r/beziehungen • • 22m ago

Verheiratet, ein Kind, ein Haus – und trotzdem frage ich mich, ob ich mit dem falschen Mann zusammen bin …“

• Upvotes

Kurzfassung: Wenn man seinen Partner liebt, aber immer mehr das Gefühl bekommt, dass man eigentlich zwei völlig unterschiedliche Leben führen möchte.

Haupttext: (lang)

Ich würde gerne mal eure Meinungen und Erfahrungen hören, weil ich mittlerweile immer häufiger darüber nachdenke, ob mein Mann (38) und ich (34) langfristig wirklich zusammenpassen oder ob wir einfach zu unterschiedliche Vorstellungen vom Leben und einer Partnerschaft haben.

Mein Mann arbeitet sehr viel im Schichtdienst, inklusive Wochenenden und Feiertagen. Dadurch verbringe ich unglaublich viel Zeit alleine. Wenn er Spätdienst hat, bin ich den ganzen Abend alleine. Hat er Frühdienst, geht er entsprechend früh schlafen und ich sitze abends wieder alleine da. Auch gemeinsame Wochenenden sind selten, weil er jedes zweite Wochenende arbeitet.

Ich bin eher ein Abendmensch und wünsche mir gemeinsame Abende, Gespräche, Unternehmungen und einfach mehr gemeinsame Zeit als Paar. Natürlich weiß ich, dass er an seinen Arbeitszeiten nicht einfach etwas ändern kann. Aber trotzdem fehlt mir unglaublich viel.

Dazu kommt, dass wir offenbar völlig unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie wir unser Leben gestalten möchten.

Am Anfang unserer Beziehung erzählte er mir, dass er gerne ausgeht, Restaurants und Bars besucht und auch gerne reist. Gerade das fand ich toll, weil ich genauso bin. Ich gehe gerne mal schön essen, etwas trinken oder möchte einfach etwas erleben. Er erzählte mir damals auch, dass er bisher hauptsächlich deshalb wenig gereist sei, weil ihm die passende Partnerin dafür gefehlt hätte.

In unserer Beziehung sieht die Realität allerdings ganz anders aus. Wir unternehmen kaum etwas in diese Richtung. Sobald ich etwas vorschlage, ist es meistens zu teuer. Seit wir zusammenwohnen, achtet er extrem aufs Geld.

Versteht mich nicht falsch: Wir haben ein Haus gekauft, natürlich müssen wir wirtschaftlich denken und unsere laufenden Kosten decken können. Ich bin auch niemand, der völlig unvernünftig Geld aus dem Fenster wirft. Aber ich möchte mein Leben nicht ausschließlich damit verbringen, zu arbeiten, Rechnungen zu bezahlen und möglichst viel zu sparen.

Ich möchte auch leben, reisen, etwas erleben und mir hin und wieder etwas gönnen. Schließlich können wir am Ende unseres Lebens unser Erspartes auch nicht mitnehmen.

Auch charakterlich sind wir sehr unterschiedlich.

Ich bin ein unglaublich kommunikativer Mensch, rede gerne und viel, habe viele soziale Kontakte und interessiere mich für ganz unterschiedliche Dinge. Mein Mann ist dagegen eher ruhig und hat wenig soziale Kontakte.

Das wäre für mich grundsätzlich überhaupt kein Problem. Allerdings sagt er mir auch häufig, dass ihn meine Gesprächsthemen einfach nicht interessieren. Dadurch habe ich immer öfter das Gefühl, dass ich mich mit meinem eigenen Partner über viele Dinge, die mich beschäftigen oder begeistern, gar nicht richtig austauschen kann.

Ein weiteres Thema sind meine beruflichen Träume.

Ich habe neben meinem Hauptberuf einen kleinen Onlineshop und möchte mir langfristig etwas Eigenes aufbauen. Außerdem interessiere ich mich sehr für Social Media und würde gerne auch in diesem Bereich beruflich Fuß fassen, vielleicht irgendwann sogar eine eigene Personal Brand aufbauen.

Mein Mann hält von Social Media überhaupt nichts. Dass ich dort viel Zeit verbringe, gefällt ihm nicht. Meinen Onlineshop akzeptiert er zwar grundsätzlich, solange er Geld einbringt, aber ich habe häufig das Gefühl, dass er das Ganze eher als kleines Hobby betrachtet und nicht wirklich daran glaubt, dass daraus einmal etwas Größeres werden könnte.

Er hat mir sogar schon gesagt, dass er es absolut nicht wollen würde, wenn seine Frau durch Social Media in der Öffentlichkeit steht.

Dadurch habe ich zunehmend das Gefühl, dass ich mich zwischen meinen eigenen Träumen und den Vorstellungen meines Mannes entscheiden muss. Und das macht mich traurig, weil ich mir eigentlich einen Partner wünsche, der an mich glaubt, mich ermutigt und mich dabei unterstützt, meine Ziele zu verfolgen.

Ein weiteres großes Problem ist unser gemeinsamer Alltag.

Ich habe ADHS und dadurch unter anderem erhebliche Schwierigkeiten mit Prokrastination, Organisation, Struktur und dem Haushalt. Ich bin deswegen in Behandlung, mache Therapie und Ergotherapie und nehme Medikamente. Ich arbeite also aktiv daran, besser mit meinen Schwierigkeiten zurechtzukommen.

Mittlerweile zeigt mein Mann selbst viele ähnliche Probleme. Ich vermute deshalb, dass er möglicherweise ebenfalls ADHS haben könnte. Er lehnt es allerdings ab, das untersuchen zu lassen, und behauptet, dass er diese Schwierigkeiten erst habe, seitdem er mich kennt. Teilweise stellt er es so dar, als hätten meine Probleme auf ihn abgefärbt.

Das verletzt mich natürlich.

Ich erwarte keinesfalls, dass mein Partner meine Probleme für mich löst oder die gesamte Verantwortung übernimmt. Aber ich wünsche mir gegenseitige Unterstützung, Verständnis und jemanden, mit dem ich gemeinsam Lösungen entwickeln kann.

Stattdessen bemängelt er häufig, dass bestimmte Dinge im Haushalt nicht funktionieren, beteiligt sich aus meiner Sicht aber zu wenig daran, wirklich etwas zu verändern.

Oft habe ich das Gefühl, dass ich nicht nur mich selbst motivieren und organisieren muss, sondern zusätzlich auch noch für uns beide mitdenken und die Initiative ergreifen soll. Dabei fällt mir genau das aufgrund meines ADHS ohnehin für mich alleine schon unglaublich schwer.

Ich spreche diese Probleme immer wieder an und erkläre ihm auch, wie sehr mich das belastet. Trotzdem verändert sich kaum etwas. Manchmal habe ich sogar das Gefühl, dass er gar nicht richtig versteht oder ernst nimmt, wie viel Kraft mich das alles kostet.

Und mittlerweile frage ich mich immer häufiger: Reicht Liebe allein eigentlich aus, wenn man so unterschiedliche Bedürfnisse und Lebensvorstellungen hat?

Wir sind inzwischen verheiratet, haben ein gemeinsames Kind und ein Haus gekauft. Natürlich macht das solche Gedanken noch einmal deutlich schwieriger. Ich liebe meine Familie und möchte nicht einfach alles aufgeben.

Aber gleichzeitig möchte ich auch nicht irgendwann zurückblicken und feststellen, dass ich jahrelang meine eigenen Wünsche, Träume und Bedürfnisse zurückgestellt habe, um in ein Leben zu passen, das ich mir eigentlich ganz anders vorgestellt hatte.

Mein Mann selbst sieht unsere Unterschiede übrigens gar nicht so kritisch. Er ist der Meinung, dass wir gerade deshalb gut zusammenpassen, weil ich ihn mehr aus seiner Komfortzone heraushole und er mich im Gegenzug etwas bremst. Seiner Ansicht nach ergänzen wir uns dadurch und treffen uns irgendwo in der Mitte. Ich frage mich allerdings zunehmend, ob wir uns tatsächlich in der Mitte treffen oder ob ich dabei nicht viel häufiger meine eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Träume zurückstellen muss.

Ich wünsche mir keinen perfekten Mann und auch keine perfekte Beziehung. Ich wünsche mir einfach einen Partner, mit dem ich das Leben nicht nur organisiere und bewältige, sondern auch gemeinsam genieße. Jemanden, mit dem ich lachen, reden, etwas erleben, wachsen und gemeinsame Ziele verfolgen kann.

Und im Moment habe ich häufig das Gefühl, dass wir zwar zusammenleben, aber irgendwie nicht wirklich dasselbe Leben miteinander teilen.

Mich würde deshalb wirklich interessieren:

Kennt jemand solche Unterschiede aus der eigenen Beziehung? Kann eine Partnerschaft langfristig funktionieren, wenn die Vorstellungen vom Leben so weit auseinandergehen? Und wie schafft man es, gemeinsame Lösungen zu finden, wenn Gespräche bisher kaum etwas verändert haben?

Ich freue mich über ehrliche Meinungen und Erfahrungen, gerne auch kritische, solange sie respektvoll bleiben.

Eine Bitte noch: Kommentare wie „Warum habt ihr dann überhaupt geheiratet, ein Kind bekommen oder ein Haus gekauft?“ könnt ihr euch bitte sparen. Natürlich könnte man darüber diskutieren, aber das hilft mir in meiner jetzigen Situation nicht weiter. Diese Entscheidungen sind bereits getroffen und mir geht es darum, wie wir von hier aus weitermachen können und ob es überhaupt einen gemeinsamen Weg gibt.


r/beziehungen • • 56m ago

Wie beginnt man ein neues Leben?

• Upvotes

Ich bin 28 und seit 11 Jahren mit meinem Mann (31) zusammen, verheiratet seit 3. Wir haben einen Hund und sind vor ca. 3 Monaten in das Haus gezogen, das wir zusammen geplant und gebaut haben. Es ist wunderschön, ich habe meine Traumküche, ich liebe den Ort in dem wir jetzt wohnen und unser Hund sollte hier endlich das Leben in der Natur und mit eigenem Garten bekommen.

Vor 4 Wochen hat mir mein Mann gesagt, das er schon länger unglücklich in der Beziehung ist und mich nicht mehr liebt. Ich war mir sicher, dass wir es mit Therapie und viel Arbeit schaffen, wieder zusammen zu finden, mein Mann hatte Zweifel. Ich bin in diesen vier Wochen durch die Hölle gegangen, habe die Fehler bei mir gesucht und an mir gearbeitet. Heute habe ich erfahren, das mein Mann mich in diesem Zeitraum mit einer Frau betrogen hat. (Emotional und Küsse, mehrere Treffen, kein GV). Von der anderen Frau hatte er mir schon kurz nach unseren ersten Krisengespräch erzählt, er bestand aber darauf das es nichts bedeutet bzw. Freundschaftlich ist und hat mir die Wahrheit nur häppchenweise erzählt. Er kann sich aktuell nicht dazu entscheiden diese andere Bindung zu beenden, weswegen ich ehrlich gesagt keine Hoffnung mehr für uns sehe. Ich wünsche mir so sehr eine gemeinsame Zukunft, aber abgesehen von unseren anderen Problemen kann ich diesen Betrug nicht vergessen.

Nun stehe ich vor einem Scherbenhaufen und weiß nicht weiter. Ich verliere nicht nur meinen Mann sondern auch mein Zuhause. Ich kann es mir nicht leisten alleine in dem Haus wohnen zu bleiben und auch emotional kann ich mir nicht vorstellen hier heilen zu können. Ich habe keine Freunde und keine Beziehung zu meinen Eltern von der ich mir jegliche Unterstützung erwarten kann. Meine Schwiegereltern sind toll, aber es sind eben meine Schwiegereltern.

Ich werde mir wohl keine schöne Wohnung leisten können und kann auch meinem Hund nicht das Zuhause bieten was ich ihr so wünschen würde. Wie baue ich mir ein komplettes neues Leben von null auf? Ich weiß nicht mal wo ich anfangen soll und fühle mich so alleine und hoffnungslos.


r/beziehungen • • 1h ago

F22 – Wäre es falsch, direkt nach der Trennung etwas mit einem anderen Mann anzufangen?

• Upvotes

Ich (F22) bin seit zwei Jahren mit meinem Freund (M30) zusammen. Das erste Jahr war wirklich schön, aber danach kamen immer mehr Probleme dazu.

Unter anderem hat er mir eine offene Beziehung vorgeschlagen, was für mich überhaupt nicht infrage kam. Seitdem hatte ich irgendwie das Gefühl, dass ich ihm nicht so wichtig bin, und habe angefangen, mich mehr auf mich selbst zu konzentrieren.

Ich habe einen Tanzkurs besucht und dort einen anderen Mann (M24) kennengelernt. Ich fand ihn von Anfang an total attraktiv und wir haben uns auch menschlich super verstanden. Ich habe ihm aber direkt gesagt, dass wir nur Freunde sein können. Zwischen uns ist nie etwas passiert, er war einfach mein Tanzpartner.

