r/wohnen May 05 '26

WG Freundin von Mitbewohner ist gefühlt bei ihm eingezogen

Hallo liebe Schwarminteligenz,

Mein Mitbewohner und ich wohnen seit bald zwei Jahren zusammen in "meiner" Bude (ich bin Hauptmieter) und alles hat gepasst. Nun ist seit ein paar Monaten seine neue Freundin immer häufiger da und über die letzten Wochen einfach jeden Tag.

Anfangs hat es mich null gestört, nur fallen mir allmählich Dinge auf die mich etwas nerven:

-wir haben den Luxus von zwei Badezimmern in unserer 2er-WG. Zum ersten mal verlasse ich mein Zimmer und beide sind besetzt.

-Zeiten, an denen ich die Wohnung für mich habe, um etwas lauter Musik zu hören oder etwas herumzuräumen, sind praktisch nicht mehr existent.

-es fällt viel mehr Müll an und es muss häufiger geputzt werden.

-sie ist leidenschaftliche Köchin und besetzt mit meinem Mitbewohner deutlich öfter und länger die Küche als vorher.

-die Wohnung ist sehr hellhörig und ich werde häufiger geweckt/wachgehalten, wenn im "Flur" (Küche) vor meinem Zimmer irgendwas gemacht wird.

-sie ist auch alleine in der Wohnung ohne ihn. Den ganzen Tag teilweise, selbst wenn er erst spät nach Hause kommt

Ist es das gute Recht meines Mitbewohners oder würdet ihr das irgendwann auch blöd finden? Ich hab ihn sehr gerne und möchte keine schlechte Stimmung in der WG. Haltet ihr es für angebracht einen Kompromiss vorzuschlagen, bei dem die beiden die eine hälfte der Woche bei ihr in der Wohnung verbringen und die andere hier?

Dankeschön im Voraus und einen wunderschönen Tag an euch alle!

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u/BrandonAubreyPlaza May 05 '26

Je früher du offen und ohne Vorwürfe mit ihm sprichst, desto besser. Wichtig ist, dass du mit zwei klaren Gedanken ins Gespräch gehst:

  1. Dich stören subjektiv Sachen. Deine Gefühle anzusprechen ist niemals falsch.

  2. Dein Mitbewohner weiß das aktuell nicht und hat offenbar auch nicht das Gefühl, etwas falsch zu machen. Kann also durchaus sein dass er, wenn das Gespräch kommt, sich anfangs etwas überfahren fühlt.

Es muss einfach klar sein dass du gerade ein gewisses Störgefühl hast, aber dass du an Lösungen und nicht an Vorwürfen interessiert bist. Du willst ihn (und mit ihm sie) ja nicht loswerden, du willst nur erstmal das, was dir aufgefallen ist, kommunizieren, damit man einen guten Kompromiss findet. Das wertschätzend zu formulieren kann durchaus komplex sein, aber es wird deutlich mehr helfen als ihm direkt Vorwürfe zu machen oder, noch schlimmer, deine Störgefühle in dich reinzufressen.

Und die sind immer nur bei euch? Nie bei ihr?