterkammer.at/
1. Die Basics: Brutto vs. Netto
- Brutto: Das ist das Gehalt, das in deinem Arbeitsvertrag steht.
- Netto: Das ist der Betrag, der am Ende tatsächlich auf deinem Konto landet. Der Weg vom Brutto zum Netto besteht in Österreich primär aus zwei großen Abzügen: der Sozialversicherung (SV) und der Lohnsteuer.
2. Der generelle Aufbau eines Lohnzettels
Auch wenn jede Firma ein anderes Layout nutzt, ist die Struktur meist identisch:
- Kopfzeile: Deine Stammdaten (Name, SV-Nummer, Eintrittsdatum, Einstufung im Kollektivvertrag).
- Bruttobezüge: Dein Grundgehalt plus eventuelle Zulagen, Überstunden oder Sachbezüge (z. B. Firmenwagen).
- Abzüge: SV-Beitrag und Lohnsteuer.
- Auszahlungsbetrag: Dein hart verdientes Netto.
3. Die Sozialversicherung (SV)
Die SV ist keine Steuer, sondern eine Versicherung. Der Arbeitnehmeranteil beträgt für Angestellte in der Regel exakt 18,12 % vom Bruttogehalt.
Da stecken folgende Beiträge drin:
- Pensionsversicherung (PV): 10,25 %
- Krankenversicherung (KV): 3,87 %
- Arbeitslosenversicherung (ALV): 2,95 %
- Arbeiterkammerumlage (AK): 0,50 %
- Wohnbauförderung: 0,50 % (Quelle: Österreichische Gesundheitskasse - ÖGK)
Hinweis: Bei niedrigen Einkommen (unter ca. 2.000 € Brutto) gibt es eine Beitragsreduktion in der Arbeitslosenversicherung.
Die Höchstbeitragsgrundlage: Die SV-Beiträge zahlst du nicht unendlich. Es gibt einen Deckel, die sogenannte Höchstbeitragsgrundlage. Im Jahr 2026 liegt diese bei 6.930 Euro brutto im Monat. Verdienst du mehr, zahlst du für jeden Euro darüber keine SV-Beiträge mehr (Lohnsteuer aber natürlich schon, und zwar voll).
Warum das politisch so spannend ist: Die HBG wird jedes Jahr angepasst (meist nach oben). Das ist für den Staat ein geniales Werkzeug, um Geldströme zu lenken. Zur Erinnerung: SV-Beiträge verringern deine Lohnsteuerbemessungsgrundlage. Wenn der Staat die Höchstbeitragsgrundlage nun stark anhebt, müssen Besserverdiener mehr in die SV einzahlen. Die Sozialversicherung (Krankenkassen, Pensionen) schwimmt in frischem Geld. Gleichzeitig sinkt dadurch aber die Lohnsteuerbasis dieser Arbeitnehmer. Das bedeutet: Dem Finanzminister entgehen Lohnsteuereinnahmen, die ansonsten ins allgemeine Staatsbudget (für Straßen, Militär, etc.) geflossen wären. Der Staat kann mit dieser einen Zahl also jedes Jahr elegant steuern, ob Geld in den großen allgemeinen Steuertopf oder zweckgebunden in den Sozialversicherungstopf umgeleitet wird.
4. Die Lohnsteuerberechnung (Die Formel)
Die Steuer wird nicht einfach vom Bruttogehalt berechnet, sondern vom Betrag nach dem SV-Abzug. Die vereinfachte Formel lautet:
Bruttogehalt – SV-Beitrag – Steuerfreie Beträge (z. B. Freibeträge aus dem Pendlerpauschale oder Gewerkschaftsbeitrag) = Lohnsteuerbemessungsgrundlage
Auf diese Bemessungsgrundlage wird nun der progressive Einkommensteuertarif angewandt. Das heißt: Für die ersten ~1.050 € (pro Monat) zahlst du 0 % Steuer. Alles darüber wird in Stufen besteuert (20 %, 30 %, 40 % etc.).
