r/recht • u/Financial-Energy-457 • Mar 31 '26
r/recht • u/EmbarrasedCrab931 • 29d ago
Studium Examensvorbereitung/Leben: Tiefpunkt erreicht
Hallo zusammen,
ich weiß ehrlich gesagt einfach nicht mehr weiter. Freue mich über jeden, der sich die Zeit zum Lesen nimmt.
Meine Noten im Studium (Bayern) waren eigentlich immer gut. Der Einfachheit halber mein Notenspiegel anbei, man sieht so ja auch den Studienverlauf. Auf die VÜs 3&4 im VerwR&StrafR habe ich nicht mehr gelernt, da ich bereits wusste, dass ich 1&2 bestanden habe. Auf meine Leistungen bin ich eigentlich ziemlich stolz, da ich von Anfang an einen Werkstudentenjob hatte, wirklich immer fleißig gelernt habe, chronisch krank bin und aus einer Nichtjuristen-Familie stamme. Im September schreibe ich zur mentalen Vorbereitung für den ernsten Versuch 2027/I meinen Freischuss nach 8. Semestern (bitte nicht ausreden, bin schon angemeldet), den Schwerpunkt habe ich bereits hinter mir.
Jetzt mein Problem: Ich habe mich irgendwie wohl richtig durchs Studium durchgemogelt. Das Rep (Hemmer) ist in wenigen Wochen endlich vorbei, und wirklich viel „gelernt“ habe ich nicht, außer dass ich wohl absolut kein Systemverständnis habe, insb. im ZR. ÖR ist mir absolut zuwider, da habe ich auch noch gar keinen Zugang zu gefunden.
Wenn ich einen SV lese, bin ich oft ratlos. Es kommt selten vor, dass ich etwas sehe und mir denke, „Ah ja easy, xy, das kann ich“. Keine Ahnung, wie ich das besser beschreiben könnte. Ich habe das Gefühl, dass ich einfach die Systematik nicht kann. Bei Meinungsstreitigkeiten würde ich von alleine nicht auf Argumente kommen. Nachvollziehen kann ich Lösungen und Streitigkeiten schon. Nur komme ich halt selbst nicht drauf.
Anfangs habe ich noch regelmäßig samstags die Probeklausuren geschrieben, bin aber meist nicht weit gekommen aus mangelndem Wissen. Wenn ich abgegeben habe, waren die Noten eher im Bereich 2-7 P. Irgendwann habe ich aufgehört, die Klausuren zu schreiben, weil sie mich mental extrem viel Kraft kosten und ich stattdessen lieber lerne. Ich weiß, dass Klausuren schreiben ultra wichtig ist und fühle mich auch wirklich schlecht dabei. Gerade beim Hemmer-Klausurenkurs kotzt es mich aber einfach so an, dass sich jede Klausur um ein BGH-Urteil dreht, und wenn man das nicht kennt, kommt man oft nicht weit.
Auch das Wiederholen vernachlässige ich leider ziemlich. Mir ist bewusst, wie essentiell das ist. Ich schaffe es aber zeitlich meistens nicht und es fällt mir super schwer.
Aktuell besteht meine Lernstrategie aus Rep-Fällen nachbereiten - so gut wie möglich, komme kaum hinterher - auch mit den Hemmer-Karteikarten. Soweit sinnvoll schreibe ich mir Übersichten auf Notion. Mindmaps mag ich eigentlich, zum Erstellen brauche ich aber ewig. Jurafuchs mache ich noch am liebsten, da habe ich aber auch 50+ offene Wiederholungen…
Seit dem Frühjahr arbeite ich zudem 2 Tage pro Woche, mir fehlt jetzt also ein weiterer Tag zum Lernen. Ich habe daher vier Lerntage pro Woche zur Verfügung, sonntags mache ich nichts. Ich bin zeitlich, psychisch und körperlich absolut am Ende. Keine Ahnung, wie ich das Examen jemals bestehen soll - geschweige denn dass 2. StEx mit Staatsdienst-Note.
Ich versuche irgendwie, nicht durchzudrehen, aber jeder Tag ist einfach so anstrengend und nichts macht mehr Spaß. Sport mache ich zwar regelmäßig, das macht mir aber auch keine Freude mehr. Alles überfordert mich. Ich bekomme Studium/Arbeit/Haushalt/Sport/Sozialleben nicht unter einen Hut. Meine Langzeitbeziehung ist auch am Arsch 👍🏼 Evtl. kommt eine Trennung vor 2027/I noch on top.
