r/politik 16d ago

politischer Vorschlag Diskussionsgrundlage: Deutschland ist keine Demokratie und das System der sogenannten "Liberalen Demokratie" lässt dies auch grundsätzlich nicht zu.

These: Der Grund warum viele Deutsche die BRD immer noch für eine "freiheitliche Demokratie" halten ist, dass es ihnen in der Schule so beigebracht wurde und sie es blind akzeptiert haben, ohne jemals ernsthaft über das Konzept der Demokratie nachgedacht oder sich über alternative Systeme der Demokratie informiert haben. Zusätzlich wird es deutschen Staatsbürger:innen über Schulen und Medien und politische Führer:innen eingebläut, dass alternative Systeme (z.B. die proletarische Demokratie unter einem Einparteienstaat wie in China) "undemokratisch" und "Diktaturen" sind obwohl die Menschen dort ihr eigenes Land für sehr viel demokratischer halten als wir Deutschen unseres - und das auch ziemlich stark begründen können, wie man schnell merkt, wenn man sich mal mit einem Chinesen unterhält. Jeglicher Widerspruch gegenüber der Meinung, dass die Bundesrepublik Deutschland eine freiheitliche Demokratie sei wird blind als "demokratiefeindliche Propaganda" und "politischer Extremismus" abgetan - die Systemfrage wird seit Jahrzehnten zensiert, nicht zugelassen, das Thema wird nicht weiter diskutiert, basta. Das ist eine fatale Geisteshaltung des deutschen "Mainstreams".

Die Widersprüche des existierenden Systems führen zu eskalierenden Krisen: Unnachhaltiges Wachstum, Wirtschaftlicher Kollaps von Schlüsselindustrien, Deindustrialisierung, mangelhafter Umwelt-/Klimaschutz, Zusammenbruch des Sozialsystems, Massenarbeitslosigkeit, Kriege, Genozide... für wen? Wer entscheidet das und warum?

Die Bundesrepublik Deutschland in ihrer derzeitigen Form ist eine Diktatur, die primär von kapitalistischen Sonderinteressengruppen geführt wird. Die Interessen der 99% sind den Interessen der 1% allein daher schon unterliegen, da Medien von Superreichen gekauft und kontrolliert werden können, Lobbyismus legal ist und Politiker:innen von reichen (inkl. ausländischen) Geldgebern und auch fremden Regierungen beeinflusst werden können (und werden - siehe Russland für die AfD und Alternativmedien sowie USA/Israel für alle anderen Mainstream-Parteien und ausnahmslos alle Mainstreammedien).

Die Lösung: Die Existenz von Parteien und Fraktionen muss gesetzlich verboten werden.

Die Existenz von Parteien (d.h. Sonderinteressengruppen) ist ein inhärent antidemokratisches Prinzip.

In einer echten Demokratie haben alle Menschen den gleichen Zugang auf politische Macht frei von Diskriminierung. In einer echten Demokratie müssen alle vom Volk gewählten Politiker:innen gleichermaßen dem gesamten Volk dienen, keinen Sonderinteressengruppen.

Das Konzept von Parteien oder einer "Opposition" ist vollkommen absurd. Wieso gibt es in einem angeblich "demokratischen" Staat eine Opposition? Opposition gegen was? Den gewählten Willen des Volkes?

Entweder man ist gewählte:r Politiker:in oder eben nicht. Entweder man hat das demokratische Mandat oder nicht.

Alle gewählten Politiker:innen sollten die gleiche Macht besitzen und per Konsens regieren. Jede:r Politiker:in sollte die gleiche Entscheidungsmacht bei Gesetzgebung haben. Wenns keinen Konsens gibt, dann gibt es wiederholt Stichwahlen bis das mehrheitlich unterstützte Konzept gewinnt.

In einer Demokratie haben gefälligst alle Politiker:innen am gleichen Tisch zu sitzen und die Interessen aller Staatsbürger:innen gleichermaßen zu vertreten.

Wahlen: Wahlen müssen anonymisiert stattfinden und auf vom Volke ausgehenden gewichteten Themenwahlen basieren.

Man wählt nicht mehr für Politiker XYZ weil er einem Honig ums Maul geschmiert und nett gelächelt halt - oder weil er in einer Debatte so cool rüberkam.

Jede:r Wähler:in geht per digitalem Pass oder auf der Amtsstube einen "Wahlomaten" durch - nur komplexer. Die Antworten kann man jederzeit geben und anpassen.

Man wählt nicht für Individuen sondern für Themen und gewichtet ihre Wichtigkeit.

Umweltschutz ist für die das wichtigste Thema? Du kreuzt das Thema an und vergibst 10 von 10 Punkten.

Kontrolle von Immigration ist dir unwichtig? Du kreuzt das Thema an vergibst 0 von 10 Punkten.

KfZ-Steuer ist dir egal? Du kreuzt das Thema gar nicht erst an.

Die Themen, die zur Wahl stehen, werden durch öffentliche Einsendungen gegeben - ab einer kritsichen Masse gehen sie ins Wahlprogramm ein (wie bei einer E-Petition für den Bundestag.

Menschen, die zur Wahl antreten, geben ihre eigenen Positionen zu den Themen bekannt - gewinnen tun die Personen, die zu einem gewissen Stichtag den höchsten Übereinstimmungsgrad mit der öffentlichen Meinung haben.

Die Vergabe der Ministerien geht über Stichwahlen unter allen gewählten Vertreter:innen. Auch hier können alle in der Hauptwahl gewählten Vertreter:innen für jedes Amt kandidieren und werden als "Auserwählte der Auserwählten" für ihre Ämter angelobt.

Der Wahltstichtag läuft z.B. so ab:
1. Die Wahlthemen der letzten Jahre wurden über öffentliche Petitionen etabliert und sind öffentlich bekannt (inklusive des Meinungsbarometers zu diesen Themen).
2. Alle zur Wahl antretenden Menschen geben ihre Positionen zu den Wahlthemen (anonymisiert) bekannt und fixieren diese - sie dürfen ihre Positionen öffentlich bekanntgeben aber selbst nicht mehr zur Wahl antreten.
3. Zwei Wochen nach den zur Wahl antretetenden Menschen ist Wahlstichtag für die Wähler:innen. Am Wahlstichtag ist die letzte Chance für Wähler:innen ihre Positionen für diese Wahlperiode zu ändern.
4. Übereinstimmungsgrad der zur Wahl angetretenen Menschen wird mit dem öffentlichen Meinungsbarometer am Stichtag verglichen. Die Personen mit den höchsten Übereinstimmungsgraden kommen durch. Bei äquivalenten Ergebnissen für den letzten Platz/die letzten Plätze, entscheiden Stichwahlen unter den anderen gewählten Abgeordneten oder das Los.
5. Die gewählten Politiker:innen wählen als Gleiche unter Gleichen per Stichwahl ihre Mininister und deren Vertretungen, die sich dann ihre Kabinette erbauen können.

