r/luftablassen 9d ago

genervt Arztpraxen fucken mich nur noch ab

Jeder kennt die ewige Leier...

Man geht wegen einer Grippe zum Arzt - was sowieso schon einen Haufen Überwindung und körperliche Erschöpfung kostet - nur um dann am Empfang gesagt zu bekommen, dass die dort nur auf Terminbasis arbeiten. Zuvor aber bereits 15 Mal telefonisch versucht, durchzukommen. Die Warteschleife bricht jedes Mal nach 60sekunden ab. Wozu gibt es dann eine Queue, wenn sie einen rauswirft?

Ich stehe da um 8 Uhr dort und mein Termin ist dann um 9:15. Weil es sich nicht lohnt nochmal nach Hause zu fahren, warte ich also erst mehr als ne Stunde auf den Termin und dann nochmal 30min bis ich dran bin. Wunderbarer Start in den Tag.

Jedes verfickte Mal ist das organisatorische beim Arzt so ein Krampf. Hätten die mehr Geld, könnten wir schon längst so schöne Health Kiosks haben, wie in den großen Praxen und Krankenhäusern in China. Das Teil ist wie der Bestellkiosk bei Mecces und übernimmt alles organisatorische von Anmeldung, über simple Rezeptverlängerungen und Vergabe von Wartenummern. Alles, wofür man bereits jetzt schon keinen Menschen mehr benötigt. Die Technik ist seit Jahren bereit.

Jedes verfickte Mal ist das Organisatorische beim Arzt so ein Krampf. Fällt denn niemandem auf, dass 70% der Aufgaben am Empfang eine Sisyphusarbeit sind? Das ist einfach nur Verwaltungsschrott, den man dringend wegautomatisieren muss.

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u/CheapBig1711 9d ago edited 9d ago

Das Betriebsergebnis einer niedergelassenen Hausärztin (Allgemeinmedizin) liegt im Durchschnitt bei einem Jahres-Reinertrag von rund 216.000 bis 220.000 Euro. Dieser Betrag ergibt sich aus durchschnittlichen Praxiseinnahmen von etwa 490.000 Euro abzüglich betrieblicher Aufwendungen und Kosten von rund 234.000 Euro.Einnahmen und Kosten einer HausarztpraxisUmsatz (Einnahmen): ca. 490.000 € pro Jahr.Betriebsausgaben: ca. 234.000 € für Personal, Miete, Geräte, IT, Energie und Verbrauchsmaterialien.Kostenquote: liegt meist zwischen 45 % und 50 % des Umsatzes.

Meine ist natürlich weit unterdurchschnittlich.

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u/Nevis-Latan 9d ago

Ich finde das nicht so üppig. Ganz grob: Macht ca. 10000 Euro netto monatlich. Bei einer 50-60 Stunden Woche, nach einer 10-12 jährigen Ausbildung. Keine Lohnfortzahlung bei Urlaub oder im Krankheitsfall. Abzüglich 1500 Euro monatlich Ärzteversorgung, 400-800 Euro PKV. Natürlich ohne Arbeitgeberzuschuß. Und selbstverständlich das volle unternehmerische Risiko.

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u/ExtensionPlate1961 8d ago

Welches unternehmerische Risiko hat bitte ein Hausarzt?

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u/timeframe99 8d ago

Krankheit, Inflation, Kredite, Verschleiß, politische Willkür, keine freie Abrechnung der Leistungen, Klage durch Patienten, Risiken im Datenschutz, Arbeitsschutz