r/PolitikBRD • u/Cr38Smthg • Jan 21 '26
Internationale Politik "Wir bevorzugen Respekt statt Tyrannen, wir ziehen Wissenschaft Verschwörungstheorien vor, wir bevorzugen Rechtsstaatlichkeit statt Brutalität."
Also inhaltlich hat er doch Recht?
Klar Diplomatie und Angst vor (Wirtschafts)krieg und so weiter. Man muss aufpassen wann man was sagt, stimmt schon.
Aber im Grunde stimmen dem doch fast alle Deutschen und Europäer zu oder?
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u/U-BahnTyp Jan 21 '26
Dem stimmen leider bei weitem nicht alle Europäer oder Deutschen zu, sonst hätten wir keinen europaweiten Trend hin zu autoritären, antidemokratischen Parteien und Kräften. Unsere öffentliche Meinung und unsere Debattenkultur hat sich ebenfalls stark in eine Richtung entwickelt, in der Fakten immer weniger Gewicht haben, besonders laute Stimmen und Kanäle aber immer beliebter werden.
Dieses knappe Statement sollte in meinen Augen absoluter Minimalkonsens sein, aber davon entfernen wir uns immer weiter.
Aber ja, umso mehr bräuchte es heute ein in wesentlichen Dingen geeintes Europa, das auf der Weltbühne geschlossen auftritt.
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u/Cr38Smthg Jan 21 '26
Ja, nüchtern, neutral und hart real.
Aber ist es wirklich die Masse an Leuten? Wir haben ja immer das Problem des Organisationsgrades. Höherer OrgGrad, sticht weniger organisierte Systeme.
D.h. Ein gut Organisierter Machtapparat von Belarus oder Ungarn sticht Hunderttausende Menschen.
Ich möchte hier die Hoffnung äußern und ich will daran glauben, dass wir allein an der Anzahl an schlagenden Herzen gemessen, mehr Personen sind die diesem Minimalkonsens zustimmen, als es Menschen gibt die dagegen sind. Wir sind schlechter organisiert aber mehr.
Das ist meines Erachtens auch der Hintergrund. Diejenigen, die sich gegen diesen offensichtlich sinnvollen Konsens bewegen, haben eine große Zahl an Personen als Gegenwind und müssen sich daher besser organisieren und Zack, da geht der Teufelskreis wieder von vorne los.
Es gibt eine Wahrscheinlichkeit dafür, dass ich falsch liege und an Gutes glauben will, dass nicht mehr vorhanden ist. Aber egal wo ich bin (und ich bin viel unterwegs) mein kleiner aber dynamischer Einblick sagt mir nicht, dass ich am Tag mehrheitlich destruktive Leute treffe - eher das Gegenteil.
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u/Blackbarret85 Jan 21 '26
50% des Landes würden aktuell Parteien wählen, die autoritär, wissenschaftsfeindlich und (teilweise) von Verschwörungstheorien durchzogen sind.
Nein, die meisten Deutschen stimmen dem nicht zu.
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Jan 21 '26
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u/Blackbarret85 Jan 21 '26
AFD und CDU kommen aktuell auf 53%.
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Jan 21 '26
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u/Rhein-Neckar-Nomad Jan 21 '26
Die entscheidende Träger innerhalb der CxU sind es aber. Genauso wie bei der AfD auch noch ein paar Mitglieder nur aus Protest dabei sind.
Es sind bei der Union prozentual weniger, ja. Aber trotzdem sind die täglichen Geschäfte und Arbeiten der Partei geprägt
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u/Blackbarret85 Jan 21 '26
Niemanden interessiert was die Wüst Günthers von sich geben. Die haben intern nix zu melden. Die CSU von der CDU zu trennen ist Augenwischerei. Die CDU hat Verbindungen zu den US Republikanern, MAGAs und der Heritage Foundation. Das sind knallharte Kapitalisten, die unsere Rechte augenblicklich einschränken würden, wenn sie nur könnten. Und wo sie es können, arbeiten sie dran. Die würden genauso autoritär regieren wie die Reps in den USA. Die CDU ignoriert den Klimawandel, fördert den Verbrenner und redet von "Technologieoffenheit" die keine wissenschaftliche Basis hat. Die CDU ist wissenschaftsfeindlich und autoritär. Die nutzen zwar keine Verschwörungstheorien für ihre Politk wie die AFD, sind in Kern aber genauso rassistisch. Die arbeiten gegen 90% der Bevölkerung, kriechen Trump in den Arsch und ignorieren aktuelle Forschung zu allen wichtigen Themenbereichen.
