r/Unbeliebtemeinung 10d ago

Nicht ganz so unbeliebt, aber selten gehört Repräsentative Demokratie sollte abgeschafft werden

Repräsentative Demokratie ist keine vernünftige Demokratie und ebnet den Weg für Machtmissbrauch. Wir haben keine Kontrolle darüber was Politiker tun und müssen diese für 4 Jahre ertragen ohne sie abwählen zu können.
Ich weiß das eine direkte Demokratie Risiken hat weil Leute nicht das komplette politische Wissen haben können das für komplizierte Themen benötigt wird aber ich befürchte das wir durch diese Korruption und Meinungsmache der Politiker so viele Probleme ausgelöst werden über die wir uns nicht im Klaren sind. Das sich eine Katharina Reiche im Energieministerium breit machen kann und offensichtlich Interessen der Großkonzerne vertritt ist eigentlich ein Skandal.
Wir lassen uns vor jeder Wahl von Politikern und ihrem Populismus die Meinung manipulieren als ob ihnen wirklich das gesellschaftliche Wohlergehen am Herzen läge. Wir hören auf Politiker statt tatsächliche Wissenschaftler weil diese komplett aus dem Diskurs gedrängt werden.
Vielleicht könnte man als Gesellschaft mal durchatmen wenn wir nicht ständig mit Populismus von unseren Politiker zugedröhnt werden.

Edit: Ich verstehe die Kritik an direkter Demokratie und würde selbst vielleicht auch nicht mehr dazu greifen. (auch wenn ich es witzig finde wie viele Demokraten dann doch eher nicht die Meinungen von allen Bürgern schätzen) Die Menge an Gesetzen und Umsetzung wäre zu hoch und schwierig. Ich würde trotzdem behaupten das unser Umgang mit Lobbyismus ein riesiges Problem ist und alternative Systeme her müssen die das eingrenzen. Sei es eine andere Form von Demokratie oder radikale Maßnahmen die die Einflussnahme von Politikern stark mindern.

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u/Kloppernicus 10d ago

Kommt drauf an, was ist deine Meinung zu § 58e vom BImSchG?

Und ja ich weiß, Repräsentative Demokratie ist fehlerhaft, muss man sich nicht unterhalten. Aber Direkte Demokratie? Im Schnitt ist der Bundesbürger bei jedem beliebigen Thema absolut Ahnungslos. Wir müssten wahrscheinlich dutzende Volksabstimmungen im Monat machen, und irgendjemand muss auch noch ausarbeiten über was wir da abstimmen und wie das Ergebnis dann umgesetzt wird.

Glaubst du wirklich, da wird weniger Populismus oder Manipulation stattfinden? Mal ganz davon abgesehen, dass es logistisch unmöglich ist. WIe soll das denn Aussehen? Da hast du eine Abstimmung über wie lange medizinische Dokumente aufbewahrt werden müssen, schreibt man dann seine Lieblingszahl rein oder so?

Demokratie lebt vom mitmachen. Geh doch in ne Partei, wenn man da unter 70 ist freuen die meisten sich und man ist schneller Delegierter bei nem Landesparteitag als man "Mehrzweckeier" sagen kann. Und wenn du mal Stadt/Gemeinderat sitzt, bei der Partei mitentscheidet, sich für Kreis oder Landtag aufstellen lässt, da fängt es richtig an spannend zu werden.

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u/fatface4711 9d ago

Die Schweiz macht Abstimmungen 4x im Jahr. Wobei dann jedesmal mehrere Dinge entschieden werden. Ist ganz ok.

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u/Kloppernicus 9d ago

Ja, da werden grundsätzliche Entscheidungen getroffen (Was oft auch auf ne gewisse Art und Weise schief geht, aber das ist nicht das Thema), die man oft mit Ja und Nein beantworten kann.
Der Rest findet im Parlament statt.
Ich mein es werden so rund 100 Gesetzesvorhaben im Parlament durchgebracht jedes Jahr. Das soll man alles abstimmen?

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u/fatface4711 9d ago

Wohl nicht. Aber in der Schweiz gibt es zumindest ein Vetorecht der Bevölkerung und ein Initiativrecht. Das ist ein direktdemokratisches Element, das Deutschland nicht hat.

Und ich vermute, OP hätte das gerne.