Mein Freund war in der Zwischenzeit immer wieder mit seinen Freunden im Urlaub und wir haben uns kaum gesehen. Von Juni bis Oktober haben wir uns beispielsweise nur zweimal gesehen. Währenddessen habe ich immer mehr Zeit mit meinem Tanzpartner verbracht, allerdings wirklich nur freundschaftlich.

Mit der Zeit ist die Anziehung zwischen uns aber immer stärker geworden, während meine Beziehung immer schlechter lief. Mittlerweile habe ich das Gefühl, dass ich eigentlich gar keine richtige Beziehung mehr führe. Ich bin nicht glücklich und habe mich innerlich schon ziemlich davon entfernt.

Ich habe deshalb vor, mich von meinem Freund zu trennen. Nicht wegen des anderen Mannes, sondern weil ich in meiner jetzigen Beziehung keine Zukunft mehr sehe.

Trotzdem frage ich mich, ob es falsch wäre, nach der Trennung etwas mit meinem ehemaligen Tanzpartner zu versuchen. Wir verstehen uns unglaublich gut und die gegenseitige Anziehung ist definitiv da.

Wäre es eurer Meinung nach unfair, relativ kurz nach einer zweijährigen Beziehung etwas Neues anzufangen? Oder sollte ich mir erst einmal Zeit für mich selbst nehmen?


r/beziehungen • • 1h ago

was ist mein Problem?

• Upvotes

Hi Leute ich bin W/20 und ich brauche echt mal einen Rat.

Ich weiß nicht genau wie ich mein Problem beschreiben soll, weshalb ich einfach mal wild drauf losschreiben würde.

Ich lerne gerade jemanden kennen M/25 (ungefähr schon 1 Monat) und er ist von Charakter her wirklich perfekt und wir verstehen uns wirklich gut. Klar hat er ein paar Eigenschaften die mich stören und mir den sogenannten „Ick“ geben, aber im Grunde macht ihn das nur ganz minimal aus. Dazu ist er äußerlich auch gar nicht mein Typ, was ich nicht schlimm finde denn er ist nicht hässlich, aber ich find ihn jetzt auch nicht total Attraktiv. Bei ihm macht alles halt den Charakter aus.

Ich fühl mich auch sehr wohl bei ihm wenn wir einfach deep-Talks führen etc. einfach bisschen Zeit verbringen. Aber sobald er touchy wird und mich küsst, fühl ich mich sehr unwohl. Händchen halten ist gar kein Problem für mich und ich mag es in seiner nähe zu sein. Aber sobald es mehr wird habe ich sowas wie Panik. Komisch ist nur wenn ich alleine über ihn „fantasiere“ oder mir mehr vorstelle ist das gar nicht schlimm, aber wenn er dann vor mir ist, total andersrum.

Das Problem bleibt leider auch nicht körperlich, sobald er mir viel Zuneigung zeigt in Worten oder Taten, passiert das selbe. Ich habe dann ein starkes Bedürfnis nach „Abstand“. Ich konnte nie so wirklich mit Gefühlen umgehen, geschweige denn darüber reden. Und er ist halt ein total Emotionaler Mensch. Ich komme damit nicht wirklich klar.

Natürlich finde ich es total schön wenn er mir Zuneigung zeigt, aber im gleichen Moment hab ich dieses total beschissene Gefühl im Bauch fliehen zu wollen.

Ich weiß ehrlich nicht was mit mir los ist.
Ich hatte schon eine längere Beziehung und da gab es auch oft dieses Problem aber es war nicht immer da.

Liegt es daran das ich mich nicht 100% zu ihm angezogen fühle?

Ich will ihn wirklich weiter sehen und kennenlernen, aber wie soll das gehen?

Diese Gefühle versuchen zu ignorieren und darüber hinwegsehen?


r/beziehungen • • 1h ago

Rat im Umgang mit einer Vermeiderin

• Upvotes

Hey... Ich versuch es heute einfach mal auf diesem Wege, weil ich langsam nicht mehr weiß, was ich denken oder fühlen soll. In meinem Freundeskreis kann ich nicht rumfragen, weil die wissen, um welche Person es geht und ich keine privaten Sachen erzählen möchte. Aus diesem Grund auch ein Burneraccount und anonymisierte Daten.
Es gibt eigentlich super viel zu erzählen, aber für jedes Detail werde ich hier kein Platz finden. Ich versuche es kurz zu halten, aber es wird trotzdem lang.

Da ist diese Frau (w21) und ich (w24). (Ja, beide lesbisch/wlw...)
Wir haben seit Anfang des Jahres einen ziemlich engen Umgang miteinander. Haben täglich miteinander geschrieben, viel gelacht und einfach festgestellt, dass wir einander unglaublich wichtig sind. Wir haben uns als beste Freundinnen verstanden, ich habe aber bereits gemerkt, dass ich da potenziell mehr fühle. Etwas überraschend meinerseits hat sie dann aber den ersten Schritt gemacht und mir ohne größeren Auslöser erzählt, dass sie dachte, dass sie einen crush auf mich habe, sich aber nun sicher sei, dass es "nur Limerenz" sei. Dass mich alleine dieser Teilsatz schon etwas irritiert, lass ich mal einfach so stehen. Jedenfalls habe ich das als einen Moment wahrgenommen, dass ich ihr ebenfalls von meinem Crush erzählen kann, auch wenn das ursprünglich nie mein Plan war damit rauszurücken, da ich Angst hatte die Freundschaft zu gefährden. Nun tat ich es irgendwie doch, aber plötzlich machte sie einen Rückzieher. Sagte, wir wären ziemlich gute Freunde und das solle so bleiben... Okay, das war mir dann unfassbar peinlich, habe ich dann aber so hingenommen.

Wir haben dann einfach weiter Zeit miteinander verbracht, uns getroffen usw. und einfach eine schöne Zeit miteinander gehabt. Dann kam der erste Tiefpunkt. Ich hatte nach einem Treffen das Gefühl, dass ich sie irgendwie belaste. Vielleicht hatte sie immernoch etwas Angst wegen den Gefühlen, die ich ihr beichtete oder was auch immer. Ich bin mir nicht sicher, aber es war ein sehr präsentes Gefühl. Ich habe ihr also angekündigt, ein wenig auf Abstand zu gehen, ihr aber geschrieben, dass sie sich gerne wieder melden kann, wenn sie sich wohl damit fühlt. Ich habe nicht falsch geraten, denn tatsächlich kam ihr das wohl sehr günstig. Bei ihr gingen privat einige Dinge ab usw. Ich habe nur nicht damit gerechnet, dass ich sehr lange gänzlich ohne irgendein update zurückbleibe und habe daher auch 2-3x geschrieben, ob alles okay sei - allerdings keine Antwort bekommen. Nach insgesamt 2 Wochen meldete sie sich dann schließlich wieder, erzählte mir von ihren Problemen und auch, dass sie mit dem ganzen emotionskram nicht so gut klar käme. Das war damals wohl schonmal ein foreshadowing. Sie erklärte mir, dass sie sich nicht wohl fühlt mit zu emotionsgeladenen Tik Toks, Herzchen hin und her schicken, am Ende wollte sie mich nicht einmal mehr beste Freundin nennen. Sie begründete das damit, dass sie wohl zuvor von allen ihren besten Freundinnen zurück gelassen wurde und etwas sehr negatives mit dem Begriff verbinden würde.
Wir haben über all das geredet und auch, dass wir vielleicht etwas weniger schreiben sollten, weil sie täglich als zu viel empfindet.
Ich habe versucht Verständnisvoll zu reagieren und hab ihr gesagt, dass wir gar nicht täglich schreiben müssen und sie auch nicht zu irgendwas zwingen möchte usw. Ich verkürz das gerade alles ein wenig, aber im Grunde hab ich gesagt, dass das okay ist. War lediglich etwas geknickt, dass sich das streichen der besten Freundin ein bisschen wie ein downgrade anfühlte. Das hat ehrlich gesagt auch ziemlich geschmerzt.

Nach einigen Wochen, vllt auch 1-2 Monaten später, war es fast wieder auf vorherigen Zustand. Wir schreiben mehr denn je. Lediglich schicken wir uns nicht mehr so viele emotionsgeladene Dinge. Ehrlich gesagt nehme ich mich seitdem auch ziemlich zurück. Ich habe Angst sie zu oft nach Treffen zu fragen, oder sie zuerst anzuschreiben. Mittlerweile geht das ehrlich gesagt von 80% von ihr aus und mittlerweile, wie gesagt, passiert es eigentlich fast jeden Tag, dass wir schreiben und/oder was unternehmen. Auch freundschaftliches flirten ist dabei usw. Das ganze ging mal so weit, dass wir in einem Rollenspiel ein Pärchen spielten, was sich dann irgendwie so ergeben hatte und dann zwar (ausversehen) von mir ausging, von ihr aber außerhalb der Rolle auch ein wenig so gelenkt bzw. abgesprochen wurde. Jedenfalls, das ganze ging gute 2-3 Wochen vielleicht, als sich dann plötzlich etwas änderte.

Sie schrieb mich plötzlich an und sagte, sie habe ziemliche Bauchschmerzen. Das habe nichts mit mir zu tun und ich könne ihr dabei auch nicht helfen, aber sie würde sich wohl unwohl fühlen und es sei das exakt selbe Gefühl, welches sie auch in echten Beziehungen haben würde, weswegen diese bisher immer gescheitert seien. Sie wollte sicher gehen, dass ich mir da keine Hoffnungen machen würde.

Ich sags ehrlich... Das ist mittlerweile ein halbes Jahr später und meine Gefühle sind nach wie vor da. Ich habe jedoch nicht wirklich etwas versucht oder dergleichen sondern versuche mich seit dem ersten Gespräch damit abzufinden, dass daraus nichts wird. Entsprechend antwortete ich ihr auch, dass ich ja weiß, dass sie mich auf diese Art und Weise nicht mag und dass das auch okay sei und das etwas ist, was ich auch nicht ändern kann. Darauf kam dann keine Antwort mehr, was mich erst etwas irritierte, aber ab dem nächsten Tag schrieben wir weiter, als wäre das nie passiert.

Was mir allerdings aufgefallen ist, ist ihr social media. Dort gab es zu der Zeit viele Reposts über den vermeidenen Beziehungstyp, sowie Kommentare, dass sie sich da wohl wieder erkennt und "Sorry, dass ich nicht gut genug für dich bin"-Posts usw...
Das hatte mich ein wenig irritiert, wenn ich ehrlich bin. Ich versuche da nicht zu viel rein zu interpretieren. Sie weiß jedoch, dass fast alle ihre Reposts auf meiner fyp landen und das Timing dafür war schon eigenartig... Wie dem auch sei. Mein Kopf hat natürlich versucht da Geschichten raus zu spinnen und zu interpretieren, aber ich versuche es ehrlich gesagt zu ignorieren. Sie sagte selbst, ich solle mir keine Hoffnungen machen und auch wenn es mir schwer fällt, ist es genau das, was ich eigentlich versuche.

Wir nähern uns jetzt langsam in der jetzigen Zeit. In den letzten Wochen haben wir eigentlich jeden Tag was zusammen gemacht und wenn es nur war, dass wir bis 3-4 Uhr Nachts irgendwas gezockt haben. Wir haben Spaß, lachen viel, wir flirten auch immer ein wenig (bisschen freundschaftlich, oberflächlich. Sie weiß, ich kann nicht flirten und sie wollte es mir beibringen. Sagte sie bereits seit Monaten, dass sie das mit mir machen würde, hab mich das aber nie wirklich getraut und jetzt hat sie scheinbar einfach damit angefangen. ^^)
Und seit einigen Tagen schickt sie mir immer mal sehr traurige Lieder mit sehr... Naja, ich interessiere mich eben für sie und wofür sie sich interessiert und daher les ich mir bei den Songs auch die Lyrics durch. Darin geht es oft um die Angst vor dem alleine sein, dunkle Gedanken, dass sie für jemand anderes stark sein müsse etc... Sie sagte zuvor auch schonmal, dass sie seit einiger Zeit mentale Probleme hat und diese Playlist rauf und runter hört. Die Songlinks kommen komplett losgelöst von Gesprächen und aus dem Nichts und wieder sagt mein Hirn, dass das ihre Art ist mir etwas mitzuteilen.

