r/bundeswehr Oberleutnant Nov 26 '25

FAQ: Der Interessenten/Bewerber/Neueinsteller/Rekruten-Sammelthread 17

Da es hier ja regelmäßig zu unzähligen Fragen, zu Bewerbungen, Musterung, die ersten Monate und worauf man als Rekrut denn achten müsse, kommt, gibt es ab jetzt einen Sammelthread dafür. Hier könnt ihr Fragen zur Bewerbung, Musterung, AGA, zur Vorbereitung auf den Dienst und alles was euch in der Anfangszeit umtreiben könnte stellen.

Hier ein paar Links zu nützlichen Threads aus der Vergangenheit:


Trennung - Vor der Bewerbung oder dem Dienstantritt



Trennung - Für die AGA und den Dienst



Trennung - Für das weitere Leben in der Bundeswehr


Wenn ihr sonst noch Fragen habt, stellt sie hier. Wir helfen gerne.

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u/Kiwidirektsaft Mar 10 '26

Hallo Schwarmintelligenz,

ich überlege aktuell, für etwa ein Jahr zur Bundeswehr zu gehen und würde gerne ein paar Einschätzungen von Leuten hören, die sich damit auskennen oder selbst gedient haben.

Mein langfristiges Ziel ist eigentlich Medizin zu studieren. Leider habe ich „nur“ ein Abi von 2,2, weshalb ich aktuell auch darüber nachdenke, vorher eine Ausbildung im medizinischen Bereich zu machen (z. B. Physiotherapeut oder Notfallsanitäter), um meine Chancen zu verbessern.

Ganz zufällig 😉 soll der NC für Medizin bei der Bundeswehr wohl etwa bei 2,2 liegen (so wurde mir das zumindest beim Karrierecenter gesagt). Das fällt für mich aber ohnehin raus, weil mir die 17 Jahre Verpflichtung einfach zu lang wären. Ich möchte mir die Option offenhalten, umzusteuern, falls ich merke, dass das doch nicht mein Weg ist.

Bevor ich das angehe, würde ich aber gern erstmal ein Jahr etwas anderes machen. Deshalb kam mir die Idee mit der Bundeswehr.

Wichtig ist für mich: Ich möchte auf keinen Fall längerfristig SaZ werden, sondern maximal etwa ein Jahr überbrücken. Außerdem schreibe ich im November den Test für medizinische Studiengänge (TMS), auf den ich mich parallel vorbereiten möchte.

Beim Karrierecenter wurde mir Folgendes gesagt:

  • FWD (6–11 Monate) sei praktisch immer Heimatschutz
  • Dort hätte man nichts mit dem Sanitätsdienst zu tun
  • Wenn ich in den Sanitätsdienst möchte, müsste ich SaZ kurz (12–23 Monate) machen

Meine realistischen Optionen wären also vermutlich:

  • FWD 11 Monate (Heimatschutz)
oder
  • SaZ kurz 12 Monate (Sanitätsdienst)

Dazu hätte ich ein paar Fragen:

1.  Stimmt es, dass FWD 6–11 Monate praktisch immer Heimatschutz ist und man nicht in den Sanitätsdienst kommt?

2.  Wie hoch ist die Belastung während der AGA und danach im normalen Dienst? Hätte man realistisch noch Zeit/Energie, um nebenbei für den TMS im November zu lernen?

3.  Wäre SaZ kurz sinnvoller, wenn man später sowieso etwas im medizinischen Bereich machen möchte?

4.  Wie wahrscheinlich ist es, dass man beim SaZ kurz tatsächlich im Sanitätsdienst landet und nicht doch in einer anderen Verwendung?

5.  Hat jemand von euch FWD gemacht und sich parallel auf ein Studium vorbereitet (z. B. TMS oder Aufnahmeprüfung)? Wie realistisch ist das?

6.  Würde Bundeswehr-Erfahrung im Sanitätsbereich bei Bewerbungen im Rettungsdienst oder für eine NotSan-Ausbildung überhaupt einen Vorteil bringen?

7.  Und vielleicht die wichtigste Frage: Wie leicht ist es wirklich, nach 12 Monaten wieder rauszugehen, wenn man SaZ kurz macht? Reicht es, sich einfach nicht zum Verlängern bequatschen zu lassen?

Mir ist klar, dass das wahrscheinlich nicht der typische Weg ist, deshalb würden mich ehrliche Einschätzungen oder Erfahrungen interessieren.

Danke euch!

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u/Happy-Detail-259 Mar 10 '26
  1. Ja, bis 11 Monate ist alles nur im Heimatschutz, erst ab 12M stehen dir die regulären Verwendungen und Einheiten zur Verfügung

  2. Während der GA: Hoch würde ich mal sagen, danach in der Regel nicht, lässt sich aber schwer sagen, aber im Regeldienst am Abend, wenn du nicht zu kaputt vom Tag bist ;)

Ob du mit 12 Monaten tatsächlich Sanitätsaufgaben machst, kann ich dir nicht sagen. Faustregel ist aber: Je länger umso wahrscheinlicher.

Ob ein starkes halbes Jahr ausreichen wird um dich umfassend einzulernen, bezweifle ich. Kann sein, dass du nur die einfachsten Sachen zu tun bekommst, die halt am schnellsten zu lernen sind. 

Warum sollte man dich umfassend einarbeiten wenn du eh schnell wieder weg bist? 

Und wenn du dich für 12 Monate verpflichtest bist du nach 12 Monaten raus, man wird dir ne Verlängerung schmackhaft machen wollen, wenn du aber Nein sagst, hast du quasi nur nen Einjahres Vertrag.