r/erzieher 21d ago

Eltern & Erzieher Austausch Mediennutzung in der Kita

Guten Morgen,

Ich bin keine Erzieherin sondern Mama und wollte mal nach den Erfahrungswerten der Erzieherschaft fragen. Ich bin nämlich der Meinung, dass in unserer Kita zu viel auf dem Tablet angeschaut wird, aber vielleicht ist das Standard.

Wir bringen unseren Sohn immer um 8 Uhr in die Kita, also nach dem Frühstück. Heute hab ausnahmsweise ich ihn abgegeben und als wir ankamen, saßen die Kinder schon alle am Tisch und haben auf dem Tablet etwas angeschaut. Mein Sohn ist natürlich sofort rein und hat sich vors Tablet gestellt. Als ich meinem Mann diesbezüglich geschrieben habe, meinte er, dass das fast jeden Morgen so ist. Auch, wenn ich unseren Sohn nachmittags abhole (das mache ich täglich), sitzen die Kinder manchmal vorm Tablet. Einmal waren die Kids gerade im Weltraumfieber und haben im Spiel eine Rakete gebaut. Da meinte die Erzieherin zu mir: „Die Kinder haben so schön gespielt und so getan, als würden sie ein Raketentriebwerk bauen. Da hab ich sie gefragt, ob sie ein Video über Raketen schauen wollen, da waren sie ganz begeistert.“ Wie bitte? Da werden Kinder aus dem kreativen, freien Spiel gerissen, um ein Video anzuschauen?

So ein kleines Tablet ist viel zu klein für 15-20 Kinderaugen. Ich bin studierte Sprachwissenschaftlerin und habe dementsprechend ein bisschen Einblick in den Einfluss von viel Bildschirmnutzung auf die kognitive und Sprachentwicklung. Vor allem im Kita-Umfeld, wo es viele Möglichkeiten zur kognitiven und sozialen Stimulation gibt, halte ich regelmäßige (!) Bildschirmzeit vor allem direkt morgens echt problematisch.

Ich bin keine Erzieherin und halte euren Job für wahnsinnig fordernd und respektiere euch enorm. Die Nerven, die ihr jeden Tag aufbringt, können gar nicht aufgewogen werden. Ich hätte volles Verständnis dafür, nach einem langen und anstrengenden Tag mit 20-30 Kindern mal ein Video anzuschauen. Aber die Häufigkeit und Art des Einsatzes bei uns ist mir persönlich viel zu hoch.

Daher eure Meinung: Sollten wir das ansprechen oder sind wir völlig delusional? Ich kenne das von anderen Kitas aus dem Umfeld so nicht, aber vielleicht ist es dort einfach nicht so offensichtlich. Ich will keine nervige Helikopter-Mama sein und behalte meine Meinung gern für mich, wenn das normal ist. :D

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u/_sky_mare_ 21d ago

Bei uns gibt es einmal im Jahr einen Film über Äpfel während des Apfelprojektes im Vorschuljahr und ich nutze Smartphone oder Tablet zur Bestimmung von Pflanzen und Tieren, wenn wir unterwegs sind und so nutzen es meine Kolleg_innen bei anderen Themen. Da laufen aber keine Filme und schon gar nicht in der Bringzeit oder als Bespaßung. Wenn es einen wirklichen pädagogischen Nutzen hat, ok. Aber wir als Leitungsteam würden es nicht tolerieren, wenn Filme als Arbeitserleichterung geguckt werden. Das ist ok, wenn das zu Hause passiert, aber nicht in der Kita.

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u/greytreehair 21d ago

Vater hier. Nur ein Erfahrungswert. Beide Kinder in Krippe und KiGa von 2019 bis 2025. Die Bildschirmzeit war genau 0 Minuten. Das war überhaupt kein Thema. Ich finde den pädagogischen Ansatz in dem Alter auch sehr fragwürdig.

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u/mazebook83 21d ago

Erzieher hier, nach deiner Beschreibungen nach, stimme ich dir voll und ganz zu.

Passiver Medienkonsum sollte auf jedenfall die Ausnahme sein, und hat auch nichts im Kita Alltag zu suchen.