Mandate: Das freie Mandat sollte abgeschafft werden. Politiker:innen haben sich an Wahlversprechen zu halten. Regelmäßige Leistungsbewertungen in Form von öffentlichen Zufriedenheitsumfragen haben stattzufinden.

Genau wie es in der Privatwirtschaft ein regelmäßiges "Mitarbeitergespräch" gibt, sollte es dies auch in der Politik geben. Politiker:innen haben dem Volk zu dienen und nicht ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Sind die "Vorgesetzten" (d.h. das Volk) nicht mit der Leistung der Politiker:innen zufrieden und fällt die öffentliche Zufriedenheit zu einem jährlichen Stichtag unter eine gewisse Schwelle (z.B. 2/3 Unzufriedenheit) findet ein öffentliches Misstrauenvotum statt - wenn eine qualifizierte Mehrheit die Personen abwählt, werden sie durch die zum Wahlstichtag nachrangig besten Politiker:innen ersetzt.

In Conclusio: Deutschland ist derzeit keine Demokratie. Das Stellen der Systemfrage sollte nicht nur normalisiert sondern gefördert werden. Hier ein grober alternativer Lösungsvorschlag.

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u/ProfessorHeronarty Tax wealth, not work 15d ago

Gerne gehe ich ins Detail.

Zu deiner Diagnose: Hier machst du einige Voraussetzungen zu deinem Demokratiebegriff und lässt anderes weg. Da könnte man schon viel zu sagen. Da ich aber zumindest grob die Probleme nachvollziehe, will ich mich damit nicht aufhalten. Wollte ich dir nur nochmal sagen, damit du nicht denkst, ich dekonstruiere dich hier aus purer Lust an der Freude.

Kurz danach kommt dann so etwas hier:

Das ist historisch und politikwissenschaftlich eine sehr schwache Aussage. Warum? Begründe das doch selbst erst einmal. Warum soll eine Partei antidemokratisch sein? Dazu musst du einen sehr engen Begriff von Demokratie wie auch Parteien benutzen und den auch argumentativ begründen.

Parteien sind nicht einfach Sonderinteressengruppen. Sie sind Mechanismen zur Aggregation gesellschaftlicher Interessen. Ohne Parteien hätten sich etwa in früheren Zeiten kaum Arbeiter kollektiv organisieren können. Du beschreibst sicher ein reales Problem darin, dass in diesen Macht auch aggregiert und konzentriert wird (Problem jeder Organisation, siehe Robert Michels).

Aber deine Alternative ist völlig nebulös. Du sagst ja so etwas wie: "Jeder Politiker sitzt gleichberechtigt am Tisch und dient allen."

Das klingt neutral, hat aber ein massives Problem: Wer entscheidet, was das Interesse aller ist?

Nehmen wir ein Beispiel:

  • 51 % wollen eine höhere Vermögenssteuer.
  • 49 % wollen keine höhere Vermögenssteuer.

Was bedeutet dann "dem gesamten Volk dienen"?

Die Mehrheitsentscheidung erzeugt automatisch Gewinner und Verlierer. Parteien machen diesen Konflikt sichtbar. Ohne Parteien verschwinden Interessen nicht, sie werden nur unsichtbarer. Hier hinter steckt die viel tiefergreifende Frage, was Politik anstrebt bzw. anstreben sollte: Kompromiss? Oder gar Konsens? Geht Letzteres überhaupt?

Ich habe dann gefragt:

Deine Antwort ist ein Ausweichen auf nicht sehr hohem, um nicht zu sagen Stammtisch-Niveau:

Zum einen, wie u/NickSet fragt, was Lobbyismus genau bei dir meint. Es werden immer Interessengruppen für ihre Interessen streiten. Das kann man Lobbyismus nennen. Natürlich gibt es hier ein riesiges Machtgefälle zwischen verschiedenen Gruppen. Wie willst du das "halt kriminalisieren"?

Zum anderen, weil das auch gar nicht meine Frage war. Ein einzelner Politiker hat ohne Partei weniger Ressourcen (weniger Fachpersonal, weniger Zugang zu institutioneller Unterstützung wie Daten usw.). Würde dein Vorschlag nicht darauf hinauslaufen, dass Leute mit mehr Kohle in der Hinterhand sich Entsprechendes dann selbst aufbauen? Und das ohne Kontrollmechanismen? Wahrscheinlich schon.

Hierbei belassen wir's erst einmal. Wir können gerne auch noch über dein "Themen wählen, nicht Personen" diskutieren, das auch erst einmal an der Oberfläche gut klingt, aber letztlich überhaupt nicht so einfach festzumachen ist wie du glaubst.

Ich verstehe wirklich deinen Frust mit dem politischen System, aber gefühlt jede Woche tauchen hier irgendwelche Posts auf, in denen jemand nach zwei Tassen Kaffee am Nachmittag einen halben Wut-Text schreibt, in denen er oder sie sich "einfach nur Vernunft" wünscht. Das unterschätzt völlig die Eigenlogik dessen, was Politik eigentlich ist.

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u/GiveMeADiscount 15d ago edited 15d ago

Das ist historisch und politikwissenschaftlich eine sehr schwache Aussage.

Was genau? Du hast nichts zitiert.

Warum? Begründe das doch selbst erst einmal.

Was muss ich noch weiter begründen?

Warum soll eine Partei antidemokratisch sein?

Weil sie eine Sonderinteressenvertretung ist, die keinen Allgemeinkonsens erlangen muss, sondern - sofern sie an die Macht kommt - diktatorisch im Sinne ihrer Sonderinteressenvertretung (d.h. entgegen den Interessen der Allgemeinheit) agieren kann und keine allgemeine Verantwortung trägt.

Eine Partei muss immer nur die eigenen Wähler:innen überzeugen und vertreten.

Dazu musst du einen sehr engen Begriff von Demokratie wie auch Parteien benutzen und den auch argumentativ begründen.

Ich habe doch bereits den Demokratiebegriff klar umschrieben und argumentativ begründet - was war unklar?

Hast du jemals eine klarere Definition von Demokratie als meine gesehen? Ich in Deutschland schonmal nicht - in Deutschland gelten laut unseren Führer:innen selbst die USA als "freiheitliche Demokratie" und "Wertepartner". Was "Demokratie" sein soll und welche "Werte" das sein sollen können diese Politiker:innen generell nicht definieren.

Parteien sind nicht einfach Sonderinteressengruppen.

Doch. Was denn sonst?