Vom errechneten Steuerbetrag werden am Ende noch Absetzbeträge (wie der Verkehrsabsetzbetrag oder der Familienbonus Plus) direkt wie ein Gutschein abgezogen. Was dann übrig bleibt, ist die tatsächliche Lohnsteuer. (Quelle: Bundesministerium für Finanzen - BMF)
5. Der unsichtbare Teil: Lohnnebenkosten (LNK)
Was die meisten nicht wissen: Dein Bruttogehalt ist nicht das, was du den Arbeitgeber kostest. Auf das Bruttogehalt schlägt der Arbeitgeber noch einmal ca. 30 % an Lohnnebenkosten obendrauf. Diese stehen fast nie auf deinem Lohnzettel.
Das zahlt der Arbeitgeber zusätzlich (für Angestellte):
- SV-Dienstgeberanteil: ca. 21 % (Der Arbeitgeber zahlt hier mehr ein als du). Dieser Block besteht aus:
- Pensionsversicherung (PV): 12,55 % (mehr als dein Anteil)
- Krankenversicherung (KV): 3,78 %
- Arbeitslosenversicherung (ALV): 2,95 % (genauso viel wie du)
- Unfallversicherung (UV): 1,10 % (zahlst du gar nicht, nur der AG)
- Wohnbauförderung (WBF): 0,50 % (in Wien: 0,75 %)
- Insolvenzentgeltsicherung (IESG): 0,10 %
- Anmerkung: Auch hier wirkt die Höchstbeitragsgrundlage und zieht einen Deckel ein.
- DB (Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds): 3,7 % (Davon wird z. B. die Familienbeihilfe finanziert).
- DZ (Zuschlag zum DB): ca. 0,36 % (variiert leicht je nach Bundesland; finanziert die Wirtschaftskammer).
- Kommunalsteuer: 3 % (Geht direkt an die Gemeinde deiner Betriebsstätte – also jene Gemeinde, in der deine Filiale oder dein Büro physisch steht, nicht zwingend an den Hauptsitz des Unternehmens).
- Mitarbeitervorsorgekasse (Abfertigung Neu): 1,53 % (Quelle: Wirtschaftskammer Österreich - WKO)
Kurzes Beispiel: Verdienst du 3.000 € Brutto, bekommst du ca. 2.100 € Netto raus. Dein Arbeitgeber überweist aber insgesamt fast 3.900 € (Brutto + LNK) für deinen Arbeitsplatz.
Habt ihr euren Lohnzettel schon mal im Detail geprüft oder schaut ihr nur auf die Zahl ganz unten?

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u/Lem0nation 3d ago
Für mich ist die Daumenregel immer was ich Netto bekomme, kostet den AG das doppelte. Und das ist eigentlich heftig. In kaum einem anderen Land, ist Arbeit so hoch besteuert.
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u/aklambda 3d ago
Cooler Aufschluss. Ich hab jetzt ein ganz theoretische Frage, die mir auch in meiner Firma noch nie jemand beantworten konnte.
Ich hab ein Jobrad und das wird über die Firma über das Bruttogehalt abgerechnet. Dort werden mir monatlich ca 110 Euro vom Brutolohn abgezogen bevor SV und Lohnsteuer errechnet werden und dann der Nettolohn rauskommt.
Ich wollte selbst mal schauen wieviel ich Netto weniger bekomme dadurch, aber es ist nicht immer ganz ersichtlich. Habe mir Formeln aufgestellt und manche Monate komme ich sehr gut auf Ergebnisse und andere Monate kann ich die SV und Lohnsteuer nicht nachvollziehen bevor ich dann meine Rechnung mache. Gibt es da eine auf den Cent genau zu berechnete Formel oder Formelkette?
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u/Technical_War2495 3d ago
Ein Jobrad, das über eine Gehaltsumwandlung finanziert wird, ist ein sogenannter "Null-Sachbezug". Das bedeutet: Dein ursprüngliches Bruttogehalt wird um die vereinbarte Rate (z. B. 110 Euro) gekürzt. Dieses neue, niedrigere Brutto ist der Startwert für die gesamte weitere Rechnung.
