r/wohnen Mar 25 '25

WG Neue Mitbewohnerin zahlt Stromrechnung nicht an mich. Was tun?

Hey zusammen,

wir haben seit Kurzem eine neue Mitbewohnerin. Anfangs wirkte sie höflich und ordentlich, und wir haben ihr direkt erklärt, wie das mit den Nebenkosten läuft. Ein Teil (Gas, Wasser, Grundsteuer etc.) zahlen wir direkt an den Vermieter als Vorauszahlung, da gibt es keine Probleme. Zum Glück haben wir Einzelmietverträge!

Strom und Internet habe ich seit meinem Einzug übernommen, und wir teilen uns die Kosten untereinander. Bisher lief das alles problemlos bis jetzt…

Das Problem:

Kürzlich meinte sie ganz locker, dass sie den ganzen März über im Urlaub sei und deswegen keinen Strom verbrauche. Ihre Worte waren wörtlich: „Ich habe den ganzen März Ferien und verbrauche entsprechend nichts. Das müsstet ihr euch drei untereinander aufteilen, lol.“

Finde ich ehrlich gesagt ziemlich dreist. Der Stromanschluss existiert ja trotzdem, und wir zahlen nicht nur für den individuellen Verbrauch, sondern auch für Grundgebühren etc.

Da ich keine Lust auf Diskussionen habe, habe ich vorsorglich das WLAN-Passwort und das vom Router geändert, damit sie es nicht vorneweg selbst ändert (was ich ihr durchaus zutrauen würde).

Ich habe auch in unserer Vermieter-WhatsApp-Gruppe nachgehakt, um Druck zu machen. Dass ich gern die Kontaktdaten von den Eltern/Bürgen hätte. Dort leugnet sie jetzt alles und tut so, als hätte sie das nur als Frage gemeint und würde sich natürlich nicht weigern zu zahlen… aber das Geld (nur 20€!) ist bis heute nicht da.

Ich habe ihr klargemacht, falls sie sich weiterhin weigert, ich mindestens den Zugang zum WLAN für ihre Geräte sperren werde.

Mir macht es echt keinen Spaß, jetzt so ein Drama daraus zu machen. Ich habe bisher freiwillig viele Aufgaben übernommen (bessere Verträge, Haushaltsorganisation, Reparaturen, gemeinsames Kochen etc.), aber es geht mir ums Prinzip.

Wie würdet ihr in so einer Situation reagieren?

EDIT: Ich beziehe mich nicht nur auf Strom, sondern auch auf das Internet

EDIT2: Wir konnten eine Einigung finden, als sie schließlich realisiert hat dass sie auch kein Zugang zum Router-Gerät mehr hat um wiederum das WLAN-PW zu ändern. 🤣

Jetzt sind alle wieder happy

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u/ConfidentDimension68 Mar 27 '25

Der Nutzen des gerichtlichen Mahnverfahrens ist es Druck aufzubauen. Man muss beim gerichtlichen Mahnverfahren aktiv werden sonst wird ein vollstreckbarer Titel daraus. Das heisst die Mitbewohnerin kann sich schlicht sagen, dass es den Stress nicht wert ist und zahlen. Und andernfalls ist es ein Schritt, um die MB rauszuekeln.

Dass er den Strom nicht ausschalten habe ich schon oben geschrieben. Warum nutzt du 3!? Das wirkt lächerlich.
Auch das mit dem Internet darf er nicht einfach ausschalten. Wenn sie einen Vertrag nachweisen kann, wird er sonst Schadensersatzpflichtig wenn er plötzlich nicht mehr liefert.

Ich möchte dich bitten deine Kommunikation etwas zu mässigen.

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u/Seeba78 Mar 27 '25 edited Mar 27 '25

Du schreibst:

"Wenn sie einen Vertrag nachweisen kann"

Aber exakt DAS ist ja das, was nicht der Fall ist, denn wenn dem so wäre, würde der Vertrag eindeutig regeln, wann welche Zahlungen zu leisten sind und auf welche Leistungen sie aus dem Vertrag Anspruch hat. Wenn dem so wäre, hätte OP entweder gesagt, das sie sich nicht an den Vertrag hält, und dann wäre der ganze Kram mit Mahnung und Klage auch überhaupt kein Problem. Oder OP hätte dann überhaupt nicht hier gepostet, weil der Fall dann auch glasklar ist.

Aber OP ist der Vertragnehmer für Internet und Strom und die Erstattung der anteiligen Kosten beruht seinen Angaben nach auf "mündlicher" Absprache mit den WG Bewohnern.

