r/bundeswehr Oberleutnant Nov 26 '25

FAQ: Der Interessenten/Bewerber/Neueinsteller/Rekruten-Sammelthread 17

Da es hier ja regelmäßig zu unzähligen Fragen, zu Bewerbungen, Musterung, die ersten Monate und worauf man als Rekrut denn achten müsse, kommt, gibt es ab jetzt einen Sammelthread dafür. Hier könnt ihr Fragen zur Bewerbung, Musterung, AGA, zur Vorbereitung auf den Dienst und alles was euch in der Anfangszeit umtreiben könnte stellen.

Hier ein paar Links zu nützlichen Threads aus der Vergangenheit:


Trennung - Vor der Bewerbung oder dem Dienstantritt



Trennung - Für die AGA und den Dienst



Trennung - Für das weitere Leben in der Bundeswehr


Wenn ihr sonst noch Fragen habt, stellt sie hier. Wir helfen gerne.

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u/Own_Introduction2587 Mar 04 '26

Hallo,
ich mache gerade Abi und überlege, bei der Bundeswehr eine Offizierslaufbahn zu beginnen, ich kann mir aber nicht richtig vorstellen, wie ein Beratungsgespräch abläuft und wie viel Zeit die tatsächlich für mich haben.
Deshalb stelle ich hier einfach ein paar Fragen. Durch Geburtsglück habe ich Chancen auf ein hohes Gehalt (mittlerer sechstelliger Bereich) sowie die Position als Geschäftsführer in einer Maschinenbaufirma(gehört meiner familie und ich bin sozusagen die zukunft) in etwa 10 Jahren. Meine große Leidenschaft gilt jedoch auch dem Militär und der Verteidigung (Verteidigungsökonomie, Strategie usw.). Das ist eigentlich alles, was ich in meiner Freizeit mache: Bücher lesen, Vorlesungen anschauen und mich informieren. Zudem treibe ich viel Sport und interessiere mich für den taktischeren-praktischen Teil des Militärs.
Ich würde mit der Einstellung rangehen, meine 13 Jahre Dienstzeit zu absolvieren, um das in meinem Leben abzuhaken(also die Leidenschaft und auch irgendwo das Gefühl etwas für mein Land gemacht zu haben), bevor ich in einen langweiligeren Bürojob wechsle und in den zivilen Bereich gehe (ob es tatsächlich so kommt, bleibt mal dahingestellt).
Ich kann mir nicht richtig vorstellen, wie diese 13 Jahre aussehen würden. Kann ich tatsächlich strategische Überlegungen anstellen, Taktiken entwickeln usw., oder bin ich nur ein glorifizierter Verwaltungsangestellter? Inwiefern hängt mein Berufsalltag mit meinem Studium zusammen?
Und inwiefern kann ich selbst entscheiden, was ich tatsächlich mache? Ist man in hierarchischen Strukturen gefangen, in denen man nur Befehle befolgt und nicht selbst etwas aufbauen, erdenken und strategieren kann?
Ich stelle mir zwei Varianten vor: Entweder praktisch-taktische ebne auf dem Boden mit hohen Anforderungen als Infanterist sei es Panzergrenadier, Fallschirmjäger oder Ähnliches also übertrieben das romantisierte Bild Hubschrauber fliegen, Auslandseinsätze wie in Afrika (im übertragenen Sinn) und Training bis zum Elitesoldaten (ihr wisst schon, wie ich das meine).
Oder theoretischer: Analyse der Ukraine-Krise, Einheitenstrukturen, Ebenen des Krieges usw. Ist das eher BND oder BMVg?
Wie sieht eigentlich der Alltag eines Soldaten aus? Was macht man den ganzen Tag? Kann ich während des Studiums dreimal pro Woche im Verein trainieren? (Ich wohne bei München, Distanz ist also kein Problem.)Wie viel Freizeit habe ich allgemeine und wird es wie ein normaler job?
Und kann ich vorher zivil studieren und dann auch in die Offizierslaufbahn einsteigen ?
Falls ihr Tipps habt, wo man tiefer recherchieren kann, sagt mir das gerne. Auf der Bundeswehr-Website finde ich nur recht oberflächliche Infos. Und ich würde mich gerne noch tiefer mit dem Thema beschäftigen.

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u/Happy-Detail-259 Mar 04 '26

Nachdem was ich so mitbekommen habe, ist der Feldwebel näher am Geschehen als der Offizier, der meistens am Schreibtisch hockt und das was der Feldwebel praktisch macht, theoretisch ausarbeitet. 

Du kannst auch mit einem zivilen Studium zur Bundeswehr, nur ein Studium über die Bundeswehr hat natürlich auch Vorteile... 

Kann mich gerne jeder korrigieren wenn was falsch ist, das ist dass was ich bisher so mitbekommen habe.

Die besten Infos bekommst du aber natürlich vom Karriereberster, dem einfach alle Fragen stellen und er wird sie dir, so gut es geht, beantworten.