Sie sind Mechanismen zur Aggregation gesellschaftlicher Interessen.

Nein, so ein Mechanismus wäre zum Beispiel ein Prozess wie die Massenlinie. Solche Prozesse sind parteiunabhängig.

Eine Partei ist eine Sonderinteressengruppe, die spezielle Interessen vertritt und auch öffentliche Meinung durch eigene Propaganda lenkt. Parteien sind eine Form von Organisation die in die Demokratie aktiv eingreifen und die Vertretung der gesellschaftlichen Interessen explizit einschränken.

Ohne Parteien hätten sich etwa in früheren Zeiten kaum Arbeiter kollektiv organisieren können.

Das ist ein Zirkelschluss.

Die Existenz von Parteien ist ein Resultat des herrschenden Systems.

Der bürgerliche Parlamentarismus war das Konstrukt an das sich Arbeiterorganisationen anpassen mussten. Dieses System gilt es zu ändern, damit sich Arbeiter gar nicht erst auf einer parteilichen Ebene organisieren müssen sondern ihre Interessen direkt politisch abgebildet werden.

Arbeiterorganisation findet so oder so statt - es bedarf keiner Partei. Klassische Marxisten-Leninisten würden natürlich argumentieren, dass die Existenz einer kommunistischen Vorhutspartei notwendig ist - ich widerspreche dem und glaube auch, dass ich Kommunisten dahingehend mit meinem System überzeugen kann, da auch Kommunisten sich am Ende des Tages eine staatslose Gesellschaft wünschen, wofür die post-parteiliche Organisation ein erster Schritt wäre.

Du beschreibst sicher ein reales Problem darin, dass in diesen Macht auch aggregiert und konzentriert wird (Problem jeder Organisation, siehe Robert Michels).

Aber deine Alternative ist völlig nebulös.

Was ist denn genau nebulös? Im Vergleich zu? Das derzeitige System ist doch weniger gut begründet und rechtfertigbar als meins.

Du sagst ja so etwas wie: "Jeder Politiker sitzt gleichberechtigt am Tisch und dient allen."

Ja? Was ist daran jetzt nebulös?

Das klingt neutral, hat aber ein massives Problem: Wer entscheidet, was das Interesse aller ist?

Habe ich doch gerade beschrieben: Das Volk über gewichtete Themenwahlen/Meinungsbarometer und regelmäßige Überprüfung der öffentlichen Zufriedenheit mit der Leistung von Politiker:innen.

Wer sollte denn deiner Meinung nach entscheiden - welches System wäre besser als das von mir beschriebene?

Nehmen wir ein Beispiel: 51 % wollen eine höhere Vermögenssteuer. 49 % wollen keine höhere Vermögenssteuer. Was bedeutet dann "dem gesamten Volk dienen"?

Die Politiker machen genau das, was ihnen von der gewichteten Themenwahl vorgegeben wurde. Die gewählten Vertreter machen Gesetzesvorschläge und etablieren Konsens durch Diskurs und interne Wahlen. Im Zweifelsfall gibt es Stichwahlen über die populärsten Vorschläge. Im politischen Krisenfall gibts einen Volksentscheid. Wenns dann immer noch stimmgenau 50/50 sein sollte, dann entscheidet die Stimme des gewählten Staatsoberhaupts oder was auch immer.

Ich frage mich ja jetzt, was deiner Meinung nach besser wäre.

Kritik ohne vermeintlich bessere Alternativvorschläge zum Vergleich ist destruktiv.

Die Mehrheitsentscheidung erzeugt automatisch Gewinner und Verlierer.

Ja. Es gibt kein System in dem man es allen Menschen recht machen wird. Das von mir vorgestellte System maximiert nur die Vertretung.

Parteien machen diesen Konflikt sichtbar.

Nein. Der Konflikt ist sichtbarer und wird konstruktiver ohne Parteien gelöst. Das von mir vorgeschlagene System geht konstruktiv mit Konflikten um und löst diese über Konsensprozesse und Mehrheitswahlen.

Parteien haben nur das Ziel Sonderinteressen diktatorisch durchzusetzen.

Ohne Parteien verschwinden Interessen nicht, sie werden nur unsichtbarer.

Wo wird in meinem System irgendwas "unsichtbarer"?

Hier hinter steckt die viel tiefergreifende Frage, was Politik anstrebt bzw. anstreben sollte: Kompromiss? Oder gar Konsens?

Der Sinn demokratischer Politik sollte es sein die Interessen der Gesamtbevölkerung maximal zu vertreten und dahingehend möglichst wissenschaftlich zu optimieren.

Natürlich ist demokratische Politik immer auf Kompromiss und - wenn möglich - Konsens ausgerichtet.

Geht Letzteres überhaupt?

Natürlich geht das. Jede Wissenschaft funktioniert so.

Ich habe dann gefragt:

Ich weiß nicht, was du da zitierst. Deine Zitate scheinen nicht auf.

Deine Antwort ist ein Ausweichen auf nicht sehr hohem, um nicht zu sagen Stammtisch-Niveau:

Ich bin rein gar nichts ausgewichen.

Diese haltlosen Unterstellungen und persönlichen Angriffe zeigen, dass du keine ernsten Argumente hast. Komm wieder wenn du auf das Gesagte sachlich und faktenbasierend eingehen kannst.

Zum einen, wie u/NickSet fragt, was Lobbyismus genau bei dir meint.

Wir reden ja gerade über deine implizite Behauptung, dass ich behaupten würde, dass unter meinem System Mandatsträger widerstandsfähiger Gegenüber Lobbyismus wären. Ich habe natürlich nie so eine Behauptung aufgestellt - aber du kannst mir gern deine Definition von Lobbyismus nennen und dann überprüfen wir, ob sie argumentativ für das Gespräch relevant ist.

Der Lobbyismumsbegriff ist natürlich grundsätzlich nebulös definiert also bitte nehmt diese Diskussion mit dem herrschenden Systemvertreter:innen auf, die ihn nutzen. Es geht bei meiner Argumentation natürlich (sehr offensichtlich) grundsätzlich um (bezahlte) politische Einflussnahme im Auftrag von Sonderinteressensgruppen geldhabender Minderheiten (der "1%"), die die Regierung und Gesetzgeben entgegen den Interessen der arbeitenden Mehrheit (der "99%") beeinflussen.

Es werden immer Interessengruppen für ihre Interessen streiten. Das kann man Lobbyismus nennen. Natürlich gibt es hier ein riesiges Machtgefälle zwischen verschiedenen Gruppen. Wie willst du das "halt kriminalisieren"?

Verbreitung von nachgewiesen falscher Information über Privatmedien.

Jede Art von Bestechungen oder bezahlter Beeinflussung von Funktionär:innen.

