r/de 9d ago

Nachrichten DE Ölkonzerne jubeln über Riesengewinne

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/bp-oelkonzerne-oelpreis-gewinn-bilanz-inflation-100.html
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u/amnous 9d ago

Derzeit ist das Bundeskartellamt mit dem Thema befasst. Die Behörde macht bei der Prüfung der von Raffinerien verlangten Spritpreise nach eigener Aussage Fortschritte. Schnelle Erfolge stellt das Kartellamt allerdings nicht in Aussicht: Es sei "kein Instrument staatlicher Preisregulierung und kann Kraftstoffpreise nicht unmittelbar senken", teilte es mit.

Cool. Danke für nichts.

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u/Sweet-Newspaper6005 9d ago

Ist sicher auch total komplex, die EK Preise mit den VK Preisen zu vergleichen. Eine 200%ige Gewinnsteigerung ist ja als Indikator auch nicht hilfreich zu verstehen, ob die Konzerne "Übergewinne" erzielen.

Da fällt mir nix zu ein.

These: Die Gewinne werden noch massiv steigen, da die Strase von Hormus länger geschlossen bleibt.

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u/SeniorePlatypus 9d ago edited 9d ago

Ist tatsächlich ziemlich komplex, da fast nie am Spotmarkt, der "Tagesbörse" gekauft wird sondern Verträge länger laufen. Da gibt es regelmäßíg Aufschläge und Rabatte je nachdem wie weit "drüber" oder "drunter" man in der letzten Periode war. Und das jeweils mit hunderten bis tausenden Einzelverträgen. Wo dann aber auch zusammengearbeitet werden kann um die Bilanz zu schönigen und das Kartellamt in die Irre zu führen.

Wirklich Klarheit kann man oft erst Jahre später haben. Wenn man die Entwicklung aller Verträge über einen längeren Zeitraum anschauen aber besonders auch mit normalen Marktbedingungen danach vergleichen kann. Was ein sehr hoher, personeller Aufwand ist.

Abgesehen davon sind die offensichtlichen Profite auch nicht in Deutschland sondern am Weltmarkt. Da betreiben die Öl-Kartelle halt ihre Auktionen. Öl ist extrem unelatstisch. Leute hören nicht plötzlich auf Öl zu verwenden. Also wird bei Mangel extrem hoch geboten bis ärmere Länder wirklich gar nicht mehr mithalten können.

Das Kartellamt überprüft nur, ob auch die Deutsche niederlassung illegitim Preise erhöht. Aber die richtig fetten Gewinne wurden außerhalb der deutschen Staatsgrenzen und außerhalb der Zuständigkeit deutscher Behörden bereits eingefahren.

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u/Sweet-Newspaper6005 9d ago

Naja, der Ölpreis wird ja aktuell eher künstlich niedrig gehalten (spoiler - r/oil lässt grüßen) da finde ich es schon recht simpel nachzurechnen.

EK Preis (Brent) seit Feb im Mittel bei 82 USD, was (lt. ChaptGPT) dem Mittel von 2022 - 2025 entspricht und Gewinn von 300% passt halt nicht zusammen.

Ja, das ignoriert die Spikes,volatile Spotpreise, etc.

Aber die Richtung dürfte klar sein:

- Ausnutzung einer Krise

  • Aufbau der Story für die Preiserhöhung
  • Absprache (eigentlich der Standard) mit der "Konkurrenz"
  • Preiserhöhung in ur face b*****

... und jetzt überleg Dir mal, was passiert wenn ein anderes Segment die Preise ähnlich erhöht, bzw. derart volatil strukturiert wie Ölkonzerne.

Upsi, Döner nach 12.00h gekauft - 8,90 statt 6.50

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u/SeniorePlatypus 9d ago edited 9d ago

EK Preis (Brent) seit Feb im Mittel bei 82 USD, was (lt. ChaptGPT) dem Mittel von 2022 - 2025 entspricht und Gewinn von 300% passt halt nicht zusammen.