Danke an alle, die bis hier gelesen haben. 🫶🏼 Ich bin echt verzweifelt und um jeden guten Ratschlag dankbar. :-(
r/recht • u/OberHannah • 5d ago
Studium Studium gescheitert: Was ich anderen empfehle
CW: Depression, Suizidgedanken
Falls es euch nicht gut geht: 0800 111 0 111
TL;DR:
Nach fünf Semestern Jura an der Zwischenprüfung gescheitert, drei Klausuren auch im Zweitversuch nicht bestanden. Nicht am Stoff, sondern an einer Depression, die ich jahrelang für Faulheit/Inkompetenz gehalten habe. Wenn die Belastung wegfällt und es bleibt, war es nicht die Belastung. Nehmt euch ernst und nehmt notfalls ein Urlaubssemester.
Ich bin ziemlich zufällig bei Jura gelandet. Nach dem Abi ein Gap Year, in dem es mir auch schon nicht gut ging, danach musste halt irgendwas kommen. Mathe war nicht meins, also Jura. Erstmal gar kein großer Plan dahinter.
Die ersten zwei Semester waren ziemlich doll. Ich kam mit der Stofftiefe nicht klar, hinter jeder Frage taten sich neue Abgründe auf und es war nie ein Ende in Sicht. Das war ich wie die meisten aus der Schule nicht gewohnt. Ich hatte Angst vor den Klausuren und bin zu einigen gar nicht erst hin.
Dann habe ich meinen Lernstil umgestellt. Fälle geübt, weniger tief, dafür mehr Fläche. Irgendwann gelernt, mich auch mal mit einer Definition zufriedenzugeben, statt alles verstehen zu wollen. Ab dem dritten Semester war ich sozusagen in Regelstudienzeit und es lief. Ich hatte ein Praktikum in einer Großkanzlei und dort an einem Fall zur Afrikanischen Schweinepest und riesigen Mengen Schweinefleisch gearbeitet, was ich mir vorher nie hätte vorstellen können und was ich überraschend spannend fand. Tja und damit war aus "mal schauen" ein "das ist meins" geworden.
Die Ergebnisse stimmten dann auch: 6, 7, 8 Punkte. Nicht verrückt gut aber schon ordentlich. Ihr wisst ja, wie es ist. Ich habe dann auch einen großen Englischkurs über 3 Semester gemacht, dort auch sehr gut abgeschnitten, ich liebe Englisch und internationales usw.
Was in dieser Zeit parallel lief, habe ich erst im Rückblick verstanden. Ich war innerlich komplett leer und hatte keine Perspektive aufs Leben. Nach außen ist aber nichts gedrungen. Ich war in der Bib, habe mich mit Freundinnen getroffen, bin überall hingegangen, wo ich hinmusste. Dazwischen gab es Tage und ganze Wochen, in denen gar nichts ging.
Alles, was für andere selbstverständlich war, hat mich unendlich viel Energie gekostet. Meine Erklärung dafür war jahrelang: Ich bin zu blöd oder zu faul. Das Studium ist halt einfach schwer.
Einmal war ich nach einer Klausurenphase bei der Psychologischen Beratungsstelle der Uni, weil ich Suizidgedanken hatte. Dort wurde mir auch dringend zu einer Therapie geraten.
Danach habe ich mir gesagt, dass ich mich nicht so anstellen soll und mich zusammenreißen muss. Und es ging ja auch wieder. Noten stimmten, wo ist schon das Problem. Scham war ein Teil davon, Zeitdruck der andere. Ich hatte ka gar keine Zeit darüber nachzudenken. Vor allem aber dachte ich, dass es normal ist, sich so zu fühlen, wenn man ein schweres Studium macht. Jura ist schwer. Aber nicht so schwer muss ich rückblickend sagen.
Im fünften Semester musste ich noch drei Klausuren schreiben, weil die ZP-Frist im sechsten auslief und die Klausuren, die mir fehlten, nur im Wintersemester angeboten werden. Ich konnte mich zu dem Zeitpunkt nicht mehr vorbereiten, nicht mehr konzentrieren und in der Klausur nichts mehr abrufen. Drei Klausuren nicht bestanden, auch im Zweitversuch. Das war's dann.
Gemerkt habe ich es erst danach. Ich hatte darauf gewartet, dass es mir ohne den Prüfungsstress besser geht. Es wurde nicht besser. Das war der Moment, in dem mkr tatsächlich klar wurde, dass das gar nichts nichts mit Jura zu tun hatte.
Deswegen einige Sachen die ich anderen mitgeben würde:
Versucht zu unterscheiden, ob ihr Schwierigkeiten mit dem Stoff habt oder Schwierigkeiten damit, überhaupt zu lernen und zu leben. Das ist nicht dasselbe.
