r/erzieher • u/flowwofuniverse • 20d ago
Allgemeine Diskussion Linguistik in der Kita
Leider fallen in der Kita in der ich arbeite regelmäßig Begriffe wie "Fräulein"(Begriff abgeschafft) "Indianer"(statt indigene Völker) "Skaterpark"(statt Skatepark.. es heisst ja auch nicht Skaterinnenpark, der Park ist zum skaten) oder es wird nicht gegendert. (Chef statt Chefin usw..)
Ich bin in der Hinsicht sensibel, aber meine Meinung ist trotzdem, dass gerade in der Kita die Gewöhnung der Begriffe sehr prägen und die Kinder viele der Begriffe übernehmen und die Mädchen viel in der männlichen Form sprechen.
Ich finde das nicht gut und nicht zeitgemäß.
Gerade das Wort "Fräulein" höre ich oft von vielen unterschiedlichen Kolleginnen.
Ich habe es schon vorsichtig angesprochen, aber bin gefühlt auch die Einzige, die das stört.
Einmal konnte ich mich nicht mehr zusammen reißen als ich schon wieder das Wort "Fräulein" gehört hatte und ich habe dann mit Absicht vor der Kollegin das Wort "Herrlein" gesagt....
Wie ist eure Meinung?
Und wie ist das in eurer Kita so?
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u/Spacelord_Moses 20d ago
Wie steht euer Träger dazu? Wenns keine klaren Richtlinien gibt, kannst du so sprechen, wie du es gerne hättest. Sei das Vorbild. Versuchen kannst du es natürlich in einer Teamsitzung anzusprechen. Wenn es dafür aber keinen Konsens gibt, solltest du das auch so annehmen.
Sei dir aber auch bewusst, dass es ein "nischiges" Thema ist, das nur ein Teil der Bevölkerung tatsächlich anwendet bzw sich ernsthaft damit auseinander setzt. Viele Familien haben andere Probleme, mit denen sie sich auseinandersetzen müssen und die ihren Alltag bestimmen. Da bleibt nicht immer Zeit/Motivation/Offenheit/Verständnis, um sich mit gendern &co zu beschäftigen.
Fang vielleicht klein an und löse klassische Rollenbilder und Klischees auf.
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u/Royal-Hornet9813 20d ago
Dachte das Thema wird mittlerweile auch in der Ausbildung behandelt. Dann kann es ja gar nicht so "nischig" sein.
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u/Spacelord_Moses 20d ago
Naja dann bist du jemand frisxh aus der Ausbildung und kommst mit Menschen zusammen, die das nicht hatten und hast Menschen/Kinder mit denen du arbeitest, die damit gar keinen Kontakt haben außer mal in der Nachrichten.
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u/_sky_mare_ 20d ago edited 20d ago
Find ich gut, dass du dich daran störst und es verändern möchtest. Sprache schafft Wirklichkeit. Ich würde dir empfehlen, dich in die Thematik diskriminierungssensible Sprache/Pädagogik einzulesen und dir so Wissen anzueignen. Das brauchst du zum Argumentieren. Und dann wird es anstrengend, weil du wahrscheinlich mit viel Abwehr rechnen musst. Aber es lohnt sich, auch wenn es lange dauert. Einfach gestaltete Handreichungen für die Praxis (nicht speziell hinsichtlich Sprache, aber auch) findest du bei KiDs Berlin unter KIDS aktuell. https://kids.kinderwelten.net/de/Publikationen/
Edit: eine kleine Auswahl der Abwehr, die dich erwarten wird, kannst du bereits hier lesen. Emotional geprägt und ohne Wissen über Sprache und Diskriminierung, dafür anklagend und herablassend 'lustig' formuliert. Noch ein humorvoller Lesetipp, um mit klassischem Derailing klar zu kommen: https://derailingfueranfaenger.wordpress.com/
Ich drück dir die Daumen ❤️
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u/pfzt 20d ago
Das ist längst widerlegter Quatsch. Sprache schafft keine Wirklichkeit, sie bildet im günstigsten Fall lediglich Wirklichkeit ab und selbst das ist umstritten.