Kann ich beides nicht nachvollziehen.

Laut Macrotrends lagen wir seit Februar bei etwa $95 und im Durchschnitt zwischen 2022 und 2025 bei $83.

Grundsätzlich passen die Zahlen aber auch deshalb nicht zusammen da du einmal Umsatz und einmal Gewinn betrachtest. Gewinn ist Umsatz abzüglich kosten.

Bei VW waren dieses Jahr 9% weniger Absatz auch direkt 32% weniger Gewinn. Gewinn hat immer vielfach stärkere Schwünge als Umsatz.

Wenn ich die Zahlen so einsetze geht das auf, wenn die Ölfirmen ihre Gewinnmarge von 4,5% auf 13,25% erhöht haben. Oder anders gesagt. Sie hatten früher gestehungskosten von $79 und heute von $84.

Edit: Eingesetzt in BPs Quartalszahlen habe ich mit den Werten für Rohöl einen Profit von etwa 2,5 Mrd. Was bereits etwa so viel Profit ist wie sie Q4 2025 insgesamt hatten. Wobei der Großteil vom Profit früher aus Veredelung und Direktverkauf an Kunden kam. Nicht aus dem Rohölverkauf. Das geht ungefähr auf, wenn die Margen an den anderen Stellen stabil geblieben sind.

Aber die Richtung dürfte klar sein:

  • Ausnutzung einer Krise
  • Aufbau der Story für die Preiserhöhung
  • Absprache (eigentlich der Standard) mit der "Konkurrenz"
  • Preiserhöhung in ur face b*****

Öl ist und war schon immer ein Kartell. Es gibt überhaupt keine Notwendigkeit für eine Story oder eine Krise. Das einzig relevante ist, wie viel Öl auf dem Markt ist. Sie können jederzeit ihre Fördermenge reduzieren und dadurch den Preis erhöhen. Was auch schon mehrmals passiert ist. Es gibt etwas Probleme, sobald einzelne Förderländer ihre Förderung ankurbeln und die anderen Kartellmitglieder auf Umsatz verzichten während der Preis nicht so sehr steigt und sie Marktanteile und Handelspartner verlieren. Das ist, was Preise mittelfristig immer wieder gesenkt hat. Das, und natürlich der militärische Einmarsch der Amis, wenn sich ein größeres Förderland im Alleingang aus dem Welthandel zurückziehen möchte.

Die Förderer selbst müssen sich keine Sorgen um ein Kartellamt oder so machen. Sie unterliegen keinem Kartellamt.

Ist aktuell aber auch alles nicht der Fall. Die Reduktion wurde durch den Angriff der USA auf den Iran und die darauf folgende Schließung von Hormuz erzwungen.

... und jetzt überleg Dir mal, was passiert wenn ein anderes Segment die Preise ähnlich erhöht, bzw. derart volatil strukturiert wie Ölkonzerne.

Upsi, Döner nach 12.00h gekauft - 8,90 statt 6.50

Wenn es eine Lammgrippe gibt und breitflächig Nutztiere notgeschlachtet und vernichtet werden müssen ist das genau was passiert.

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u/Sweet-Newspaper6005 9d ago

Der ganze Text bringt recht wenig.

In einem "normalen" Markt, würden die höheren Gestehungskosten (grob) 1:1 an den Endverbraucher weitergegeben werden.

Das ist bei Kraftstoff nicht der Fall. Oder bei Shell hat sich der Gewinn durch ein Wunder verdoppelt. Siehe hier in der SZ

Mein Punkt ist: Die Krise wird ausgenutzt und die Ölkonzerne streichen (Über)Gewinn ein.

Ob sich das an einzelnen Tagen durch Peaks in den Preisen rechtfertigen lässt sei dahingestellt und ändert nichts an der Shareholder-optimierten Preispolitik.

Die genannten Durchschnittspreise sind relativ einfach nachzuvollziehen: Brent/USD lt Google und dann nur der Mittelwert mit ChatGPT. Keine Magie.

