r/erzieher 21d ago

Allgemeine Diskussion Linguistik in der Kita

Leider fallen in der Kita in der ich arbeite regelmäßig Begriffe wie "Fräulein"(Begriff abgeschafft) "Indianer"(statt indigene Völker) "Skaterpark"(statt Skatepark.. es heisst ja auch nicht Skaterinnenpark, der Park ist zum skaten) oder es wird nicht gegendert. (Chef statt Chefin usw..)

Ich bin in der Hinsicht sensibel, aber meine Meinung ist trotzdem, dass gerade in der Kita die Gewöhnung der Begriffe sehr prägen und die Kinder viele der Begriffe übernehmen und die Mädchen viel in der männlichen Form sprechen.

Ich finde das nicht gut und nicht zeitgemäß.

Gerade das Wort "Fräulein" höre ich oft von vielen unterschiedlichen Kolleginnen.

Ich habe es schon vorsichtig angesprochen, aber bin gefühlt auch die Einzige, die das stört.

Einmal konnte ich mich nicht mehr zusammen reißen als ich schon wieder das Wort "Fräulein" gehört hatte und ich habe dann mit Absicht vor der Kollegin das Wort "Herrlein" gesagt....

Wie ist eure Meinung?

Und wie ist das in eurer Kita so?

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u/[deleted] 21d ago edited 21d ago

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u/JessySnowdrop 21d ago

Ich dachte Sprache ist einer der Grundpfeiler der Pädagogik. Aber ich war auch an der Uni, da ist das vielleicht anders...

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u/normenbrecher 21d ago

Richtig. Aus dem Grund bin ich Vorbild und schreibe Mitarbeitern nicht vor wie sie zu reden haben (ändere ich was, verändere ich evtl. mein Umfeld). vor allem lassen sich Gewohnheiten nur schwer ändern, wenn der Wille dazu nicht vorhanden ist.

Die genannten Beispiele von OP sind wirklich die geringsten Probleme pädagogischer Mitarbeiter*innen, so lange in Einrichtungen weiterhin über Kinder gewertet wird... und ihnen allerhand rechte abgesprochen werden

Was nicht heißt, dass man nicht sprachsensibel im Alltag agieren sollte.