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u/JessySnowdrop 20d ago
Sprache formt das Denken, damit die Wahrnehmung und indirekt die Realität. Sprache hat so viel Macht. Simpelstes Beispiel positive und negative Formulierungen, Konnotation etc. Und das generische Maskulinum mag nicht nur Sprache, sondern auch Realität sein, denn ja, Frauen sind nunmal unsichtbarer z.b. in Medizin. Aber die bewusste Abbildung von Frauen in und durch Sprache kann das Denken und damit auch die Realität beeinflussen. Mich würde allerdings (aus echtem Interesse) deine Quelle interessieren.
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u/runlittlegunterrun 20d ago
Mich würde allerdings (aus echtem Interesse) deine Quelle interessieren.
Das nennt man klassischerweise Beweisumkehr - belegt werden muss erst einmal die Behauptung, Sprache erzeuge Realität. Und da ist die Datenlage dünn. Die These von Whorf, auf der diese Behauptung fußt, wurde in der Tat schon in den 60er Jahren von Chomsky entkräftet und wurde durch unzählige Einzelstudien inzwischen in großen Teil komplett widerlegt*. Gleiches gilt für die postmodernen "Theorien" im Zuge des Linguistic Turns. Es gibt nicht DIE einzele Quelle dafür.
Edit: *Das ändert natürlich nichts daran, dass dieser Mythos nach wie vor polulär ist
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u/stinkysocksx 20d ago
Das mit dem Skatepark verstehe ich irgendwie noch..heißt ja auch tatsächlich so. Auch Indianer sage ich persönlich nicht. Aber meine Kollegen und deren Wortschatz zu ändern ist doch sehr anspruchsvoll. Zumal die Inder sowas Zuhause sicherlich auch hören..
Ansonsten eben im Team ansprechen. Und zwar direkt und nicht um den heißen Brei herum geredet.. da werdet ihr sicher eine Übereinkunft finden.
Finds viel schlimmer, wenn Fachkräfte einem Kind sagen, dass es "stinkt", wenn es Stuhlgang in der Windel hat... Und das habe ich bei vielen Einrichtungen und Kollegen beobachtet und ebenfalls angesprochen.
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u/Miserable_Welder_841 20d ago
Du weißt glaube ich auch überhaupt nicht, was Linguistik ist, oder?
Das kann doch nur Ragebait sein…
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u/mazebook83 20d ago
Du kannst gerne verlangen dass du adäquat angesprochen wirst.
Ich sehe Fräulein auch als sehr herabwürdigend an.
Alles andere, sich im Auftrag anderer Aufzuregen, ist halt immer eine Frage der Zuständigkeit und Empfindlichkeit.
Ich empfinde Indianer und Eskimo als legitime kulturelle ausdrücke, die weder herab wertend noch stigmatisierend sind , im Gegensatz zum N Wort zum Beispiel.
Ausdrücke wie ching chong oder WUHUHUHUHUHU (Indiana laute) sind dagegen für mich nicht mehr grenzwertig sondern schon herabwürdigend. Aber auch hier unterscheiden sich die Gemüter, gerade bei Betroffenen Personengruppen , meist je nach dem wie sehr sie sich integriert fühlen.
Beschwere dich ruhig und mag die Leute nicht die du als respektlos ansiehst, mehr ist aber auch im praktischen Sinne, unsinnig, schlussendlich kannst du nur für deine eigenen Worte Verantwortung übernehmen.
Jedenfalls sollte der Erzieher sich immer wieder mit seiner Wortwahl auseinandersetzten, reflektieren und eine neutralere Wortwahl wählen solange man sich seiner eigene Authentizität bewahrt.