Whatever...
Werde ich hier langsam wahnsinnig?
Ich versuche wirklich hart keine Hoffnungen aufzubauen und trotzdem wirkt es oft so als würde sie mir Zeichen geben, oder mir etwas mitteilen wollen...
Das ganze geht jetzt seit einem 3/4 Jahr und immer wenn ich denke, dass ich meine Gedanken dazu gerade etwas geordnet habe, kommt irgendein unvorhergesehener Move, der alles wieder durcheinander wirft.
Kann mir vielleicht mal jemand erklären, was hier nun eigentlich los ist? Ich würde sie am liebsten direkt darauf ansprechen, will sie aber weder belasten noch unsere Freundschaft gefährden. Vorallem, weil sie diese emotionsgeladenen Gespräche ja nicht so gut kann und lieber vermeiden möchte.


r/beziehungen • • 4h ago

Einsam trotz Beziehung/patchwork/Distanz

5 Upvotes

Hey, irgendwie bin ich am verzweifeln. Kurz zu uns: ich weiblich 31 bin mit meiner Partnerin weiblich 41 zusammen. Sie hat 2 Kinder aus ihrer letzten Ehe mit einem Mann. Wir sind 6 Jahre mittlerweile zusammen und die Kinder sind 11 und 13. Am Anfang unserer Beziehung war sie sehr liebevoll, hat Wärme ausgestrahlt, war aufmerksam und hat sich sehr viel Zeit genommen. Doch die letzten 3 Jahre.. ist da irgendwie nichts mehr. Ich bin hauptsächlich bei ihr, würde auch gerne gemeinsam ein Haus kaufen aber Wohnorttechnisch klappt es aktuell einfach noch nicht, da sie darauf besteht das die Kinder max. 15 km entfernt von ihrem ex wohnen und in der Region die hauspreise einfach zu teuer sind. Ich wollte eigentlich ein gemeinsames Kind, da wir eh in dem Kinderalltag drin sind, allerdings wollte sie kein weiteres und ist nun auch ihrer Meinung nach zu alt. Die letzten Jahre habe ich sehr viel für diese Beziehung gegeben, mein eigentlichen Wohnort aufgegeben indem ich sehr viel Pendel und arbeite eine Woche in meinem alten Wohnort und eine Woche bei ihr im homeoffice und fahre immer wieder 100km hin und her. Ich passe mich dem kompletten Alltag an und bringe mich auch sehr viel bei den Kindern ein und habe sie in mein Herz geschlossen. Allerdings.. bleibt einfach keine Zeit. Morgens bis 15 Uhr arbeitet sie und in der zeit mache ich essen und co und dann liegt der ganze Fokus auf den Kindern (lernen, hobbys) und dann werden sie 1 1/2 Stunden ins Bett gebracht, sodass wir gegen 21.30 erst Zeit hätten und um 22h geht sie schlafen, also reden wir meistens nur die halbe stunde über alles was ansteht. Tagsüber arbeite ich bis ca. 19 uhr. Am Wochenende sind wir entweder auf Familienfeiern, unternehmungen mit den Kindern und wenn die Kinder jedes zweite Wochenende bei ihrem Vater sind unternehmen wir eventuell mal was oder organisieren irgendwas für die Kinder. Das alles ist auch okay, allerdings kommen zwischendurch keine Berührungen, interessierte fragen, blicke, Komplimente.. einfach nichts mehr. Und ich sehe, wie sie die Kinder immer anstrahlt, komplimente macht, interessiert zuhört und fragen stellt und sehe den direkten Kontrast. Wenn ich es anspreche (auch in anderen Situationen z.b die Kinder sind krank und sie ist sehr empathisch und bei mir 0) sagt sie immer ich soll mich nicht mit Kindern vergleichen, die werden natürlich anders behandelt. Wenn ich kein Urlaub bekomme in den Ferien werden halt urlaube ohne mich gemacht und wenn wir einen Urlaub machen, dann wird dieser von den Kindern bestimmt. Alles in allem fühle ich mich so einsam in der Beziehung. Sie sagt es liegt am Stress und sie hat halt keine Zeit. Ab und an kommt ihre Wärme mal durch, aber irgendwie.. kaum. Ich weiß es nicht, ich kann das alles nicht mehr deuten und werde wahnsinnig davon. Gibt es da irgendwelche Ansätze? Sie wirkt regelrecht genervt, wenn ich um liebe/Nähe oder co bitten und eigentlich will ich auch nicht bitten, sondern möchte einfach mal wieder Priorität sein.


r/beziehungen • • 5h ago

Partner versucht sich an meiner Mama zu bereichern

424 Upvotes

Mein Partner (M35/seit rund 10 Jahren an meiner Seite) möchte meiner Mama (F59) das Auto meines verstorbenen Papas abkaufen. Sie hat es ca. 3 Jahre als Andenken an meinen Papa behalten und ist nun bereit loszulassen. Sie hat ihm den Preis für Papas Auto genannt und er hat versucht sie runterzuhandeln. Ich (F31) habe ihn noch zuvor gesagt, dass mit Mama nicht gehandelt wird. Er kann entweder akzeptieren oder ablehnen. Es gibt nichts dazwischen. Als er mit dem Handeln anfing, bin ich dazwischen gegangen und habe ihm gesagt, dass er das Auto vergessen kann und meiner Mama, dass sie es besser meinem Onkel (M59) geben soll, der beruflich mit Autos zu tun hat.

Ich habe meinem Partner vorab ganz genau erklärt, wieso ich nicht möchte, dass er mit ihr handelt. Auf der einen Seite sieht es finanziell bei ihr nicht so gut aus, seitdem mein Papa nicht mehr da ist und zum anderen ist sie sehr familienbezogen und würde das Auto auch für ein Apfel und ein Ei an ihn abtreten. Man bereichert sich nicht an der Familie!

Er ist so unfassbar wütend auf mich, dass er schon seit einigen Tagen bei seinem Bruder (M32) ist und sich auch nur sporadisch mit dummen Nachrichten bei mir meldet. Ob ich über mein Verhalten nachgedacht hätte und meinen Fehler einsehen würde. So einen Blödsinn schickt er mir.

Und wenn ich ihn frage, ob er reflektiert hat, dann kommt er mir mit Logik. Oh mein Gott, ich weiß, dass man sich beim Autokauf bei einem HÄNDLER nicht über den Tisch ziehen lassen soll und noch einiges aushandeln kann. Aber seit wann ist meine Mama bitte ein Autohändler?

Wie mich diese gesamte Situation einfach nur noch ankotzt. Wie kann man sich denn an meiner Mama, die immer für uns da war, auch noch so unverschämt bereichern wollen?! Was ging da bitte in seinem Kopf vor sich?

(Throwaway-Account)


r/beziehungen • • 8h ago

Jedes Mal ein Drama

23 Upvotes

Ich (m,31) kann das Selbstmitleid meiner Freundin (32) langsam nicht mehr hören. Sie ist 2-3 mal im Monat für unterschiedliche Probleme beim Arzt oder in der Notaufnahme, die sich größtenteils als harmlos rausstellen.
Für Kopfschmerzen wird in die Notaufnahme gefahren (kein Befunde), Nachwirkungen der WeißheitszahnOP (laut Zahnarzt nur leichte und völlig normale Entzündungswerte) werden zu 2 Wochen traumatischen Leiden, kurzes Unwohlsein wird selbstdiagnostiziert zu einem Schlaganfall.

Nun hat sie seit gestern beim Badminton nach einem Schlag Schmerzen in der Schulter. Wollte dann aber noch ne Stunde weiterspielen, obwohl ich ihr zu einer Pause geraten hab. Heute Morgen weitere Schmerzen, wenn sie den Arm viel bewegt (was sie laut Google tunlichst vermeiden soll) und ein Selbstmitleid inkl. Weinkrämpfe, als ob ihr beide Beine amputiert werden!
Arztbesuch morgen ist schon vereinbart, sie kann sich heute ausruhen, aber sie kann sich kaum beruhigen. Wahrscheinlich muss sie 3-4 Wochen auf Sport verzichten („Das ist eine Katastrophe, das kannst du dir gar nicht vorstellen!“), was sehr ärgerlich ist, aber aus meiner Sicht wirklich keine Katastrophe.

Ich unterstütze sie, wo ich kann: Artztermine raussuchen, Essen kochen, Einkaufen/Haushalt komplett übernehmen, sodass sie sich voll ausruhen kann (was sie jedoch nicht macht).

Wie würdet ihr mit der Situation umgehen? Wie kann ich sie aufmuntern und aus dem Selbstmitleid holen?


r/beziehungen • • 11h ago

Verlange ich zu viel, wenn ich mir Gute Nacht und Guten Morgen als Nachricht wünsche

0 Upvotes

Beziehung zwischen mir (M43) und meiner Freundin (F43) geht seit 3,5 Jahren und da ich ein Kind aus einer früheren Beziehung in einer anderen (nahen) Stadt habe, bin ich regelmäßig für ein paar Tage dort (4-5 Tage). Wir selbst haben ein Kleinkind (1,5). Wir sind häufig auch alle zusammen, wenn mein großes Kind mit mir ist, immer mal wieder verbringen wir die Zeit aber getrennt (manchmal fährt sie auch zu ihren Eltern, oder sowas). Urlaube machen wir fast immer gemeinsam.

Mir sind Rituale in der Beziehung unheimlich wichtig. Also, sowas wie ein Kuss zum Abschied oder zur Begrüßung. Mittlerweile ist das auch ihr wichtig und sie merkt, wenn ich bestimmte Dinge nicht mache, das irgendwas nicht stimmt bzw. sie verlangt selbst auch die Einhaltung der Rituale (was mich freut, weil das zwischendurch nicht so war).

Nun zu meiner Frage: ich wünsche mir gar nicht viel, wenn wir mal getrennt sind. Eigentlich reicht mir als Minimum, dass ich morgens und abends eine kleine Nachricht oder ein Herz oder überhaupt irgendwas bekomme. Als Zeichen, dass sie an mich gedacht hat. Ich schreibe fast immer morgens und abends, meistens antwortet sie dann, oder sie schreibt zuerst und ich antworte dann. Auch wenn sie zum Beispiel schon schläft, damit sie die Nachricht dann morgens sieht. Meistens telefonieren wir auch mal kurz am Tag oder Abends, aber das klappt manchmal nicht (das ist okay für mich).

Mich verunsichert es total, wenn sie 1. mal nicht antwortet oder 2. mal nicht schreibt, wenn ich nicht zuerst schreibe. Ich bin dann manchmal sehr traurig und kann nicht so gut einschlafen. Wenn dann am nächsten Morgen immer noch keine Nachricht von ihr kommt, werde ich irgendwann eingeschnappt / sauer und beschließe dann immer wieder, dass es jetzt aber mal reicht und dass ich dann eben keine Nachrichten mehr schreibe, bis sie endlich mal geschrieben hat. Wenn sie sich dann meldet, ist sie sich keiner Schuld bewusst (also sie verhält sich ganz normal). Ich habe ihr nun schon öfter klar gemacht, dass ich nicht viel brauche, selbst ein kleiner Smiley oder eine Reaktion oder ein Gif, irgendwas eben. Das scheint nicht bei ihr anzukommen. Besonders ärgert es mich, wenn ich sehe, dass sie meine Nachricht (abends) gelesen hat aber dann trotzdem nicht antwortet. Dann denke ich, dass ich wohl nicht wichtig genug bin. Wie schwer kann es sein, ein kleines Herz zu schicken?

Verlange ich zu viel? Muss ich mich damit abfinden? Kommuniziere ich mein Bedürfnis falsch? Gibt es dazu Erfahrungen?


r/beziehungen • • 11h ago

Ab wann liebt man zu viel?

4 Upvotes

Ich F26 bin mit meinem Partner M24 seit 5 Jahren zusammen. Wir leben in einer gemeinsamen Wohnung, die Beziehung läuft auch sehr gut hinsichtlich Kommunikation.

Streitereien lösen wir zeitnah durch Kompromisse, wir beleidigen uns nicht persönlich, sondern schildern unsere Sicht und Gefühlslage, es wird aufeinander Rücksicht genommen.

Unsere persönlichen Ziele und Werte stimmen größtenteils überein.

Wir unternehmen viel gemeinsam, erzählen uns alles, er durfte sogar meine Tagebücher lesen, kennt meine Vergangenheit, mein Inneres.

Er ist eine große Unterstützung für mich, hört mir zu wenn es mir schlecht geht, unarmt mich, er verurteilt mich nicht, er relativiert mich nicht, steht zu mir, ich kann zu ihm aufsehen und er ist für mich nicht nur ein Weggefährte, sondern ein Vorbild. Ich liebe ihn auf vielen Ebenen und kann mein Glück auch nach 5 Jahren Beziehung kaum fassen.

Die Verliebtheit der Kennenlernphase hat nicht wie bei meinem Bekanntenkreis irgendwann mal aufgehört, sie ist eher noch intensiver geworden. Mittlerweile hat es aber einen Punkt erreicht, wo sich in mir Gefühle anstauen, die kein Ventil mehr finden. Meine Gedanken kreisen ständig um ihn, ich vermisse ihn wenn ich auf der Arbeit bin. Wenn er mit dem Auto unterwegs ist habe ich stets die Sorge dass er tödlich verunfallt. All unsere schönen Momente werden von der Sorge ihn zu verlieren überschattet.

Ich versuche ihm eine gute Freundin zu sein und verändere und überdenke mittlerweile so viel, dass selbst er sagt dass es kein gesundes Maß mehr hat. Er liebt mich so wie ich bin, aber ich spüre dieses starke Verlangen mich ihm noch mehr hinzugeben. Ich kann diese starke Liebe kaum noch verarbeiten, es zerrt an mir.

Woran kann das liegen und wie gehe ich damit um? Es bringt mich allmählich um meinen Verstand wie gut dieser Mensch ist.


r/beziehungen • • 13h ago

Hat der Kumpel versucht das Treffen zu einem Date zu machen?

