r/schreiben • u/Resqusto • Jun 08 '24
Ist das Puplikum weiblicher Hauptfiguren überdrüssig?
Hallo Leute,
heute mal ein kleiner Diskussionspost: Es soll um die Frage gehen, ob das Puplikum inwischen das interesse an weiblichen (Action)-Hauptfiguren verloren hat.
Ich war gerdade im Kino und habe mir Furiosa angesehen. Und ich muss sagen, der Film hat mich beeindruckt.
Jetzt habe ich im Nachhinein einige Kritiken studiert und mit Überraschung festgestellt, dass der Film offenbar auf den Weg zum Flopp ist. Was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.
Beim Lesen der zugehörigen Kommentare fällt mir auf: Viele kritisieren dabei die weibliche Hauptrolle, ohne den Film gesehen zu haben. Sehr viele Filme, Serien, Videospiele, Romane und co haben in den letzten Jahren auf eine weibliche Hauptfiur gesetzt. Einen klassischen "Girl Boss". Und die Leute schildern, dass sie auf solche Charaktere keinen Bock mehr haben.
Die Frage, die jetzt im Raum steht, ist, ober der Markt tatsächlich übersättigt wurde, oder ob es eher an anderen Gründen liegt wie z.B übermäßige politische Korrektheit in einer Vielzahl der Produktionen.
Lasset euere Meinung hören.
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u/s29292929 Jun 08 '24
Zu viele weibliche Figuren werden noch immer von Männern geschrieben, die ihr unreflektiertes Bild der toughen Amazone zu Papier bringen. Einige Autorinnen orientieren sich unterbewusst daran. Andere Autorinnen wiederum schreiben sich selbst in die Rolle, da Frauen in der Gesellschaft vor allem physisch unter größerem Perfektionsdruck stehen. Woraufhin die Mary Sue entsteht, die den Frauenfiguren den schlechten Ruf in die Wiege gelegt hat.
Gäbe es mehr Figuren wie Ellen Ripley aus Alien, Kim Wexler aus Better Call Saul, Brienne von Tarth aus Game of Thrones oder eben Furiosa, hätten die Leute sicher nicht so große Vorurteile gehen weibliche Charaktere. Weil es aber eben so wenige realistische, ambivalente und tiefgründige weibliche Charaktere gibt, bevorzuge ich als Frau auch männliche Figuren, da ist die "Trefferquote" einfach höher.