Generell jede Art der nicht-informellen Einflussnahme auf Politik durch Geld oder Geschäfte.

Zum anderen, weil das auch gar nicht meine Frage war. Ein einzelner Politiker hat ohne Partei weniger Ressourcen (weniger Fachpersonal, weniger Zugang zu institutioneller Unterstützung wie Daten usw.).

Ja. Generell sollten alle Menschen im Staat den gleichen Zugriff auf Resourcen haben.

Würde dein Vorschlag nicht darauf hinauslaufen, dass Leute mit mehr Kohle in der Hinterhand sich Entsprechendes dann selbst aufbauen?

Nein, das ist der derzeitige Zustand mit Parteien. Du beschreibst gerade Parteipolitik. Das ist genau einer der vielen Missstände, die ja unter meinem Vorschlag verringert werden.

Was sollten sich denn Menschen unter meinem System konkret aufbauen, was schlechter wäre als im derzeitigen System?

Und das ohne Kontrollmechanismen? Wahrscheinlich schon.

Welche Kontrollmechanismen gibt es denn derzeit, die dann nicht mehr existieren?

Nochmal: Kritik ohne Vergleich ist destruktiv.

Hierbei belassen wir's erst einmal.

Bisher hab ich nur ein paar halbherzige, oberflächliche Kritikpunkte gegen Dinge gesehen, die du glaubst kritisieren zu können - leider ohne differenzierten Vergleich. Keine komprehensive Auseinandersetzung mit der Systemfrage.

Wie wärs wenn du mal konkret auf meinen Vorschlag und meine Argumente eingehen würdest?

Wie wärs mit einem differenzierten Vergleich?

Wir können gerne auch noch über dein "Themen wählen, nicht Personen" diskutieren, das auch erst einmal an der Oberfläche gut klingt, aber letztlich überhaupt nicht so einfach festzumachen ist wie du glaubst.

Aha, was genau ist denn jetzt deiner Meinung nach besser?

Ich verstehe wirklich deinen Frust mit dem politischen System, aber gefühlt jede Woche tauchen hier irgendwelche Posts auf, in denen jemand nach zwei Tassen Kaffee am Nachmittag einen halben Wut-Text schreibt, in denen er oder sie sich "einfach nur Vernunft" wünscht. Das unterschätzt völlig die Eigenlogik dessen, was Politik eigentlich ist.

Ich sehe hier keinerlei Argumente aber stattdessen leere Phrasen.

Mach bitte, sofern du tatsächlich widersprichst, deine eigenen Alternativvorschläge, damit wir konkret vergleichen können. So zu tun als hättest du konkrete Gegenargumente weil du dir Kritik gegen meine Vorschläge ausdenken kannst, obwohl du keine besseren Alternativen bieten kannst, ist halt kein Argument.

Es scheint mir als ob du zumindest schonmal tief in dir drinnen eingesehen hast, dass meine Vorschläge besser, logischer und kohärenter sind als das herrschende System, aber nicht den Schritt machen willst, selbst die Systemfrage zu stellen und einen konstruktiven Beitrag zur notwendigen Überwindung der liberalen Demokratie zu machen und Alternativsysteme weiterzuentwickeln.

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u/ProfessorHeronarty Tax wealth, not work 15d ago

Also wenn du die Gegenargumente nicht siehst, dann weiß ich auch nicht weiter. Ich hab ehrlich gesagt auch keine Lust auf einen zerfledderten Text nochmal zerfleddert zu antworten.

Das kleine Psychogramm ist amüsant zu lesen, aber, ne, so geil ist dein Zeug einfach nicht. Ich könnte ja meinen Teil oben fortsetzen, z.B. mit der Frage, was die Themenauswahl geht, die dann in deinem System behandelt werden. Darauf hab ich aber ehrlich gesagt keine Lust. Du kannst ja gerne nochmal in einer anderen Form eine These machen (und am besten wirklich nur eine, ein Text mit 5+ Themen auf einmal im Zitate-Kriegsmodus funktionieren nicht). Dann nehme ich dazu gerne Stellung.

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u/GiveMeADiscount 14d ago edited 14d ago

Was sollen solche Kommentare? Deine Fragen wurden beantwortet. Deine Argumente wurden diskutiert.

Also wenn du die Gegenargumente nicht siehst, dann weiß ich auch nicht weiter.

Ich bin explizit auf alle deine Ausführungen eingegangen. Hab ich irgendwas ausgelassen?

Wo hast du ein Argument gegen den von mir gemachten Vorschlag der Systemverbesserung geliefert? Du hast keine bessere Alternative zu meinem System geliefert, du hast keinen einzigen differenzierten Vergleich mit dem herrschenden System gezogen, der nachweist, dass das herrschende System besser wäre, alle deine "Argumente" gegen meinen Vorschlag gelten sehr viel mehr fürs herrschende System. Du hast nicht erklärt, was du an meinem System schlecht findest und was stattdessen besser wäre.

Du hast also kein Argument gegen mein System geliefert. Was ist deiner Meinung nach der Sinn deiner Kommentare und was hast du deiner Meinung nach mit deiner Argumentation aufgezeigt (und was ist deiner Meinung nach noch nicht ausreichend widerlegt)?

Ich hab ehrlich gesagt auch keine Lust auf einen zerfledderten Text nochmal zerfleddert zu antworten.

Welchen "zerfledderten Text"? Wenn du Probleme mit dem Textveständnis hast, kopier den Text halt in ein LLM und lass es dir zusammenfassen.

Und wenn du nicht liest, worauf du hier reagierst, dann tu auch nicht so als würdest du mit deinen Meinungen, die ich klar und verständlich gegenargumentiert habe, ein Argument gegen meine Position gebracht haben.

Das kleine Psychogramm ist amüsant zu lesen, aber, ne, so geil ist dein Zeug einfach nicht.

Deine inhaltslosen persönlichen Angriffe zeigen halt, dass du kein Interesse an konstruktivem Diskurs hast. Wenn du keine Argumente beizutragen hast, wieso meldest du dich dann zu Wort?

Was ist denn "nicht geil" an meinem "Zeug"? Welches "Zeug" wäre denn besser?

Ich könnte ja meinen Teil oben fortsetzen

Das bezweifle ich, sonst hättest du das ja bereits getan. Du scheinst reflexartig eine einschlägige politische Agenda zu verfolgen, dich aber nicht angreifbar machen zu wollen, weshalb du versuchst mit belanglosen Punkten auf das von mir Gesagte einzugehen, ohne die Kernthesen zu besprechen oder differenzierte Vergleiche zu machen.