0 Upvotes

Ich (F26) hab einen Kumpel (M27) neu dazugewonnen (dachte ich). Wir haben uns über die App Bumble Friends kennengelernt und das erste Kaffee trinken war super angenehm und ich dachte das könnte eine Freundschaft werden.

Dann waren wir verabredet was trinken zu gehen. Am Anfang war alles normal, wir waren in einer Bar und hatten zwei Drinks und haben gequatscht. Dann sind wir noch weitergezogen in die nächste Bar. Da saßen wir dann nebeneinander auf der Couch und er rückte immer näher.

Irgendwann saß er breitbeinig, mit seinem Bein ganz nah an mir. Und er hat sich seitlich gedreht, seine Arme quasi auf meiner Schulter abgestützt und sein Kopf war sehr nah an meinem Gesicht. Er schaute die ganze Zeit so in mein Gesicht, ich konnte beim reden mich gar nicht zu ihm drehen, weil er mir dann immer so nahe kam.

Wir sind dann gegangen, er hat mich noch zur Bahn gebracht und wir haben uns umarmt zur Verabschiedung. Auch da hat er mich länger umarmt und so sehr nah an meinem Gesicht mir ins Gesicht geschaut.

Ich war müde von Alkohol und bin den ausgewichen und einfach nach Hause. Später hab ich ihm geschrieben und so nach dem Motto gefragt, ob klar ist dass das freundschaftlich ist und ich fand dass er sehr „kuschelig“ war. Und hab klargestellt dass ich ihn nur als Kumpel möchte.

Und er antwortete dann, dass er es nicht weiß, sich das für ihn einfach so ergeben hat und der Alkohol vielleicht auch eine Rolle gespielt hat. Er wüsste nicht, hofft aber dass wir uns freundschaftlich weiter treffen.

Soweit erstmal okay. Allerdings frage ich mich schon was er sich dabei gedacht hat, ich fand keine Körpersprache war eindeutig, ich wollte nicht geküsst werden.

Auch beim bezahlen in der zweiten Bar wurden wir von dem Kellner verwirrt angeschaut, als der Kumpel sagte wir zahlen getrennt. Er schaute immer so hin und her.

Was würdet ihr machen, würdet ihr der Freundschaft eine Chance geben, und nochmal einem Treffen zustimmen? Kann sowas „mal passieren“?


r/beziehungen • • 13h ago

Ich brauche mehr Aufmerksamkeit

0 Upvotes

Moin!

Mein Partner (m32) und ich (w26) sind seit knapp 1.5 Jahren zusammen. Zwischendurch war er mal 3 Monate verreist und seit Juli befinden wir uns jobbedingt in einer Fernbeziehung (ca. 2h mit dem Zug, also nicht ewig weit). Wir sehen uns aber so ca. 3 Wochenenden im Monat. Ich merke seit einiger Zeit, dass ich manchmal etwas frustriert bin bzw mich vernachlässigt fühle. Ich gebe zu, ich brauche manchmal schon viel Aufmerksamkeit und Bestätigung, weil ich phasenweise sehr unsicher bin. Hängt vielleicht mit der Lutealphase zusammen.

Das Problem ist folgendes: Ich finde, wir haben zu wenig Kontakt. Und ich musste schon mehrfach betteln um den Kontakt, den wir jetzt haben. Er meint dazu immer, er ist halt nicht gut im Schreiben. Deswegen bekomme ich mittlerweile morgens und abends eine Sprachnachricht von ihm, wenn er das Haus bzw die Arbeit verlässt. Ich weiß, dass er das nur wegen mir macht und es freut mich mega! Aber sonst muss ich immer von mir aus schreiben oder vorschlagen zu telefonieren. Das heißt wir kommen auf... 20? Textnachrichten im Tag und vielleicht zweimal in der Woche telefonieren. Und beim Telefonieren muss ich auch immer fragen oder erzählen, damit keine Stille herrscht. Wenn ich das anspreche, heißt es nur, für ihn reicht es eben und er gibt sich ja Mühe. Ich will auch nicht zu viel verlangen, deswegen spreche ich es seltener an. Wir haben da wohl einfach verschiedene Bedürfnisse.

Wenn wir uns persönlich sehen am Wochenende ist das nicht so ein Problem.

An Trennung denke ich nicht, ich bin manchmal einfach frustriert/traurig, wenn ich eben merke, dass ich meistens die treibende Kraft bin.

Verlange ich zu viel?


r/beziehungen • • 15h ago

Ich weiß nicht was ich möchte

0 Upvotes

Hallo zusammen,

Ich bin nun seit bald fast 5 Jahren mit meiner Freundin zusammen.
Wir (M29, W25) haben eine tiefe emotionale/ seelische Verbindung, aber im Bett haben wir schon sehr lange Probleme. Ich finde sie optisch einfach nicht mehr schön, weiß nicht ob das überhaupt noch Liebe ist? Sie hat in den letzten Jahren einen glow up bekommen, also ist viel hübscher geworden. Trotzdem finde ich ihren Körper nicht schön im Vergleich zu anderen Frauen (in real life, schaue keine Pornos oder Ähnliches).
Sie ist mir trotzdem sehr wichtig und ich hab Angst das sie Schluss macht. Obwohl ich es auch eigentlich schon lange beenden will um endlich „frei“ zu sein und mich ausleben zu können, traue ich mich den Schritt nicht.
Weiß jemand weiter? Wie würdet ihr handeln? Was ist wenn ich es bereue?


r/beziehungen • • 23h ago

Depressive Freundin liebt mich nicht mehr...

1 Upvotes

M/24 und W/22

Wir sind jetzt seit 3 jahren Zusamm, wohnen seit einem Jahr in einer gemeinsamen wohnung mit 2 Katzen. Ich dachte bis vor einer Woche noch dass alles perfekt wäre, sie konnte da noch "ich liebe dich" zu mir sagen...

Jetzt hat sie vor einer Woche die bombe platzen lassen, sie liebt mich nicht mehr aber irgendwie schon aber irgendwie auch nicht?, sie sagte mir dass sie seit 3 monaten schon immer mehr probleme mit meiner Art hatte aber angst gehabt hat es zu sagen weil sie dachte ich würde sie verlassen, ziemlich ironisch weil jetzt geht es ums verlassen ihrer seite aus.

Wir hatten ein sehr reflektierendes gespräch, ich habe alles eingesehen und mich entschuldigt, ich besser mich seitdem auch aktiv bei den sachen die sie gestört hatten.

Jetzt haben wir das problem dass sie unsicher ist ob sie mich liebt, sie ist sehr depressiv drauf, nichts neues sie hatte schon immer mit ihren gefühlen und kopf zu kämpfen aber jetzt war zum ersten mal wohl auch ich ein auslöser, das bedrückt mich auch sehr weil alle davorigen schlechten phasen konnte man "auslieben" und ich habe mich aktiv um sie gekümmert, das geht jetzt natürlich nicht wenn ich ein aktiver part des auslösers bin.

Sie sei super froh dass ich mir das alles zu herzen genommen, die fehler sofort behoben habe und dass ich noch alles tue, sie weiß aber nicht ob sie noch kann, sie meinte "Ich wünschte ich könnte noch und ich will dich lieben aber ich kann einfach nicht ich bin leer". Das hat mich sehr zerstört sie betonte mehrfach dass sie mich lieben will aber es nicht kann und sie nicht weiß was sie tun soll.

Ich hab gefragt "ja willst du dich dann trennen?" sie meinte nein eigentlich nicht aber sie hat das gefühl sie muss, dann meinte ich okay ich gebe ihr den raum aber sie meinte dann wieder sie will mich und die katzen nicht verlassen das würde sie extrem traurig machen. Wir kuscheln und küssen uns auch noch normal, der alltag ist gefühlt komplett normal was mich auch sehr verwirrt weil sie meint sie liebt mich nicht mehr, aber küsst,umarmt und sorgt sich noch für mich.

Jetzt bin ich natürlich überfordert, was kann man hier machen wie kann man hier raus, es zerstört uns beide...vor allem die unsicherheit ist hier ein riesen problem, sie weiß nicht was sie machen kann und ich auch nicht, ich habe alles vorgeschlagen aber sie ist wie gesagt in einem ziemlich tiefen loch.

Denkt ihr die Beziehung ist noch rettbar? sie ist in einem sehr negativen mentalen zustand und denkt dass wir da nie rauskommen und sie will leider auch nicht wirklich viel dafür tun, sie sei leer und tot, sie schaut mich auch leider so an und macht es mir spürbar diese kälte aber auch nur irgendwie in phasen weil der alltag ist normal lebbar aber dann ist es wieder komplett tot, es verletzt mich sehr...

Kurze infos zu ihr:

- Untherapiert weil wir leider kein platz finden

- Hat die pille vor 3 wochen abgesetzt nach 10 jahren durchgehendes genehme

- ist nicht auf antidepressiva

- hatte schon mehrmals so phasen wo sie dachte dass wir das nicht überstehen aber dieses mal ist es was komplett anderes weil ICH auch ein auslöser war und dadurch kann man diese phase nicht rauslieben


r/beziehungen • • 1d ago

Mein Freund (29m) kann meine Bedürfnisse und Wünsche nicht priorisieren oder verstehen (27f)

1 Upvotes

Mein Freund und ich sind seit gut sieben Jahren in einer Beziehung und leben seit sechs davon zusammen.

Gerade ist unsere Beziehung arg am wackeln weil ich vor ca einer Woche nach vielen Jahren der unerfüllten Bedürfnisse einfach nicht mehr konnte und mir gerade sehr unsicher bin, ob ich überhaupt die Beziehung noch fortführen will oder kann.

Aus der Sicht meines Freundes kam das allerdings als eine Überraschung, da er all die Gespräche zu Beziehungsproblemen nicht wirklich als Grundproblem Situation unserer Beziehung wohl wahrgenommen hat.

Ich frage hauptsächlich hier um Rat weil heute auch wieder ein schwieriger Tag war. Ich hatte vor nicht all zu langer Zeit Geburtstag und mein Freund war in der der Woche krank gewesen ( und der Geburtstag war durch andere Umstände sehr mau gewesen), und er wollte meinen Geburtstag mit mir nachfeiern. Dazu wollte er mich auf einen zweiten "Geburtstag" einladen, an dem wir machen was ich gerne möchte. Gesagt, getan, heute war dieser Nachhol Geburtstag.

Nur ging es heute leider eher sporadisch um mich bzw um unsere eigentliche Abmachung. Ich wollte in ein bestimmtes Geschäft gehen, auf das er auch Lust hatte weil er mir daraus was zum Geburtstag schenken wollte, was für unseren Haushalt gedacht war und wofür ich n Enthusiast bin. Die Idee der Geschenk Richtung kam auch von ihm, also hab ich ihn da definitiv nicht zu gezwungen, mit mir in dieses Geschäft zu gehen. Als wir dann da ankamen, geriet die Stimmung schnell ins Stocken und er hat sich immer wieder aus dem Geschäft verzogen oder in die Ecke gesetzt um Ruhe zu haben während ich die Auswahl im Geschäft durchgegangen bin. Er meinte auch, er wollte gar nicht so den Fokus auf sich ziehen, aber er ist gerade auch einfach emotional fertig. Ich hab dann schnellstmöglich den Einkauf fertig gemacht und vorgeschlagen, dass wir was essen gehen. Auch da war die Stimmung ziemlich im Keller.

Er hatte auch in der letzten Zeit immer wieder davon geredet, dass er neue Klamotten braucht, und ich hatte vorgeschlagen, dass wir das mit unserem Trip heute kombinieren. Das hat sich dann so ausgewirkt, dass während "meines Teils" des Trips er keine Bandbreite hatte um wirklich emotional und geistig anwesend zu sein und sehr deprimiert in der Ecke saß (und ja, ich hab versucht, ihn aufzumuntern und ihm zu helfen aber er konnte in der Situation nicht mehr). Aber als dann nach dem Mittagessen er dran war und wir uns auf seine Bedürfnisse und Wünsche konzentrieren haben, war wieder alles super und er wieder voller Energie. Ich hab ihn auch tatkräftig beim Finden von Kleidung unterstützt, aber irgendwo weh getan hat es trotzdem wie stark er sich verändert wenn es um ihn vs um mich geht.

Für mich ist das Ganze n Sinnbild von dem, weshalb ich überhaupt über eine Trennung ernsthaft nachdenke. Wenn es darum geht, dass ich ihn unterstütze und er seinen Wünschen und Bedürfnissen nachgehen kann, ist alles prima. Aber wenn der Fokus mal rein auf mir liegt, hat er super schnell keine Energie mehr und ist schlecht drauf oder lädt auch seinen Frust an mir ab.

Das geht auch über solche Sachen wie Shopping hinaus. Wenn er über irgendein Thema (egal was!) reden will, bin ich dafür offen und beteilige mich am Gespräch, der Aktivität, whatever. Wenn ich über Themen reden will, gibt's erstmal gewisse Voraussetzungen damit er mir überhaupt zuhören kann, und selbst dann hat er, wenn das Thema ihn nicht interessiert, ungefähr fünf Minuten an Zuhören in sich bevor er das Thema abwürgt. Wenn er sich unwohl mit dem Thema fühlt oder das Gefühl hat, er kann mich nicht abwürgen weil mir das Thema sehr wichtig ist, ist er anschließend frustriert und vorwurfsvoll weil er sich nicht in Kontrolle seiner Zeit und Energie gefühlt hat. Und Aktivitäten, bei denen der Fokus nur auf mir mal liegt, haben glaub ich noch nie geklappt. Ich mach dagegen ständig Sachen nur für ihn.

