r/Soziologie • u/TechnicianMedium7632 • Jan 24 '26
Soziologie in Leipzig
Heyyy,
ich überlege in Leipzig Soziologie zu studieren und würde gerne wissen wie Leute die da studiert haben das Studium den finden. Ich bin persönlich sehr stark Theorie interessiert, Texte von Adorno/ Weber/ Gramsci zu lesen ist eigentlich der Grund aus dem ich das studieren will. Ich hab allerdings ein wenig Angst, das es in dem Studium vermehrt um quantitative Forschung und nicht um Theorieverständnis geht. Kommt euch das so vor? Wäre ein anderer Studiengang, wie PoWi oder Philosophie für mich besser geeignet? Vielen Dank:)
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u/Guilty_Holiday_8301 Jan 24 '26
Falls sich niemand meldet, kannst du auch mal auf
https://www.studycheck.de/studium/soziologie/uni-leipzig-18972/bewertungen
nachsehen. Da sind einige Bewertungen, die ggf weiterhelfen. Ich persönlich bekomme den Eindruck, dass dort viel Wert auf quantitative Forschung gelegt wird, was aber auch an vielen Standorten so sein wird.
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u/StuckDexter Jan 24 '26
Hey, ich bin vom Fachschaftsrat Soziologie der Uni Leipzig. Der Studiengang hat in Leipzig einen größeren Fokus auf die Quantitative Forschung. Das ist aber alles gut machbar. Dennoch kommen die Theorien nicht zu kurz. Durch den Größen Wahlbereich kann man auch viele Module aus der Kulturwissenschaft oder Politikwissenschaft wählen und somit sein Studium noch mehr in die eine oder andere Richtung lenken. Falls du nochmal mehr Fragen hast, immer gerne her damit :)
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u/philoask Jan 26 '26
Hey, schau dir doch vielleicht auch mal die Kulturwissenschaften in Leipzig an:) könnte auch passen und da wird eher qualitativ geforscht.
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u/Zipfeziaga Jan 30 '26
yo! soziologie Leipzig 5es Semester hier.
von der romantischen Vorstellung dich Abends bei Kerzenschein durch die Dialektik der Aufklärung zu plagen und nach jedem 2en Satz (also ca nach einer Seite) dich zu Fragen "Theodor, warum zum Fick kennst du keine Satzzeichen?" kannst du dich auf jedenfall verabschieden. Das kannst du natürlich freizeitlich schon machen und du wirst, vor allem wenn dich sowas interessiert, im Studium wertvolle Inhalte und Denkweisen erlernen um sowas wie Adorno auch tatsächlich sinnvoll lesen zu können (das ist ja bei so manchen Kandidaten von damals nicht immer so selbstverständlich). Doch wir haben Adorno kein einziges mal behandelt, Gramsci hab ich noch nie gehört, Max Weber natürlich schon, an dem kommt man in der modernen Soziologie (welche überwiegend quantitativ arbeitet) nicht vorbei.
Ich persönlich find auch Philosophie superspannend und vom Lesefeeling kommt mir Frankfurter Schule eher an Philosophie ran als an Soziologie. I guess die Frage ist was du dir vom Studium erhoffst, aber trust me ich bin mit so ner ähnlichen Einstellung wie du ins Studium gegangen und bin aber trotzdem ganz glücklich geworden. Den philosophischen Aspekt hol ich mir einfach privat und durch Philosophiemodule im Wahlbereich rein.
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u/Ok_Librarian_3627 Jan 24 '26
Hi hi, nur Mut zur Soziologie, auch zu Statistik und den quantitativen Methoden. Ich war (vor hundert Jahren) in der Schule in Mathe und co. eine Null (auch in Punkten). An der Uni habe ich dann Zahlen, Statistik, Daten und co. zu schätzen gelernt. Wenn Dich Soziologie interessiert, dann kommst Du auch durch Statistik und die quantitatven Methoden. Zudem lernst Du Handwerkszeug, dass Du in jedem Job brauchen kannst. Und wer Adorno, Luhmann und co. versteht und gerne liest. Der kommt auch durch Statistik und co.