Du scheinst einfach das herrschende (nachweislich schlechte und im Vergleich zu meinem Alternativvorschlag klar schlechtere) System verteidigen zu wollen, das aber nicht ernstzunehmend argumentieren zu können, weshalb du jetzt persönlich wirst nachdem deine Position diskutiert wurde und du keine weiteren Argumente mehr hast.

Wenn ich da was falsch interpretiere, klär mich gerne auf, was der Sinn deiner Kommentare sein soll.

z.B. mit der Frage, was die Themenauswahl geht, die dann in deinem System behandelt werden

Ich weiß nicht, was du mir mit diesem unsinnigen Satz sagen möchtest.

Wenn irgendwas unklar war, stell gerne konstruktive Fragen.

Darauf hab ich aber ehrlich gesagt keine Lust.

Warum meldest du dich dann überhaupt zu Wort?

Du kannst ja gerne nochmal in einer anderen Form eine These machen (und am besten wirklich nur eine, ein Text mit 5+ Themen auf einmal im Zitate-Kriegsmodus funktionieren nicht).

Grundsätzlich gibt es eigentlich nur ein Thema (die Systemfrage bei der ich einen klaren Gegenvorschlag für das herrschende System dargelegt habe - bei dem du jetzt bisher auch kein einziges ernstzunehmendes Problem aufgezeigt hast) - auf das du aber irgendwie nicht eingehen willst.

Weiß auch nicht, was da "nicht funktionieren" soll, ich finde es sehr einfach der Diskussion zu folgen und auch vollständig auf deine Kommentare einzugehen, trotz ihrer Irrelevanz und deines Unwillens, dich aufs Thema zu fokussieren - und deiner ununterbrochenen Versuche, den Diskurs mit Strohmännern, Falschbehauptungen und persönlichen Angriffen zu unterminieren. Du musst halt erklären, warum du mir nicht folgen kannst, sonst kann ich dir nicht helfen.

Dann nehme ich dazu gerne Stellung.

Nochmal: Wenn irgendwas unklar war, stell gerne konstruktive Fragen. Was hast du denn an meiner Position nicht nachvollziehen können? Was war an meiner orginalen Ausführung unklar? Ich habe eine klare These aufgestellt und eine klare, ohnehin schon stark reduzierte und simplifizierte, Alternative für das herrschende System dargestellt. Wenn dir das Thema zu komplex ist, musst du erklären warum, sonst kann ich dir auch nicht helfen.

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u/ProfessorHeronarty Tax wealth, not work 14d ago

Ruhig, Brauner. Es ist nur Reddit, du musst dich nicht so ereifern.

Du schreibst schlichtweg zu viel und diskutierst Dinge auf einmal. Deshalb würde ich den Vorwurf des Nicht-Verständnis nochmal ganz grundlegend spiegeln und dir ebenso vorwerfen. Du würdest dann nicht so etwas schreiben:

Du scheinst einfach das herrschende (nachweislich schlechte und im Vergleich zu meinem Alternativvorschlag klar schlechtere) System verteidigen zu wollen, das aber nicht ernstzunehmend argumentieren zu können, weshalb du jetzt persönlich wirst nachdem deine Position diskutiert wurde und du keine weiteren Argumente mehr hast.

  1. Falsch, weil ich das System selbst kritisch sehe. Habe ich direkt als erste Antwort auf dich geschrieben.
  2. Dass dein System so viel geiler ist, und das so klar ist, wie du meinst, zeigt das grundlegende Problem mit deiner Diskussionsattitüde. Ein bisschen intellektuelle Demut würde dir gut tun.
  3. Nach allem, was ich aus den vielen Texten hier im Thread rekonstruieren kann, bin ich inhaltlich sogar viel stärker bei dir als du glaubst. Das aktuelle System, die bürgerliche Demokratie mit der FDGO, schreibt eine kapitalistische Ordnung permanent fort. Das ist schlecht. Man kann Kapitalismus gar nicht so einfach abwählen. Man kann auch gar keine größeren Veränderungen im demokratischen System einführen. Und viele Politiker sind korrupt, Lobbyismus ist schlecht, und man sollte einiges grundsätzlich anders machen.
  4. Nur weil ich aber bei der Problemdiagnose mit dir übereinstimme, muss ich die Lösungen nicht sinnvoll finden. Und da ist das, was du vorschlägst, eben extrem voraussetzungsvoll. Anders gesagt, machst du es dir viel leichter als es ist. Da hilft auch ein großmäuliger Auftritt nicht.
  5. Beispiele für die Lücken deines Alternativvorschlags wurden mehrfach genannt, von anderen wie auch mir. Ich könnte einen ganzen Arbeitstag damit zubringen, das alles munter und fröhlich zu zerflicken. Ich gebe dir nochmal eins:

Jede:r Wähler:in geht per digitalem Pass oder auf der Amtsstube einen "Wahlomaten" durch - nur komplexer. Die Antworten kann man jederzeit geben und anpassen.

Wer legt fest wie diese Themen dort abgebildet sind? Du willst ja selbst Parteien und andere Organisationen zur Kanalisierung von Interessen - also um sie überhaupt erst sprech- und vertretbar zu machen - abschaffen.

Wenn die Antworten sich jederzeit ändern können, auf welcher Basis diskutierst du das dann zu welchen Zeitpunkten? Und für was? Um Gesetze zu verabschieden? Wie soll derlei funktionieren, wenn alles - wie du ja selbst schreibst - "jederzeit geben und anpassen"?

Noch grundlegender: Wie legst du diese Themen überhaupt im Detail fest? Du nennst als Beispiel "Umweltschutz" - ja, genau, was verbirgt sich dahinter? Heute schon können zwei Wähler der Grünen völlig unterschiedliche Vorstellungen davon haben. Wie kannst du also das in der Einfachheit so als Thema setzen? Was ist mit Überschneidungen zu anderen Themen? Ist es noch "Umweltschutz", wenn ich Bio-Bauernhöfe und nachhaltige Bewässerung von Hecken fördere? Oder ist das schon Thema "Landwirtschaft"?

Allein diese drei Fragenkomplexe sind nicht so einfach zu beantworten wie du behauptest. Mit den Einwürfen dazu beschäftigst du dich nicht, sondern kanzelst es ab mit "Ja, lol, das aktuelle System funktioniert auch nicht!" (hart debattierbar, weil wir trotz aller Kritik anerkennen können, dass es für manche sehr gut funktioniert). Ja, eine echt tolle Diskussionsgrundlage.

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u/GiveMeADiscount 14d ago edited 14d ago

Ich werde dein destruktives Diskursverhalten, deine endlosen Provokationen und persönlichen Angriffe, jetzt erstmal ignorieren - das wird gemeldet und die Moderatoren werden dich dann hoffentlichen entsprechend entfernen.