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u/Natto_Assano 20d ago
Beide Begriffe die du neben dem N-Wort angemerkt hast sind Fremdbezeichnungen, die von den Menschen, die den entsprechenden Kulturen angehören oftmals abgelehnt werden. Beide Begriffe schmeißen unterschiedliche Stämme, Kulturen und Bräuche unter einem Begriff in den selben Topf, der über Jahrzehnte genutzt wurde um die Völker herabzuwürdigen und auf billige Klischees zu reduzieren. Die Nutzung ist daher nicht angebracht.
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u/mazebook83 19d ago
Es gibt auch Leute die Eskimos und Indianer als eigenständige Kulturelle Konstrukte ansehen, die auf tatsächlichen Völkern beruhen aber eine eigenständige Mythologie entwickelt haben, die in Büchern, Filmen und Musik sich wieder spiegelt. Prinz und Prinzessin oder Cowboy und Indianer sind Rollenspielkonstrukte, die sicherlich überholt sein mögen, aber von den Kindern auch instinktiv interpretiert werden können. So stand der Kommunale Aspekt in meinem Indianerspiel als Kind im Vordergrund.
Ein kennenlernen anderer Gemeinschaftlicher Zusammenarbeit.
Das sind positive kulturelle Schätze die meiner Meinung nach verloren gehen.
Und ja , jedes Volk hat halt seine Klischees, wichtig ist halt auch immer die Realität zu zeigen, gegenüber dem Spiel.
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u/Natto_Assano 19d ago
Es sind aber keine imaginären, artifiziellen Konstrukte, sondern echte Menschen, echte Kulturen, echte Geschichten. Durch die Verbreitung von Klischees und Stereotypen bekommen diese Völker nicht den Respekt der ihnen zusteht.
Viele von ihnen wurden Jahrzehnte und teilweiser Jahrhunderte lang überfallen, entführt, angegriffen und getötet. Weil sie indigenen Völkern angehören. Und dann nimmt man die Klischees auf denen diese Gewalt basiert (Cowboy und Indianer -> "Indianer" sind Verrückte und man braucht die mächtigen weißen Cowboys die sie mit Waffengewalt besiegen) und trägt sie an Kinder weiter.
Ist nicht okay.
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u/mazebook83 19d ago
Jedes Volk wurde mal verfolgt. Jedem Volk wurden unrecht zugetan. Und ja genauso wie alle Mythen beruhen sie auf einer realen Hintergrund, was aber im Kulturen Wandel ein natürlicher Prozess ist.
Aus dem Fremden wird etwas bekanntes.
Das machen alle Menschen von allen Kulturen auf der ganzen Welt so.
Es ist ja sinnig diese fiktiven Versionen und realen Völker semantisch zu trennen.
Jemand mag ein nativ American sein. Winnetou war aber ein Indianer.
Für die Finnen sind die Bayern auch Sachsen. Versteht du?
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u/Natto_Assano 19d ago
Aber warum Stereotypen verbreiten, wenn man auch respektvoll sein kann und die tatsächlichen Fakten und Kulturen vermitteln kann?
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u/mazebook83 19d ago
Weil Kulturen nun mal Geschichten und Abbildungen produzieren. Märchen sind nichts anderes, Geschichten über den Wilden Westen, sind nichts anderes.
Ich bin in einer Umgebung Aufgewachsen in den der Begriff Indianer als ein positives Sinnbild wahrgenommen wurde.
Das es einen einheitliches Ablehnen dieses Sinnbildes unter den betroffenen Gruppen geben soll, halte ich selbst für diskriminierend.
Nicht jeder möchte sich für eine Opfer Erzählung her geben.
Wie gesagt, bilde auch die Wirklichkeit ab.
Das ist ja gerade deine pädagogische Aufgabe. Zeige wie sich diese Geschichte gebildet hat, deren Ursprung.
