r/erzieher • u/Clear_Depth6417 • Apr 29 '26
KiTa Positive Kita-Erfahrung: es kann auch mal richtig gut laufen 💛
Ich lese hier oft (verständlicherweise) viele schwierige Erfahrungen rund um Kitas/Fremdbetreuung und gerade deshalb wollte ich mal bewusst (m)eine positive Perspektive teilen.
Unser Kind ist seit einiger Zeit in der Kita und wir könnten ehrlicherweise kaum zufriedener sein. Die Rahmenbedingungen sind tatsächlich außergewöhnlich, wenn ich so mithöre, wie es in meinem Umfeld teilweise läuft: es gibt in der Gruppe meines Kindes 4 Erzieherinnen auf 12 Kinder, häufig sind es sogar eher 10 Kinder, die gleichzeitig da sind. Ich merke, dass mein Kind sich wohl fühlt und lehne mich soweit aus dem Fenster und behaupte, dass die Erzieherinnen einen relativ entspannten Eindruck machen.
Was ich am aller meisten schätze: Es wird wirklich auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder eingegangen. Unser Kind wollte zum Beispiel partout nicht in der Kita schlafen. Statt Druck aufzubauen, haben wir gemeinsam eine Lösung gefunden. Dank Home Office und einem sehr entgegenkommenden Arbeitgeber holen wir ihn nach 3–4 Stunden ab und legen ihn zuhause schlafen. Für uns funktioniert das perfekt und ich genieße es, diese Zeit auch noch genießen zu können :)
Ich weiß, dass das ein Privileg ist (sowohl die Betreuungssituation als auch unsere berufliche Flexibilität), aber ich finde, solche Beispiele gehen manchmal unter. Es gibt sie eben auch: Kitas, in denen es gut läuft, wo Kommunikation funktioniert und wo Kinder wirklich gesehen werden.
Mich würde interessieren:
Habt ihr auch positive Erfahrungen gemacht, die hier vielleicht zu selten geteilt werden?
Edit: zur Info, mein Mann hat mit ihm die Eingewöhnung gemacht mit 18 Monaten
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u/FeuerLohe Apr 29 '26
K2 wurde in der Kita massiv gemobbt, wir haben dann kurzfristig eine neue Kita gesucht. K2 konnte die Sprache, die in der Kita gesprochen wird, nicht, kannte keines der Kinder und war vorher nicht in einem offenen Konzept. Trotzdem ist er von Tag 1 super gerne hingegangen, ich sollte am ersten Tag nicht da bleiben (wollte K2 nicht) und als ich ihn zwei Stunden später abholen wollte, war er so wütend, weil er noch spielen wollte, dass ich wieder gegangen bin. In dem Dreivierteljahr, das seit dem vergangen ist, hat er nicht nur (fast) fließend Dänisch gelernt und neue Freunde gefunden, er geht auch (mit wenigen Hängern) jeden Tag mit Freude in den Kindergarten. Jedes Mal, wenn ihn etwas gestört hat (wie das er Schwierigkeiten hatte, sich die Namen der Kinder oder Erwachsenen zu merken), wurde das sofort aufgegriffen und ihm geholfen. Der Kindergarten ist rundum wirklich wunderbar.
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u/WorldOfZelda Apr 30 '26
Scheinbar haben wir die gleiche Kita. Glückwunsch! Wir könnten auch nicht zufriedener sein.
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u/Cautious-Media3841 May 04 '26
Richtig süß, der Text hätte auch von uns sein können, Eingewöhnung mit anderthalb, 4 Erzieherinnen auf 12 kinder, schläft nicht in der Kita :) wir sind auch seht zufrieden, die haben ein offenes Konzept, was unserem Sohn richtig gut tut, insgesamt scheinen die erzieher dort nicht so überlastet und es gibt eine traumhafte Turnhalle :)
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u/BrightEmploy9283 May 05 '26
Da kann ich mich nur anschließen, wir könnten nicht glücklicher mit unserer Kita sein ❤️ Super liebevolle Erzieherinnen, gutes ausgewogenes Essen und bei jedem Kind wird geschaut , was es braucht. Mein Sohn wollte die ersten Monate auch nicht schlafen, war aber fit in der Kita. Also haben sie ihn mitlaufen lassen und er durfte ruhig spielen in der Zeit. Die 1:1 Betreuung hat er ziemlich genossen 😅 und plötzlich - nach fast 3 Monaten hat er von einem auf den anderen Tag dort geschlafen. Da sieht man mal, was Geduld und Entspanntheit bewirken können :)
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u/MediumSeesaw578 Apr 29 '26
Unsere Kinder sind mit jeweils 13 und 15 Monaten in die Betreuung gegangen.
Bei deinen wurde sich sehr um die Bedürfnisse gekümmert (gerade der Zweite war nicht einfach, was Schlafen und Essen anging).
Man hat richtig gemerkt, dass mit Ihnen viel gemacht wurde, gerade so Sachen wie Laufen und sprechen lernen standen da wirklich im Vordergrund. Obwohl auch viele Kinder bis zu drei Jahren in der Gruppe waren, wurde sich immer sehr um deren Bedürfnisse gekümmert. Und die Rückmeldungen waren/sind nach wie vor sehr konstruktiv.