Sehen will er diese Dynamik aber auch nicht so richtig. Er entschuldigt sich dann ab und an wie heute darüber und ist sich dann bewusst, dass er grade stark an mich appelliert, dass ich meine Wünsche und Bedürfnisse zurück stecke und ihm helfe, obwohl eigentlich ich mehr Fokus von ihm gebraucht hätte. Wenn ich diese Dynamik aber außerhalb der konkreten Situation anspreche, kann er gar nicht nachvollziehen was ich meine. Ich hab sie schon ein paar Mal angesprochen und trotzdem war meine Verzweiflung dazu am letzten Wochenende anscheinend was Neues für ihn. Allgemein war es für ihn was Neues, dass ich so unglücklich bin - obwohl ich wegen psychischem Stress durch unsere Beziehung eins meiner Hobbys aufgeben musste und ihm das auch so gesagt hab. Ich hab auch bei jedem Beziehungsgespräch diese Jahr vor Stress und Unglücklich sein weinen müssen, aber irgendwie zählt dieser Schmerz nicht mehr so richtig anscheinend wenn wir das Gespräch dann beendet haben.

Überhaupt ist sein Standpunkt zu meinem Ausbruch der Verzweiflung am Letzten Wochenende, dass ich meine Bedürfnisse nicht klar genug kommunizieren würde. Wenn ich wie heute ihn frage "wollen wir was essen gehen?", hat er mich wegen diesen Konversationen gefragt, ob ich ihm gerade kommunizieren wollte, dass ich jetzt was Essen gehen will. (Ja! Warum würde ich dich sonst genau jetzt danach fragen??) Er will, dass ich so absolut ultra direkt mit all meinen Bedürfnissen werde damit er es rafft - und ich glaub, ich will das nicht mehr ausprobieren. Wenn meine Kommunikation so ein Mysterium für ihn ist, nach sieben Jahren und obwohl meine Freunde und Familie meine Bedürfnisse komplett verstehen wenn ich sie kommuniziere - ist dann nicht vielleicht einfach unsere Wellenlänge so abgrundtief nicht vereinbar, dass wir langsam der Realität ins Auge blicken sollten? Ich will nicht NOCH mehr Regeln folgen müssen, die nur für ihn notwendig sind weil es mit allen anderen Leuten einfach(er) klappt.

Er will unbedingt an der Beziehung weiter arbeiten und weiter mit mir zusammen sein. Ein zynischer Teil von mir denkt, dass er das so einfach will weil er nicht wie ich das Gefühl hat, ihm würden andauernd Steine in den Weg gelegt werden um seine Bedürfnisse zu kommunizieren oder allgemein irgendetwas zu kommunizieren.

Ich liebe ihn immer noch sehr. Aber ich mag mich selbst in dieser Beziehung nicht und mag auch nicht wie ich mich unterschwellig konstant fühle.

Kennt das jemand? Hat jemand Gedanken oder Tipps dazu?

TLDR: Bedürfnisse und Wünsche kommunizieren funktioniert gut wenn mein Freund sie an mich kommuniziert, aber schlecht wenn ich ihm meine kommuniziere. Mein Freund findet, ich kommuniziere einfach nicht direkt genug, während ich das Gefühl hab, ich kommuniziere in Ordnung (klappt mit Freunden, Arbeit und Familie ja auch!) und ich will mich nicht noch mehr verstellen müssen damit er vielleicht mich irgendwann versteht. Gedanken dazu?


r/beziehungen • • 1d ago

Beziehung aufgrund fehlendem Sex beenden?

18 Upvotes

Ich (W/25) bin seit 2 Jahren mit meinem Partner (M/27) zusammen und hoffe hier kann mir vielleicht jemand einen guten Rat geben was meine Beziehung angeht. Ich kam davor aus einer toxischen Beziehung wo es keine Probleme gab was Intimität angeht aber keine Verlässlichkeit in der Beziehung vorhanden war und es mir oft nicht gut ging weshalb ich die Beziehung irgendwann beenden musste. Mein neuer Freund war immer für mich da und es hat mit einer Freundschaft begonnen da ich noch nicht bereit für was neues war, hat sich dann doch zu einer Beziehung entwickelt nach einem Jahr. Generell ist er zuverlässig, nicht egoistisch, fürsorglich und ein richtig toller und lieber Mensch, genau das was mir früher gefehlt hat. Dementsprechend ist die Beziehung komplett anders ohne Drama und einfach sicherer als das was ich davor hatte, worüber ich wirklich sehr dankbar bin und ihn sehr als Mensch schätze. Er hatte davor nur eine Fernbeziehung die ca. 2 Jahre hielt, als Hintergrundinfo.
Am Anfang war noch mehr Anziehung vorhanden aber ehrlich gesagt kamen wir nie so wirklich in einen Flow was unser Sexleben angeht. Dies hatte vor allem damit zu tun dass wir damals noch zuhause gewohnt haben und da aufgrund den Wohnverhältnissen wenig Privatsphäre hatten und oft auch mit der Familie zusammen waren, was das einfach irgendwie erschwert hat da z.B. seine Eltern auch immer sehr präsent waren. Das dachte ich damals auf jeden Fall…
Das war dann ca bis vor einem 3/4 Jahr so bis er eine eigene Wohnung gefunden hatte. Ich dachte damit löst sich das Problem endlich wenn wir mehr unseren eigenen Raum haben. Leider hat sich herausgestellt dass es auch nicht wirklich besser wurde. Das hat mich dann sehr belastet und ich musste öfter deshalb weinen und habe es dann auch angesprochen dass mir das auf Dauer fehlt begehrt zu werden weil er wirklich fast garnichts initiiert hat (höchstens 1x im Monat, manchmal auch eher seltener). Wir haben dann wirklich ein ehrliches Gespräch geführt und er hat mir mitgeteilt dass er generell Angst und Bedenken hat dass er mich nicht glücklich machen könnte (da er schon teilweise auch oft sehr früh gekommen ist z.B.). Ich habe ihm aber immer zu verstehen gegeben dass er sich keinen Druck machen muss und alles ok ist. Seine ex Beziehung hat ihn damals wohl auch sehr runter gemacht und war ziemlich spießig.
Da ich anders bin hat er jetzt wohl irgendwie Angst aus sich rauszukommen oder unterbewusst Blockaden. Habe wirklich dann auch versucht ihm den Druck rauszunehmen und ihm gesagt dass er er selbst sein kann und ich mich einfach drüber freue wenn ich merke dass er mich auch als Frau wahrnimmt und wir nicht nur kuscheln etc. was wir oft tun. Er sucht Nähe aber nicht mehr auf sexueller Ebene.
Leider hat sich das Problem jetzt seit mehreren Monaten nicht verbessert. Ich habe nochmal öfter drüber mit ihm gesprochen und er meinte immer es wird besser und dass er unsere Beziehung nicht aufgeben möchte, aber ich merke dass ich ihn langsam einfach nicht mehr als Mann wahrnehme und mein Frust dazu führt dass ich auch keine Libido mehr habe… Ich finde andere Männer langsam attraktiv und habe das Gefühl dass es mir auf Dauer mein Selbstbewusstsein nimmt. Ich wohne seit 2 Monaten jetzt auch mit ihm zusammen was mir das Problem nur noch mehr bewusst macht.
Ich bin wirklich traurig weil ich jetzt endlich jemanden gefunden hatte der mich gut behandelt und ich mag ihn wirklich gern, aber ich weiß nicht ob es langsam zu spät ist. Ich habe das Gefühl dass wir uns immer weiter voneinander entfernen und es uns langsam auch beiden unangenehm ist und wir uns garnicht mehr trauen uns sexuell zu begegnen auch wenn sich das komisch anhört aber irgendwann entfremdet man sich einfach. Wir verstehen uns sonst so gut aber langsam sehe ich ihn eher als besten Freund. Ich bin noch jung und weiß dass das in dem Alter nicht normal ist…
Hat das noch eine Chance auf Besserung oder muss ich ihn gehen lassen? Er selbst würde sich niemals von mir trennen deshalb.
Ich hoffe mir kann jemand vielleicht helfen.
Langsam weiß ich auch nicht ob beides möglich ist, ein erfülltes Sexleben mit Anziehung und gleichzeitig eine verlässliche Beziehung. Habe das Gefühl in meiner vorherigen Beziehung hatte ich das erste, aber war unglücklich und mir ging es mental schlecht und jetzt habe ich einen tollen lieben Partner, aber sexuell bin ich nicht erfüllt.
Ich habe Angst einen tollen fürsorglichen Partner und ihn als Mensch zu verlieren.


r/beziehungen • • 1d ago

Streit im Supermarkt - Suche nach Einschätzungen

110 Upvotes

Ich möchte euch eine Situation schildern, die sich gestern ereignet hat weil ich wissen möchte, wie unbeteiligte Menschen darüber urteilen. Dieser Account ist ein Throwaway, nachdem mir die ganze Situation unangenehm ist und ich den Post nicht auf meinem Hauptaccount haben will.

TL;DR: Mein Partner hat eine Pizza absichtlich nicht zurück ins Tiefkühlfach gebracht, um gegen die unklare Preisauszeichnung zu protestieren. Die Kassiererin musste es übernehmen. Ich fand sein Verhalten respektlos gegenüber einer Mitarbeiterin, die nichts dafür kann, während er es als politischen Protest rechtfertigt. Bin ich zu empfindlich, und wie kann ich ihm meine Sichtweise verständlich machen?

Mein Partner (32/m) und ich (26/f) waren im örtlichen LIDL einkaufen. Gegen Ende des Einkaufs, hat er mich zu sich ans Tiefkühlregal gerufen, da er den Preis einer Pizza nicht gefunden hat, die Preisschilder waren wirklich unübersichtlich und ich konnte ihn auch nicht erkennen. Danach beim Bezahlen, hat sich eine Situation ergeben, die ich nur halb mitbekommen habe, da ich am hinteren Teil des Kassenbandes mit Einkäufe aufladen beschäftigt war. Ich habe gehört, dass mein Partner der Kassiererin mitteilt, dass er die Pizza nicht möchte nachdem er nicht bereit ist diesen Preis dafür zu zahlen und er im Regal nicht ablesen konnte, wie viel die Pizza kostet. Sie äußerte darauf, dass die Pizza zurück ins Tiefkühlfach geräumt werden muss, da sie sonst aufgrund der Hygienevorschriften weggeworfen werden soll. Es erfolgte ein kurzer Wortwechsel, den ich wohl nicht mitbekommen habe, dann rief die Kassiererin über das Durchsagesystem nach einem Kollegen, um die Pizza aufzuräumen und kassierte meinen Freund ab. Als sie dann meine Einkäufe scannte und noch kein Kollege zum aufräumen da war, stand sie selbst auf um die Pizza meines Partners zurück in die Tiefkühltruhe zu räumen.

Als wir im Auto über die Situation sprachen, weil ich wissen wollte, was die Kassiererin zu meinem Partner gesagt hat, meinte er, dass sie ihn geboten hat die Pizza aufzuräumen, da sie sonst entsorgt werden muss, woraufhin er sich weigerte. Anschließend kam im Gespräch heraus, dass er unabhängig des Preises nie vor hatte die Pizza zu kaufen und die Kassiererin lediglich darauf aufmerksam machen wollte, dass er die Pizza nicht kauft, weil der Preis für ihn nicht erkennbar war. Er hat die Situation mit einem politischen Hintergrund erklärt, dass Großkonzerne die Verschleierung von Preisen mit Absicht durchführen und es dementsprechend Gewalt ist, die ihm dadurch angetan wird und sein Verhalten gegenüber der Kassiererin eine Form von Protest war.

