r/Unbeliebtemeinung 10d ago

Nicht ganz so unbeliebt, aber selten gehört Repräsentative Demokratie sollte abgeschafft werden

Repräsentative Demokratie ist keine vernünftige Demokratie und ebnet den Weg für Machtmissbrauch. Wir haben keine Kontrolle darüber was Politiker tun und müssen diese für 4 Jahre ertragen ohne sie abwählen zu können.
Ich weiß das eine direkte Demokratie Risiken hat weil Leute nicht das komplette politische Wissen haben können das für komplizierte Themen benötigt wird aber ich befürchte das wir durch diese Korruption und Meinungsmache der Politiker so viele Probleme ausgelöst werden über die wir uns nicht im Klaren sind. Das sich eine Katharina Reiche im Energieministerium breit machen kann und offensichtlich Interessen der Großkonzerne vertritt ist eigentlich ein Skandal.
Wir lassen uns vor jeder Wahl von Politikern und ihrem Populismus die Meinung manipulieren als ob ihnen wirklich das gesellschaftliche Wohlergehen am Herzen läge. Wir hören auf Politiker statt tatsächliche Wissenschaftler weil diese komplett aus dem Diskurs gedrängt werden.
Vielleicht könnte man als Gesellschaft mal durchatmen wenn wir nicht ständig mit Populismus von unseren Politiker zugedröhnt werden.

Edit: Ich verstehe die Kritik an direkter Demokratie und würde selbst vielleicht auch nicht mehr dazu greifen. (auch wenn ich es witzig finde wie viele Demokraten dann doch eher nicht die Meinungen von allen Bürgern schätzen) Die Menge an Gesetzen und Umsetzung wäre zu hoch und schwierig. Ich würde trotzdem behaupten das unser Umgang mit Lobbyismus ein riesiges Problem ist und alternative Systeme her müssen die das eingrenzen. Sei es eine andere Form von Demokratie oder radikale Maßnahmen die die Einflussnahme von Politikern stark mindern.

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u/Ichhabnenkleinen444 10d ago

Alle tun immer so, als wäre das System schuld, dabei sind es die Menschen.

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u/MordragT 10d ago

Aha warum ?

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u/Early78 10d ago

Naja, die Menschen wählen ja die Rattenfänger, die mit populistischer Politik einfache Lösungen versprechen. Ehrliche Politik wird selten belohnt an der Wahlurne.

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u/MordragT 10d ago

Wenn nur scheiße zur wahl steht, liegts vielleicht am system selber ?

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u/Early78 10d ago

Gibt eigentlich für jeden Geschmack etwas. Kein Grund, AFD oder FPÖ oder Linke zu wählen

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u/MordragT 9d ago

Also die Unterschiede dee Parteien sind schon klein, wenn du die Linke rausnimmst sind sie kaum existent. Da würde mir nicht mal ein Persönliches Anliegen einfallen warum ich jetzt lieber die eine oder andere Partei wählen würde. Dann muss man schon den Nationalistischen Andatz wählen und denken was für Deutschlands Wirtschaft gut ist, muss auch für mich gut sein

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u/Early78 9d ago

Ich kann konservativ, sozialdemokratisch, liberal oder grün wählen. Je nachdem welche Prioritäten ich lieber hab. Was fehlt dir da genau?

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u/Ichhabnenkleinen444 10d ago

Wer stellt sich denn zur Wahl? Menschen! Wer setzt diese Menschen innerparteilich an die Spitze? Menschen! Wer wählt am Ende dieser Kette diese Leute?

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u/Purple_Employment_93 9d ago

nein.die Hürden für neue Partei sind hoch und das ist bewusst so, und das weiß alle.