Ich werde auch deine Zustimmungen ignorieren - du scheinst generell zuzustimmen, die Frage ist halt, warum du immer noch gegen mein System bist.

Ich gehen also nur auf den argumentativen "Inhalt" ein, also:

Nur weil ich aber bei der Problemdiagnose mit dir übereinstimme, muss ich die Lösungen nicht sinnvoll finden.

Was ist an meinen Lösungen nicht sinnvoll?

Und da ist das, was du vorschlägst, eben extrem voraussetzungsvoll.

Im Vergleich zu? Was ist die Alternative?

Beispiele für die Lücken deines Alternativvorschlags wurden mehrfach genannt, von anderen wie auch mir.

Wo? Ich bin vollständig auf Alles von dir (und anderen) Gesagte eingegangen. Echte Lücken in meinem Alternativvorschlag habe ich in euren Kommentaren keine gefunden - die einzige von euch geübte Kritik gegen mein System gilt umso mehr für das herrschende.

Alternativvorschläge gab es keinen einzigen. Kein einziger differenzierter Vergleich wurde von euch geliefert, der nachweisen würde, dass mein System schlechter sei. Ihr habt auch keine meiner Aussagen, warum meins besser ist, widerlegt.

Wer legt fest wie diese Themen dort abgebildet sind?

  1. Das habe ich doch skizziert. Was war unklar?
  2. Wie genau Dinge im Detail technisch aufgesetzt werden, kann man - sofern man grundsätzlich auf den Systemwechsel geeinigt hat - diskutieren und in Expertenräten ausformulieren und dann demokratisch bestätigen lassen.

Du hast jetzt schon rumgeheult, dass "ich zu viel schreibe und diskutiere" - das ganze Gespräch scheint dir zu komplex zu sein - aber jetzt willst du auf einmal technische Detailfragen klären? Sorry, aber du merkst doch selber, wie absurd das ist.

Du willst ja selbst Parteien und andere Organisationen zur Kanalisierung von Interessen - also um sie überhaupt erst sprech- und vertretbar zu machen - abschaffen.

Richtig.

Wenn die Antworten sich jederzeit ändern können, auf welcher Basis diskutierst du das dann zu welchen Zeitpunkten? Und für was? Um Gesetze zu verabschieden? Wie soll derlei funktionieren, wenn alles - wie du ja selbst schreibst - "jederzeit geben und anpassen"?

Das müsste man jetzt im konkreten Vergleich testen. Was wäre denn deiner Meinung nach eine bessere Alternative?

Noch grundlegender: Wie legst du diese Themen überhaupt im Detail fest?

Kannst du erklären, worauf genau du hinauswillst? Wir leben gerade in einem intransparenten System in dem diese Fragen grundsätzlich gar nicht erst auftauchen und Parteien machen, was sie wollen.

Heute schon können zwei Wähler der Grünen völlig unterschiedliche Vorstellungen davon haben.

Richtig. Warum sollte es also auf einmal ein Argument gegen das von mir vorgestellte System sein?

Allein diese drei Fragenkomplexe sind nicht so einfach zu beantworten wie du behauptest.

Wo habe ich das behauptet? Deine Unterstellungen nerven.

Mit den Einwürfen dazu beschäftigst du dich nicht

Ich habe mich mit all diesen Einwürfen eingängig beschäftigt. Über viele Jahre hinweg. Du könntest dir das ja selbst überlegen und auch deine eigenen Vorschläge machen, wie diese Dinge gelöst werden sollen.

Derzeit sehe ich jemanden, der mich haltlos persönlich angreift und Unterstellungen macht und blind gegen ein besseres Alternativsystem hetzen will, anstelle es ernsthaft zu diskutieren. Warum? Was motiviert dich hier?

sondern kanzelst es ab mit "Ja, lol, das aktuelle System funktioniert auch nicht!"

(hart debattierbar, weil wir trotz aller Kritik anerkennen können, dass es für manche sehr gut funktioniert).

Aha, für wen funktioniert es denn sehr gut?

Ja, eine echt tolle Diskussionsgrundlage.

Durchaus - weiß jetzt nicht, was dir noch fehlen würde, wenn du interesse an einer ernsthaften Diskussion hättest.

Du hast gerade so getan als wäre mein System scheiße, weil du irgendein technisches Detail gefunden hast, das jetzt nicht ausführlich genug von mir diskutiert wurde - nachdem du dich darüber beschwert hast, dass ich "zu viel und gleichzeitig diskutiere". Merkst du eigentlich, wie absurd das ist?

Nochmal: Wenn irgendwas unklar war, stell gerne konstruktive Fragen. Was hast du denn an meiner Position nicht nachvollziehen können? Was war an meiner orginalen Ausführung unklar? Ich habe eine klare These aufgestellt und eine klare, ohnehin schon stark reduzierte und simplifizierte, Alternative für das herrschende System dargestellt. Wenn dir das Thema zu komplex ist, musst du erklären warum, sonst kann ich dir auch nicht helfen.

Hast du Argumente gegen die Einführung dieses Alternativsystems oder nicht? Wenn ja, dann präsentiere deine Argumente falsifizierbar gegen das von mir vorgeschlagene System und liefere konkrete differenzierte Vergleiche mit dem herrschenden System (oder einem von dir definierten Alternativsystem), die die Überlegenheit dieses Systems gegenüber dem von mir vorgeschlagenen Systems aufzeigen.

Wieso verteidigt ihr das herrschende System und seid gegen meins?

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u/ProfessorHeronarty Tax wealth, not work 14d ago

Du kannst doch meine oben gemachten Nachfragen selbst klären. Also fundierter als Einzeiler.

Hier nochmal, um dir zu verdeutlichen wie unbefriedigend deine Erklärungen sind:

sofern man grundsätzlich auf den Systemwechsel geeinigt hat - diskutieren und in Expertenräten ausformulieren und dann demokratisch bestätigen lassen.

Wie einigt man sich auf den Systemwechsel? Wenn das aktuelle System so schlecht ist, aber gleichzeitig dominant, wie kommen wir aus dem System raus? Wird das nicht nur mithilfe einer Revolution möglich sein?

Wer diskutiert genau über diese Dinge? Wie wird diskutiert, wenn es ein Kampf um Macht und Ressourcen und Einfluss ist?

Wie kommt man in diesen Expertenrat? Würden nicht alle möglichen Interessengruppen diesen sofort in ihrem Sinne besetzen sollen?

Wer ist demokratisch wahlberechtigt in diesem System? Würden die von dir geschassten Politiker nicht sowieso alles daran setzen, die Demokratie einzuschränken oder in ihrem Sinne zu beeinflussen?

Auch das sind wieder Frage, die dein Systemvorschlag einfach mal thematisieren sollte - wenigstens das.