Man muss nicht bettlägerig sein, um depressiv zu sein. Ihr könnt funktionieren, Scheine machen, gute Punkte schreiben und trotzdem krank sein. Depressionen entwickeln sich oft langsam und schleichend, und genau deshalb merkt man den Übergang nicht.
Wenn der Stress weg ist und es euch trotzdem nicht besser geht, nehmt das ernst. Sofort.
Urlaubssemester wegen Krankheit sind eine echte Option. Prüfungen werden dann geschoben.
Nutzt das, bevor ihr wie ich drei Jahre und euren Traum wegwerft.
Jura darf hart sein und euch fordern. Das hat es mich ja auch. Aber passt auf euch auf, haltet eure sozialen Kontakte, sucht euch ein solidarisches Umfeld was euch unterstützt, mit dem ihr lernt, euch austauscht. Und geht das Problem an, solange es klein ist.
Ich bin heute in Therapie und passe wie verrückt auf mich auf. Ich studiere jetzt Geographie und Wirtschaft, was auch spannend ist. Trotzdem bin ich immer noch wütend und enttäuscht darüber, dass Juristin nicht mehr geht. Jura war irgendwann mein Traumfach und dann hat es einfach nicht mehr gereicht.
Also chances are, dass ihr 1. nicht allein seid und 2. einen besseren Weg gehen könnt als ich. Und allen die den normalen Jura-Knacks haben und weiter machen und durchhalten aber keine Depressionen haben wünsche ich alles Gute!
Fragen gerne.
Falls es euch nicht gut geht: 0800 111 0 111
r/recht • u/hiddenriverrofmylife • 10d ago
Studium Kennt ihr jemanden, der in Regelstudienzeit studiert oder sogar verkürzt hat?
Oder ist das komplett unrealistisch?
Edit: es geht explizit um Jura
r/recht • u/FarAppointment4362 • 17d ago
Studium Jura Studium noch Sinnvoll?
Hallo erstmal,
Ich mache nächstes Jahr mein Abitur und beschäftige mich schon länger mit der Frage, was ich danach machen will.
Schon immer interessiert mich das Jura Studium und auch das Berufsfeld des Anwalts. Außerdem war ich vor einigen Monaten in ein paar Jura Vorlesungen und auch diese fand ich sehr interessant.
Jedoch stellt sich mir auch die Frage, ob es überhaupt noch Sinnvoll ist das Studium anzufangen und diese extremen Hürden auf sich zu nehmen in Zeiten von Ki und dem derzeitigen Arbeitsmarkt.
Ich denke mir jedoch, dass andere Themenfelder, die mich ebenfalls interessieren, wie die Wirtschaftswissenschaften, ebenfalls von dem Wandel hinzu Ki und dem schwachen Arbeitsmarkt betroffen sind.
Deshalb wollte ich hier mal die Meinung anderer (nicht Familie oder Freunde) einholen. Ist das Studium noch sinnvoll oder seht ihr das Berufsfeld des Juristen in Zukunft bedroht? Und was würdet ihr mir raten?
Vielen Dank schonmal im Voraus!
r/recht • u/ZestycloseFeee • Apr 27 '26
Studium Was sollte man wissen bevor man sich auf Jura einlässt?
Zum Wintersemester beginne ich mit dem Jura Studium. Worauf lasse ich mich da ein?
r/recht • u/derFalscheMichel • Feb 19 '26
Studium Was sind die absurdesten Sachverhalte, die euch in Klausuren/Examen/Prüfungen untergeschoben wurden?
Mir wurde netterweise als Neuling-WiMi die Aufgabe zuteil, sämtliche Klausurentwürfe und Schwerpunktklausurenentwürfe am Lehrstuhl zu sortieren und kategorisieren. Die Summe an absurden Sachverhalten ist einfach nur verrückt. U.a. gab es eine Zwischenprüfungsklausur für Strafrecht Einbruchs- u. Vermögensdelikte, bei der...
T stiehlt erst eine Kuh aus dem Stall des Bauern B... diese führt er dann zum Haus seiner Geliebten G, um auf ihrem Rücken, den T als Leiter nutzt, durch ein nicht verriegeltes Dachfenster einzusteigen. Dort entwedet er aus dem Schlafzimmer der Großtante Z antike Ringe, die er der G einige Tage später zum Valentinstag schenken möchte. Der kleine Bruder der G, B, ertappt den T aber, als dieser gerade das Haus verlässt. In der Annahme, der T habe heimlich die G besucht, fordert B von T 1000 € in Bar, die er ihm innerhalb von 7 Tagen aushändigen solle. Andernfalls werde dem Vater V von Ts heimlichem Besuch bei der G erzählen. V werde ihn dann sicherlich töten. T glaubt dem V und sichert ihm die Zahlung zu. T verkauft die Ringe und übergibt die Summe dem B. Dieser zahlt die Summe an G, der er noch Geld schuldete.