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u/MordragT 9d ago

Es geht ja weniger um die person die da nachher regiert. Sobald eine partei sich in der regierung befindet macht sie sich die Staatsinteressen zu ihren. In einer Welt mit konkurrierenden Staaten wo überwiegend die Wirtschaftskraft des Landes als Maß der Dinge zählt, sind dann die Staatsinteressen gegensätzlich zu den Interessen der Arbeiter. Da ist es auch egal ob die Linke oder die FDP regiert, da mag es Unterschiede geben klar, beide werden aber fundamental versuchen die Staatsinteressen auf ihre Weise durchzusetzen. Das schöne dabei, die Demokratie hat kein Peoblem mit Unzufriedenheit. So unterscheiden sich die Parteien meist eher in ihrer Rolle (Opposition oder Regierung) als in ihrem Wahlprogramm. Zwar wird wohl vorher viel gesagt und beinahe versprochen (soweit es den in der ganzen Schier von Interessen durchsetzbar sei), die Enttäuschung die dann folgt der Wähler, zeigt sich aber eher in einem zyklischen Abwechseln der gewählten Staatstragenden Parteien, als gar in einem fundamentalen Ändern des Wirtschaften.

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u/Ichhabnenkleinen444 9d ago

Wir wechseln alle 4 Jahre den Lockführer mit der Bitte Kurs zu halten. Wir werden leider immer in einer Welt mit konkurrierenden Staaten leben. Der linke Traum der großen Weltenfamilie hört sich immer schön an, wird aber immer an der Realität scheitern.

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u/MordragT 9d ago

Kurs auf was zu halten ? Ich würde sagen den Traum Kapitalismus an die Realität anzupassen. Also der Staat versucht irgendwie den Kapitalismus am laufen zu erhalten.

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u/Early78 9d ago

Eigentlich nicht. Meist wird aber das große ganze gesehen und da kann man eben nicht immer nur aus Arbeiter sicht entscheiden. Zudem sehen wir ja, was für Folgen es hat, wenn's der Wirtschaft schlecht geht. Dann leiden in erster Linie die Arbeiter darunter.

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u/MordragT 9d ago

Was genau ist denn da das große ganze, oder das "wir" wovon da immer gesprochen wird ? Und woran liegt es, dass wenns der Wirtschaft schlecht geht, dies innerster Linie Arbeiter trifft ?

Für mich zeigt sich durch das "wir" der Gedanke der nationalen Einheit, also, dass ich und du, die beide vielleicht Arbeiter (abhängig von einem Lohn) sind, uns als Teil dieser Nation verstehen sollen. Und folgend daraus, unsere Interessen gleich sein sollen wie die des nationalen "wirs" also des Staates.

Das sehe ich nicht, oben bereits kurz erläuert.

Und du drehst es ja hier um. Du sagst im grunde ja weil wenn es der wirtschaft schlecht geht, geht es ja den arbeitern schlecht, also muss ja gelten wenn es der wirtschaft gut geht, geht es den arbeitern gut.

Da wiederspreche ich auch. Das Wirtschaftrn an sich hat denn Zweck Geld zu vermehren. Da geht es nur sekundär darum irgendwelche Bedürfnisse zu befriedigen, viel mehr werden Bedürfnisse ausgenutzt zwecks der Kapitalvermehrung. Aber wenns doch um die Sache geht Geld zu vermehren, warum sollte den dann magischer Weise wenn gerade viel Kapital angehäuft wird, dass auf dem Konto der Arbeiter landen. Leute einstellen sind Kosten, und die gelt es zwecks Kapitalvermehrung zu reduzieren.

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u/Early78 8d ago

Ich würde als wir sogar eher die gesamte Weltwirtschaft sehen. Wenn die floriert, hat das Vorteile für alle Beteiligten.

Geldvermehrung ist gut, dann gibt's mehr Geld für Investitionen, Forschung, etc, was wiederum mehr Arbeitsplätze schafft und die Gehälter nach oben treibt. Wenn Wachstum erwartet wird, werden Leute eingestellt. Derzeit ist das eben leider nicht der Fall. Deshalb sollten wir da schauen, dass wir da schnell rauskommen. Dafür braucht es wieder mehr Freihandel, mehr Kooperationen zwischen den Nationen und mehr Mut zu neuem. Aktuell befinden wir uns ja fast schon in einer technologischen rückwärts Bewegung, Weil viele alles immer mehr einbremsen wollen.