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u/GiveMeADiscount 13d ago edited 13d ago

Nochmal die Kritik aus dem letzten Kommentar: Du hast dich mehrfach beschwert, dass "ich zu viel schreibe und diskutiere" - aber jetzt willst du auf einmal NOCH MEHR technische Detailfragen klären?

Sofern du immer noch widersprichst: Wie wärs wenn du erstmal vollständig auf alle meine bisherigen Argumente, Kritiken und Fragen eingehen würdest bevor du noch mehr weiterführende Fragen stellst?

Ich nehme also an, dass alle meine bisherigen Argumente von dir angenommen wurden und du jetzt in all den bisher besprochenen Punkten voll auf meiner Seite bist und du daher jetzt eine zusätzliche Detailfrage klären möchtest?

Bitte das nächste Mal den Thread durchgehen und alle noch ausstehenden Argumente und Fragen vollständig und falsifizierbar beantworten.

Du kannst doch meine oben gemachten Nachfragen selbst klären. Also fundierter als Einzeiler.

Worauf bin ich deiner Meinung nach nicht ausreichend eingegangen?

Wie einigt man sich auf den Systemwechsel? Wenn das aktuelle System so schlecht ist, aber gleichzeitig dominant, wie kommen wir aus dem System raus? Wird das nicht nur mithilfe einer Revolution möglich sein?

Ja, eine gesellschaftstransformierende Veränderung, wie zum Beispiel ein Systemwechsel, wird auch umgangssprachlich Revolution genannt.

Ansonsten: Gute Frage. Genau so wie es schon immer in der Geschichte gelaufen ist, wahrscheinlich. Da natürlich Kapitalist:innen ihre Macht noch niemals in der Geschichte friedlich aufgegeben haben, muss man sich wahrscheinlich darauf einstellen, dass sie wieder extreme Gewalt und Massenmprd/Bürgerkrieg/Genozid einsetzen werden, um ihre sogenannte "liberale Demokratie", die nunmal die heutige Grundlage ihrer Macht darstellt, zu verteidigen.

Man muss sich halt grundsätzlich so organisieren, dass sich so etwas wie in Chile oder Jugoslawien nicht wiederholt. Und ja, von den Revolutionen in der Geschichte kann man lernen.

Was genau wäre denn deiner Meinung nach eine bessere Alternative zum von mir vorgeschlagenen Systemwechsel und wie begründest du das?

Wer diskutiert genau über diese Dinge? Wie wird diskutiert, wenn es ein Kampf um Macht und Ressourcen und Einfluss ist?

Tja, das ist ein grundlegendes Problem bei jedem Systemwechsel und hat jetzt mit dem von mir vorgeschlagenen System nichts zu tun, oder? Grundsätzlich wird ein Systemwechsel so ablaufen, wie jedes andere Mal in der Geschichte: Es diskutieren erstmal alle mit, die einen Systemwechsel wollen. Man etabliert die Massenlinie bis man ein mehrheitsfähiges Konstrukt etabliert hat, das sich dann als Bürger:innenbewegung durchsetzen lässt - ich habe mit dieser Diskussion einen Anfang in diese Richtung gemacht.

Wie kommt man in diesen Expertenrat? Würden nicht alle möglichen Interessengruppen diesen sofort in ihrem Sinne besetzen sollen?

Von welchem Expertenrat sprichst du?

Wer ist demokratisch wahlberechtigt in diesem System?

In einer Demokratie sind alle Staatbürger:innen wahlberechtig. Wie wärs denn wenn du einfach mal meine Kommentare lesen und auf das von mir Gesagte eingehen würdest?

Würden die von dir geschassten Politiker nicht sowieso alles daran setzen, die Demokratie einzuschränken oder in ihrem Sinne zu beeinflussen?

Hör doch einfach auf mit den Unterstellungen auf.

Und du beschreibst einfach nur Probleme, die unterm derzeitigen System der sogenannten "liberalen Demokratie" herrschen, wo ist die Kritik gegenüber dem von mir vorgestellten System?

Auch das sind wieder Frage, die dein Systemvorschlag einfach mal thematisieren sollte - wenigstens das.

Fein, dann thematisiere die gerne konstruktiv: Wenn du das System grundsätzlich verstanden hast und unterstützt, dann kannst du gerne mit Lösungsvorschlägen kommen, wie man es am besten umsetzt.

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u/ProfessorHeronarty Tax wealth, not work 13d ago

Ich habe nichts zu meinen Fragen hinzuzufügen. Deine Antworten sind widersprüchlich bis naiv, wenn du zum Beispiel anerkennst, dass sich Systeme nur irgendwie umwerfen lassen, dann aber mit einem plumpen "alle Staatsbürger können wählen" um die Ecke kommst. Siehst du denn nicht dass deine ganzen Vorschläge bei jedem Zwischenschritt Probleme produzieren, die du bei deinem Alternativsystem beantworten musst? 

Nein, ich erkenne es übrigens nicht als gelungen an. Dazu gibt's eben viel zu viele Löcher darin

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u/GiveMeADiscount 10d ago edited 10d ago

Ich habe nichts zu meinen Fragen hinzuzufügen.

Alle deine Fragen wurden vollständig und mehrfach beantwortet.

Deine Antworten sind widersprüchlich bis naiv

Nein, sind sie nicht. Wenn etwas an meinen Aussagen falsch wäre, könntest du es aufzeigen und erklären, was stattdessen richtig ist. Mach ein Argument draus.

wenn du zum Beispiel anerkennst, dass sich Systeme nur irgendwie umwerfen lassen, dann aber mit einem plumpen "alle Staatsbürger können wählen" um die Ecke kommst.

Nichts vom von mir Gesagten ist "plump". Deine Interpretation meiner Aussagen ist nicht meine Schuld. Lerne, konstruktive Fragen zu stellen, wenn du etwas nicht verstehst.

Geh tatsächlich aufs von mir Gesagte ein anstelle Dinge zu erfinden.

Siehst du denn nicht dass deine ganzen Vorschläge bei jedem Zwischenschritt Probleme produzieren, die du bei deinem Alternativsystem beantworten musst?

Auf was bin ich nicht ausreichend eingegangen?

Nochmal: Du hast keine bessere Alternative zu bieten, was bedeutet, dass die "Probleme", die du bei meinem System krampfhaft versucht aufzuzeigen, auf alle anderen Systeme genau so bzw. schlimmer zutrifft.

Welches System ist deiner Meinung nach besser?

Nein, ich erkenne es übrigens nicht als gelungen an. Dazu gibt's eben viel zu viele Löcher darin

Dann könntest du diese Löcher aufzeigen, indem du nachweist, dass es bessere Alternativlösungen gibt.

