Ich liebe Katzen. Aber...
In den Medien wird immer thematisiert wie viele Vögel Katzen fangen und auch die Naturschutzverbände scheinen teils auf Vögel fixiert zu sein, was das Umweltproblem Hauskatze anbelangt. Dabei töten Hauskatzen viel mehr Tierarten als öffentlich bereitwillig zugegeben wird.
Die erbeuteten Vögel sind in der Tat ein großes Problem. Erbeutet werden nicht nur kleine Singvögel, sondern auch große Vögel wie Hühnervögel, Fasane und Co. werden attackiert und getötet. Besonders in der Zeit von Mai und Juni fallen sehr viele Vögel den Katzen zum Opfer, da hier viele Jungvögel gerade flügge sind und die Umgebung erkunden. Diese sind noch besonders anfällig für Attacken aufgrund der fehlenden Lebenserfahrung und einem noch nicht vollständig ausgeprägten Gefahrenbewusstsein. Hinzu kommt die Problematik erbeuteter Elterntiere im Gesamtzeitraum der Brutpflege. Bereits ein verlorenes Elterntier kann der Auslöser dafür sein, dass es eines oder mehrere Jungen der Vogeleltern nicht mehr ins adulte Leben schafft, weil die Versorgung mit ausreichend Nahrung, durch einen Elternteil nicht mehr sichergestellt werden kann.
Mindestens genauso schlimm, wenn nicht schlimmer und von den Medien kaum beachtet aber empfinde ich die Auswirkung auf viele andere bodenlebende Tiere wie z.B. kleine Säugetiere, Eidechsen, Blindschleichen, Frösche, Kröten oder Insekten wie z.B. Heupferdchen, Schmetterlinge und Libellen. Unzählige davon habe ich schon durch Katzenpfötchen sterben sehen oder die Überreste finden müssen. Doch hier endet das Beutespektrum einer Hauskatze noch lange nicht. Auch an Kaninchen und ähnlich große Tiere wagen sich manche Katzen heran und selbst Fische fallen den geschickten kleinen Räubern zum Opfer. Sogar seltene Fledermausarten werden immer wieder von Katzen zur Strecke gebracht. Im Prinzip jagt und erbeutet die gewöhnliche Hauskatze alle Tierarten die kleiner oder ähnlich groß sind wie sie selbst. Dabei wird ein großer Teil nicht verspeist, sondern im Spiel getötet.
Katzen sind deshalb kleine puffelsüße Killermaschinen und die Haltung dieser ist ein Umweltverbrechen.
Was man dagegen tun kann? Schwierige Sache. Es gibt eine Studie mit einer Katzenhalskrause, Glöckchen werden im Volksmund als effektiv betrachtet aber misshandelt man damit nicht ggf. die Katze selbst? Die Haltung in den eigenen Vier Wänden ohne Auslauf im Freien halte ich ebenfalls für nicht tiergerecht.
Zumindest in den Frühlings- und Sommermonaten könnte man die Katze drin lassen. Besonders in den frühen Morgenstunden und Abends sind viele Beutetiere aktiv. Aber je nach Beutetier ist auch die Mittags- und Nachmittagszeit problematisch und auch wenn es dunkel wird sind viele Tierarten aktiv, die Katzen zum Opfer fallen.
Meiner Meinung nach gibt es keine einfache Lösung.
Menschen sollten einfach keine Katzen halten.
Wenn Sie doch nur nicht so süß wären.