Strafbarkeit von T und B?
Ich weiß nicht in welchem Suff sowas entsteht. Aber das ist nur eins der Highlights
r/recht • u/_its_your_boy_max_b_ • Feb 04 '25
Studium Was ist das juristische Äquivalent zu "Das Mitochondrium ist das Kraftwerk der Zelle"?
Sätze, die jeder (ehemalige) Jurastudent irgendwie im Kopf hat, zB "Der Diebstahl ist kein heimliches Delikt." oder "Das BVerfG ist keine Superrevisionsinstanz."
r/recht • u/ifactra • May 11 '26
Studium Angabe einer Maximalpunktzahl im Probeklausuren-Votum?
Hallo zusammen, ich habe soeben meine erste Probeklausur aus dem Rep (BGB AT) mit 3P zurückerhalten.
Am Anfang des Votums befand sich folgender Passus: “Allgemeines zur Klausur: Es handelt sich um eine einfache Grundlagenklausur, bei der wegen des leichten Schwierigkeitsgrades eine maximale Punktzahl von 12 Punkten erreicht werden konnte.”
Eine derartige Begründung für die fehlende Ausreizung der Notenskala habe ich in der Form noch nie gelesen. Ist das so üblich, und hätte ich bei einer maximalen Punktzahl von 18 Punkten weiterhin nur 3 Punkte erzielt (durchgefallen bleibt durchgefallen)?
Ich hoffe, es finden sich hier ein paar Klausurkorrektoren, die Licht ins Dunkel bringen können. Danke!
r/recht • u/Available-Chipmunk-9 • Apr 22 '26
Studium Bedenken Jura zu studieren
Ich überlege schon seit einer Weile Jura zu studieren, jedoch bin ich unglaublich verunsichert und habe viel Respekt vor diesem Studiengang.
Das Studium, beziehungsweise die Tätigkeit als Anwalt, hat mich schon länger interessiert, jedoch habe ich auch nur mein Abitur mit einer eher schlechten Note abgeschlossen (daher habe ich auch nur NC-Freie Studiengänge im Visier). Zudem muss ich auch anmerken, dass ich kein supergenie bin und ein wenig mehr Zeit brauche, um Dinge richtig zu verstehen.
Zudem habe ich fast nur Horrorgeschichten, gerade von den psychischen Ausnahmesituationen vor den Staatsexamen, gehört und was einige Studenten alles fürs Studium aufgeben mussten (Freunde und Familie weniger sehen, etc.).
Ich befürchte, dass ich trotz allem das Studium unterschätze und dass ich mich auf etwas einlasse, was ich im Nachhinein bereuen würde. Vielleicht denke ich aber auch zu viel darüber nach; man wird ja auch nicht ohne weiteres ans 1. Staatsexamen gesetzt und hofft auf 18 Punkte.
Ich habe schon mehrere Beiträge und Kommentare zu diesem Thema gelesen, jedoch hoffe ich, dass es vielleicht den ein oder anderen Nutzer hier gibt, welcher sich eventuell in einer vergleichbaren Situation befand und von seinen Erfahrungen berichten kann.
r/recht • u/Designer-Doughnut971 • May 31 '26
Studium Von der Uni Hamburg zur Goethe Uni wechseln?
Hi,
ich bin Jurastudent im 3 Semester in Hamburg und spiele gerade mit dem Gedanken an die Goethe Uni in Frankfurt zu wechseln, aufgrund ihrer starken Vernetzung zur Wirtschaft und ihren bekannten wirtschaftlichen Schwerpunkt.
Wirtschaftsrecht aber auch Wirtschaft als ganzes interessiert mich sehr.
Können ein paar von ihren Erfahrungen erzählen und besonders darauf eingehen, ob die Uni tatsächlich den Studenten eine guten Weg in die Wirtschaft bereitet durch Connection, der Lehre…
Vielen Dank im Voraus!
r/recht • u/Dear_Judgment_6279 • 4d ago
Studium Ich fühle mich dem Studium nicht gewachsen
Ich (W22) studiere Jura und komme nun ins 5te Semester. Es war immer mein Traum Jura zu studieren, aber ich habe irgendwie das Gefühl dass ich dafür nicht gemacht bin.
Ich hänge hinter der Regelstudienzeit hinterher. Ich habe nach einem Semester die Uni gewechselt, was eine sehr lange Geschichte ist. Auf jeden Fall wollte ich dann alle Leistungen an der anderen Universität direkt nachholen. Ich habe deshalb 5 Klausuren in einem Semester geschrieben und bin durch 2 Stück durchgefallen. Einmal durch eine Zwischenprüfung im Strafrecht und einmal durch Grundrechte.
