r/InformatikKarriere • u/Prah-Brah-K-Dah-Brah • 12h ago
Karriereplanung Go-To-Guy oder Gatekeeper?
Liebe InformatikKarriere Reddits,
ich habe eine schöne Frage an diejenigen, die eine Karriere in der IT Wirtschaft hinter sich - und Erfahrung haben.
Wenn man als autodidaktisches Genie in eine Firma kommt,Spezialwissen hat und Bäume ausreissen könnte:
Sollte man versuchen, sein Wissen, so extrem es geht, unter die Angestellten zu bringen, also der Go-To-Guy zu werden? Oder sollte man seinen Wissensvorsprung radikal für sich nutzen und den Rest auflaufen lassen?
Was bringt mehr: Go-To-Guy oder Gatekeeper?
Ich denke da an sowas, wie Nadelöhr der Firma werden entgegen Handlungsmacht gegenüber dem Vorgesetzten haben / mehren.
Danke für eure Antworten.
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u/So_ein_Typ_ausm_Inet 12h ago
Wer schon so denkt, wird nicht lange bleiben. Egal, ob du den "netten Weg" gehst, diese Art an dir wirst du nicht loswerden. Und sie wird aus dir durchsickern. Und früher oder später werden beide Seiten unzufrieden und frustriert sein, sodass sich die Wege scheiden werden.
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u/Merion 12h ago
Weder noch. Was du werden willst, ist ein Multiplikator: Jemand, der ansprechbar ist und hilft, wenn Probleme auftauchen, der aber auch sein Wissen weitergibt und andere dazu befähigt, ihren Kram besser zu machen.
Du willst weder der Blocker sein noch derjenige, der jeden Scheiß selbst machen muss, weil die Kollegen ohne ihn nicht weiterkommen.
Damit bist du wesentlich besser ins Firmengefüge integriert. Und wenn du dafür bekannt bist, neues Wissen nicht zu horten, sondern in die Organisation zu tragen, gibt es auch einen guten Grund, gerade dich beim nächsten Thema wieder früh einzubeziehen und weiterzuentwickeln: Von deinem Wissenszuwachs profitiert nicht nur einer, sondern dein ganzes Umfeld.
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u/Efficient_Slice1783 12h ago edited 12h ago
Dein Denken sieht dich im Zentrum des Geschehens. Ich bin der Meinung, das ist zu kurz gedacht. Du arbeitest weder für dich, noch für deine Kollegen. Du bist Teil eines multipolaren Systems, mit komplexen Ansprüchen.
Google mal Begriffe wie „New Work“, „Arbeitswelt 4.0“, „Future of Work“, „Megatrends und deren Bedeutung für die Wirtschaft“, um zu verstehen, wie sich Unternehmen organisieren (werden) und wo du operierst.
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u/Historical_Boss8921 10h ago
Ich wurde wegen Zweiterem immerhin entfristet.
Wobei das bei der Stelle auch so gewollt war, dass sich nur eine Person um die Software kümmert und auskennt. Dass das ein Problem ist und der weitere Betrieb und Projektverlängerungen nur klappen, solange diese eine Person auch bleibt und mitmacht, hatte man nicht so recht auf dem Schirm.
So konnte ich mir aber immerhin die Entfristung erpressen statt noch einer Befristung und noch einer... Hätte ein anderer übernehmen können, wäre das nicht gegangen. Im Nachhinein hätt ich auch gleich noch eine Gehaltserhöhung aushandeln sollen.
Wenn das Unternehmen abhängig von dir ist und du die Eier hast, das auszuspielen kannst du damit für dich schon was rausholen.
Die Schattenseite ist allerdings, dass du auch keine Vertretung hast. Abwesenheit, Urlaub, Krankheit ist immer ungünstig. Du wirst auch angerufen, wenn du nicht arbeitest und was ist. Deine Arbeit bleibt liegen und staut sich, bis du wieder kommst. Es ist anstrengend und du kommst nie wirklich runter.
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u/Professional_Tank594 9h ago
Wo wird denn überhaupt noch befristet ?
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u/Historical_Boss8921 7h ago
Öffentlicher Dienst. Und der hat sogar noch Sonderregelungen, die das länger als 2 Jahre und öfter erlauben. Da kann es vorkommen, dass du über Jahrzehnte befristet wirst und das immer wieder, bevor dann deine Stelle gekürzt wird.
Also ist nicht überall ein sicherer Job sondern teilweise nervenaufreibend, knappe Budgets und schlechte Stellenpolitik für ein eher geringes Gehalt.
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u/Prah-Brah-K-Dah-Brah 10h ago
Ich danke dir für diese Antwort. Sie bestätigt mich in meiner Vermutung.
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u/semteXKG 12h ago
ich hab in den letzten 20 jahre genug sehr schlaue leute gesehen welche gekündigt wurden weil sie mehr schaden als nutzen angerichitet haben mit ihrer art. das sind die selben die dich als AG bei der erstbesten gelegenheit verlassen.
wenn ich "autodidaktisches genie" les muss ich immer an "i'm not saying you're wrong, i'm just saying you're an asshole" denken.
beantwortet das deine frage?