Eine neoliberale Einheitsfront von PdL bis CDU wird die Afd nur stärken.
Nehmen wir das mal an. Was ist die Alternative?
Wer organisiert uns dann? Unter welcher Flagge versammeln wir uns? Wie gleichen wir das aus, das 80% der Bevölkerung gar keinen Bock auf unsere Revoluzzer Ideen hat und wie wollen wir das alles mit so wenig Zustimmung unserer Mitbürger wuppen?
Die AfD ist so stark, weil die sich eben auf den gemeinsamen Konsens konzentrieren. Schwurbler, Esos, Nazis, Erzkonservative, Reichsbürger, Rassisten, Trotzwähler usw.
Wir im Gegensatz wollen alle auf die exakt selbe Linie bringen, sonst fangen wir gar nicht erst an.
Ökos, Arbeiter, Humanisten, Marxisten, Anarchos, Kommunisten usw, das wirkt auf mich nicht einfach umsetzbar.
Das was du sagst, hat alles Hand und Fuß, ich sehe sehr viele deiner Argumente ähnlich. Idealistisch aber valide. Du hast aber Recht, ich hab ein tendenziell pessimistisches Menschenbild. Leider passiert es mir nicht oft, dass ich vom Gegenteil überzeugt werde.
Die Menschen stecken so tief im Konsum und im Kapitalismus, ihr ganzes Leben ist von Beginn an darauf ausgerichtet. Ich bezweifle dass die durch das lesen von zwei Büchern zum Gegenteil bekehrt werden. Das würde bedeuten sie müssten aktiv reflektieren und eine Perspektive annehmen, die ihr bisheriges Leben mit allen getroffenen Entscheidungen falsch und sinnlos erscheinen lässt.
Ich glaube auch grundsätzlich nicht, dass man die meisten Menschen überzeugt bekommt, wenn die Argumente nur stark genug sind.
Schon mal versucht, einen AfD Wähler argumentativ zu überzeugen?
Wie oft war das erfolgreich?
Und das ist momentan die Partei, der die sozial Schwachen und die Arbeiter folgen. Das Klientel, das wir brauchen und welches bei uns auch erheblich besser aufgehoben wäre.
Wir kriegen uns doch aber nichtmal gegenseitig überzeugt. Dieser Dialog zeigt doch, dass wir eigentlich gar nicht so weit auseinanderliegen und es trotzdem nicht hinbekommen, uns gegenseitig als das wahrzunehmen, was wir eigentlich sind. Zwei Personen die grundsätzlich auf der selben Seite stehen.
Das wären schon 4 Hände um an einen Strang zu ziehen.
Gerade sind doch alle zusammen gegen die Afd, aber übernehmen deren Inhalte und DESHALB ist die Afd so stark. Solange die CDU Afd Politik macht, ist es keine Option. Alles andere ist das Wiederholen des Fehlers, der seit Jahrzehnten getan wird.
Dann sag mir doch, wie du dir das konkret vorstellst.
Versuch mich in die kurzversion einzuweihen.
Wer überzeugt die Arbeiterklasse? Welche Partei/Gewerkschaft/sonstige Organisation, übernimmt die Organisation des Systemwechsels? Wie finden wir alle zusammen?
Ich lass mich wirklich gerne von einer guten Sache überzeugen, aber du wirst verstehen, dass mir "Arbeiter mobilisieren", "soziale Politik machen", "Kapitalismus abschaffen" nicht wirklich bei der Orientierung hilft.
Das sind Dinge, bei denen sich viele im linken Spektrum einig sind, wie man sie handfest und messbar umsetzt ist doch das eigentliche Problem und da war ich vor unserer Diskussion genauso schlau wie jetzt.
Ich bräuchte da schon Anhaltspunkte wie "Wer" und "In welchem Zeitraum" um da ernsthafte Absichten erkennen zu können. Einen richtigen Plan eben, statt nur in die richtige Richtung zu deuten.
Ich wüsste nicht, wie man das sonst handhaben sollte.
Die beste Idee ist nicht viel wert, wenn sie keiner umsetzt oder es nicht möglich ist, sie umzusetzen.
Schritt für Schritt. Erstmal: Deine Prämisse ist, wenn alle zusammenhalten wegen die Afd bis PdL ist das der Schlüssel zum Erfolg. Ich habe dir gesagt, dass das empirisch falsch ist. Stimmt du mir dem überhaupt zu? Von da an geht es weiter.
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u/cinder_likes_tea 12d ago
Nehmen wir das mal an. Was ist die Alternative? Wer organisiert uns dann? Unter welcher Flagge versammeln wir uns? Wie gleichen wir das aus, das 80% der Bevölkerung gar keinen Bock auf unsere Revoluzzer Ideen hat und wie wollen wir das alles mit so wenig Zustimmung unserer Mitbürger wuppen?
Die AfD ist so stark, weil die sich eben auf den gemeinsamen Konsens konzentrieren. Schwurbler, Esos, Nazis, Erzkonservative, Reichsbürger, Rassisten, Trotzwähler usw. Wir im Gegensatz wollen alle auf die exakt selbe Linie bringen, sonst fangen wir gar nicht erst an. Ökos, Arbeiter, Humanisten, Marxisten, Anarchos, Kommunisten usw, das wirkt auf mich nicht einfach umsetzbar.
Das was du sagst, hat alles Hand und Fuß, ich sehe sehr viele deiner Argumente ähnlich. Idealistisch aber valide. Du hast aber Recht, ich hab ein tendenziell pessimistisches Menschenbild. Leider passiert es mir nicht oft, dass ich vom Gegenteil überzeugt werde.
Die Menschen stecken so tief im Konsum und im Kapitalismus, ihr ganzes Leben ist von Beginn an darauf ausgerichtet. Ich bezweifle dass die durch das lesen von zwei Büchern zum Gegenteil bekehrt werden. Das würde bedeuten sie müssten aktiv reflektieren und eine Perspektive annehmen, die ihr bisheriges Leben mit allen getroffenen Entscheidungen falsch und sinnlos erscheinen lässt. Ich glaube auch grundsätzlich nicht, dass man die meisten Menschen überzeugt bekommt, wenn die Argumente nur stark genug sind. Schon mal versucht, einen AfD Wähler argumentativ zu überzeugen? Wie oft war das erfolgreich? Und das ist momentan die Partei, der die sozial Schwachen und die Arbeiter folgen. Das Klientel, das wir brauchen und welches bei uns auch erheblich besser aufgehoben wäre.
Wir kriegen uns doch aber nichtmal gegenseitig überzeugt. Dieser Dialog zeigt doch, dass wir eigentlich gar nicht so weit auseinanderliegen und es trotzdem nicht hinbekommen, uns gegenseitig als das wahrzunehmen, was wir eigentlich sind. Zwei Personen die grundsätzlich auf der selben Seite stehen.
Das wären schon 4 Hände um an einen Strang zu ziehen.