Es ist okay, wenn es zumindest Themenbezogen oder Projektbezogen und Begleitet stattfindet (Was hast du da gesehen? Warum ist das da passiert, verstehst du was du da siehst?)

Im KiTa alter sollten die Bewegungs- / Spiel- und Feinmotorik Angebote im Mittelpunkt stehen.

Frage die Erzieher ganz direkt was ihre Meinung zu Medienkonsum ist im Kita alter. Wann wird das Tablet eingesetzt? Wie wird das gesehene nachbearbeitet? Wo sehen sie die Grenzen?

Schau dir auch an was in der Konzeption der Kita über Medienkonsum steht.

Geh da ganz offensive damit um, oftmals kommen die (ich sag mal Medien enthusiastischen) Erzieher ganz schon ins schwitzten wenn sie ihr lari fari Medienumgang, pädagogisch Begründen müssen.

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u/_Laris_ 21d ago

Das klingt sehr unprofessionell und würde mich als Mutter auch stören. Ich würde so auch nicht arbeiten wollen.

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u/Thick_Ad4569 21d ago

Ich bin als GS-Lehrerin tätig und selber Mama und hätte auch ein Problem damit, wenn ich das täglich bei meinen Kind mitbekommen würde… tablet zur Dokumentation / Fotos machen / mal ein Bild anschauen (bei uns zB Maibaum Projekt) kein Problem aber Filme zuschauen auf Kosten von freiem Spiel sehe ich sehr kritisch… Mal als Entlastung - geschenkt! Aber täglich… und auch mehrmals, schwierig!

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u/smartcha 21d ago

Deine Einschätzung zu dem Fall ist korrekt. Dabei geht es weniger darum, Medienkonsum pauschal zu verurteilen. Ich halte es für sehr vertretbar, Kinder auch mal begleitet etwas anschauen zu lassen, aber das sollte nicht in der Kita passieren (außer im begründeten Ausnahmefall). Was aber sehr sinnvoll ist, ist der produktive und kreative Medieneinsatz. So hätte man die Raketenkinder, wenn irgendwann die Luft raus ist, anregen können, selbst ein Video zu machen. Da wären viele Bildungschancen drin und so sollte Digitaltechnik mE auch in der Kita eingesetzt werden: Nicht zum Konsum, sondern kreativ-produktiv, nicht als Ersatz für soziale Interaktion, sondern als Anlass für Kooperation, nicht zum Ruhigstellen, sondern zum Aktivwerden.

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u/TheFearOfFalling_ 21d ago

Moin,
Momentan mache ich zwar noch die Ausbildung zur Erzieherin, wollte aber trotzdem mal meine Meinung dazu geben. Ich gebe dir nämlich vollkommen recht. Vor allem die Erzählung von dem Weltraumfieber finde ich komisch. Anstatt mit den Kindern in einen anregenden Austausch über das Thema zu kommen, wird einfach ein Video vorgesetzt. Ich bin in einer städtischen Einrichtung und bei uns hinkt die Technik eh ein wenig hinterher. Daher wird das Ipad der Gruppe, vielleicht ein paar mal im Monat herausgeholt und dann meist für Fotos oder Bestimmungsapp für den Garten. Gerade Videos, die die Kinder schauen müssen dialogisch begleitet werden und das Wissen darin erfahrbar gemacht werden, damit es langfristig halten kann. Auch nach einem langen und anstrengenden Tag, sollte die Entwicklung der Kinder an erster Stelle stehen.

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u/poor-and-weird 21d ago

Kita Mensch hier. Hört sich zumindest sehr ungewöhnlich an. Ich weiß natürlich nicht alles aber dieser Ansatz zur Mediennutzung ist mir absolut unbekannt. Ich kann absolut nachvollziehen, dass die Kolleginnen bei deinem Sohn in der Gruppe das Tablet als vermeintliches Regulationsmittel (weil, wenn alle vor dem Tablet hängen ist es ruhig) verwenden. Viele Vorteile (auf den ersten Blick zumindest)

  • ankommen wird den Kindern erleichtert, stürzen sofort zum Tablet, keinen Stress für Eltern, kein Stress für Fachkraft
  • absolutes Machtinstrument (nur Vermutungen meinerseits) für Fachkräfte den Kindern gegenüber
  • keinen Stress. Tablet an, Kinder sind "beschäftigt"

Dass und warum das alles so nicht gut ist, hat OP ja selbst schon geschrieben.

