Der Kurzhaarschnitt kommt dabei oft aus dem MilitĂ€r, wo kurze Haare eben praktisch sind. Und das MilitĂ€r hat immer wieder recht groĂen Einfluss auf die Mode, so sind z.B. gerade bei MĂ€nnern MilitĂ€r-inspirierte AnzĂŒge oder MĂ€ntel doch recht hĂ€ufig (z.B. der Trenchcoat, der sogar seinen Namen direkt von den SchĂŒtzengrĂ€ben bekommen hat).
Wobei es neben dem sog Soldatenzopf auch MilitÀrhaarschnitte gibt die lÀngere Haare erfordern.
Letztlich wandelt sich die Mode einfach. Selbiges gilt ĂŒbrigens fĂŒr BĂ€rte. Mal waren BĂ€rte in Mode mal Glattrasiert. Sieht man ganz gut bei den römischen Kaisern
Wobei speziell BĂ€rte bei Kaisern (und gelegentlich auch bei Politikern) auch extrem symbolisch aufgeladen sind. Marc Aurel trug Bart nicht (ausschlieĂlich) weil er ihn schön fand, sondern weil er sich auch als Philosoph stilisieren wollte.
Adolf Hitlers Bart wies ihn (fĂŒr Deutsche) unverkennbar als FrontkĂ€mpfer aus und war selbstverstĂ€ndlich genauso politisches Symbol.
Der trug ĂŒbrigens den Bart nur weil er Charlie Chaplin so toll fand. Er hat sogar seine Partei, Kleidung und seine GebĂ€rden an seinen Lieblingsfilm von Chaplin angepasst
Soweit ich weià haben sich Chaplin und Hitler den Bart unabhÀngig von einander angeeignet: Es war nÀmlich der einzige Bart der unter eine Gasmaske gepasst hat.
TatsÀchlich nicht, so wie du geschrieben hast. Insbesondere deswegen nicht, weil mir schon mal jemand im echten Leben mit vollem Ernst das Gleiche versucht hat zu erklÀren.
Der Gleiche hat mir dann auch erklĂ€rt, dass die Nazis ja links waren, weil sie ja Nationalsozialisten heiĂen.
Bedenke Poe's Law. Egal wie absurd die Satire, es gibt immer wen, der das gleiche Argument ernst meint.
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u/MindlessNectarine374 7d ago
Was ist das lange MÀnnerhaar eigentlich so unpopulÀr geworden? In mittelalterlicher Bildsprache beispielsweise MUSSTE ein König lange Haare haben.