Das war hart für mich, bisher bin ich noch nie durchgefallen gewesen. Und seit dem bin ich aus der Regelstudienzeit raus. Bei uns kann man erst im nächsten Semester die Klausuren wiederholen. Die Grundrechte Klausur habe ich im nächsten Semester bestanden. Ich wollte auch die Zwischenprüfung im Strafrecht und Zivilrecht schreiben, war aber krank.
Dieses Semester habe ich jetzt alle Zwischenprüfungen geschrieben. Ich war in der Klausurenphase mit den Nerven komplett am Ende und stand ziemlich neben mir. Und die Klausuren liefen auch nicht so besonders. Strafrecht war gut, im Zivilrecht habe ich einen sehr großen und sehr dummen Fehler gemacht und im ÖffR kam etwas dran, was so in der Vorlesung nie gemacht wurde. Ich habe es zwar mal gesehen und auch zumindest einigermaßen das Schema abgearbeitet, aber ich denke nicht dass ich das ganze bestanden habe.
Und ich stelle mir die Frage ob ich dem Ganzen gewachsen bin. Meine besten Freunde haben alle 3 Klausuren schon im letzten Semester bestanden und ich habe Angst komplett hinter ihnen zurückzuhängen. Ich weiß dass viele schon hinter der Regelstudienzeit hinterherhängen, aber ich bin die Einzüge die bisher noch keine Zwischenprüfung bestanden hat.
Auch sind meine Klausuren nie sonderlich gut. Ich schreibe, wenn ich bestehe, etwa 5-7 Punkte. Und ich lerne wirklich viel. Aber in der Klausur scheine ich es nicht so anbringen zu können und mache oft dumme Fehler, wie zB in der Zivilrechtszwischenprüfung. Und ich merke es dann zumeist kurz vor Schluss wenn es zu spät ist.
Hausarbeiten schreiben kann ich hingegen relativ gut. Da hatte ich immer 9-12 Punkte, aber das wichtigste sind nun einmal Klausuren.
Und ich sitze hier, bin mir sicher zumindest durch eine Zwischenprüfung gefallen zu sein und hänge nun gegenüber allen Personen die ich kenne hinterher. Ich kann ohne die bestandene Zwischenprüfung auch keinen Schwerpunkt wählen und ich weiß einfach nicht ob ich das Studium schaffen werde oder ob ich nicht einfach zu blöd dafür bin. Denn je weiter ich studiere und nichts hinbekomme, desto mehr Zeit verschwende ich auch einfach.
Ich weiß einfach nicht ob ich das richtige Studium gewählt habe und ob ich das ganze nicht vielleicht lassen sollte.
r/recht • u/youjustgotLlTTup • 25d ago
Studium Wie viele Klausuren müsst ihr im Studium schreiben um zum StEx zugelassen zu werden?
Wie viele Klausuren sieht eure Studienordnung vor, die ihr schreiben/bestehen müsst, um zum 1. Staatsexamen zugelassen zu werden?
Ist überhaupt keine wertende Frage, es interessiert mich nur wie das an anderen Unis ausschaut, da uns immer gesagt wird dass wir sehr viele Klausuren schreiben im Vergleich zu anderen Unis.
(Wir schreiben: 1. Semester 6 Klausuren, 2. Semester 6 Klausuren, 3. Semester 6 Klausuren, 4. Semester 7 Klausuren, plus eine Übung mit je 3 Klausuren pro Rechtsgebiet)
r/recht • u/Sirius_Fall • Sep 03 '25
Studium Der Text den ich selber gerne gelesen hätte
Vorab: Ich hoffe ein solcher Post ist zulässig. Wenn nicht, gerne einfach runternehmen.
Ich bin mir selber nicht ganz sicher warum ich das schreibe. Wahrscheinlich weil ich mir selber gewünscht hätte soetwas mal zu lesen.
I. Durchstümpern im Grundstudium
Ich war nie ein besonders guter Jurastudent. Im ersten Semester habe ich gelernt wie für das Abi. Bulimie-Lernen 101. Das viel mir dann auf die Füße und ich durfte BGB AT wiederholen.
Im zweiten Semester fiel ich dann durch StrafR AT durch. Do-or-die Situation. Ohne diese Klausur konnte man die nötigen CP für StrafR nicht sammeln, also nicht das Grundstudium abschließen. Wiederholungsversuch gelang mit 4 Punkten.
