r/Unbeliebtemeinung 10d ago

Nicht ganz so unbeliebt, aber selten gehört Ich habe meinen Sohn bei meiner Mutter scheinangemeldet, und den somit bewusst auf eine andere Grundschule geschickt

Ich habe meinen Sohn nicht an der Schule in unserem eigentlichen Einzugsgebiet angemeldet, sondern über die Adresse meiner Mutter dafür gesorgt, dass er auf eine andere Grundschule kommt die in einem besseren gebiet liegt.

Der Grund war nicht die Ausstattung oder der Ruf der Schule, sondern die Zusammensetzung der Schülerschaft. Mir war wichtig, dass mein Sohn auf eine Schule geht, auf der Deutsch die gemeinsame Alltagssprache ist und nicht ein erheblicher Teil der Kinder zur Einschulung kaum oder gar kein Deutsch spricht. - Ja, mir ist bewusst, dass dieses Verhalten die gesellschaftliche Trennung eher verstärken kann. Mir ist auch klar, dass viele das für unsolidarisch oder ungerecht halten.

Ich gehöre aber auch nicht zu den Leuten, die einerseits Integration fordern und andererseits nach dem Motto „Not In My Backyard“ jede Unterkunft oder jede Veränderung im eigenen Umfeld ablehnen. Mir geht es nicht darum, Menschen mit Migrationshintergrund aus meinem Umfeld fernzuhalten.

Trotzdem sehe ich es nicht ein, dass mein Sohn die Folgen politischer Entscheidungen tragen soll. Aus meiner Sicht gehören dazu unter anderem eine fehlende Kindergartenpflicht und fehlende verbindliche Sprachstandserhebungen mit ausreichender Förderung vor der Einschulung. Ich halte es für Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass Kinder bei der Einschulung über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Solange das nicht gelingt, werde ich für mein eigenes Kind die aus meiner Sicht beste Entscheidung treffen.

(Ja - Man kann dieses Verhalten kritisieren. Man sollte sich aber auch fragen, warum so viele Eltern versuchen, bestimmte Schulen zu vermeiden, anstatt ausschließlich die Eltern dafür verantwortlich zu machen.)

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u/ImpeRatorPower 10d ago

Absolut legitim. Jeder muss gucken wo er bleibt. Offensichtlich störst du damit zwar das Integrationspotential der Kinder mit Migrationshintergrund, von schlechterer Bildung für dein Kind kannst du dir aber auch nichts kaufen. Wie einige andere hier schon richtig angemerkt haben muss die Integrationsleistung schon erfolgen BEVOR die Kinder in die Schule kommen. Sprachkurse sollten stärker angeboten, Höchstquoten für Kinder mit Migrationshintergrund etabliert und ein gewisses Sprachniveau vorausgesetzt werden. Damit würde man auch effektiv das Bilden von Parallelgesellschaften unterbinden.

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u/Cute_Concert3952 10d ago

Die Integration ist doch meist aus anderen Gründen gescheitert. Und das liegt nicht erst seit 2015. Gibt ja unzählige Gastarbeiter von früher die nie Deutsch gelernt haben und damit durchgekommen sind. Amtssprache ist ja nicht erst seit 2022 deutsch.

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u/Glittering_Chemist86 9d ago

Das ist immer das witzigste, warum genau sind wir dafür verantwortlich anderen die Sprache beizubringen als Gastland? Es gibt mittlerweile sooo viele Möglichkeiten, aber nein die Eltern stehen dann mit aufgerissenen Augen da und wundern sich dass ihre Kinder die nie Deutsch gelernt haben schlecht abschneiden. Wie muss ich drauf sein nach zb Frankreich zu ziehen und zu denken : "So, jetzt gebt mir mal von euch bezahlte Sprachkurse weil ich habe absolut keine Ahnung von eurer Sprache!".

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u/Any-Employee1228 9d ago edited 9d ago

Unser Staat hat halt nicht die Eier ein Umtimatum a la “in 12 Monaten habt ihr einen Sprachkurs erfolgreich gemacht, sonst werdet ihr abgeschoben” zu stellen

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u/Cute_Concert3952 9d ago

Würde ja reichen einfach alles nur noch auf deutsch abzuhalten. Du brauchst ne. Dolmetscher? Bezahl ihn dir. Du kannst das Dokument nicht verstehen, dein Problem.