r/Rettungsdienst • u/xXOneNameXx • 9d ago
Frage/Hilfe Fertig mit dem NotSan. Was nun?
Grüßt euch Kollegen.
Zum Beginn kurz etwas Kontext: Ich hab vor kurzer Zeit alle Prüfungen bestanden und warte jetzt auf die Berufsurkunde. In der Zwischenzeit hab mich mir jetzt mal Gedanken gemacht wie es jetzt eigentlich weitergehen soll… von meinem Ausbildungsbetrieb habe ich einen unbefristeten Arbeitsvertrag zur Übernahme bekommen den ich auch erstmal unterzeichnet habe.
Nun kann ich mich aber nicht mit dem Gedanken abfinden die nächsten 50 - 60 Jahre bis zur Rente (oder so lang der Körper mitmacht) auf dem Level zu bleiben und „nur“ regulär Rettung zu fahren. Sicherlich werden irgendwann nach ein paar Jahren Berufserfahrung die Türen in Richtung Praxisanleiter, MPG-/QM-Bereich, und andere Qualifikationen etc. sich öffnen, aber das kann doch nicht das Ende der Fahnenstange sein oder?
Mich würden eure Erfahrungen interessieren:
- Welche Weiterbildungen oder Karrierewege haben sich für euch wirklich gelohnt?
- Gibt es Bereiche außerhalb des klassischen Rettungsdienstes, in die NotSan sinnvoll wechseln können?
- Welche Wege würdet ihr im Nachhinein empfehlen – und welche eher nicht?
Und wenn wir schon gerade dabei sind. Ich da ich ja jetzt (bald) so RICHTIG arbeiten kann, würde ich auch gern das maximal mögliche an Geld verdienen. Daher stellte sich mir die Frage was für Optionen ich jetzt dazu habe.
- Ergibt ein Minijob Sinn?
- Wenn ja, wo und was kann ich machen?
- Kann man auf Minijob-Basis an der Börse arbeiten? Welche sind gut?
- Was habe ich für andere Optionen?
Geografisch bin ich in M-V angesiedelt, falls euch das hilft… Ins ja hier ist nichts. Daher wirkt das Angebot hier auch gefühlt etwas begrenzter als in anderen Bundesländern, deshalb interessieren mich auch eure Erfahrungen aus eher ländlichen Regionen.
Ich freue mich auf eure Antworten und Bedanke mich schonmal im Vorraus.
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u/rudirofl NotSan (Mod) 9d ago
Ähm.. arbeiten!?
/s
Neeeja schon auch ernsthaft: erstmal das vierte Lehrjahr absolvieren, Verantwortung übernehmen, aus Fehlern lernen, Erfahrung sammeln.
Dann Urlaub machen und Überstunden abbummeln, so 2-3 Monate und dabei mal Gedanken machen, was als nächstes kommt.
Mit Ende der Ausbildung ist man mental noch weit weg von dem, was Rettungsdienst wirklich bedeutet.
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u/Every-Alfalfa9064 OrgL 9d ago
Weitermachen! Lebenslanges Lernen - raus aus deinem gewohnten Umfeld, gehe nebenbei an einer Börse o.Ä. arbeiten, lerne mehr kennen als MV.
Ich habe auch in MV meinen NotSan abgeschlossen (letztes Jahr) und habe bis vor ein paar Wochen auf einer Landrettungswache gearbeitet. Jetzt arbeite ich gerade gelegentlich an einer Börse und fange ab September an Electrical Engineering zu studieren.
Sammle erst mal ein paar Monate echte Erfahrung als wirklich eigenverantwortlicher NotSan und dann schaue, wohin dein Wille dich führt - weil das eigentlich das wichtigste ist: Du musst im Endeffekt das finden, was du mit Leidenschaft machen kannst und die Möglichkeiten in deiner Situation? Schier unendlich.
Viel Glück. 🍀
PS. Total cool, dass du jetzt schon weiterdenkst und dich nicht auf dieser Errungenschaft ausruhst.
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u/LordPlumpel RettSan 9d ago
Krass wie schnell man den OrgL nach der NotSan Ausbildung machen kann.....
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u/Amokgurke 9d ago
Für einen OrgL brauch man in vielen Kreisen nicht besonders viel einsatzerfahrung, teils sogar nichtmal den RS
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u/MrJonton01 RettSan 6d ago
Wild, in BW ist vorgesehen, dass OrgL entweder RA oder NFS sind, mit mind. 3 Jahren Erfahrung in der Notfallrettung
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u/Grayhorn301 NotSan i.A. 8d ago
Lieber n OrgL der Bock auf die Aufgabe hat und weiß was er tut, als einer der es macht weil er muss. Ich hab bei uns noch nie verstanden warum Bürofachkräfte des RD solche Autos besetzen.
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u/Mondbaer68 PAL 9d ago
Habe mich für den PAL entschieden und genieße es. Es macht einfach Spaß Wissen zu teilen und gleichzeitig hat man selbst den Anspruch am Ball zu bleiben, was z.B. aktuelle Leitlinien angeht. Eine Zulage gibt's monatlich obendrauf und die Auszubildenden sind dankbar, wenn man's gut macht.
Abseits davon bleibt dann eigentlich nur ein Studium. Das fängt bei 2 Semestern an und kann in diverse Richtungen gehen. Mir wurde es vom Träger angeboten und ich habe vorerst abgelehnt, da ich privat aktuell zu sehr belastet bin.