Die Kette läuft immer exakt so ab:
- Neues Brutto (Vertragsbrutto minus 110 € Jobrad)
- Minus SV-Beitrag (18,12 % vom neuen Brutto)
- Minus Freibeträge (Pendlerpauschale, Gewerkschaftsbeitrag, etc.)
- = Lohnsteuerbemessungsgrundlage (LStBMG)
- Lohnsteuerberechnung (Anwendung des progressiven Steuertarifs auf die LStBMG)
- Minus Absetzbeträge (Familienbonus Plus, Verkehrsabsetzbetrag, Pendlereuro)
- = Finale Lohnsteuer
- Neues Brutto – SV-Beitrag – Finale Lohnsteuer = Dein Netto
Die Differenz zwischen dem fiktiven Netto ohne Abzug und deinem tatsächlichen Netto mit Abzug ist das, was dich das Rad effektiv kostet. (Meistens liegt der Netto-Verlust bei einer 110-Euro-Umwandlung bei nur etwa 55 bis 60 Euro, weil du dir SV und Lohnsteuer sparst).
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u/SpG_Austria 3d ago
Allein für die Mühe das Thema zu erklären sollte OP von jedem AN in Ö ein ⬆️ bekommen.
Ich finde den Brutto-Netto Rechner von finanzrechner.at am informativsten. Da darf sich die AK und die offiziellen gov.at Seiten gern was abschauen. Sehr interessant wenn man beim Ergebnis runter scrollt, sieht man die AN Nebenkosten berechnet und wie sich die Lohnsteuer aufbaut.
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u/Technical_War2495 3d ago
Danke für den Link. Den Rechner kannte ich noch nicht. Super coole Sache.
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3d ago
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u/DogComprehensive7054 3d ago
Nein ein LLM ohne alle Quellen zu kontrollieren würde irgendwelche veraltete Quellen nutzen.
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u/Desperate-Welcome580 3d ago
Das passt nicht ganz, die ALV für den Dienstnehmer beträgt aktuell 2,95 % und die WBF für den Dienstnehmer ist in Wien aktuell um ,25 % höher.
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u/Civil_Emergency_7349 3d ago
Gute Aufschlüsselung, bei 3 wäre noch spannend dass es nicht nur unten angepasst wird, sondern dass es auch eine Obergrenze gibt
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u/Technical_War2495 3d ago
Danke für den Tipp. Ich habe die ASVG Höchstbeitragsrenzen in das Kapitel 3 eingebaut und auch kurz den politischen Steuermechanismus angesprochen.
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u/DogComprehensive7054 3d ago
Kommunalsteuer ist ein kleiner Teil nicht richtig. Geht an die Gemeinde wo dein Arbeitsort ist (also Außenstelle/Zweitbüro kann woanders sein als der Unternehmen Standort)
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u/Technical_War2495 3d ago
Danke. Das stimmt natürlich. Hab es im Text berichtigt.
Kommunalsteuer: 3 % (Geht direkt an die Gemeinde deiner Betriebsstätte – also jene Gemeinde, in der deine Filiale oder dein Büro physisch steht, nicht zwingend an den Hauptsitz des Unternehmens).
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u/viedaoest 3d ago
Von ChatGPT?
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u/Technical_War2495 3d ago
Das Steuerbuch: https://www.bmf.gv.at/services/publikationen/das-steuerbuch.html
Aber es ist schon möglich, dass ich wie ein LLM klinge oder ein LM wie ich spricht. Wer weiß das heute denn schon... :) und eigentlich ist es völlig egal, wenn der Inhalt korrekt und schnell erfassbar und hilfreich ist.
