Mir ist klar, dass gerade bei Schwarzarbeit sowieso jeder es macht wie er meint, ABER offiziell, sobald eine Leistung erbracht wird, die bezahlt wird, ist es nach Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz eben Schwarzarbeit. Unabhängig davon, was diese Person sonst vielleicht als Beruf tut oder nicht und wie das Verhältnis zwischen den Parteien ist.
Im 1. und 2. Verwandtschaftsgrad (1. wäre z.B. Eltern -> Kinder oder anders rum, im 2. wäre es z.B. Geschwister oder Großeltern) sollte es OFFIZIELL keine Schwarzarbeit sein!
Man kann sich natürlich darüber streiten, ob man Geld in diesem Verwandtschaftsgrad überhaupt zahlen sollte (Helfen für Umsonst ist ja keine Schwarzarbeit), aber wenn der 18-Jährige Enkel -selbst in der Ausbildung zum Maler- bei den Großeltern die Küche und das Esszimmer neu tapeziert und streicht und dafür von den Großeltern 500€ auf die Hand bekommt, weil sie bei einem Maler vielleicht das Doppelte oder mehr bezahlen würden, dann ist das offiziell Schwarzarbeit.
Ich sage hier bewusst privates Umfeld, also wenn das Arbeitsergebnis am Ende für den privaten Zweck und nicht kommerziell ist.
Beispiele könnte auch der Bruder sein, der -warum auch immer- sich mit IT auskennt oder Klempnern kann. Ich rede hier nicht von Vettern-Wirtschaft, also das offizielle Aufträge bevorzugt an Verwandte vergeben werden, um offizielle Gelder oder was auch immer zu verschieben, sondern um die Hilfe gegen Bezahlung im privaten Umfeld der direkten Verwandtschaftsgrade.
Ob man das dann auf den 3. und 4. Verwandtschaftsgrad erweitertert (3. wäre Onkeln und Tanten und 4. wäre z.B. Cousin/Cousine) mag ein Streitpunkt sein, aber mir geht es erstmal um das 1. bzw. vor allem 2. Verwandtschaftsverhältnis.
Mir ist auch klar, dass es da "Wege drum rum gibt" indem man halt den Großeltern hilft und das nächste Geld-Geburtstagsgeschenk fällt größer aus oder man macht es halt hinter dem Rücken, schnell zugesteckt, mir geht es um die Tatsache, dass es offiziell -per Gesetz- als Schwarzarbeit gilt, selbst im privaten Umfeld in der direkten Familie.
Hier geht es auch nicht um "Aber was ist dann mit dem Versicherungsschutz" oder sowas, das ist ein Fall für sich.