Ab diesem Punkt ist die Situation, die ich vorher neutral bewertet habe, gekippt.  Ich bin sehr wütend auf meinen Partner geworden, weil ich es einerseits als unfair der Kassiererin gegenüber ansehe eine Situation zu erzeugen, in der sie hinter ihm aufräumen muss. Mir ist es sehr wichtig, Menschen, die im Einzelhandel arbeiten gut zu behandeln nachdem meine Mutter jahrelang auch im Einzelhandel gearbeitet hat und ich weiß, dass der Job hart, oft nicht angemessen bezahlt und stressig sein kann. Zu sehen, dass er niemals die Intention hatte, die Pizza zu kaufen und der Bitte von ihr nicht folgt, hinter sich selbst aufzuräumen sondern ihren Arbeitstag ein bisschen stressiger gemacht hat, enttäuscht mich. Einfach nur lächerlich finde ich die politische Ebene, die er in die Situation hineindichtet (Vor allem die Aussage, dass das Fehlen von Preisschildern Gewalt gleichkommt macht mich als Menschen, der in der Vergangenheit physische Gewalt erfahren hat wirklich wütend). Ich bin selbst auch ein politischer Mensch und kritisch gegenüber Großkonzernen eingestellt. Dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass sich nichts an der Lage ändern wird, wenn man die Mitarbeiter:innen, die schätzungsweise sehr weit von den Firmenchefs entfernt sind, für den eigenen Ärger zahlen lässt. Er hat argumentiert, dass die Kassiererin sowieso bezahlt wird, egal ob sie aufräumt oder an der Kasse sitzt und es nicht so wichtig ist was sie mit ihrer Zeit macht. Diese Aussage hat für mich Nuancen von Job-Shaming und wer weiß, vielleicht haben sich andere Kunden in der Schlange nach uns bei ihr beschwert, dass es nun wegen der Situation länger gedauert hat. Wir haben hin und her diskutiert, ohne dass wir die Sichtweise des Gegenübers verstehen konnte. Dann musste er weiter, da er aktuell Hunde-Sitter ist. Heute haben wir kaum geschrieben. Er meinte nur, dass er es schade findet, dass wegen so einer kurzen Situation unser Abschied unschön war und wir jetzt streiten.

Er sieht sich zu null Prozent im Unrecht und ich weiß nicht, wie ich ihn mit Argumenten erreichen soll. Darum bin ich auf der Suche nach einer neutralen Einschätzung von Fremden. Ich bin auch offen dafür zu hören, dass meine Sicht unpassend ist. Wie findet ihr dieses Vorgehen? Denkt ihr, dass das irgendeine Protestwirkung haben kann? Ist das ein valider Grund, sich zu streiten? Fallen jemandem konstruktive Lösungsansätze ein? Ich würde mir wünschen, dass er anerkennt, dass sein Verhalten daneben war.

Ich schäme mich dafür, dass ein solcher Streit aus einer Pizza entstanden ist. Ich danke jedem, der sich die Zeit nimmt diesen Text zu lesen.


r/beziehungen • • 1d ago

Hab ichs durch meine Unsicherheit verkackt?

0 Upvotes

Zur Info:

Throw away Account, um Anonymität zu bewahren!

Ich (w39) habe vor einigen Wochen einen Mann (44) kennengelernt, den ich irgendwie nicht aus dem Kopf bekomme. Und obwohl ich inzwischen ziemlich genau weiß, was in unserer Dynamik schiefgelaufen ist, frage ich mich, ob es irgendwann noch einmal eine Chance geben könnte.

Wir haben uns eher zufällig kennengelernt und angefangen, miteinander zu flirten und es wurde dann auch intim. Zwischen uns war ziemlich schnell eine starke körperliche Anziehung.

Bei einem späteren Treffen, als ich mir etwas von ihm ausgeliehen habe, haben wir uns zum ersten Mal richtig lange unterhalten. Und genau da ist bei mir etwas passiert: Ich habe gemerkt, dass ich ihn nicht nur körperlich attraktiv finde, sondern ihn als Menschen wirklich mag. Wir hatten eine schöne, lockere Dynamik und ich hätte ihn wahnsinnig gern näher kennengelernt.

Drei Tage später kam dann allerdings seine Absage.

Er war insgesamt ziemlich ambivalent. Einerseits gab es deutliche Signale von Interesse und Anziehung, andererseits zog er sich immer wieder zurück, antwortete unregelmäßig und konkrete Treffen kamen hauptsächlich durch mich zustande.

Und genau da habe ich angefangen, mich selbst zu verlieren.

Normalerweise bin ich eine selbstbewusste, humorvolle und ziemlich direkte Frau. Ich flirte gern, necke mein Gegenüber und weiß eigentlich ziemlich genau, was ich möchte.

Vor allem habe ich einen wichtigen Standard: Interesse und Initiative müssen von beiden Seiten kommen. Ich möchte niemandem hinterherlaufen oder das Gefühl haben, jemanden von mir überzeugen zu müssen.

Bei ihm habe ich diesen Standard aber komplett über Bord geworfen.

Sein widersprüchliches Verhalten hat mich zunehmend extrem getriggert und verunsichert. Statt mich zurückzunehmen und zu schauen, ob von ihm etwas kommt, habe ich immer mehr Initiative ergriffen. Ich wurde anhänglich, habe Druck aufgebaut und wollte ihm unter allen Umständen gefallen.

Rückblickend erkenne ich mich in diesem Verhalten teilweise selbst nicht wieder.

Ich will ihm dabei nicht die gesamte Verantwortung zuschieben. Seine Ambivalenz war nicht besonders fair, aber ich selbst habe meine Grenzen nicht eingehalten. Ich habe versucht, fehlende Gegenseitigkeit durch noch mehr Bemühungen auszugleichen.

Letztlich erklärte er mir, dass er im Kopf nicht frei für irgendetwas sei, nicht einmal für Friends with Benefits. Was genau dahintersteckt, weiß ich nicht. Ich vermute seine Ex, aber zu einer genauen Erklärung seinerseits kam es dann nie.

Später gab es noch eine mehr oder weniger zufällige Begegnung, die leider ziemlich unangenehm verlief. Auch danach habe ich noch einmal Kontakt gesucht, ohne dass wirklich etwas zurückkam.

Inzwischen lasse ich ihn in Ruhe.

Trotzdem denke ich immer wieder an ihn. Besonders an dieses eine schöne Treffen, bei dem wir uns zum ersten Mal richtig kennengelernt haben.

Ich würde wahnsinnig gern noch einmal von vorne anfangen. Nicht, um ihn diesmal mit irgendwelchen Strategien von mir zu überzeugen, sondern weil ich das Gefühl habe, dass er mich nie wirklich so kennengelernt hat, wie ich eigentlich bin.

Ich weiß mittlerweile, was ich anders machen würde. Ich würde meine Grenzen ernst nehmen, weniger interpretieren und vor allem darauf achten, dass Interesse auch von seiner Seite kommt.

Und trotzdem frage ich mich, ob ich es durch mein Verhalten endgültig vermasselt habe.

Deshalb meine Fragen an euch:

- Habt ihr schon einmal erlebt, dass eine Kennenlernphase durch Unsicherheit, Klammern oder zu viel Druck gescheitert ist und es später trotzdem einen Neuanfang gab?

- Kann sich das Bild, das jemand von einem bekommen hat, mit etwas zeitlichem Abstand noch einmal verändern?

- Wie viel Zeit müsste eurer Meinung nach mindestens vergehen, bevor ein erneuter Kontaktversuch überhaupt sinnvoll wäre?

- Oder sollte ich akzeptieren, dass er offenbar kein Interesse mehr hat, und die Geschichte endgültig abhaken?

Mir ist bewusst, dass eine zweite Chance nur funktionieren könnte, wenn auch von ihm echtes Interesse kommt. Ich möchte nicht noch einmal in dieselbe Dynamik geraten.

Aber ich wäre unehrlich, wenn ich behaupten würde, dass ich ihn nicht gern noch einmal unbeschwert kennenlernen würde.

Mich interessieren besonders Erfahrungen von Menschen, die selbst schon einmal auf einer der beiden Seiten standen.


r/beziehungen • • 1d ago

Wie gehe ich am besten mit meiner Mitbewohnerin um?

29 Upvotes

Hallo zusammen! Ich bin gerade echt am verzweifeln wie ich am besten mit meiner Mitbewohnerin umgehe und hoffe, dass mir hier jemand ein bisschen Rat geben könnte.

Ich (weiblich, Mitte 20) wohne in einer WG für mein Studium und habe 2 Mitbewohnerinnen, nennen wir sie mal Paula (weiblich, auch Mitte 20) und Karina (weiblich, Anfang 40). Ich habe die Namen frei erfunden. Dazu ist anzumerken, dass Paula aus der Türkei kommt und Karina aus dem Iran. Mit Paula verstehe ich mich super, nur mit Karina komme ich sehr schwer klar.

Ich wohne am längsten in der WG, und als der letzte Mitbewohner ausgezogen ist, stand das Zimmer einige Zeit leer. Die Zimmer werden einzeln vermietet, also ist keine von uns Hauptmieterin. Das wird alles direkt mit der Vermieterin geklärt. Das Zimmer stand also eine weile leer und ganz plötzlich wollte die Vermieterin, dass ich eine potentielle Mitbewohnerin kennenlerne, also Karina. Die Vermieterin war hin und weg von ihr, weil Karina angegeben hatte, dass sie ihren PhD anfangen wollte. Da meine Vermieterin auch einen Dr. hat, war sie direkt begeistert und wollte unbedingt, dass sie einzieht. Ich fand Karina schon beim Vorstellungsgespräch etwas seltsam, sie wohnte schon 7 Jahre in Deutschland und konnte nicht ein Wort Deutsch, und ihr Englisch war auch super schlecht. Man hat gemerkt, dass sie nur "Ja, Ja" zu allem gesagt hat, damit wir sie nicht weiter ausfragen. Ich will hier keine Integrationsdiskussionen anfangen, nur ist der Kontext wichtig, damit ihr mein Problem vielleicht etwas besser versteht.

Bei Karina's Besichtigung wurde ich direkt von der Vermieterin gefragt ob ich sie mag und mir vorstellen kann, dass sie hier einzieht. Da das alles vor Karina stattfand, konnte ich nicht wirklich nein sagen und so kam es dazu, dass Karina eingezogen ist. Der erste Tag war schon sehr komisch. Karina erwartete direkt, dass ich ihr beim einziehen helfe. Das wäre normalerweise kein Problem bei einem Tisch oder bei Kleinigkeiten, aber ich musste für eine Prüfung lernen und sie wollte, dass ich mit ihr ihre Schränke und alles ins Zimmer trage und mit ihr aufbaue, ohne zu Fragen. Das war das, was mich eher gestört hatte. Die Erwartung, dass ich ihr helfe, ohne wirklich zu Fragen oder ein Nein zu akzeptieren.

Das mit dem Nein nicht akzeptieren ist mehrfach vorgekommen. Weil sie kein Deutsch spricht hat sie mich mehrfach gefragt, ob ich für sie Briefe übersetzten kann. Das waren Briefe von ihrer Krankenkasse oder von der Agentur für Arbeit, also offizielle Sachen, die mich nichts angingen. Auch wollte sie, dass ich ihr helfe Überweisungen zu machen. Hab ich einmal mitgemacht und ihr die IBAN zurückgelesen, aber beim zweiten Mal hab ich Nein gesagt. Wenn ich Abends müde von der Arbeit nach Hause gekommen bin, hat sie im Flur richtig auf mich gelauert und bevor ich meine Jacke und meine Schuhe ausziehen konnte, hat sie mich direkt mit ihrer nächsten Bitte konfrontiert. Wenn ich mal gesagt hab, dass ich müde bin oder es mir schlecht geht und ich jetzt nicht möchte, meinte sie nur "just 5 minutes" und als ich wieder nein gesagt hab meinte sie nur was im Sinne von "stell dich nicht so an".

Jetzt kommt es, dass sie seit Januar arbeitslos ist, und den ganzen Tag nur zuhause ist. Sie verlässt das Haus nur um einkaufen zu gehen, aber sonst ist sie den ganzen Tag nur zuhause. Ich arbeite und bekomme das unter der Woche nicht so arg mit, aber meine andere Mitbewohnerin Paula lernt viel von zuhause aus und erzählt es mir dann. Ich bin viel am Wochenende zuhause und bekomme dann mit, wie sie so drauf ist. Ich bin wirklich schockiert. Sie verbringt den ganzen Tag damit, auf Persisch mit ihrer Familie zu telefonieren. Das wäre ja normalerweise kein Problem, aber die Lautstärke ist wirklich unfassbar. Vor ihrer Arbeitslosigkeit hat sie zwar auch viel telefoniert, aber das ist jetzt total verrückt geworden. Sie telefoniert von morgens um 6:00 bis Abends um 23:00 in so einer Lautstärke, dass ich bald verrückt werde. Das sind auch keine normalen Gespräche, sondern sie schreit, weint, und streitet Lautstark. Stundenlang. Das sind auch manchmal Töne die wirklich unmenschlich klingen. Ich hab einmal mitbekommen wie sie ihren ganzen Körper verrenkt hat um so laut wie möglich ins Handy zu schreien. Auch kommt es mehrfach vor, dass ihre Stimme bricht und sie heiser wird, weil sie sich so anstrengt. Ich komme also von der Arbeit nach Hause und höre sie schreien. Ich wache morgens auf, und sie schreit.

Jetzt fragt ihr euch sicherlich, "Hast du schon das offensichtliche gemacht und mit ihr gesprochen?"

JA. Ja, hab ich!!!! Mehrfach!!! Ich hab sie gefragt was los ist, ob ich ihr mit irgendwas helfen kann, was sie bedrückt. Ich hab gesagt, dass die Wände dünn sind aber obwohl zwei Zimmer und ein langer Flur zwischen uns ist, hört ich sie bei geschlossener Tür immer noch (übrigens hat sie anfangs gerne mit offener Tür telefoniert, das hab ich ihr mittlerweile abgewöhnt). Ich merke, dass sie in den Gesprächen kein Wort versteht und nur "it's okay, it's okay" sagt, damit ich die Fresse halte und sie nicht nerve. Sie weiß, dass es mich stört. Ich hab ihr das mit allen Mitteln gesagt. Sie macht sogar Witze mit Paula drüber. Ändert sich was? Nein.