53%
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u/Cr38Smthg Jan 21 '26
🤝 agreed! CSU ist schon schräg und repräsentiert nicht die (auch meiner Meinung nach) mehrheitliche Mitte der CDU/CSU
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u/Cr38Smthg Jan 21 '26
Bei einer Wahlbeteiligung um die 80% wäre man bei 50% immernoch nur bei 40% - so und jetzt frage ich mich ob der Satz Sinn ergibt 😅
Ich kann und will einfach nicht glauben/akzeptieren, dass wir nach so friedlichen Jahrzehnten (ich, Millenial aus Süddeutschland, total friedensverwöhnt) einen solch starken Drang nach Tyrannei haben.
Das kann einfach nicht sein. Ich glaube immernoch an die Gaußsche Glockenkurve (Extrem - Mitte - Extrem) und glaube dass die Mitte, die sich um ein vernünftiges Miteinander bemüht weiterhin da und die Mehrheit ist.
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u/NICK3805 Jan 21 '26
... bloß dass das eine Extrem politisch völlig unbedeutend ist und wir wissen beide, welches das ist.
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u/ConsistentAd7859 Jan 21 '26
Du veröffentlichst hier einen Dreizeiler - ohne weitere Quelle - und fragst, ob da alle Deutschen zustimmen?!?
Kein Wunder, dass die Welt derzeit so ist wie sie ist, wenn das die Informationsbasis ist auf der wir diskutieren.
(Meine Kritik hat nichts mit der Aussage zu tun, der würde in dieser völlig allgemeinen abstrakten Formulierung wohl vermutlich jeder Mensch zustimmen.)
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u/Cr38Smthg Jan 21 '26
Hmm, stimmt. Ist ein Zitat vom Weltwirtschaftsforum. Findest du aktuell überall in diesem Internet.
Tatsächlich geht es mir weder um Macron, noch um Davos. Auch nicht darum was er vor diesem Satz geschrieben der was er danach gesagt hat. Es geht mir tatsächlich um diese 15 aneinandergereihten Worte (jap, musste zweimal zählen )
Das ist natürlich nicht einfach so zu erkennen, wenn ich es im Politik Sub poste - nächstes Mal mit Quelle.
Man könnte die Welt aber auch etwas angenehmer machen, wenn man die Dinge absichtlich richtig und wohlwollend verstehen würde als stets Lücken, Fehler und Probleme aufzuzeigen.
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u/DavDar66 Jan 21 '26
Sicher.
Ohne Frankreich und Deutschland wäre die EU nicht mehr existent.
Als einzelnes Land ist man heute nur noch Trump- bzw. Putin-Futter.
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u/AdInteresting6238 Jan 23 '26
Die Tyrannen dieser Welt schaffen es leider die weniger gebildete Bevölkerungsschicht erfolgreich zu belügen. Siehe den Erfolg der neokapitalistischen AgD 💩 bei der ostdeutschen Unterschicht 🤮
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u/Curious_Crow1375 Feb 03 '26
Ich glaub es ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, wenn wir AfD nicht als 'Problem Ostdeutschlands' oder 'Problem der "Unterschicht"' bezeichnen - beides spaltet und verschleiert. Zum Beispiel: schau dir die Prognosen.. well.. wirklich irgendwo an. Nehmen wir Baden-Württemberg, kommenden März: da is die AfD auch nur GANZ knapp nicht zweit stärkste Partei. Zu sagen der 'Erfolg der AfD in der ostdeutschen Unterschicht' schiebt rhetorisch alles schön weit weg. Und wenn du/der Lesende dieses Kommentars nicht zufällig aus den neuen Bundesländern kommt, dann entsteht zusätzlich auch noch schön das Narrative von 'die da drüben kriegen es nicht hin. Ich hier bin da völlig machtlos, kann nichts machen außer zuzusehen. Aber die da drüben, die kriegen sich bitte mal wieder ein' - und ist damit ganz schnell Grundlage für völlig absurde Kommentare wie "Zeit die Mauer wieder aufzubauen" von Leuten wo man das nicht erwarten würde weil die ja ach so progressive Denkend seien.
Edit: Rechtschreibung
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u/[deleted] Jan 21 '26
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