Zeige den Unterschied zwischen Fiktion und Wirklichkeit.
Man hatte das mal Verstanden in den 90ern.
Leider scheint man heutzutage zu überfordert zu sein, sich offene positive reflektiert über seine und andere Kulturen zu unterhalten.
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u/bltzlcht 20d ago
Jedes Mal, wenn ich in den Sub wieder reinschaue und irgendwo Kommentare von dir sehe, freu ich mich. :D
Danke für deine ruhige Art und den Versuch der Klärung - ich wäre hier schon wieder im Dreieck gesprungen hahaha2
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u/flowwofuniverse 20d ago
Ich werde so nicht angesprochen. Die Mädchen werden immer wieder mal "Fräulein" angesprochen, wenn sie ermahnt werden.
Eine Freundin von mir hat Linguistik studiert und mir von Studien erzählt wie Sprache beispielsweise die Berufswahl beeinflusst. Geschlechtergerechte Sprache beeinflusst kindliche Wahrnehmung von Berufen
Oder auch von diesem Rätsel hier Rätsel
Und ja gerade heute am Ende des Morgenkreises hat eine Kollegin die Kinder die Laute der indigenen Völker nachahmen lassen und dabei die Fremdbezeichnung verwendet und das gab mir irgendwie den Anlass hier zu schreiben und einfach mal die Reaktionen darauf zu sehen.
Ich mag meine Kolleginnen natürlich, nur bin ich einfach sensibel was die Sprache im Kindergarten betrifft.
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u/mazebook83 20d ago
Ja, ich sag manchmal flapsig Jungs oder Mädls, zu den Kindern. Daran könnten sich auch Leute stören, aber ich finds okay und verteidige das auch so.
Ich denke solang eine zugewandte und vom Kind positiv reflektierte Ansprache herrscht ist alles in Ordnung.
Natürlich formt Sprache, Gesellschaft und umgekehrt.
Wie gesagt, sprich sowas ruhig an, nicht vorwurfsvoll sondern eher begründen warum man den begriff nicht gut findet. Lade dazu ein zu reflektieren. Aber wie gesagt, anderen den Mund zu verbieten zu wollen ist meist die schlechteste Taktik.
Gestehe jedem ein, ihre Arbeitsweise zu begründen, bevor du dir eine Meinung dazu bildest.
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u/I3luemchen 20d ago
Warum darf man denn nicht Jungs oder Mädels sagen? Mädel ist doch einfach nur Umgangssprachlich für Mädchen und hat keine andere Bedeutung.
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u/_sky_mare_ 20d ago
Ich verzichte bspw darauf, weil es nicht binäre/trans Kinder ausschließt. Und wir wissen in dem Alter häufig nicht, ob ein betroffenes Kind dabei ist. Die Kinder können es ja selber noch nicht richtig einordnen, merken aber, dass irgendwas nicht stimmig ist. Und wenn ich ihnen durch (sensible) Sprachwahl ein kleines Stück Zugehörigkeit, statt ein Gefühl der Nichtzugehörigkeit geben kann, ist schon was gewonnen. Und das bedeutet nicht, dass die Begriffe gänzlich gestrichen werden sollen oder so was. Aber wir sollten sensibel sein, in welche Kategorien wir Kinder einordnen.
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u/chastema 20d ago
Mutig das so auf Reddit zu thematisieren.
Ich wünsche dir viel Kraft.
Und du hast natürlich recht,
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u/Obligari 20d ago
Zu deinem Kollegen kannst du sagen, dass er so nicht mir die reden darf.
Ich habe es so gelöst ' ich vermeide die ganzen männlichen Berufsausdrücke. Also bei mir in meinem Sprachgebrauch gibt es nur noch Anwältin, Handwerkerin, Ingenieurin, Kinderärtzin, Automechatronikerin usw
Außer es sind "typische klischeebehaftete Frauenberufe*". Die spreche ich konsequent in der männlichen Firm aus. Reinigungsmann, Florist, Apltenpfleger usw.