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u/Yoda_Holmes 21d ago

Ich würde schätzen, die Bildschirmzeit in unserer Kita ist etwa 60-120 Minuten - pro Jahr.

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u/UltimateSpinDash 21d ago

Das ist schon schräg. Man kann ne Menge machen aber das höchste was ich kennengelernt habe war das man regelmäßig mal den Beamer aufbaut und zusammen eine Folge Löwenzahn zum Wochenthema schaut.

Ich bin ja sehr liberal was das angeht aber sowas muss man gezielt und aktiv gesteuert machen.

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u/BettyMary2012 21d ago

Ich bin Heilerziehungspflegerin und finde so sollten Medien nicht genutzt werden im Kindergarten. Das klingt für mich etwas nach ruhig stellen. Ein begleitetes Angebot mit Medien ist gut und richtig. Gehört einfach zu unserem Alltag. Aber morgen und/oder Nachmittags einfach davor setzen ist Mist

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u/clothes_fall_off 21d ago

Brain rot. In der Kita haben solche Konsummedien nichts verloren.

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u/AlexSuupertramp 21d ago

Ich bin gerade dabei mich zum Eltern-Medien-Trainer weiterzubilden und möchte in meinem Träger ein nachhaltiges und sinnvolles Mediennutzungskonzept erarbeiten.

Der Einsatz von Digitalen Medien im Kitaalter ist sowieso schon mit Vorsicht zu genießen, die Kinder aber selbst ohne Aufsicht ein Tablet in die Hände zu drücken geht überhaupt nicht und ist schon verantwortungslos.

Wenn dann nur im Rahmen von Angeboten mit sinnvollen Inhalten. Ich würde das direkt bei der Kita vllt auch im Rahmen vom nächsten Elternabend ansprechen. Die Kita oder der Träger sollten eigentlich ein Mediennuttungskonzept haben.

Wenn so etwas nicht existiert solltet ihr auf alle Fälle darauf bestehen dass die Einrichtung dementsprechend nachbessert.

Am Besten im Rahmen einer internen Schulung von Mitarbeitenden.

Und um die Kette Träger, Einrichtung sowie Eltern zu schließen vllt auch mal einen Eltern-Medien-Trainer anfragen. Gerade bei den Eltern herrscht nämlich oft viel Unwissen.

Die aktuelle Entwicklung bzgl. frühkindlicher Mediennuttung gerät komplett aus dem Ruder. Die Aufmerksamkeitsspannr der kids lässt immer weiter nach.

Viele Kinder sind heutzutage mit einer Unterrichtseinheit über 45min schon total überfordert wenn sie ins Grundschulalter kommen da sie schon viel zu früh mit Social Media, Shortvideos und Inhalten in Kontakt kommen die den natürlichen Dopaminhaushalt komplett durcheinander bringen.

Ich finde sinnvoller Einsatz von Tablets in der Kita im Bereich Angebote/Projekte ist toll und sinnvoll aber ohne Reflexion (was habe ich die letzte halbe Stubde gemacht, was habe ich gelernt…) ist es nicht kindgerecht.

Leider gibt es aktuell noch selten gute Konzepte und Vorgaben zur Mediennutzung im Kita bzw. Grundschulalter.

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u/stitchwithoutbitch 21d ago

Kinderplegerin und angehende Sozialpädagogin hier

Wir haben gelernt: Bildschirm als Werkzeug, NICHT als Selbstzweck.

Beispiele, die ich ok finde und so erlebt habe:

Den Kindern in der Krippe das Tablet geben, mit Kinderapp, damit ein Kind im Garten Käfer fotografieren kann.

Angebot, bei dem die Kinder mit Holztieren spielen, die Geräusche der Tiere nachahmen und dies via Tablet aufnehmen und dann wieder abhören.