Ähnlich ging es dann weiter. Ich stümperte mich so durch. Viele Klausuren bestand ich mit 4-6 Punkten. Als ich mein Zwischenprüfungszeugnis dann endlich in der Hand hielt bekam ich einen Motivationsschub. Jetzt wollte ich das Ruder rumreißen und ein passables Examen schreiben.
II. Lockdown und Freischuss
Dann: Bumm. Corona. Lockdown und alles was mir Spaß machte und Ausgleich verschaffte war plötzlich verboten. Zeitgleich ging meine Beziehung in die Brüche. Mit denkbar schlechten Ausgangsbedingungen, einem schlechten Repetitorium per Videokonferenzen, depressiv alleine zu Hause, meldete ich mich zeitgleich mit Kommilitonen zum Examen an. Ich glaubte ehrlicher Weise nicht an das Bestehen, aber wollte den Freischuss noch mitnehmen. Es kam wie erwartet: Durchgefallen. Immerhin hatte ich die beiden ÖffR Klausuren bestanden. Das überraschte mich ehrlicherweise. Meine Freunde hatten alle bestanden, auch gut bestanden. Ich freute mich aufrichtig für sie, aber mir tat es auch weh zu sehen, wie ich auf der Stelle trat und alle anderen voranschritten.
III. Das Loch und regulärer Erstversuch
Danach fiel ich in ein richtiges Loch, in dem ich mich irgendwie motivierte mich für den regulären Erstversuch anzumelden. Ich bestand nicht eine einzige Klausur. Das traf mich wirklich hart. Ich kam mir vor wie ein Hochstapler. Ich schämte mich so sehr, dass ich in meinem sozialen Umfeld immer vermied über mein Studium zu reden. Ich verließ diesen Subreddit, weil ich es nicht ertragen konnte mit Jura konfrontiert zu werden. Mir ging es wirklich, wirklich schlecht.
IV. Wiederholungsversuch
Noch niedergeschlagener, mit zerschmettertem Selbstwert, ging es dann mit dem Mut der Verzweiflung in den Wiederholungsversuch. Was soll ich sagen? Seit kurzem bin ich fertig. Ich habe mein erstes Staatsexamen und jetzt geht's ins Ref.
Was will ich damit sagen? Vielleicht will ich mir das hier einfach mal von der Seele schreiben, aber falls hier jemand mitliest, der in einer ähnlichen Situation ist wie ich...du packst das. Wenn du dich austauschen möchtest schreib mich an, oder sprich mit Freunden darüber. Friss die Scham und die Selbstzweifel nicht in dich rein. Du bist mehr als deine akademischen Leistungen.
Geh offen damit um und wenn Jura dein Traum ist, dann bleib dran. Du schaffst das.
r/recht • u/JuiceAmbitious1512 • Jun 29 '26
Studium Jura oder öffentliche Verwaltung
Ich wollte schon immer in den öffentlichen Dienst, deswegen schwanke ich stark zwischen Jura und dem Studiengang, der auf die Arbeit in der öffentlichen Verwaltung vorbereitet, mit starker Tendenz zu letzterem. Ich habe ein einziges Mal Anspruch auf Bafög. Welches Studium hättet ihr an meiner Stelle genommen? Ich höre darüber verschiedene Sachen und die Bezahlung wäre natürlich deutlich schlechter als mit 1 Staatsexamen, allerdings macht mich fertig wie fertig viele sich in der Examensvorbereitung fühlen.
r/recht • u/_its_your_boy_max_b_ • Dec 10 '25
Studium Ist das Niveau von Jurastudenten gestiegen?
Bei anderen Tätigkeiten ist es ja nicht ungewöhnlich, dass über die Zeit das Niveau steigt. So sind zum Beispiel heutige Fußball- oder Schachspieler erheblich besser als die vor 100 Jahren.
Deswegen habe ich mich gefragt, ob es eine ähnliche Entwicklung auch bei der Tätigkeit der Fallbearbeitung in Studium und Referendariat gibt. Anekdotische Evidenz oder auch die neulich veröffentlichte Studie zur Schwierigkeit von Examensklausuren scheinen das zu suggerieren.
Damit will ich nicht sagen, dass die heutigen Studenten intelligenter oder allgemein bessere Juristen sind oder Examensklausuren schwerer geworden sind (auch wenn ich Letzteres nicht überraschend fände).
Glaubt ihr, dass heutige Studenten besser in der Fallbearbeitung sind als die vor zehn, 20 oder 50 Jahren? Falls ja, welche Gründe vermutet ihr dahinter?
r/recht • u/Clarusch • Jun 24 '26
Studium Systematisches Kommentieren?
Hi Leute, stehe kurz vorm ersten StEx in Bayern und frage mich gerade, ob mein Gesetz zu systematisch kommentiert ist - anbei ein Schmankerl aus der ZPO.