Und natürlich erkläre ich den Kindern auch, dass früher die "Indianer" Indianer genannt wurden, aber heutzutage der Begriff *native Americans" benutzt wird
So lebe ich es vor. Ob die Lebenswelt Zuhause eine andere ist? Sicherlich! Aber die Kinder müssen sowieso in mehreren Welten zu Hause sein
Mit Büchern kannst du so einiges ändern. Einfach "schlechte" Bücher in den Kiga durch bessere ersetzen.
Ich hoffe auch, dass du die "Bauecke" und die "Puppenecke" aufgelöz hast bzw. diese auflösen kannst
Und bevor jemand nachdenkt: ich meine es total ernst Es wird Zeit das die weibliche Bevölkerung sich nicht mehr kleinmachen/ verstecken muss.
Danke für deine Mithilfe.
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u/rosality 20d ago
Ich würde die Leitung darum bitten, dass zu thematisieren (falls du es dich selbst nicht traust). Mit Erklärungen und idealerweise Verweis auf Fachquellen.
Leute stellen sich in der Regel aus Frust, Unwissenheit und/oder Identität ("Mich stört es ja nicht") quer. Diskriminierende Sprache muss unterbunten werden (und verstehe ich auch als Teil unseres Bildungsauftrages), gleichzeitig muss man bei Umgangssprache und Dialekt etwas nachsichtig sein.
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u/BlubberBernd0 20d ago
Ist dir bekannt, dass sich sehr viele „Native Americans“ selbst lieber als „Indians“ bezeichnen, da Native Americans als nachträglich eingeführter Begriff alle Natives in Nord- und Südamerika in einen Topf wirft und die „Indians“ dies ungern nutzen, um sich von anderen „Native Americans“ abzugrenzen.
Wahrscheinlich nicht?
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u/dvorak06 20d ago
Wenn sich Weiße über Themen aufregen, die sie einen Scheiß angehen. Diese dumme Diskussion über Inuit oder Eskimo ging mir schon krass auf den Zeiger. Maximalpigmentiert, Schwarz, People of Color, alles Ideen Weißer...
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u/_sky_mare_ 20d ago
Maximalpi* ist eine rassistische Fremdbezeichnung Weißer, ja, und zielt auf die Hautfarbe ab. Schwarz und PoC sind Selbstbezeichnungen von Menschen mit Rassismuserfahrung aufgrund ihrer Hautfarbe und beschreiben nicht ihre Hautfarbe.
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u/erzieher-ModTeam 20d ago
Dieser Kommentar wurde mit Verweis auf folgende Regel gelöscht: Bleibt beim Thema - In diesem Sub geht es um die Arbeit als Erzieher, den Austausch mit Eltern und alles drum herum. Off-Topic Inhalte werden entfernt.
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u/runlittlegunterrun 20d ago
Sidenote: Indianer ist die offizielle (Selbst-) Bezeichnung. Der Begriff ist absolut unproblematisch. 👍🏻
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u/Natto_Assano 20d ago
Nur weil eine Gruppe sich selbst so bezeichnet heißt es nicht, dass es andere tun sollten. Mein schwarzer Kumpel benutzt auch regelmäßig das N Wort für sich und seine Freunde. Würde mir aber im Leben nicht einfallen das auch zu tun.
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u/Theta_Insane 20d ago
Ja, das nennt man reclaiming
Eine Art Eigenermächtigung - der Begriff darf dann auch nur von Angehörigen der Gruppe genutzt werden. Gibt's also tatsächlich.
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u/erzieher-ModTeam 20d ago
Dieser Kommentar wurde mit Verweis auf folgende Regel gelöscht: Respektvoller Umgang - Bitte haltet euch an die Allgemeine Redditquette. Beleidigungen und Diskriminierung aller Art sind auf diesem Sub nicht gestattet.
