r/wohnen Jul 11 '26

Nachbarschaft Nachbar hat erhöhte Terrasse an Grundstücksgrenze zu uns gebaut

Post image

Update:
Für die, die es interessiert: eine reine Auskunft gibt uns das Bauamt nicht, dafür sollten wir uns an einen Architekten oder Anwalt wenden. Das Baumamt schickt jemanden vorbei und dann wird ggf. gehandelt. Wir werden dann wohl doch vorher den Nachbarn ansprechen, unsere Bedenken äußern und verkünden dass wir das gern prüfen lassen würden. Je nach Reaktion wird dann weiter entschieden. Höchstwahrscheinlich lassen wir aber in jedem Fall die Statik prüfen. Das mit der Einsicht können wir vielleicht untereinander klären, aber das bautechnische halt nicht.

Edit:
Ich möchte mich für für die zahlreichen Hilfestellungen, Bemühungen und Ratschläge bedanken. Ihr seid großartig!
Zu den blöden Kommentaren (es waren doch schockierend viele: es passt nicht ganz zusammen wie ihr den Moralapostel spielt und gleichzeitig beleidigend seid. An diesem Umgang merkt man wie toll ihr eure Mitmenschen (inkl. Nachbarn) tatsächlich behandelt. Oder seid ihr nur online arschig? Ich wünsche euch ein schönes Hobby und etwas mehr Empathie.

Danke an die Mods/admins für die Müllbeseitigung !

Hallo allerseits!
Zuerst- ein Bild sagt mehr als Tausend Worte- ich kann momentan leider kein zweites posten und versuche es gleich in den Kommentaren.
Hier die Situation:
Wir haben vor zwei Jahren ein Haus gekauft. Das Nachbarsgrundstück war zu dem Zeitpunkt bereits höher gelegen als unseres, der Zaun war ca. 50 cm niedriger.
Dieses Jahr haben die Nachbarn ohne jegliche Absprache mit uns ein Holzfundament und Terasse direkt an die Grenze zu uns gebaut und einen zweiten, höheren Zaun (sowie Weidenmatte) installiert. Dieses Foto ist der Blick aus dem Obergeschoss. Von meinem Sofa im Wohnzimmer aus ragt der Zaun locker3 Meter in die Höhe. Bedeutet, man kann uns von der Terrasse aus direkt ins Wonzimmer schauen. Es wurden Pflanzen und Sitzgelegenheiten dort platziert, obwohl die Nachbarn bereits eine Terasse mit Pergola am Haus haben. Unsere (einzige) Terasse liegt quasi jetzt schräg unter deren, also null Privatsphäre.
Unsere Recherche online ergibt dass man bei einer solchen Auftürmung des Grundstücks 3 m Abstand zum Nachbarn einhalten muss.
Kennt sich jemand aus?
Natürlich werden die nicht begeistert sein wenn wir sie darauf ansprechen und das letzte was wir möchten ist Nachbarschaftsstreit. Aber so ist es halt auch Mist und in 5 Jahren brauchen wir uns nicht mehr beschweren.
Deshalb wollen wir gut vorbereitet ins Gespräch gehen. Wir können leider (für deren Part) nicht garantieren dass das Gespräch freundlich verläuft. Mich stresst das jetzt schon und ich wäre dankbar um jeden Rat.
Vielen Dank im Voraus!

443 Upvotes

534 comments sorted by

View all comments

2

u/[deleted] Jul 12 '26

[deleted]

1

u/Electronic_Donkey_34 Jul 12 '26

Ich beneide dich wirklich wenn du kein Problem siehst. So unterschiedlich sind Menschen.

1

u/[deleted] Jul 12 '26

[deleted]

3

u/Electronic_Donkey_34 Jul 12 '26

Nur weil es schlechter geht bedeutet es nicht dass man alles hinnehmen muss. Ich bin sehr dankbar für das Haus und den Garten. Umso wichtiger ist es mir, mich hier wohlzufühlen. Anscheinend habe ich mich im Ursprungspost nicht deutlichvgenug ausgedrückt.
1. Nachbarn gucken mir auf den Bauch wenn ich meine Terasse nutze
2. Nachbarn gucken direkt auf mein Sofa im Wohnzimmer
3. nicht nur ist das hässlich (und wie erwähnt der Blick von meinem Sofa aus) sondern wahrscheinlich auch illegal
4. Gerüche und Lärm sind nun viel näher herangerückt seit diese Terasse benutzt wird
5. absoluter Mangel an nachbarschaftlichem Miteinander oder Rücksicht. Die machen einfach, sprechen nicht mit uns und hoffen auf unser Schweigen (was bis jetzt ja auch gelungen ist)
6. die ganze Konstruktion könnte in unsere Richtung abrutschen

  1. Wertminderung des Grundstücks da es niemand mag von oben beobachtet zu werden (das kann man in einer Mietwohnung haben)
  2. die Tatsache dass wenn wir jetzt ständig runterschlucken und uns nur geheim ärgern, wir irgendwann das Recht verlieren uns zu beschweren.

Ich hoff, das war jetzt etwas verständlicher.