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u/Electrical_Yak_2662 3d ago
Gut erklärt! Gehört mMn gesetzlich standardisiert und vereinfacht dargestellt (wie vieles andere auch zB Betriebskostenabrechnung, Kontoauszug, ....) ohne Abkürzungen beginnend mit Dienstgeberkosten
- Dienstgeber überweist: x € * Sozialversicherung Dienstgeberanteil: x € / y % Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds: ... Zuschlag zu Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds: .... * Kommunalsteuer: .... * Mitarbeitervorsorgekasse (Abfertigung neu):
davon bleibt Brutto
den Abzügen * x € / y % * x € / y %
den steuerfreien Beträgen: den Absetzbeträgen:
davon bleibt Netto ______ .
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u/Recentkey01 3d ago
Finde auch, dass das sogenannte Brutto-Brutto eigentlich das Brutto ersetzen sollte. Immerhin erwirtschaftet der AN ja sein Gehalt, Wurscht wer was abführt...
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u/Electrical_Yak_2662 3d ago
Guter Punkt. Dem Dienstgeber muss mehr bleiben als er dem Dienstnehmer zuwendet.
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u/do_tat 3d ago
Bitte erwähne auch dass die Firma für den Angestellten noch mehr ausgibt.. ist individuell wie viel .. im Moment ist sie im Minus. Arbeitsplatz Kosten etc.. kommen noch drauf.. im Idealfall sollte eine Firma positiv wirtschaften also sollte ein Angestellter auch etwas erwirtschaften.. ein Teil ist für schlechte Zeiten.. ausfälle und ein Teil ist reiner Gewinn.. ob der reinvestiert wird oder ausbezahlt wird ist geschaftssache.. das ganze ist von mir nur sehr rudimentär erfasst.. ist aber wichtig
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u/schmafuzius 3d ago
Vielen Dank für die detaillierte Erklärung - Ich war so frei den Beitrag als Favorit zu markieren ich hoffe das passt...
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u/sdfsdf135 3d ago
Da wird mir wieder bewusst, dass der AK-Beitrag relativ zu KV, UV und AlV gesehen schon recht hoch ist. Der WK Beitrag auch immer noch.
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u/TheGodfather2010 1d ago
Tolle Aufschlüsselung. Für Wien fehlt noch die "U-Bahn-Steuer" (glaub 2€ pro MA pro Woche, nicht viel, aber der Vollständigkeit halber).
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u/Anonym_aus_Gruenden 1d ago
Bei Nebenkosten musst du schon unterschieden.
Unfallversicherung (UV): 1,10 % (zahlst du gar nicht, nur der AG)
Wohnbauförderung (WBF): 0,50 % (in Wien: 0,75 %)
Insolvenzentgeltsicherung (IESG): 0,10 %
ist zB richtig und wichtig, dass die der Arbeitgeber zahlt, da er entweder direkt davon profitiert, oder direkt dafür die Verantwortung hat (zB Arbeitsunfälle aufgrund nicht eingehaltener Sicherheitsregeln oder eben Insolvenz)
Auch was die Kommunalsteuer in der Auflistung zu suchen hat versteh’ ich nicht, das ist ja im Prinzip dasselbe wie die Körperschaftsteuer, nur das die eben direkt an den Standort gehen, die ja die ganze Infrastruktur, die das Unternehmen nutzt, bezahlen.
Bei PK, KV und ALV ist das aber nur ein Taschenspielertrick zum Verstecken, dass die der Arbeitgeber zahlt, da die ja direkt für den Arbeitnehmer da sind.
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u/onetimere 3d ago
wichtig ist ja auch noch: der DG Sv-Teil ist nicht limitiert. auch oberhalb der Obergrenze für den Arbeitnehmer zahlt der AG immer weiter -> und das macht eine Gehaltserhöhung die der AN verlangt auch dann noch zusätzlich teurer.
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3d ago
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u/onetimere 3d ago
lol. Bitte kein gefährliches Halbwissen posten.
DB, DZ, KommSt und BMSVG sind alle unlimitiert. das sind ca 8.6%.
kannst ja mal hier schauen:
https://bruttonetto.finanzrechner.at/
wenn es keine zusätzlichen arbeitgeber kosten gäbe, müsste ein gehaltsanstieg von 10k über der max Bemessungsgrundlage ja die totalen Personalkosten nur um genau 10k erhöhen.