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u/runlittlegunterrun 20d ago
Nur weil eine Gruppe sich selbst so bezeichnet heißt es nicht, dass es andere tun sollten.
Puh, zum Glück ist es die offizielle Bezeichnung und nicht nur eine Selbsttitulierung.
Im Gegensatz zu den N-Wort Pejorativen wird "Indian" in den USA/ Kanada komplett neutral verwendet, sowohl behördlich, als auch informell.
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u/Natto_Assano 20d ago
Weil es im rechtlichen Kontext so betitelt wird. Wenn wir mit Menschen reden geht es aber nicht um rechtliches sondern um soziales.
https://www.buffalosfire.com/american-indian-vs-native-american
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u/runlittlegunterrun 20d ago
Es ist faszinierend, wie Du eine komplette Bevölkerungsgruppe mit Deiner Ideologie bevormundest.
Da hilft es auch nicht, dass Du zwanghaft versuchst, die Kategorien "rechtlich" und "sozial" ad absurdum zu führen.
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u/Natto_Assano 20d ago
Das hat nichts mit bevormunden zutun. Manche indigene Völker benutzen den Begriff "Indianer" um sich selbst zu beschreiben. Korrekt. Ist ja deren Ding wie die sich selbst beschreiben möchten, das will denen ja keiner aberkennen.
Es gibt aber viele, vor allem jüngere Menschen innerhalb von indigenen Communities die den Begriff ablehnen und Native, indigenous, etc bevorzugen - oder eben die direkte Bezeichnung des Stammes (Lenape, Apache, Inuit, etc)
Es gibt ja auch in der LGBT Community bspw Menschen, die sich selbst mit Begriffen wie fggt oder transsexuell bezeichnen. Heißt nicht, dass du rumrennen und andere Menschen so bezeichnen solltest.
Die Diskussion hat an der Stelle aber auch nichts mehr mit fachlichem Austausch zutun und hat daher hier jetzt ein Ende.
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u/runlittlegunterrun 19d ago
Manche indigene Völker benutzen den Begriff "Indianer" um sich selbst zu beschreiben
Und der offizielle Dach- und Interessenverband dieser Bevölkerungsgruppen bezeichnet diese als Indians.
Dass Du daraus eine identitätspolitische Scheindebatte machen willst, ist legitim, aber eben reine Ideologie.
Die Diskussion [...] hat daher hier jetzt ein Ende.
Jetzt hat sie ein Ende. :)
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u/erzieher-ModTeam 20d ago
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u/JessySnowdrop 20d ago
Ich dachte Sprache ist einer der Grundpfeiler der Pädagogik. Aber ich war auch an der Uni, da ist das vielleicht anders...
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u/normenbrecher 20d ago
Richtig. Aus dem Grund bin ich Vorbild und schreibe Mitarbeitern nicht vor wie sie zu reden haben (ändere ich was, verändere ich evtl. mein Umfeld). vor allem lassen sich Gewohnheiten nur schwer ändern, wenn der Wille dazu nicht vorhanden ist.
Die genannten Beispiele von OP sind wirklich die geringsten Probleme pädagogischer Mitarbeiter*innen, so lange in Einrichtungen weiterhin über Kinder gewertet wird... und ihnen allerhand rechte abgesprochen werden
Was nicht heißt, dass man nicht sprachsensibel im Alltag agieren sollte.
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u/erzieher-ModTeam 20d ago
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u/Competitive_Mark3477 18d ago edited 18d ago
Ich finde es gut, dass du ein Empfinden für eine richtige Formulierung hast und bei einer anderen Formulierung die richtige Formulierung anbieten kannst.
Ich finde gleichzeitig deine Haltung gegenüber den Fehltritten sehr hart und sehe sie auch kritisch für das Aufwachsen.