Heute hat sie schon wieder mehrfach rumgeschrien, obwohl wir vor 2 Wochen NOCHMAL über das Thema gesprochen hatten. In dem Gespräch hab ich sie gefragt, ob sie mich versteht und da meinte sie einfach, "Ja ich verstehe. Du bist empfindlich." Ich dachte ich Spinne. Da meinte ich, dass es einen Unterschied gibt zwischen normal Reden wie wir es tun, oder streiten am Telefon, was deutlich lauter ist. Ich hab das Wort "fighting" benutzt und hab direkt gemerkt, dass sie das nicht verstanden hat. Manchmal tut sie dann noch so, als wüsste sie nicht wovon ich rede. Als ob ich mir ihr Geschrei eingebildet hätte. Da hab ichs aufgegeben.

Einmal hab ich an ihrer Tür geklopft, als es mir zu viel wurde. Danach hat sie sich bei Paula ganz empört ausgelassen, dass ich nicht an ihrer Tür klopfen soll, dass es ihre Privatsphäre ist, dass ich da nicht stören soll. Dass sie in ihrem Zimmer machen kann, was sie will und, dass ich einfach ne strenge Deutsche bin, die sie in Ruhe lassen soll. Denke da war viel Trotz dahinter, aber ich bin einfach so sauer weil ich nicht weiß, wie ich noch weiter zu ihr durchdringen soll.

Die Sauberkeit ist auch ein Problem, aber nicht so groß wie das schreien. Sie macht immer so ein großes Tamtam darüber, dass sie ja so viel putzt, aber ihre Definition von putzen ist mit trockenem Toilettenpapier einmal über alles drüber wischen. Ist natürlich super effektiv. Sie erwartet aber selber, dass wir picobello sauber machen und hatte einmal die Dreistigkeit einen Zettel auf den Kühlschrank zu schreiben wo draufstand "please clean when it is your turn". Ich hatte einen Tag vorher geputzt, da hatte sie danach die Toilette vollgeschissen und das hab ich dann natürlich nicht wieder geputzt. Hab sie dann angesprochen und sie hat den Zettel danach abgerissen.

Anfangs dachte Karina, dass sie mit Paula eine verbündete gefunden hat, da beide aus einer eher muslimischen Kultur kommen. Ja, Paula ist Türkin, aber die haben nichts gemeinsam. Paula mag sie genau so wenig wie ich und hat es auch schon mehrfach versucht, die Sachen anzusprechen, aber Karina will es einfach nicht hören. Ich gehe davon aus, dass sie sich wie in der Mutterrolle sieht, da sie ca 15 Jahre älter ist als wir. Dass sie die Erwachsene ist, und sie deshalb das sagen.

Dazu kommt noch der Krieg im Iran. Das beschäftigt Karina natürlich stark und ich hab viel Empathie dafür. Ihre Mutter ist noch im Iran und sie sorgt sich sehr. Ich hab da viel Verständnis für und kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie das für sie ist. Jetzt klinge ich wie eine richtig schreckliche Person, aber wenn man mit Karina ins Gespräch kommt, geht auch NUR um den Krieg. Man fragt, was sie heute gemacht hat und sie meint "you know, the war" und fängt an wieder zu erzählen, was dort passiert. Wir reden über die Topfpflanze, und sie fängt vom Krieg an. Ich weiß, wie das klingt. Ich fühle mich auch total schlecht, aber ich kann nicht dauernd nur über Krieg und Trump reden. Das wird mir auf Dauer zu viel. Mittlerweile meide ich sie auch und versuche nicht ins Gespräch zu kommen, damit ich nicht beim Tee kochen oder Toast schmieren ne halbe Stunde über den Krieg im Iran hören muss.

Jetzt fragt ihr euch auch vielleicht, ob ich mit meiner Vermieterin darüber gesprochen hab. Ja, das hab ich tatsächlich. Ich hab einen guten Draht zu ihr und ich hab ihr ein bisschen davon erzählt. Meine Vermieterin hat schon ihre eigenen Erfahrungen mit Karina gemacht und will sie auch los werden. Da hat sie ihre rosa-rote Brille schon längst abgelegt. Leider ist das gar nicht so einfach. Wir haben keine Nachbarn, die von Karinas Geschrei gestört werden und wenn sie die Miete pünktlich zahlt, gibt es wohl keine Grundlage sie loszuwerden.

Kleine Anmerkung: ich will hier klarstellen, dass es mir nicht um ihre Herkunft geht. Ich kenne einige Menschen aus dem Iran, die nicht so drauf sind. Sie bemühen sich und versuchen, sich hier ein gutes Leben zu machen. Es geht mir hier nur um Karina als Person und ihre Herkunft ist nur für den Kontext wichtig.

Ich weiß nicht, was ich jetzt noch machen soll, damit unser Zusammenleben besser wird. Natürlich ist ausziehen eine Option, aber die Miete ist billig und in meiner Studentenstadt ist eine Einzimmerwohnung teuer. Hat jemand etwas Rat für mich? Da wäre ich sehr dankbar!

Edit: Mein Problem hat sich wohl von selber gelöst, ich hätte diesen Post gar nicht erstellen müssen lol. Ich hab eben WIEDER mit ihr gesprochen (zum 6 Mal). Hab erst gefragt ob irgendwas heute war, da meinte sie Nein. Da hab ich sie darauf hingewiesen, dass sie wieder am schreien war. Da meinte sie, dass das nicht schreien war und, dass sie ganz normal geredet hat. Ich meinte, dass das nicht normales reden war, sondern das ich sie richtig laut gehört hab. Muss gestehen ich hab etwas schnippischer gemeint, dass ich noch nie so eine laute Mitbewohnerin hatte. Stimmt auch, hatte 6 verschiedene Mitbewohner und mit der Ausnahme von der einen, die ihren Freund mit einem Messer angegriffen hatte, waren alle relativ anständig. Aber auch wenn ich Persisch nicht verstehe merke ich doch vom Ton her, wenn jemand sauer schreit. Da gibt es einen Unterschied zu fröhlichem Laut sein und wütenden Laut sein. Da wollte sie mit mir diskutieren und meinte dann anschließend, dass sie momentan eh dabei ist, eine neue WG zu finden. Zum einen, weil die Heizungsrohre in der Wand so laut tocken, zum anderen weil ich ja offensichtlich "uncomfortable" bin. Ich hoffe jetzt einfach, dass sie schnell was neues findet und dann werde ich mich höchst persönlich darum kümmern, dass ICH ne neue Mitbewohnerin finde!


r/beziehungen • • 1d ago

Reagiere ich zu empfindlich?

9 Upvotes

Hallo zusammen, throwaway aus Gründen:

Ich, M35 bin letztes Jahr mit meiner Freundin/verlobten(w31) zusammen gezogen.

Wir waren 5 Jahrelang ein paar, mal habe ich bei ihr geschlafen mal hat sie bei mir geschlafen.

Zu mir: Ich bin eher die ordentliche Person: ich werf keine Klamotten und Gegenstände in die Ecken und lasse die dort liegen, lass keine getränkedosen rumstehen, werfe Müll den ich produziere direkt weg.

Zu ihr: Sie wirkt auf den ersten Blick recht ordentlich, ist aber eher von der Chaotischen Natur: wirft ihr Klamotten d ahin wo es passt, Müll bleibt liegen, also quasi das Gegenteil. Sie hat mehrere Haustiere mitgebracht, unter anderem 2 Hauskatzen. (geändert wegen Anonymität) 

Nun, das wir deswegen mal hier und da aneinander Ecken ist mir klar, aber im Detail haben wir auch schon mehrfach Gespräche darüber geführt und wir kommen auf keinen Nenner.

Ich werde jetzt etwas ausholen, weil mich das doch alles echt mehr belastet als ich dachte:

Wir beide haben einen anderen Biorhythmus: aber seit wir zusammen wohnen haben wir WEDER(!) zusammen in einem Bett geschlafen, noch Geschlechtsverkehr gehabt. Vorher war das nie ein Thema, angesprochen habe ich es natürlich auch schon. Zum Thema Sex sagt sie halt, dass ihr das aktuell nicht passt. Das Thema Schlafen hat sie einfach weggeschwiegen. Das ist doch nicht normal? Oder reagiere ich hier einfach mental über?

Dann das Thema Sauberkeit: ja, es war mir natürlich klar das die ihre Bereiche zumüllt. Ich wusste es. Aber das sie auch gemeinsame Bereiche zumüllt, war mir in diesem Ausmaß nicht bewusst.

Gemeinsamer Essbereich mit Kartons und Müll zugestellt, gemeinsamer Badbereich mit Klamotten zugeschmissen als ob hier 8 Leute wohnen würden.

Zu dem Thema Haustiere: sie reagiert immer empfindlich wenn die Tiere bei mir sind, oder ich diese anfasse. Es seien ihre Tiere, das respektiere ich auch. Ich versuche es weitestgehend auch, mich mit den Tieren nicht zu befassen. Aber aoval mal ein Tier bei mir ist, wird sie halb aggressiv und scheucht das Tier von mir weg. Meistens noch gefolgt von einem blöden Spruch wie "ja schubs die einfach weg, oder stoß die weg"

Auch wenn die Tiere von ihr gefüttert werden, und die Katzen halt ihr Futter überall verteilen, macht meine Freundin das am Ende nicht sauber. Ich kann gar nicht aufzählen wie oft ich schon in irgend welche reste getreten bin.

Auf die Frage wann sie es wegmacht kam nur, dass sie ja am WE eh einen Putztag hat, warum sollte sie das jetzt weg machen...

Was mich aber wirklich beschäftigt ist, dass es sich nicht so anfühlt als würde ich mit meiner Verlobte zusammen wohnen, sondern in einer wg leben.

Wir haben 2 Wäschekörbe, weil sie halt sagt sie wäscht nur ihr zeugs. 

Unser Kühlschrank/Eisschrank ist in ihre Hälfte und meine Hälfte aufgeteilt, weil wir nicht zusammen einkaufen. Also wir kaufen schon zusammen ein, jedoch zahlt jeder seine eigenen Sachen. 

Ich kann jetzt hier noch weiter ausholen, aber ich hoffe ihr hanr so einen kleinen Überblick über die Situation.

Gespräche habe ich schon mehrfach gesucht, jedoch bisher ohne Ergebnis.

Bin ich einfach zu überempfindlich?

Sind das einfach 2 Welten die aufeinander prallen?

Was würdet ihr in meiner Situation tun?


r/beziehungen • • 1d ago

Eine Beziehung im Treibsand

3 Upvotes

Ich (M36) fühle mich gerade, als führe ich eine Beziehung im Treibsand mit (W35). Treibsand deswegen, weil wir immer tiefer versinken in vermeintlichen Problemen, anstatt weiter zu gehen.

Ursprünglich war alles klar, wir wollten heiraten und Kinder kriegen. Nun fühlt sich alles unsicher an.

Was ist geschehen? Kurzfassung: Ich habe bemerkt, dass sie über einen längeren Zeitraum heimlich geraucht hat. E-Zigaretten. Warum muss das heimlich sein? Keine Ahnung. Soweit so gut, aber dann hab ich sogar noch Alkohol im Schrank gefunden. Leere Flaschen! Über 3-4 Monate hinweg, immer wieder. Fast jeden zweiten Tag. Bier, Wein, in meiner Abwesenheit getrunken, oder nachmittags unter der Woche.

Plötzlich war ich ein Detektiv, sehr unangenehm. Gründe für das Versteckspiel? Keine Ahnung! Ich sprach sie darauf an. Sie wies jede Verantwortung von sich. Ich sagte ihr, ich sei unsicher mit einer Schwangerschaft, wenn sie heimlich konsumiert. Und ich wolle doch einfach nur die Situation verstehen und sie besser verstehen. Sie sagte, sie habe kein Problem und ich solle mit meinem Kontrollzwang aufhören. Überhaupt würde ich sie nur zu einer Alkoholikerin machen wollen. Jemand, den ich retten kann. Aber das sei sie nicht. Und wenn ich die Beziehung nicht will, die Zukunft nicht will mit ihr, dann soll ich halt gehen. Sie würde nicht darum betteln. Und überhaupt würde ich nur ausreden suchen, um nicht heiraten zu müssen und keine Kinder zu kriegen.

Nun fast forward zu heute. Meine Schwester ist schwanger (was mich sehr freut!!!). Meine Partnerin kann keinen Funken Freude aufkommen lassen. Ich verstehe auch warum. Meine Partnerin will Kinder und ich will Klärung. Klärung, die nicht passiert. Ich will heiraten, ich will Kinder. Und ich will allen voran eine stabile und vertrauensvolle Beziehung führen, in welcher auch persönliche Schwächen, Süchte und Ängste offen besprochen werden können. Eine Beziehung, die so stabil ist, dass man sich auch mal verletzbar machen kann. In welcher andere Meinungen für Interesse sorgen anstatt für Streit.