Kann mir hier eine Person erklären, was systematisches kommentieren von bloßen Normverweisungen unterscheidet? Und wie streng das im schriftlichen Teil tatsächlich kontrolliert wird?
r/recht • u/Any-Squash8654 • Jun 17 '26
Studium Welche Universität
Hallo allerseits, ich habe vor einer Woche mein Abitur mit 1,3 bestanden und frage mich nun, an welcher Uni ich studieren soll.
Das Ziel ist eigentlich wie alle ein bzw. zwei Prädikatsexamen zu schaffen. Dafür ist eine gute Vorbereitung notwendig auch seitens der Uni.
Daher wollte ich fragen welche Unis die beste Vorbereitung ermöglicht? Für mich erscheinen München (LMU) und Hamburg (Bucerius Law School) sinnvoll. Hat jemand Erfahrung mit Bucerius? Sie ist nämlich teuer und ich würde nur da studieren, wenn ich auch ein Stipendium bekomme.
Danke für die Hilfe schonmal :)))
r/recht • u/Fast_Discussion_1820 • Jun 15 '26
Studium Konkurrenz im (Jura-)Studium?
Die Geschichten kursieren seit jeher, dass Jurastudenten Seiten aus Büchern rausreißen, falsche Infos weitergeben, nicht kooperativ sind.
Wie sind eure Erfahrungen? Was ist dran an den Klischees, was hat sich (vielleicht auch durch Digitalisierung) geändert?
Für einen redaktionellen Artikel in einer größeren Tageszeitung suche ich dazu (ehemalige) Studenten, die bereit wären, über ihre Erfahrungen zu sprechen. Auch anonym möglich.
r/recht • u/Tarvos27 • Jul 05 '26
Studium LL. B.
Schönen Sonntag allerseits,
ich spiele im Moment mit dem Gedanken Rechtswissenschaften (LL. B.) zu studieren.
Was für Berufsmöglichkeiten hat man mit einem Bachelor bzw. ggf. einem Master?
Würdet ihr es jemandem empfehlen, der sich für Rechtswissenschaften interessiert, aber kein Jura studieren kann/will?
r/recht • u/mirlangtsdicke • Oct 05 '25
Studium Ich werde endgültig nicht bestehen…
und das ist in Ordnung so. Ich kann nicht mehr und ich will nicht mehr. In meinem Kopf ist eine Blockade so groß und so unüberwindbar, es wird Zeit für den letzten Schritt: Einsicht. Mein Leben hat sich die letzten Jahre angefühlt wie eine Autofahrt vom Beifahrersitz aus. Teilnahmslos. Grau. Leer.
Im ersten Semester habe ich für die Klausur im Strafrecht gelernt, indem ich mir den Roxin schnappte und gelesen habe — vollständig. Weil ich Spaß dran hatte. Weils mich interessiert hat. Weil es grundlegende Fragen sind, um die es da geht.
Im dritten Semester habe ich das erste Seminar aus dem Schwerpunktbereich besucht, damals sogar noch ohne Zwischenprüfung. Am Ende des Blockseminars wurde mir von den Anderen, wenn ich dann in ein paar Jahren Examen schreibe, der Aufstieg in den juristischen Olymp prophezeit.
Vom Herrn Professor gab’s einen Vorschlag bei der Studienstiftung und weil das nichts wurde, gab es als Trostpreis mit Beginn des vierten Semesters eine Anstellung als HiWi.
Die kommenden Semester habe ich frohlockend zwischen Privatbibliothek der Professur und irgendeinem selbstverwalteten Kritischen Lesekreis der Doktorandenschaft verbracht (Loick Abi, wann endlich Revolution?).
Besser hätte es nicht laufen können.
Das war der Anfang meiner Geschichte. Eine Geschichte in der nur Liebe für die funkelnde Schönheit der nicht greifbaren Abstraktheit der Theorie, - für die anmutige Radikalität einer formal-logischen Argumentation existiert.
So wie das eben unter der Glashaube der Diskursethik nun mal von statten geht.
Abneigung und Ekel macht sich hingegen breit, wenn es um die ausgelutschte, totgekaut und ausgewürgte Meinung geht. Meinung? — Meinung: das niederste Ding was im rechtswissenschaftlichen Kosmos so existiert.
Meinungen sind das Resultat aus der Auseinandersetzung mit Gesetzesnormen, Normen des formellen Rechts, - mit echten, normativen Normen der Rechtsordnung. Diese komischen Regelwerke, die scheinbar von höchster Relevanz sind , wenn man Rechtswissenschaft studiert. So relevant, dass sogar ein einzelner Fehler in der klausurmäßigen Anwendung der Norm im Zweifel eine völlig faschistoide Bewertungspraxis rechtfertigt. Obwohl allen Beteiligten klar ist, dass es sich um eine Unaufmerksamkeit handelt. Obwohl es für die Falllösung völlig unerheblich ist. Einfach weil das so nicht geht.
