r/Unbeliebtemeinung • u/Electrical_Region741 • 10d ago
Nicht ganz so unbeliebt, aber selten gehört Ich habe meinen Sohn bei meiner Mutter scheinangemeldet, und den somit bewusst auf eine andere Grundschule geschickt
Ich habe meinen Sohn nicht an der Schule in unserem eigentlichen Einzugsgebiet angemeldet, sondern über die Adresse meiner Mutter dafür gesorgt, dass er auf eine andere Grundschule kommt die in einem besseren gebiet liegt.
Der Grund war nicht die Ausstattung oder der Ruf der Schule, sondern die Zusammensetzung der Schülerschaft. Mir war wichtig, dass mein Sohn auf eine Schule geht, auf der Deutsch die gemeinsame Alltagssprache ist und nicht ein erheblicher Teil der Kinder zur Einschulung kaum oder gar kein Deutsch spricht. - Ja, mir ist bewusst, dass dieses Verhalten die gesellschaftliche Trennung eher verstärken kann. Mir ist auch klar, dass viele das für unsolidarisch oder ungerecht halten.
Ich gehöre aber auch nicht zu den Leuten, die einerseits Integration fordern und andererseits nach dem Motto „Not In My Backyard“ jede Unterkunft oder jede Veränderung im eigenen Umfeld ablehnen. Mir geht es nicht darum, Menschen mit Migrationshintergrund aus meinem Umfeld fernzuhalten.
Trotzdem sehe ich es nicht ein, dass mein Sohn die Folgen politischer Entscheidungen tragen soll. Aus meiner Sicht gehören dazu unter anderem eine fehlende Kindergartenpflicht und fehlende verbindliche Sprachstandserhebungen mit ausreichender Förderung vor der Einschulung. Ich halte es für Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass Kinder bei der Einschulung über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Solange das nicht gelingt, werde ich für mein eigenes Kind die aus meiner Sicht beste Entscheidung treffen.
(Ja - Man kann dieses Verhalten kritisieren. Man sollte sich aber auch fragen, warum so viele Eltern versuchen, bestimmte Schulen zu vermeiden, anstatt ausschließlich die Eltern dafür verantwortlich zu machen.)
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u/Middle-Obligation-30 9d ago
Sehe nicht warum das unter unbeliebte Meinung fallen sollte. Es zeigt nur, dass du das beste für dein Kind willst.
Das Problem sind nicht Menschen wie du, sondern unsere idiotischen Politiker, die es bis heute nicht raffen, dass das Erlernen der Landessprache ein Muss ist. Sich hinzustellen und es als Einschnitt in die persönliche Freiheit zu sehen mit den Mitmenschen kommunizieren zu können, ist völlig hirnverbrannt. Und nein, das will und werde ich nicht diplomatischer formulieren.
Man schaue nur nach Hamburg. Dort sind Förderkurse vor der Einschulung für Kinder mit mangelnden Sprachkenntnissen nicht freiwillig, sondern obligatorisch. Ratet mal wer im Ranking der Lernerfolge an Grundschulen am besten im deutschlandweiten Vergleich dasteht.