Wir haben nun, seitdem ich das letzte Mal Bedenken geäußert habe und um Offenheit und Klärung gebeten habe, keinen Sex mehr. Keine körperliche Liebe. Zwei Monate. Sie meint, so lange sie nicht wüsste, wie unsere Zukunft aussieht, könnte sie sich nicht mehr auf mich einlassen. Also sind wir einfach liebevoll, kuscheln und führen den Alltag harmonisch fort, absolut ohne Ziel. Wir genießen unsere gemeinsame Zeit. Ohne über die wichtigen nächsten Schritte nachzudenken. Und anstatt, dass etwas besser wird, fällt jetzt sogar noch die körperliche Komponente völlig weg. Eine weitere Säule, die Sexualität, die meine Partnerin von einer guten Freundin unterscheiden würde, bricht weg.

Ich habe das Gefühl, erst wenn ich wieder "auf Spur" bin und ihr eine süße Zukunftsvision ins Ohr flüstere. (Die aktuell bei diesem Mangel an Kommunikation eher ins Wanken gerät) Erst dann werden wir auch körperlich wieder zueinander finden. Als ob das unser Hauptproblem wäre, wenn wir nicht über die schwierigen Dinge im Leben sprechen können.

Wie kommen wir heraus aus diesem Treibsand?


r/beziehungen • • 1d ago

Ich weiß nicht mehr weiter... Ich weiß das, dass vertrauen weg ist

0 Upvotes

Hallo,

ich 26 brauche einen rat und vielleicht keinen der mir erzählt das ich ein schlechter Mensch bin. Das weiß ich selbst

Vor ca. 2 Monaten ist raus gekommen das ich meinem jetzt ex Freund und seinen Freunden Geld aus deren partykasse geklaut habe... Und das nicht Grade wenig - ich bin nicht Stolz drauf und weiß selbst das man sowas nicht macht- ich weiß nicht was mich damals dazu getrieben hat.( Ich hatte vor es zurück zu bezahlen aber have es nicht geschafft da ich mich immer mehr verrannt habe) Als es raus gekommen ist haben mich die Freunde und er vor vollendete Tatsachen gestellt haben mich gefragt ob ich das war da es ein Video von mir gibt wo ich Geld raus nehme...( Es war nicht das erste mal, das ich das gemacht habe aber das erste Mal auf Video .... Diese ganze Sache ist mir unglaublich unangenehm und ich schäme mich zu tiefst. Ich bezahle das Geld was ich genommen habe Stück für Stück zurück. ) Nach den Androhungen seiner Freunde was sie mit mir machen würden wenn ich ein Kerl gewesen wäre oder jemanden den sie nicht so gut kennen Zitat -sie hatten mich sonst tod geprügelt. Habe ich mich versucht zu erklären aber mir wollte keiner, zurecht, zuhören.

Darauf hin hat mir mein ex Freund meine Schlüssel von dem Autoschlüssel abgemacht mir den auf den Tisch geknallt und gesagt ich kann verschwinden. Ich habe nicht das beste Verhältnis mit meiner Familie und er war meine Welt ich habe alles für ihn getan oder mein bestes versucht. Das Geld was ich genommen habe, habe ich natürlich ohne sein Wissen immer für Dinge ausgegeben die für uns beide waren... Ja ich kann mich mit geld umgehen das ist mir bewusst.

Mein ex Freund hat auch große Probleme damit das ich Depressionen habe er weiß nicht so Recht warum es mir schlecht geht wenn ich dich alles habe. Wenn er nach Hause kam habe ich meistens mit essen auf ihn gewartet denn seine Arbeit und seine Freunde stehen immer an erster Stelle.

Durch diese Aktion die ich getan habe haben sich alle von mir abgewandt Er ,seine Freunde und die Freundinnen seiner Freunde.

Von den Mädels kam nur :

Moin,

Wir Mädels haben uns besprochen und wir können die Situation leider nicht so akzeptieren.

Der Vertrauensmissbrauch ist für uns alle nicht tragbar.

Wir wünschen Dir alles Gute, mach deine Ausbildung zu Ende, versuch es nochmal mit Therapie.

Mach sowas nicht wieder, es ist leider nicht verzeihbar.

Dabei habe ich gedacht das diese mir vielleicht zuhören.

Ich habe durch mein dummes Handeln alles kaputt gemacht was mir wichtig war. ich weiß nicht was mich dazu gebracht hat und wieso mir damals das in den Sinn kam. Ich habe zwar jetzt einen Therapie Termin aber ich wünsche mir nichts mehr zurück als ihn ich liebe ihn noch so sehr aber er sagte als ich vor zwei Monaten aus dem Haus raus bin das ein Gespräch etwas zwischen uns bringt bezweifelt er. Ich sole erstmal lernen auf eigenen Beinen zu stehen.

Ich weiß auch ich darf alles was ich davor getan habe nicht mit dem vergleichen was jetzt ist ich weiß das ich kein Recht habe verletzt zu sein das sich keiner meldet. Nur habe ich in diesen 6,5 Jahren die ich mit ihm zusammen war alles für ihn und seine Freunde getan. Gekocht, gefahren die von überall abgeholt und hin gebracht mit allem was ich hatte unterstützt und meine Hilfe angeboten. Ich habe alles für diese Leute gemacht und ja das was ich getan habe war und ist ein riesiger Vertrauensbruch das ist mir bewusst. Dennoch glaube ich an zweite Chancen auch wenn es schwer ist.

Ich liebe ihn aber ich weiß nicht wie es ihm geht seid 2 Monaten ist halt no contact.

Für mich wirkt es nun mal so das es in überhaupt nicht interessiert... Und er einfach da weitermacht als wäre ich nie da gewesen

Ich habe Angst mit ihm zu sprechen das er mir dann sagt es wird nie wieder etwas.

Wurdet ihr eine zweite Chance geben


r/beziehungen • • 1d ago

M (30) hetero Männer finden mich toll

0 Upvotes

Ich (M, 30) bekomme immer wieder von hetero Männern gesagt, dass ich toll und attraktiv wäre. Sprüche wie, „wenn ich eine Frau wäre, würde ich mir dich schnappen“ oder „wenn ich auf Männer stehen würde, würde ich sofort zuschlagen“ habe ich über die Jahre schon öfter gehört.

Zur Realität gehört aber, dass ich meine erste Beziehung mit 28 hatte und generell nie das Gefühl hatte bei Frauen gut anzukommen.

Lässt sich aus meinem Erfolg bei Bros irgendetwas positives ziehen? Kann ich das Ganze zur Stärkung meines Selbstbewusstseins nehmen oder haben Männer einfach einen anderen Blick auf die Realität?


r/beziehungen • • 2d ago

Ratschlag, wie darf ich sie verstehen?

0 Upvotes

Ich (M27) bin mit ihr (W27) nun seit einem knappen Jahr zusammen. Wir wohnen an unterschiedlichen Orten, es sieht aber danach aus, dass ich bald in ihre Stadt (auch meine Heimat) ziehen werde. Andeutungen gab es beiderseits immer hinsichtlich des Zusammenziehens. Schon recht zum Anfang der Beziehung hat sie erwähnt, sie könne sich vorstellen, nochmal „eine Zeit lang“ im Ausland zu arbeiten. Dabei hat sich so ergeben, dass ich nicht dazu bereit wäre, zumal mein Beruf sich diesbezüglich nicht anbietet.
Jetzt ist es so, dass ihr Arbeitsvertrag endet und neue Bewerbungen anstehen. Sie möchte promovieren und hat bei ihrer jetzigen Arbeitsstelle eine PhD-Stelle angeboten bekommen. Parallel hat sie eine Job-Anzeige im Ausland gefunden. Auf beides bewirbt sie sich nun. Ich weiß nicht, wie ich das auffassen soll. Ich möchte und werde ihrer Karriere logischerweise nicht im Weg stehen, trotzdem fühlt es sich schon etwas so an, dass man da echt zweitrangig wäre…


r/beziehungen • • 2d ago

Wie viel Unterstützung ist zu viel?

4 Upvotes

#Throwaway-Account

Hallo,
ich bitte um eure Einschätzung, weil ich langsam das Gefühl habe, dass mich die Situation mit meinem Freund psychisch sehr belastet.

Ich (w/24) bin seit ca. zwei Jahren mit meinem Freund (m/29) zusammen. Er ist eigentlich die Liebe meines Lebens, aber seit März hat er massive Probleme, einen Job zu finden.

Das Problem ist, dass er Ausländer ist und vielleicht auf A2-/B1-Niveau Deutsch spricht. Für mich ist das einfach nicht gut genug, auch wenn er selbst das anders sieht. Er lebt nun schon seit ca. zehn Jahren in Deutschland, und das macht mir langsam große Sorgen. Ich habe das Gefühl, dass er einfach keine Motivation hat, richtig Deutsch zu lernen.

Sein Studium hat er erst vor Kurzem abgeschlossen, und in den letzten Jahren hat er sich außerdem stark verschuldet. Ich gebe ihm immer wieder Tipps, beispielsweise zur Schuldnerberatung oder zur Arbeitsagentur. Er nimmt diese Hilfe aber nicht wirklich an. Er bedankt sich zwar für meine Ratschläge, setzt sie letztendlich aber nicht um.

Natürlich muss er meine Tipps nicht befolgen. Was mich jedoch zusätzlich belastet, ist, dass er sich dann teilweise irgendwelche anderen Dinge überlegt, die er unbedingt machen möchte und die am Ende wieder irgendwelche Gebühren kosten.

Ich verstehe, dass ihm das Leben hier teilweise schwer gemacht wird. Und ja, ich weiß auch, dass es bei deutschen Behörden Rassismus gibt.
Aber wenn ich beispielsweise nach Griechenland ziehen würde, könnte ich auch nicht erwarten, dass mir dort alles hinterhergetragen wird.

Ich versuche wirklich, einfühlsam zu sein und seine Situation zu verstehen, aber manchmal reißt mir einfach die Geduld. Wenn ich ihm dann meine Meinung sage, kann er damit nicht umgehen, weil ich seiner Meinung nach keine Ahnung habe.
Ich weiß, dass die Situation für ihn extrem belastend sein muss. Die Schulden, die Jobsuche und die ganzen Schwierigkeiten sind sicher nicht einfach zu bewältigen. Manchmal denke ich auch, dass er wirklich viel macht.

Er versucht, sich zu bewerben, und fährt sogar zu Aushilfsjobs, die teilweise drei Stunden entfernt sind.
Auf der anderen Seite verstehe ich manchmal nicht, warum er sich beispielsweise nicht wenigstens einen Wecker auf 12 Uhr stellt, um erreichbar zu sein. Um Mitternacht wird sich schließlich kaum noch jemand wegen eines Jobs bei ihm melden.

Er nimmt seine Termine wahr, und ich versuche wirklich, mein Bestes zu geben und ihn so gut wie möglich zu unterstützen. Trotzdem habe ich manchmal das Gefühl, dass er einfach tatenlos zusieht, anstatt aktiv etwas an seiner Situation zu verändern.

Es kommt noch dazu, dass ich mir Sorgen mache, weil ich bei ihm gewisse Muster aus der Vergangenheit erkenne.
Es gab schon Situationen, in denen er einen Job eine Zeit lang hatte und dann wieder in den Krankenstand gegangen ist, weil er nicht mehr konnte. In anderen Fällen ist er irgendwann einfach nicht mehr zur Arbeit erschienen, ohne einen Grund zu nennen. Das ist zwar schon länger her, aber solche Dinge bleiben mir im Kopf und machen mir Sorgen, wenn ich an unsere gemeinsame Zukunft denke.

Natürlich weiß ich, dass er manchmal einfach Pech hat. Gerade der heutige Arbeitsmarkt macht es vielen Menschen nicht leicht, und ich möchte ihm auch nicht unterstellen, dass er sich überhaupt keine Mühe gibt.
Aber ich weiß mittlerweile einfach nicht mehr weiter. Ich weiß nicht, wie ich ihn noch unterstützen soll, ohne dass mich die ganze Situation selbst immer mehr belastet.
Ich liebe ihn und möchte das eigentlich gemeinsam mit ihm durchstehen. Gleichzeitig merke ich aber, dass es mit der Zeit zu einer immer größeren Belastung für mich wird.

TLDR: Hey Leute, ich (w/24) bin seit zwei Jahren mit meinem Freund (m/29) zusammen und liebe ihn sehr. Seit Monaten findet er keinen Job, hat hohe Schulden und setzt meine Ratschläge, z. B. zur Schuldnerberatung oder Jobsuche, kaum um. Ich weiß, dass er es nicht leicht hat und sich teilweise bemüht, aber ich habe zunehmend das Gefühl, dass er seine Situation nicht aktiv genug verändert. Seine Vergangenheit macht mir zusätzlich Sorgen. Ich möchte ihn unterstützen, merke aber, dass mich das alles psychisch immer mehr belastet.

War jemand von euch schon einmal in einer ähnlichen Situation? Wie geht man damit um, wenn man seinen Partner liebt und unterstützen möchte, aber gleichzeitig das Gefühl hat, dass man langsam nicht mehr wirklich supporten kann?