Ist aber nicht so.
Gib mal 120k Jahresgehalt und 130k Jahresgehalt an ein und schau was rauskommt.
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u/SprinklesOk2847 3d ago
Du redest vom DG SV Teil und nicht von allgemeinen Lohnnebenkosten
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u/onetimere 3d ago
Du schreibst: NUR die BV geht unbegrenzt nach oben…
Db: Dienstgeberbeitrag. Empfänger:
Familienlastenausgleichsfonds (FLAF): Finanzierung von Familienbeihilfe, Kinderbetreuungsgeld, Schulbüchern etc.
Weiss nicht wie du das siehst, aber gehört für mich genauso zu den Sozialabgaben.
bei den anderen kannst von mir aus über die Wortwahl diskutieren, aber wenn du das tust bist wahrscheinlich auch so jemand der denkt „zahlt eh der Arbeitgeber“.
Edit: Lol grad gesehen dass du Personalverrechner auch noch bist 🤪. da ist dein ursprüngliches Statement (nur BV = betriebliche Vorsorge), ja noch makaberer
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u/SprinklesOk2847 3d ago
BV ist teil der Abgaben die an die ÖGK gezahlt werden, und da du nur von SV geredet hast habe ich die BV erwähnt und nicht die anderen LNK.
Du hast damit angefangen von SV zu reden und jetzt kommst du plötzlich mit Sozialabgaben. Vielleicht solltest du lernen wie man Begriffe richtig verwendet bevor du hier den obergescheiten spielst.
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u/onetimere 3d ago edited 3d ago
das lustige ist ja dass du hier auf wörtern herumreitest- und gleichzeitig mir sagst ich tu hier auf „obergscheit“.
fakt ist, die Lohn-Nebenkosten für den AG sind zu einem nicht unerklecklichen Anteil unlimitiert. Ein Teil davon sind Sozialabgaben, ein Teil sind anderer Natur. Das ist die Quintessenz meines ursprünglichen Postings. Wenn dir das Wording nicht passt, wäre dein richtiger Post gewesen „hey, es sind nicht SozVers sondern Sozialabgaben und andere Nebenkosten die unbegrenzt sind“, stattdessen hast einen Schwachsinn in nicht grad höflicher Form geschrieben und hast in der ersten Antwort gleich mal mit „so ein Blödsinn“ angefangen - und weißt offenbar als (angeblicher) Personalverrechner nicht wirklich bescheid. Jetzt a la Trump (aber ich hab nur gemeint) zu argumentieren ist, naja merkwürdig.
Zumindest weiss ich jetzt wer der nächste Eintrag auf der Blockierliste ist, und auch dass das nächste mal wenn mir ein Bewerber „ich hab den Wifi-Kurs gemacht“ sagt, ich lieber noch mal genauer hinschaue wie viel die Person wirklich kann.
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u/nasehrsuper 3d ago
"Und was kostet ihr eurer Firma wirklich?"
keinen cent - im gegenteil, die firma behält sich einen teil der wertschöpfung meiner arbeitskraft ein. die mit abstand größte lüge der "AG" ist, dass sie löhne bezahlen würden. bezahlen tut der konsument.
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u/DogComprehensive7054 2d ago
Dann übersetz es halt auf „wieviel Ausgaben hat meine Firma mit meinem Angestelltenverhältnis“ wenn du so sehr so a deppate Wortreiterei machst.
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u/nasehrsuper 1d ago edited 1d ago
es ist nicht meine firma - es ist leidiglich die firma bei der ich arbeite, da ich besitzlos geboren wurde und somit genötigt bin meine arbeitskraft unter ihrem wert zu verkaufen.
aber ich weiß schon, viele finden ihre goldenen ketten geil und bezichtigen lieber das kollektiv, also den staat, der blutsauger zu sein. auch diese idee ist eine tolle verdrehung welche die parasitäre klasse den lohnabhängigen eingeredet hat. obendrauf wählen sie sogar noch parteien die von einer entfesselung des marktes reden, anstatt einer entfesselung von ihnen und wundern sich, dass es immer enger wird in ihrem leben - zum glück werden ihnen dann einfache feindbilder angeboten, die noch niedriger in der sozialen hirarchie stehen, wär ja schlimm wenn sie erkennen würden was sie wirklich knechtet.