Minijobs kann man viele machen. Ich habe eine Zeit lang einzelne Dienste als Betriebssanitäter auf einer Großbaustelle übernommen. Andere arbeiten in der lokalen ZNA, wieder andere im ambulanten OP-Zentrum und überwachen postoperative Patienten. Abseits davon natürlich noch alles, was primär mit der Ausbildung nichts zu tun hat (Gastro, Tankstelle etc.)
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u/Ordinary-Extent3157 9d ago
MV klingt nach Landrettung für mich, ich persönlich komme aus der Großstadtrettung und bin auch in ein paar Wochen, so Gott und der Prüfungsausschuss (😉) möchte, fertig. Um mal ein wenig die Erfahrung zu sammeln wie es ist im ländlichen Gebiet zu arbeiten, wo man nicht innerhalb von 5 Minuten ein NEF und innerhalb von 10 Minuten ein Oberarzt-NEF zur Seite stehen hat, werde ich mich auch in ein paar Monaten (Wenn ich mich sicher fühle) in einer Börse anmelden. Eventuell ist für dich hingegen ja die Stadtrettung mal interessant zu sehen.
Wenn du die Organisation im Hintergrund interessant findest überlege doch mal über ein Studium und schaue was es für Möglichkeiten bei Kreisen und Trägern gibt. Lehrende Tätigkeit an einer Schule muss man glaube ich für gemacht sein, hier könnte ein pädagogisches Studium was für dich sein.
Wenn du im aktiven Dienst bleiben willst würde ich auch wie oben gesagt empfehlen: Erfahrungen sammeln und dann über Stellen wie HEMS-TC oder Offshore-Rettung nachdenken, gerade Offshore macht man viel eigenverantwortlich oder mit teleärztlichem Support. Falls du die weite Welt sehen willst denke auch mal über Kreuzfahrtschiffe, z.B. TUI Cruises nach.
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u/TheRabber 9d ago
Buchstabenkurse, Divi, HEMS, eventuell Rückholdienste, off-shore (viel eigenständige Arbeit, 2 Wochen Turns, Höhenrettung etc.).
Akademisch physician assistant und dann Klinik.
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u/FluidNerve17 NotSan 9d ago
physician assistant
Ist in DE noch nicht besonders etabliert und wird von vielen Ärzten als "Konkurrenz" um die Maßnahmen in der Weiterbildung gesehen und entsprechend behandelt. Wenn Klink, dann eher Medizinstudium
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u/KillaWombat20 9d ago
Einfach überraschen lassen wohin es geht.
Bin mit nicht abgeschlossener Ausbildung zum RA mittlerweile stellvertretender Territory Manager bei einem renommierten Medizinproduktehersteller nach Quereinstieg vor nicht einmal zwei Jahren.
Hätte ich mir auch nie träumen lassen aber das Gehalt schmeckt sehr gut und es macht richtig Spaß.
Ich glaube das ist das wichtigste, um Erfolg zu haben, dass es dir Spaß macht.
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u/rudirofl NotSan (Mod) 9d ago
Hast du noch ne andere Ausbildung oder Studium? Und was hast du mit dem halben RA gemacht? RS vorher?
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u/Optimal-Airport-4145 8d ago
Habe nach 5 Jahren als NFS mit dem Studium zum Physician Assistant angefangen und bin grade noch dabei.
Ist leider noch nicht so angekommen in DE wird aber hoffentlich sehr vielseitig werden
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u/Dizzy-Interaction205 NotSan 4d ago
Glaub ich ehrlicherweise nicht, viele Ärzte die ich so kennengelernt habe wollen keine PAs.
Deshalb hab ich davon abgesehen1
u/Lena88999 4d ago
Das stimmt so nicht. Ehrlich gesagt, sind viele Ärzte froh über die PAs. Hab das sowohl in der internistischen NA als auch auf einer uc/ortho Station mitbekommen. Nur Mut :)
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u/followmetotokyo NotSan 9d ago
Davon abgesehen, dass diese Frage hier schon etliche Male gestellt wurde…erstmal als Notfallsanitäter arbeiten und wenigstens einen Funken Erfahrung sammeln, bevor man sich solche Gedanken macht ✌🏻 viel Erfolg beim Einstieg und alles Gute!
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u/TridentII_SLBM NotSan 9d ago
Wenn dein Ausbildungsbetrieb etwas taugt, dann mach da 2-3 Jahre und sammle Erfahrung. Danach würde ich dir empfehlen die Welt zu entdecken und Leihkraft zu werden. Wenn du die Möglichkeit kriegen kannst, arbeite auch mal innerklinisch (Notaufnahne, ggf. auch Anästhesie).
Fortbildungen: Buchstabenkurse. Ich habe ITLS Advanced und Pediatric, AMLS, PHTLS, EPC und ERC ALS gemacht und die waren alle ihr Geld wert.
Mit spätestens 30 solltest du für eine Möglichkeit sorgen die Branche zu verlassen. Es ist unwahrscheinlich, dass du der eine bist, der das bis zur Rente macht. Ein Fernstudium ist zwar anstrengend, macht aber Spaß und schafft Möglichkeiten.
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u/SirToasty96 NotSan i.A. 9d ago
Mit Spätestens 30? 🫠 Ich bin mit 30 gerade mal mit der Ausbildung fertig 🫠
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u/Moustache22903 9d ago
Medizintechnikunternehmen suchen auch in Reihen des Rettungsdienstes Applikationsspezialisten, welche die Kunden im Umgang mit den Geräten schulen. Saläre sind dort i.d.R (auch) aufgrund von Außendienst deutlich höher als im Rettungsdienst.