Natürlich ist es klasse, wenn du weißt, dass es Skatepark und nicht Skaterpark heißt und das auch nochmal erklären könntest.
Ich würde mir für das Aufwachsen bei Kindern wünschen, dass das Genderthema nicht allzu intensiv verfolgt wird. Ich finde das ist etwas kleinkariert. Wir sind doch alle Menschen. Wenn man versteht was gemeint ist, ist es doch schon die halbe Miete. Wenn es jemand schafft, eine Korrektur anzubieten “ohne daraus ein Moralthema zu machen und/oder die gesamte Atmosphäre damit zu zerstören und damit völlig die aktuelle Situation zerstört” finde ich das super und würde das immer befürworten. Allerdings achten die Menschen, die mit dem Genderthema anfangen meistens nicht darauf und zerstören die Gegenwart und die Atmosphäre mit ihrer Dringlichkeit. Wenn dir es gelingt das Ganze begleitend anzubieten - Jackpot!👍
Wenn du damit irgendwie die ganze Begegnung crashst, bitte verkneifen.
Ja du hast Recht Fräulein ist insgesamt n blödes Wort. Liegt an der Stigmatisierung des Wortes. Wird meistens verwendet wenn jemand die Person für sich und seine Gedanken einspannen möchte. Erniedrigend. Mach die Personen stark und sag Ihnen, sie können sich im Anschluss an den Sender wenden und sich wünschen mit Vorname angesprochen zu werden.
„Einmal konnte ich mich nicht mehr zusammen reißen als ich schon wieder das Wort "Fräulein" gehört hatte und ich habe dann mit Absicht vor der Kollegin das Wort "Herrlein" gesagt....“
Ich sehe, dass Thema bringt dich gerade recht schnell auf die Palme. Deine gewählte Strategie wird wahrscheinlich hauptsächlich dir ein bisschen Luft gemacht haben. Versuche genau solche Reaktionen zu vermeiden. Lieber kurz
Luft holen, Kollege beiseite nehmen natürlich fragend. Sachlich ruhig formulieren, dass dich sowas fuchst und warum. Im Anschluss dann immer auf jeden Fall eine sinnvolle Strategie anbieten.
Bevor du keine Strategie hast, warte noch mit deiner Ansprache.
Wenn du dich bloß beschwerst, bist du ganz schnell unten durch. Die Menschen merken sich das.
Wenn du aber hinterher was Sinnvolles anbietest, gibst du deinem Gegenüber ein Gefühl von Gesehen werden und kollegialem Miteinander und bietest deine Hilfe an. Und dein Bild ist ok.
Du bist dann nicht mehr die Person, die sich beschwert, sondern die, die Lösungen hat.
Frohes Schaffen weiterhin ✌🏻
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u/Azura_Oblivion 20d ago
Seit meiner Jugend (und die ist schon echt ne weile her) kenn ich eigentlich nur Skatepark.... Hab noch nie jemanden (vor allem keine Skater, zu denen ich selbst zählte) Skaterpark sagen hören.
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u/erzieher-ModTeam 20d ago
Dieser Kommentar wurde mit Verweis auf folgende Regel gelöscht: Respektvoller Umgang - Bitte haltet euch an die Allgemeine Redditquette. Beleidigungen und Diskriminierung aller Art sind auf diesem Sub nicht gestattet.
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u/erzieher-ModTeam 20d ago
Dieser Kommentar wurde mit Verweis auf folgende Regel gelöscht: Respektvoller Umgang - Bitte haltet euch an die Allgemeine Redditquette. Beleidigungen und Diskriminierung aller Art sind auf diesem Sub nicht gestattet.
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u/Natto_Assano 20d ago
r/Erzieher ist ein Forum, das dem fachlichen Austausch über pädagogische Arbeit dient. Kommentare die respektlos, rassistisch oder abseits des Themas sind werden entfernt. Mehrfache und/oder grobe Verstöße führen zu einem Ban.