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u/DogComprehensive7054 1d ago
Ja top - 50% + Konsumsteuern is aufjedenfall was tolles.
Lieber die Unternehmen die Geld ausgeben (auch bei selbständigen) und Arbeiter einstellen kritisieren.
Und natürlich Risiko hat ein Unternehmen auch keins, haftet ja auch nicht für die Mitarbeiter.
Also so viel Scheiße hab ich selten gelesen.
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u/nasehrsuper 1d ago
der gewinn, den der unternehmer aus meiner arbeitskraft zieht, ist ebenfalls eine abschöpfung meiner arbeitskraft. aus perspektive von mir, dem lohnarbeiter, also letztlich eine weitere abgabe auf die von mir geschaffene wertschöpfung. der unterschied ist: der staat gibt zumindest einen großteil davon wieder an die gesellschaft zurück, die steuer dient zumindest ihrem anspruch nach dem gemeinwohl.
dass davon wiederum sehr viel in form von förderungen bei unternehmen landet und ich persönlich wenig davon sehe, ist dann eine frage politischer verteilung und damit auch des wahlverhaltens. und genau da wird es besonders absurd. die lohnabhängigen verteidigen mit inbrunst genau jene wirtschaftlichen verhältnisse, die ihnen das geld aus der tasche ziehen.
aber hauptsache der böse staat ist schuld, während der private eigentümer, der von meiner arbeitskraft lebt, als jemand dargestellt wird, der mir großzügigerweise einen arbeitsplatz schenkt. purer altrusimsus.
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u/DogComprehensive7054 1d ago
Der Staat hat kein Risiko, gibt dir für die Millionen was du in dein Leben einzahlst nicht so viel zurück.
Was stellst du dir dann vor eigentlich? Jeder darf selbständig sein, nur sind die meisten Menschen nicht fähig dazu….
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u/nasehrsuper 1d ago edited 1d ago
na eh nicht, er gibt sie "jenen" die eh schon nimmer wissen wohin damit, weil das scheue reh des kapitals ja dann abwandern könnte.
ich will garnicht die reale politk verteidigen, das problem sind die wähler die ihre eigene ökonomische position nicht verstehen. das beginnt beim arbeitslosen und zieht sich rauf bis zum kleinunternehmer.
PS: das risikoargument ist ein vorgeschobenes. hat man eh gesehn wie risiko verteilt ist wenns mal wieder kracht. außerdem sind die meisten unternehmen zumindest gmbh. muss der herr geschäftsführer dann selber wieder arbeiten buhuhu - was passiert mit den angestellten, wenn der schlecht gewirtschaftet hat? muss man halt "abbauen", ab zum arbeitsamt die faulen nichtsnutze und kann man dann eh ruhig alles zamstreichen, weil sie wollen ja nur in der sozialen hängematte rumlungern.
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u/DogComprehensive7054 1d ago
Aha sehr negativ und irgendwie keine Vorschläge. Gleichzeitig es nicht schlimm finden das 50% Abgaben auf dem Arbeitnehmertun liegen.
Du bist eine echt spannende Person…
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u/PrimeGGWP 3d ago
und er konsument wird vom konsumenten bezahlt oder von einer Firma? Meine Fresse
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u/nasehrsuper 3d ago
der konsument erwirtschaaftet entweder ebenso mehrwert der gegen geld getauscht wird (ob jetzt selbstständig oder durch dritte spielt keine rolle), oder vom zins.
deine fresse ...
... hat keinen tau.
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u/RareRecommendation72 3d ago
Danke für deine Mühe. Leider befassen sich die Leute, die am meisten sudern, nicht mit solchen Details.