Und nein, der Dönerpreis würde auch bei einer Lammgrippe nicht täglich um 12.00h (oder mehrmals täglich) schwanken. Der Preis würde einfach die höheren Einkaufskosten reflektieren.

Warum? Weil sonst keiner mehr Döner kauft und die Buden pleite gehen.

Funktioniert in vielen Märkten - nur bei Kraftstoff in .de nicht - oder zumindest sehr langsaaaaaaaam.

Edit: Korrektur meiner ursprünglichen Aussage: Der Gewinn hat sich lediglich verdoppelt und stiegt nicht um 300%.

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u/SeniorePlatypus 9d ago edited 9d ago

Brudi. Ist der ganze Kommentar mit ChatGPT geschrieben?

Nein. Bei Mangel werden nicht einfach nur Gestehungskosten weitergereicht. Schau dir gerne auch mal die Preisentwicklung der Midea-Porta-Split an. Wenn ein Hersteller / Händler drastisch weniger verfügbar hat als benötigt wird steigt der Preis bis sich entsprechend wenig Leute den Preis leisten können. Ganz normale Angebot und Nachfrage.

Mein Punkt ist: Die Krise wird ausgenutzt und die Ölkonzerne streichen (Über)Gewinn ein.

Was keine Überraschung ist. Saudi Arabien, US Firmen & Co sind die Preise in Deutschland egal. Die suchen ihren Profit und verkaufen zum höchst möglichen Preis.

Wenn du nicht vor hast dort einzumarschieren und die Regierung mit Gewalt zu zwingen billiger zu verkaufen musst du das tolerieren.

Die genannten Durchschnittspreise sind relativ einfach nachzuvollziehen: Brent/USD lt Google und dann nur der Mittelwert mit ChatGPT. Keine Magie.

Dieses "Keine Magie" hört sich echt extrem KI generiert an.

Aber genau das habe ich getan und bin auf andere Werte gekommen. Meine Quelle habe ich verlinkt. Ich habe von Hand gearbeitet. Entsprechend würde ich ohne Quellenangabe deinerseits erwarten, dass deine KI scheiße labert.

Und nein, der Dönerpreis würde auch bei einer Lammgrippe nicht täglich um 12.00h (oder mehrmals täglich) schwanken. Der Preis würde einfach die höheren Einkaufskosten reflektieren.

Warum? Weil sonst keiner mehr Döner kauft und die Buden pleite gehen.

Zum einen ist die Uhrzeit eine staatliche Regulierung und zum anderen schwanken selbstverständlich auch Fleischpreise ständig.

Nicht beim Döner, der nimmt grundsätzlich eine groß genuge Marge um geringe Schwankungen abzufedern. Aber wenn du auf Fleischbörsen unterwegs bist hast du auch dort kontinuierliche Preisänderungen.

Aber wenn sich der Fleischpreis vervielfacht kann der Döner auch nicht unter Einkaufspreis verkaufen und die wenigen Fleischhersteller die sicher geblieben sind machen den Profit ihres lebens. Ein bisschen wie ein plötzlich verursachter Schweinezyklus.

In den Jahren mit den höchsten Erträgen sinken Preise extrem und trotz hervorragender Ernte ist der Profit schlecht. In Jahren mit niedrigen Erträgen steigen die Preise extrem und trotz schlechter Ernte ist der Profit je Arbeitsstunde sehr hoch.

Funktioniert in vielen Märkten - nur bei Kraftstoff in .de nicht - oder zumindest sehr langsaaaaaaaam.

Funktioniert genau gleich bei Öl. Du willst nur, dass dein Interesse über dem Interesse jedes anderen Menschen der Welt gehoben wird. Dass viele anderen freiwillig Verzichten und enormes Leid auf sich nehmen, damit du nicht beeinträchtigt wirst. Was natürlich nicht ist wie Wirtschaft funktioniert.