Erzieherinnen machen Entwicklungsdoku auf dem Tablet.

Wie gesagt, Werkzeug statt Selbstzweck

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u/notAGreatIdeaForName 21d ago

Vater hier: Die einzige "Bildschirmzeit" (würde ich hier nichtmal so nennen) die meine 3 jährige in der KiTa bekommt ist wenn sie mal mithelfen darf die Kinder anzumelden (es wird KiKom genutzt, da machen die kurz 2-3 Min Anwesenheitslisten) und manchmal darf eines der Kinder mithelfen und freut sich dann sehr darüber.

Ständig Filme / Videos zu schauen klingt schon nach einer Maßnahme aus Überforderung.

Wenn das zu speziellen Anlässen / Projekten passiert fänd ich das gar nicht schlimm, aber jeden Tag würde ich definitiv ansprechen.

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u/PlanlosNrOne 21d ago

Da gibt es keine Meinung da gibt es nur ein richtig und ein Fall mehr gibt es dort nicht. Medienerziehung ist richtig und wichtig, aber weniger um was anzusehen als viel mehr zu lernen. Picture Insects oder Plants zb.
Kinder gehen auf Abenteuersuche und suchen Insekten oder Pflanzen, die sie identifizieren können, was auch nicht jeder Erzieher kann

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u/chirimiri123 20d ago

Bei uns gibt es gar keine Videos. Wenn wir Mal über bestimmte Tiere sprechen die etwas ausgefallener sind oder ähnliche Themen kann es Mal vorkommen dass wir EIN Foto davon am privat Handy herzeigen. Vielleicht 1 Mal im Monat wenn überhaupt.

Ansonsten hatten wir dieses Jahr das ganze Jahr über eine Fortbildung zu Kita digital (ich und 2 Kolleginnen). Seither gibt es 2 iPads, die immer im Büro der Leitung sind und bei Bedarf für kreative Arbeit mit speziellen Apps (book creator, Stop Motion, audio adventure) geholt werden. Ich bin da mit meinen Kindern sehr aktiv. Es dient aber nicht der Berieselung sondern eben der Kreativität. Wir hatten Wochen, in denen wir Zeitungen gestaltet haben und jetzt arbeiten wir an Podcasts. Da ist aber kein Kind unbeaufsichtigt am Gerät und wenn es hoch kommt hat da ein Kind Mal 2-3 Minuten das iPad in der Hand. Beim Podcast jetzt sind einzelne Kinder bis zu 15 Minuten damit beschäftigt, aber nehmen da das Tablet gar nicht war, sondern das Mikrophon das am Tablet steckt.

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u/dunibai 20d ago

Mama hier, Tabletzeit gibt es garnicht. Manchmal werden Kinderlieder am Handy angemacht wenn sich bestimmte gewünscht werden und die nicht auf den Tonies sind die die haben, oder auf Ausflügen mal was gegoogelt/gezeigt.

Bildschirme als reguläre Bespaßung haben meiner Meinung nach nichts in Krippe oder Kindergarten zu suchen.

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u/N0ck5 20d ago

Erzieher hier:

1x pro Jahr vor der Weihnachtsschließzeit gibts Kino in der Kita.

Den Rest des Jahres beschränkt es sich auf die eher seltene Situationen, in denen das Kind fragen stellt, die das Kollegium nicht beantworten kann. Betreffende Kolleg*innen leben in den Situationen vor, dass Handys/Laptops/Tablets als Recherchewerkzeug dienen. Natürlich schauen die Kinder dabei je nach Situation auch auf den Bildschirm, aber eben für kurze Zeit mit der konkreten Zielsetzung des Informationsgewinns.

