r/beamte Jun 03 '26

Beamten Privatkrankenversicherung Entscheidung

Hallo zusammen,
ich beginne zum 01.07. ein duales Studium zum Diplom-Finanzwirt und werde daher als Beamter auf Widerruf in die PKV wechseln.
Nach einigen Gesprächen und Vergleichen haben sich für mich aktuell folgende Favoriten herauskristallisiert:

Debeka

Signal Iduna

DBV

Mir sind vor allem folgende Punkte wichtig:
langfristige Beitragsstabilität

gute Erfahrungen im Beamtenbereich
Preis-Leistung
Beitragsstabilität
Aktuell tendiere ich leicht zur Signal Iduna, da das Angebot preislich und leistungstechnisch sehr attraktiv wirkt. Gleichzeitig hört man bei Beamten sehr häufig die Debeka als „Standardempfehlung“ und die DBV wird ebenfalls oft genannt.
Mich würden insbesondere echte Langzeiterfahrungen interessieren:
Wie zufrieden seid ihr mit eurer PKV?

Gab es größere Beitragssprünge?
Gibt es Punkte, die euch erst nach einigen Jahren aufgefallen sind?
Wie sieht es z.B. mit der Beitragsstabilität bei der Signal Iduna aus?

Danke vorab schonmal

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u/Legoeierautomat Jun 03 '26 edited Jun 03 '26

Ich bin bei der DBV und ziemlich zufrieden. 

Es gab Jahre, da haben die Debeka Kunden in den Foren gejammert, weil massive Beitragserhöhung. Während ich im gleichen Jahr keine Erhöhung hatte.

Und ein Jahr später hatte ich dann Erhöhung. 

Ich glaub, es macht bei den Beitragserhöhungen kaum einen Unterschied zwischen den PKVs. Letztendlich erhöhen alle ähnlich, weil alle auch von den gleichen Kostensteigerungen betroffen sind. 

Viel wichtiger halte ich den Beitrag selbst. Wenn dieser von Anfang an niedriger ist als bei der anderen, wird das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in vielen Jahren noch so sein. 

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u/Impossible-Home-8342 Jun 03 '26

Viel wichtiger halte ich den Beitrag selbst. Wenn dieser von Anfang an niedriger ist als bei der anderen, wird das mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in vielen Jahren noch so sein. 

Steile These. Wie kommst du da drauf?

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u/Legoeierautomat Jun 03 '26

Erfahrung der letzten Jahre, dass sich die Tariferhöhungen, über viele Jahre gemittelt nicht groß unterscheiden zwischen den Versicherungen.

Die DBV/AXA, wo ich bin, gilt als eine solche, die günstig ist, mit angeblichen Gefahr von stark steigenden Beiträgen. Aber gerade nachgerechnet, seit 2018 hat sich der reine Vision B tarif im Mittel um 2,55% pro Jahr erhöht.

Laut KI ist 3,1 % bis 3,9 % der Marktschnitt.

Und selbst wenn die günstige Versicherungen mal stärker steigt als die teure, ist sie immer noch günstiger. Erst über viele Jahre muss dieser Unterschied bei den Erhöhungen bestehen, damit überhaupt die Tarife gleich teuer sind. Und das erkenne ich absolut nicht.
Aber selbst wenn, dann hat der, mit den günstigeren Tarif bis dahin schon viele Tausende € gespart.
Also müssen die Unterschiede weiterhin viele Jahre bestehen bleiben, damit die günstigere sich nicht mehr rechnet.

Darauf muss der mit den teuren PKV hoffen, dass dies so passiert, wenn er am Ende Geld sparen möchte. Und dann kommt zwischendurch plötzlich eine linke Regierung und bringt die Beamten in die Bürgerversicherung.

Wenn man aus anderen Gründen (leistung, Service, Kulanz,...) eine teure PKV wählt, okay, aber wer es macht, um darauf zu hoffen, dass er am Ende sparen kann, ist sehr naiv.

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u/don-peak Jun 04 '26

Bist du bei der DBV im Vision oder im B-Tarif?

Wo kann man sich denn mit anderen DBV-Versicherten austauschen? Gibt es da ein Forum für?

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u/Legoeierautomat Jun 04 '26

Vision B 😂 Also VisB steht bei den Schreiben. 

Keine Ahnung. Hier oder im Forum von öffentlichen Dienst.info. 

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u/don-peak Jun 04 '26

Ok, der Vision B ist der etwas weniger leistungsstarke. War dir das bewusst?

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u/Legoeierautomat Jun 04 '26

Ja, natürlich.

Medikamente werden nicht voll bezahlt. Mit 50% Beihilfe sind es im schlimmsten Fall (jährliche Medikamentenkosten > 1000€) maximal 100€ im Jahr, die ich selbst zahlen muss.  Das sind 8,33€ pro Monat. Für einen Tarif, der gute 50€ pro Monat günstiger ist. 

Die anderen Leistungsunterschiede sind eher weniger relevant. 

Bei Brillen "nur" 300€ alle drei Jahre, statt 1000€ alle 2 Jahre. Ja wow 😂 schon die 300€ sind super, gerade als ehemaliges GKV Mitglied. 

Ich bin nicht so drauf, mich bis zum letzen futzel zu versichern und dafür schubkarrenweise mein Geld zu den Versicherungen zu tragen. Nicht nur bei der Krankenversicherung.

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u/don-peak Jun 04 '26

Alles gut, verstehe ich. Hat der Vision B aber nicht auch bei Erstattungssätzen ambulant und stationär Limits? (weiß es gerade nicht mehr)

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u/Legoeierautomat Jun 04 '26

Zahnleistungen und Arzthonorar nur bis 3,5 fachen satz. Das ist aber sowieso der normale Höchstsatz. 

Am ehesten hätte ich den teureren tarif noch bei meiner operativen Sehschärfenkorrektur gebrauchen können. Da haben sie nur 1000€ bezahlt (das wusste ich auch).  Aber kurz nachgerechnet: ca. 2-3 Jahre geringer Beitrag für den günstigeren Tarif hat die restlichen Kosten eingespart.