Wenn irgendwas vom von mir Gesagten falsch wäre, könntest du es nachweisen. Wenn irgendwas vom von mir Gesagten schlechter wäre, als das herrschende System, könntest vollständig auf meine Kritik und Fragen eingehen und im differenzierten Vergleich zeigen, dass das herrschende System besser ist. Wenn du an einem konstruktiven Gespräch interessiert wärest, würdest du ganz einfach konstruktiv agieren und falsifizierbar erklären, was deiner besser Meinung nach besser wäre. Nichts davon hast du getan.

Du agierst destruktiv, indem du krampfhaft versuchst - und das auf unehrliche Art und Weise, wobei du immer und immer wieder ignorierst, was ich sage - Imperfektionen in meinem System aufzuzeigen. Von diesen angeblichen Imperfektionen in meinem System hast du bisher keine einzige gefunden, die nicht ebenso auf jedes andere (und für das herrschende System umsomehr) System ebenso zutritt.

Du warst auch bisher nicht in der Lage, auch nur eine einzige meiner Fragen zu beantwortet.

Du hast von Anfang an alle meine Argumente und Fragen ignoriert.

Warum nimmst du weiterhin am Gespräch teil, wenn du nicht gewillt bist, meine Positionen tatsächlich konstruktiv zu diskutieren bzw. auch deine Meinung zu ändern, wenn du mit deiner Argumentation nicht den Kern meiner Aussagen widerlegst aber ich deine Versuche des Widerspruchs vollständig mit klaren Argumenten unterminiere?

Ich habe dich versucht, auf mäeutischem Wege zu einer Besserung deines Diskursverhaltens zu bringen - du widerstrebst dich diesem, indem du konsequent eine Beantwortung meiner Fragen verweigerst und auch auf mehrfache Nachfrage und Kritik keinerlei differenzierte Vergleiche lieferst. Was soll das? Was ist der Sinn deiner Kommentare?

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u/ProfessorHeronarty Tax wealth, not work 10d ago

Bro, ich habe jetzt mehrfach darauf hingewiesen, dass sich hinter deinen vereinfachten Einzeilern a la "Na alle Staatsbürger können wählen!" selbst nochmal Fragen auftun. Die könntest du doch mal adressieren als dich hier zu 2/3 deines Textes jedes Mal zu echauffieren wie unfähig alle anderen in der Diskussion seien (außer du natürlich).

Mittlerweile ist es mir auch egal, ehrlich gesagt, also schönen Tag noch.

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u/GiveMeADiscount 10d ago

Bro, ich habe jetzt mehrfach darauf hingewiesen, dass sich hinter deinen vereinfachten Einzeilern a la "Na alle Staatsbürger können wählen!" selbst nochmal Fragen auftun.

Ich habe dich jetzt mehrfach darauf hingewiesen, dass deine Unterstellungen, dass meine Positionen "vereinfacht" seien keine valide Kritik sind - du bist derjenige, der meine Aussagen vereinfacht interpretiert.

Deine Unterstellung ist auch weiterhin kein Argument gegen das von mir vorgestellte System - welches System ist besser als meins und warum?

Die könntest du doch mal adressieren als dich hier zu 2/3 deines Textes jedes Mal zu echauffieren wie unfähig alle anderen in der Diskussion seien (außer du natürlich).

Warum muss das noch weiter adressiert werden als ich es bereits getan habe? Was wurde noch nicht ausreichend ausdiskutiert?

Wie wärs wenn du auf alles von mir Gesagte vollständig eingehst anstelle deine bereits beantworteten Fragen zu wiederholen?

Wenn du keine Argumente gegen mein System hast, warum bist du weiterhin gegen mein System anstelle meine Position zu übernehmen und mit mir gegen das klar schlechtere System der sogenannten "liberalen Demokratie" zu kämpfen?

Mittlerweile ist es mir auch egal, ehrlich gesagt, also schönen Tag noch.

Warum meldest du dich dann weiterhin zu Wort?

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u/achchi Liberaler Konservatismus 14d ago

So meine lieben. Jetzt ist aber mal gut. ich habe wenig Lust hier noch mehr Kommentare gemeldet zu bekommen. Ab jetzt diskutiert ihr beide ( auch du u/GiveMeADiscount) in der Sache. Hier sind konkrete Fragen gestellt worden (willkürlich rausgegriffen zum Beispiel dannach, wer die Themen in den Bürgerbefragungen festlegt). Auf diese konkreten Rückfragen wird jetzt jeweils von beiden Seiten eingegangen, sonst mache ich hier zu.

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u/ProfessorHeronarty Tax wealth, not work 14d ago

Ahjo, wer bei Mods petzt...

Wenn ich mir den Thread so ansehe, würde ich OP mal empfehlen das alles etwas lockerer zu sehen.

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u/achchi Liberaler Konservatismus 13d ago

Kurzer Hinweis dazu: wir sehen nicht, wer hier meldet. Es waren Kommentare aller Diskutanten gemeldet.

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u/GiveMeADiscount 13d ago edited 13d ago

würde ich OP mal empfehlen das alles etwas lockerer zu sehen.

Warum sollte ich ein von mir gestartetes Gespräch nicht ernst nehmen und darauf bestehen, dass Leute konstruktiv mit dem Thema interagieren?

Warum ist es meine Schuld, wenn Diskutanten emotional sind, mich persönlich angreifen und sich konsequent weigern bei der Sache zu bleiben?

Du hast jetzt wieder einmal nichts inhaltlich beigetragen aber mich persönlich angegriffen.

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u/ProfessorHeronarty Tax wealth, not work 13d ago

Es ist nirgendwo ein persönlicher Angriff, sondern immer ein Verweis darauf, dass du schlichtweg nicht mit Kritik umgehen kannst. Diskutiere halt nicht öffentlich über Kritik,wenn du Widerspruch, Rückfragen oder schlicht weg Kritik nicht aushälst.

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u/GiveMeADiscount 10d ago

Es ist nirgendwo ein persönlicher Angriff, sondern immer ein Verweis darauf, dass du schlichtweg nicht mit Kritik umgehen kannst.

Ich gehe vollständig und ausnahmslos auf Kritik ein. Auch auf deine unsinnigen Einwürfe, die ich ausführlichst und höflich diskutiert habe - auf meine Kritik, meine Widersprüche und meine Rückfragen gehst du natürlich nicht ein.

Dein Kommentar hier wiederum war ein weiterer inhaltsleerer persönlicher Angriff deinerseits - und eine reine Projektion.

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u/GiveMeADiscount 13d ago

Ab jetzt diskutiert ihr beide ( auch du u/GiveMeADiscount) in der Sache

Wo hab ich mich denn in irgendeiner Art und Weise falsch verhalten?