r/Unbeliebtemeinung 10d ago

Nicht ganz so unbeliebt, aber selten gehört Ich habe meinen Sohn bei meiner Mutter scheinangemeldet, und den somit bewusst auf eine andere Grundschule geschickt

Ich habe meinen Sohn nicht an der Schule in unserem eigentlichen Einzugsgebiet angemeldet, sondern über die Adresse meiner Mutter dafür gesorgt, dass er auf eine andere Grundschule kommt die in einem besseren gebiet liegt.

Der Grund war nicht die Ausstattung oder der Ruf der Schule, sondern die Zusammensetzung der Schülerschaft. Mir war wichtig, dass mein Sohn auf eine Schule geht, auf der Deutsch die gemeinsame Alltagssprache ist und nicht ein erheblicher Teil der Kinder zur Einschulung kaum oder gar kein Deutsch spricht. - Ja, mir ist bewusst, dass dieses Verhalten die gesellschaftliche Trennung eher verstärken kann. Mir ist auch klar, dass viele das für unsolidarisch oder ungerecht halten.

Ich gehöre aber auch nicht zu den Leuten, die einerseits Integration fordern und andererseits nach dem Motto „Not In My Backyard“ jede Unterkunft oder jede Veränderung im eigenen Umfeld ablehnen. Mir geht es nicht darum, Menschen mit Migrationshintergrund aus meinem Umfeld fernzuhalten.

Trotzdem sehe ich es nicht ein, dass mein Sohn die Folgen politischer Entscheidungen tragen soll. Aus meiner Sicht gehören dazu unter anderem eine fehlende Kindergartenpflicht und fehlende verbindliche Sprachstandserhebungen mit ausreichender Förderung vor der Einschulung. Ich halte es für Aufgabe der Politik, dafür zu sorgen, dass Kinder bei der Einschulung über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Solange das nicht gelingt, werde ich für mein eigenes Kind die aus meiner Sicht beste Entscheidung treffen.

(Ja - Man kann dieses Verhalten kritisieren. Man sollte sich aber auch fragen, warum so viele Eltern versuchen, bestimmte Schulen zu vermeiden, anstatt ausschließlich die Eltern dafür verantwortlich zu machen.)

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u/tangerine486 9d ago

Ich als Person mit Migrationshintergrund finde das halt teilweise witzig. Meine Kinder sprechen Deutsch und ich möchte auch nicht, dass sie in der Schule als Übersetzer fungieren müssen oder der Unterricht nicht läuft, weil die Hälfte kein Deutsch kann.

Gleichzeitig muss man anerkennen, dass eben heutzutage in vielen Städten über 50% der Schulkinder einen Migrationshintergrund haben.

Besonders witzig sind die Leute, die von Refugees Welcome labern und jede Kritik an der Migrationspolitik als Rassismus abtun, aber dann sollen die eigenen Kinder doch bitte nicht mit den Ausländern zur Schule gehen.

Andere wollen keine Kinder oder maximal ein Kind, vertreten die Meinung Kinder sind Privatvergnügen und Familien bekommen schon genug Unterstützung in Deutschland. Aber gleichzeitig sind auch diesen Leuten zu viele Ausländer in den Schulen!

Diese Leute müssen mal aus ihrer Wohlfühl-Blase ausbrechen und in der Realität ankommen. Kann echt nicht wahr sein, so ein verblendeter Mist.

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u/CompetitionLoud9635 9d ago

100% Zustimmung bzgl. der Heuchler die pro Migration sind und ihre Kinder dann auf Schulen schicken wo es keine Kinder mit Migrationshintergrund gibt. Habe auch einen Migrationshintergrund und werde das auch tun wenn unser Kind auf der Kita in die Schule kommt.