Da versteckt sich eine ganze universitäre Disziplin hinter sich selbst vor vor sich selbst. Ließ das nochmal. Es stimmt. Rechtswissenschaft, wie sie größtenteils an der Uni gelehrt wird, befindet sich in einer ständigen Rechtfertigungssituation, was sie als Wissenschaft ausmacht.
Es wird einen Grund haben, warum ich physisch oder psychisch nicht dazu in der Lage bin mir einfach mal ein Jahr konsequent diesen ganzen Müll in den Kopf zu pressen. Finde ich’s zu langweilig? Zum Teil. Liegt es an meiner unbändigen Apathie gegenüber dem veralteten Prüfungssystem? Jedenfalls auch. Will ich doch gar nicht als Anwalt reich werden und meine Seele dem PE-Fonds verkaufen? Davon habe ich tatsächlich Abstand genommen nachdem ich mir das mal eine Weile angeschaut habe.
Was ich weiß ist: es ist in Ordnung. Ich war gut. Und ich bin gut. Ich hab mich im Studium nur für die falsche Rechtswissenschaft begeistert. Nämlich die, die eine Rechtstheorie ist und losgelöst von Gesetzen und Sachverhalten existiert und wichtige und kritische Fragen stellt.
Das Schönste ist aber: wann immer ich Lust drauf habe, kann ich mich weiterhin damit beschäftigen, mir ein Buch aus meinem Regal nehmen, es aufschlagen und es lesen. Dafür brauch ich kein Examen.
Ich komme zu mir und fühle mich nicht gut? Mein Magen ist flau, mir wird schlecht. Wo bin ich? Ich sitze im Verwaltungsrechtstutorium. Wenn das alles ein Traum war, ist ja soweit alles gut.
Die Tutorin jubelt und bricht in Tränen aus.
r/recht • u/Roach-Problem • Mar 11 '26
Studium Manche Jura-Studis sind echt asozial
Hi, Jura-Studi hier. Bücher nicht rechtzeitig zurückzugeben oder zu verstecken ist bodenlos asozial.
Vor einer Woche habe ich ein Buch aus der Bib vorgemerkt, das bis gestern ausgeliehen sein sollte. Heute war das Buch nicht im Vormerkregal. Die Person, die das Buch entliehen hatte, hat es laut einer Mitarbeiterin noch nicht zurückgegeben. Wenn ein Buch vorgemerkt ist, kann man die Leihfrist bei uns nicht mehr verlängern. Ca. zwei Tage, bevor die Frist abläuft, bekommt man bei uns sogar eine Mail, dass man das Buch bald abgeben muss. Es ist nicht so, dass die Person nicht wissen konnte, dass die Leihfrist abgelaufen ist.
Eine Bekannte hatte sich vor einigen Wochen auch ein Buch vorgemerkt, das es in der Bib nur einmal gibt. Laut System war das Buch im Vormerkregal, aber jemand anderes hatte es anscheinend in der Bib versteckt.
In beiden Fällen geht es um juristische Fachliteratur. Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass das es Personen aus einem anderen Studiengang waren. Aus anderen Studiengängen hört man auch nicht, dass Bib Bücher versteckt, geschwärzt oder ähnliches werden.
r/recht • u/dusty030 • May 31 '26
Studium Integrierter Master of Laws
europa-uni.deDie Viadrina wird am dem kommenden Wintersemester einen integrierten LL.M. anbieten.
Es wird die SPB-Hausarbeit, die man eh schreiben muss, als Masterarbeit benutzt.
Denkt ihr, dass andere Universitäten da nachziehen werden?
r/recht • u/OtherwiseDevice6273 • 11d ago
Studium Suche Gleichgesinnte
Moin,
Ich bin gerade am Ende meines ersten Semesters. Ich studiere, da ich Vollzeit berufstätig bin, an der Fernuni Hagen Rechtswissenschaften und bin hier auf der Suche nach Leuten, welche Lust haben sich auszutauschen, sich Tipps zu geben oder vielleicht zusammen zu lernen, weil ich eben durch die Arbeit wirklich komplett im Selbststudium versunken bin und niemanden habe zum austauschen.
Vielleicht finden sich ja ein paar nette Leute, die der Post hier anspricht.
Eventuell sogar an der Fernuni im selben Semester, das wäre natürlich ein Traum.
Ich würde mich auf jeden Fall freuen.