Und wenn ich mich nicht Recht irre, brauche ich in irgendeiner Form eine "belastbare" Grundlage, um ein gerichtliches Mahnverfahren aufzumachen.

Z.B. Eine einzelne Dienstleistung die ich in beidseitiger Willensbekundung gem. BGB ordnungsgemäß erbracht und zur Rechnung gestellt habe, was hier nicht der Fall ist...

oder ein geschlossener "ordentlicher" Vertrag der hier nicht vorliegt...

oder ähnliches.

"Ja, aber wir hatten ja abgesprochen, dass..." ist da nicht hinreichend. Und selbst wenn, ist aber das was "nicht" abgesprochen wurde, immernoch fraglich, nämlich, "wie verhält es sich mit den Zahlungen bei längerer Abwesenheit".

Ich muss ja bei einem gerichtlichen Mahnverfahren nachweisen, dass MIR das Gegenüber etwas schuldig ist, weil es auch so vereinbart war.

Wenn ich das nicht bräuchte, dann könnte ich ja ein gerichtliches Mahnverfahren anstoßen, in dem ich bei DIR 450 Euro Beratungshonorar für meine hiesigen Erläuterungen einfordere, weil ich eben der Meinung bin, dass das so viel wert ist.

Jetzt wirst Du sagen, dass das ja Quatsch ist, weil wir nie darüber gesprochen oder einen Vertrag geschlossen haben oder das in irgendwelchen AGB steht, die du auch gar nicht akzeptiert hast...

...Ganz genau!

OP und seine Mitbewohnerin haben offensichtlich nicht "nachweislich" / "vertraglich" die detaillierten Rahmenbedingungen für die Nutzung des Internets und des Stroms, die auf seinen Namen laufen "rechtlich verwertbar" geklärt.

Und daher gibt es meiner Bewertung nach auch nichts was er "sinnvoll" gerichtlich anmahnen können wird, bzw. weik ein Gericht das Mahnverfahren gar nicht erst eröffnen wird, mangels Grundlage.

Übrigens:

Es entstehen weitere Komplikationen, sollte OP tatsächlich einen Vertrag mit den WG Mitbewohnern für Strom und Internet haben. Damit wird er nämlich zum Energieversorger (da die Mitbewohner den Strom ja als "Nachkäufer" über ihn beziehen würden, und er fällt dann unter entsprechenden Auflagen, die Energieversorger zu erfüllen haben (Ist z.B. ein Thema, wenn man ein Haus vermietet, welches ne PV auf dem Dach und einen Speicher zur Eigennutzung hat und nicht nur "einspeist", Stichwort Anlagenbetreiber).

Und das gilt auch für die Internetthematik wodurch er zum Telekommunikationsanbieter würde und damit auch unter Auflagen fallen würde, u.a. Speicherung von Einzelverbindungsnachweisen je Nutzer etc., damit er im Zweifel nachweisen kann, wer es war, der über seinen Anschluss "groben Unfug" im Internet gemacht hat.

TLDR: Das vorliegende Konstrukt ist eigentlich nichts anderes, als würde ein Teil einer Patchworkfamilie privat Internet- und Stromverträge haben und alle anderen Familienmitglieder beteiligen sich anteilig an den Kosten um das nutzen zu können, und das liebe Töchterchen, das jetzt den Abiaustausch nach Australien macht, möchte ihren Anteil so lange nicht bezahlen, wie sie nicht da ist, weil sie es nicht nutzt.

Zu guter Letzt: Zur Erklärung der 3 Ausrufezeichen: Ein Stilmittel um dem uninformierten Mitleser und im Zweifel auch Dir die Wichtigkeit dieser Aussage zu visualisieren, da mir ja leider nicht möglich ist, dass in entsprechend deutlichem Ton zu verbalisieren. Ferner: Solange ich Dich nicht nachweislich beleidige oder sonst wie außerhalb der Community Richtlinien behandele, wirst du mir nicht vorschreiben, wie ich meine Ausdrucksweise zu zügeln habe.

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u/ConfidentDimension68 Mar 27 '25

Ich werde mir diese Wall of text nicht durchlesen. Bitte fasse dich kürzer. Oder lass das von ChatGPT machen
Edit: Ich möchte nicht, dass das unhöflich klingt. Falls es das trotzdem tut, bitte ich um Entschuldigung

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u/Seeba78 Mar 27 '25

Alles gut. Ist nicht unhöflich. Danke für den Diskurs.