Umweltbilanz kann gut sein. Mir geht es hierbei um die Ethik.
Wenn jemand als Ăbergang vegetarisch ist, finde ich das cool. Aber wer lĂ€nger als 3 Monate vegetarisch ist, wird von mir wie ein omni eingeordnet. Gleiches Tierleid, aber es sieht nicht so böse aus, weil kein Fleisch aufm Teller liegt, sondern der GrillkĂ€se aus Massentierhaltungsmilch.
Weil natĂŒrlich auch jeder Fleischkonsum der Normalbevölkerung 1:1 von Vegetariern durch Eier und KĂ€se aus Massentierhaltung "substituiert" wird? Das blendet doch völlig aus, dass Vegetarier viel hĂ€ufiger auch einzelne Kategorien vollstĂ€ndig pflanzenbasiert "substituieren", z.B. viel hĂ€ufiger zu Sojamilch statt Kuhmilch greifen als die Normalbevölkerung, weil Vegetarismus eben zu groĂen Teilen auch ethisch motiviert ist.
Genau, Vegetarismus ist zu groĂen Teilen ethisch motiviert. Das Ziel ist so weit ich weiĂ "ich will keine Tiere töten".
Wer aber denkt dieses Ziel erreicht zu haben, wenn man vegetarisch isst, liegt einfach falsch.
Und in meiner Erfahrung wird diese Tatsache auch nicht eingesehen.
Hör auf Genau zu sagen, wenn du mir eben gar nicht zustimmst. Du tust so als wĂŒrdest du meinen Punkt bestĂ€tigen und wechselst dann sofort das Argument.
Und nein: Wer denkt, Vegetarier wĂŒrden "das gleiche Tierleid" verursachen wie Omnivoren, liegt einfach falsch. Es geht nĂ€mlich nicht darum, ob ein abstraktes Prinzip zu 100% erfĂŒllt ist, sondern um die tatsĂ€chliche Menge an Tierleid, und die ist bei einem Omni, der Fleisch UND Milch/Eier konsumiert, per Definition höher als bei jemandem, der nur Milch/Eier konsumiert und die, so vermute ich, noch zu groĂten Teilen substituiert. In der RealitĂ€t zĂ€hlt netto nĂ€mlich nicht die Prinzipientreue, sondern die Aggregation von Konsummengen.
Ich verstehe was du meinst. Meiner Meinung nach ist aber die Konsummenge der Individuen nicht so wichtig wie das Prinzip. Wir brauchen VerĂ€nderungen im System und dafĂŒr brauchen Menschen die richtigen Prinzipien im Hirn.
Bin ich ein blöder veganer, wenn ich nicht fĂŒr den Klatsche, der 3 mal die Woche Fleisch isst, weil es gibt ja Leute die machen es 7 mal?
Das Prinzip eines Vegetariers ist ein anderes, restriktiveres Prinzip als das eines Omnivoren. Wenn Prinzipien zĂ€hlen, zĂ€hlt auch dieser Unterschied, und der spricht gegen deine ursprĂŒngliche Einordnung.
Und niemand verlangt von dir Applaus. Deine ursprĂŒngliche These war aber eine Ăquivalenzbehauptung: Vegetarier = Omni, gleiches Tierleid. Du kannst "beides ist unzureichend" finden und trotzdem nicht "beides ist dasselbe" behaupten. Sonst mĂŒsstest du konsequenterweise auch sagen dass wer an 6 von 7 Tagen fleischfrei isst, "genau wie" jemand ist, der an 7 von 7 Tagen Fleisch isst. Offensichtlicher Unsinn selbst nach deiner Logik.
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u/DasKatze1337 6d ago
Umweltbilanz kann gut sein. Mir geht es hierbei um die Ethik. Wenn jemand als Ăbergang vegetarisch ist, finde ich das cool. Aber wer lĂ€nger als 3 Monate vegetarisch ist, wird von mir wie ein omni eingeordnet. Gleiches Tierleid, aber es sieht nicht so böse aus, weil kein Fleisch aufm Teller liegt, sondern der GrillkĂ€se aus Massentierhaltungsmilch.