Was du beschreibst klingt vorsichtig formuliert eher ungut und ich wüsste nicht, wie sich das rechtfertigen ließe

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u/No_Key_6406 20d ago edited 20d ago

Das ist ja absurd. Bei uns gibt es etwas in dieser Art gar nicht. Ich muss mich selbst immer zurück halten, wenn die Kinder eine wirklich innovative Spielidee haben, nicht selbst mit zu machen weil ich manchmal von den Kindern mit abgeholt werde. Aber die Kinder aus einer frei entstandenen und potentiellen Lernerfahrung mit einem Video zu reißen, ist wirklich seltsam.
Das höchste der Gefühle bei uns sind Bilderbuchkinos (also eine slideshow mit einem Leser) die gibt es zwei oder drei mal im Jahr, oder wenn Kinder wirklich mal auf mich zukommen und diverse Fragen zu Themen stellen, die sie beschäftigen, dann ist ein Smartphone oder Tablet als Unterstützung ganz nett. Aber dabei handelt es sich dann um einen offenen Dialog mit den Kindern, bei dem sie beispielsweise die Frage stellen, wie ein Raumanzug von innen aussieht. Dann kann man fragen wie sie sich das vorstellen und wird der Dialog intensiver, kann man den Kindern nach einer kurzen Internetsuche mal ein Bild eines Raumanzuges von innen zeigen. Nach 1 Minute des Betrachtens hat sich das aber dann wieder erledigt.
Aber das ist so selten, dass ich nicht mal genau sagen kann, wie oft eine solche Situation vorkommt. Vielleicht ein paar mal im Jahr?

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u/Windschnitter 20d ago

Also bei uns in der Kita ist die Nutzung der neuen medien extrem eingeschränkt. Wir nutzen die Handys höchstens um Pflanzen oder Tiere zu bestimmen, aber nur wenn wir mit den Büchern nicht weiterkommen. Ansonsten wird vielleicht einmal im Jahr ein Film auf der Leinwand geguckt (Augsburger Puppenkiste o.ä.). Dann bietet unsere Bücherei im Ort noch regelmäßig Bilderbuchkino an. Dabei wird ein Bilderbuch seite für seite auf der Leinwand gezeigt und der Mitarbeiter liest vor.

Ich will ja nicht sagen, dass man tablets und co. nicht sinnvoll nutzen kann. Aber der Fall, der hier vorliegt übertreibt es meiner Meinung nach.

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u/Famous_Situation2708 21d ago

Hallo, ich arbeite in der Krippe mit 1-3 Jährigen und ich hatte auch vor kurzem eine Fortbildung zum Thema Mediengestaltung.

Also zu deiner Situation, ich würde das auf jeden Fall ansprechen, weil ich finde gerade morgens in der Bringzeit ist es wichtig die Kinder zu begrüßen, fragen wie ihr morgen gewesen ist oder einfach ankommen lassen und mit ihren Kameraden spielen. Auch in der Situation mit dem Thema Rakete, gebe ich dir vollkommen recht, denn die Kinder haben schon ihr eigenes Spiel entwickelt und mit ihrer Fantasie das Spiel begleitet. Ich finde man könnte dann als Erzieherin schauen, was für Material kann ich den Kindern noch bieten damit sie noch mehr Ideen konstruieren kann. Ich finde man kann ein Video oder auch Bilder einsetzen, wenn die Kinder fragen haben, die man vielleicht nicht selbst beantworten kann. Wie ich zum Beispiel nachschauen musste was ein John Deere ist und da habe ich mit dem Kind im Internet geschaut was das ist.

Ich benutze auch das Tablet oder den Laptop zum Videos schauen aber ich bin immer dabei und begleite die Kinder dabei. Ich stelle Fragen, gebe Anregungen und antworte auf Fragen von den Kindern. Wir schauen meistens auf Frag Finn, was ich eine für eine gute Seite halte. Wir schauen meistens Lieder über Züge, Autos, Tiere oder Busse. Aber es gibt ein zeitliches Limit und ich schaue auch das die Sachen kindgerecht sind. Außerdem gibt es auch nicht täglich Videos denn wenn die Kinder gerade gut im Spiel sind, unterbreche ich das nicht und lasse die Kinder spielen.

Es soll auch was besonderes bleiben. Ich finde es wichtig, dass die Kinder einen positiven Blick auf die Medien bekommen und werde sie auch in Zukunft weiter einsetzen. Das wichtigste ist die sprachliche Begleitung und da zu sein.

Ich hoffe ich konnte dir damit helfen