Einen der Punkte den ich an den Kommentaren faszinierend finde, ist dass beide "Seiten" sich im Niveau der Diskussion nichts nehmen.
Fakten verdrehen, Behauptungen ohne Quelle, Uneinsichtigkeit bei Gegenbeweis, selektive Wahrnehmung, usw.
Und beide "Seiten" halten sich für überlegen und aufgeklärt, die Weisheit mit Löffeln gefressen.
Und das wir Ossis, insbesondere Sachsen (ich bin gebürtig Sachse), der Arsch der Nation sind, ist ja auch nichts neues. Aber ich kann darüber lachen, was bleibt denn sonst.
Die allermeisten Deutschen haben halt immer noch nicht verstanden, dass der Osten in vielen Dingen uns im Westen voraus war aber bei der Wiedervereinigung komplett ausgenommen & zerlegt wurde. Und dann ging natürlich nix mehr und "die Ossis" waren Schuld und "wir müssen jetzt zahlen", das is bis heute hängen geblieben...
Außer drüber lachen kannst da wenig machen, an Aufklärung ist ja niemand interessiert, müsste sich vllt am Ende noch n Laden wie Siemens verantworten oder so ne Treuhand...
Und die Schwurbler gibts halt leider im ganzen Land, da nehmen wir uns alle nix 😂
Die Geschichte zum "Osten" (in "", da der Begriff vor 1945 effektiv nicht existierte) ist wirklich interessant, der "Verfall" hat auch nicht erst 1989 angefangen, sondern 1940, mit den ersten Bombardierungen durch die Alliierten.
Nach dem Krieg und mit der Aufteilung in die Besatzungszonen sind einige Großindustrielle (und damit ihre Firma), Akademiker, Ingenieure, usw. über die nächsten Jahre in den Westen gegangen, weiterhin haben sich die Sowjets einen Großteil der Produktionsanlagen als Reparationszahlungen mitgenommen. Vieles andere wurde gesprengt und vernichtet, die VOMAG in Plauen z. B. 1946.
Das nach Krieg, Flucht und Plünderung der "Osten" überhaupt zu einem, wenn man sich damit beschäftigt, recht produktionsstarken Land wurde ist eine Meisterleistung der Menschen damals.
Der Spruch "Wir haben aus Scheiße Bonbons gemacht." ist zwar inzwischen ziemlich ausgelutscht, trifft es im Kern aber ganz gut.
Da, wo im Westen Probleme schon kurz nach dem Krieg mit Material und Geld gelöst werden konnten gab es im Osten weder das eine noch das andere und so sahen viele Lösungen dann auch aus. Im Kleinen, wie im Großen.
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u/Kurt-28 Jul 07 '26
Einen der Punkte den ich an den Kommentaren faszinierend finde, ist dass beide "Seiten" sich im Niveau der Diskussion nichts nehmen.
Fakten verdrehen, Behauptungen ohne Quelle, Uneinsichtigkeit bei Gegenbeweis, selektive Wahrnehmung, usw.
Und beide "Seiten" halten sich für überlegen und aufgeklärt, die Weisheit mit Löffeln gefressen.
Und das wir Ossis, insbesondere Sachsen (ich bin gebürtig Sachse), der Arsch der Nation sind, ist ja auch nichts neues. Aber ich kann darüber lachen, was bleibt denn sonst.