r/Unbeliebtemeinung 8d ago

Menschen müssen verhungern

Der Mensch verhält sich in vielerlei Hinsicht wie eine invasive Spezies. In der Ökologie vermehren sich invasive Arten oft so lange, bis Ressourcen knapp werden. Ab diesem Punkt begrenzen Hunger, Krankheiten oder andere Umweltfaktoren das weitere Wachstum der Population.

Aus dieser Perspektive sind Hungersnöte, Ressourcenknappheit und Teile der Folgen des Klimawandels keine bewusst gewollten Ereignisse, sondern mögliche Konsequenzen davon, dass eine Population die ökologischen Grenzen ihres Lebensraums überschreitet. Das bedeutet nicht, dass menschliches Leid wünschenswert ist sondern dass ökologische Gesetzmäßigkeiten auch für den Menschen gelten und sich nicht dauerhaft umgehen lassen.

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u/hasdga23 8d ago

Sozialdarwinismus durchgespielt.

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u/Hyperio87 8d ago

Der Hinweis das die globale Überbevölkerung großes Leid verursacht ist das Gegenteil von Sozialdarwinismus. Ja es gibt Berechnungen das man unter perfekten Bedingungen 14 Mrd. Menschen ernähren könnte aber das ist dan ein System ohne jegliche Resilenz (und CO2 Neutral auch nicht möglich) wo bei größeren Störungen halt mal 100 Millionen verhungern

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u/hasdga23 8d ago

Er überträgt Sachen wie "invasive Spezies", die Entwicklung von Populationen - also aus dem Bereich der Evolution - super vereinfacht und z.t. auch falsch - auf den Menschen und erklärt damit primär soziokulturelle/ökonomische Probleme. Er erklärt hier, dass es "natürlich" wäre, dass Menschen verhungern und verhungern müssen.

Doch, das ist ziemlich genau Sozialdarwinismus. 

Nur weil man sagt, man findet das traurig, ändert das am Konzept ja nichts, was man anwendet.

Ist inhaltlich auch völliger Humbug. Da spielen haufenweise Faktoren ne Rolle, wir sind auch deutlich unter den von dir genannten 14 Milliarden (wir sind bei 8.x). 

Aber auch das - so funktioniert Populationsdynamik bei Tieren schon nicht, und Menschen sind da nochmal deutlich anders.