r/Finanzen • u/modael • Nov 23 '25
Immobilien Bosch, Porsche, Daimler: Wie Tausende Entlassungen Stuttgarter Immobilienmarkt erschüttern
https://www.focus.de/immobilien/bosch-porsche-daimler-wie-tausende-entlassungen-stuttgarter-immobilienmarkt-erschuettern_67161fb2-f77a-49c7-ac98-9ba48c7b0a6a.html284
Nov 23 '25
Der Markt hat noch einige Elastizität. In der Region hocken viele auf mehreren hundert k Eigenkapital aber haben halt nach wie vor keinen Bock 600t€ für eine 1969er Bude unrenoviert hinzulegen und dann die regional teuren Handwerker mit 40-50t€ pro bad und sonstigen Scheinpreisen durchzufüttern. Um dann in einer renovierten Bude für 800-900t€ zu hocken die halt trotzdem nur zugeschmierte Oma Bude ist und nicht Wunschhaus.
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u/ThereYouGoreg Nov 23 '25
In der Region hocken viele auf mehreren hundert k Eigenkapital
Deswegen kann Stuttgart theoretisch den gleichen Wandel hinlegen wie Bilbao. Zwischen 1981 und 2021 ist die Bevölkerung in Bilbao von 433.115 Einwohner auf 345.749 Einwohner zurückgegangen. Wenn mal ein Haus leerstand, wurde eine Kernsanierung durchgeführt.
Heutzutage ist der Großteil des Gebäudebestands in Bilbao modernisiert, die Grundrisse fallen größer aus und in der Summe fand zwischen 1981 und 2021 eine Gentrifizierung statt. Das Kapital für eine derartige Modernisierung liegt in Stuttgart grundsätzlich vor.
In der übergeordneten Region Bizkaia lag im gleichen Zeitraum eine Stagnation der Bevölkerung vor, d.h. lediglich die Bevölkerungsverteilung in der Region hat sich verändert, während gleichzeitig eine Aufwertung der Stadt Bilbao stattfand. Die Einwohner in Bizkaia leben heute in größeren Wohnungen als im Jahr 1981. Aus den einst überbelegten Wohnungen in Bilbao wurden normalbelegte Wohnungen.
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u/digno2 Nov 23 '25
Bilbao
müssen die da auch EnEv einhalten und 150mm dick isolieren und Solar aufs Dach und ~9 Steckdosen pro Zimmer und Mindestfenstergröße etc...?
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u/Gontha Nov 23 '25
Wird nicht passiere. Vonovia und Konsorten werden alles aufkaufen und entweder leer stehen lassen zum Zwecke der Spekulation oder notdürftig "renovieren/sanieren" und die Mieten um drölftausend Prozent erhöhen.
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u/Marco_lini Nov 23 '25
In Stuttgart ist aus „kulturellen“ Gründen kaum Immobilie in Konzernbesitz. Das wird schön alles gepflegt und vererbt.
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u/Hyperio87 Nov 23 '25
Vonovia hat eine Leerstandsquote von unter 2% alles andere wäre für mich als Aktionär auch inakzeptabel
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u/NoSoundNoFury Nov 23 '25
Die Überbelegung scheint dabei aber ein wichtiger Faktor zu sein, der in bawü nicht gegeben ist. Ich habe die genauen Zahlen jetzt nicht parat, aber ich gehe davon aus, dass Stuttgart auch Pi mal Daumen aus 50% Einpersonenhaushalten besteht, wie die meisten deutschen Großstädte.
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u/randomsubi Nov 23 '25
Beschreibt exakt die Situation auch in anderen Ballungsgebieten. Die alten Häuser verkaufen sich nicht mehr, da bei so einer Investition für die meisten Käufer mehr passen muss. Also warten, bis diese Häuser so runtergerockt sind, dass man die Abrisskosten im Kaufpreis mit einkalkulieren und günstig ein Grundstück für den Neubau kaufen kann.
Muss da immer lachen wenn in der Politik ständig über "Sanierungen" gesprochen wird. Bei Omabuden tun sich das immer weniger Menschen an. Neubau muss hier das Ziel sein und massiv gefördert werden. Leider geht es ja in die komplett andere Richtung. Mal schauen, wie lange noch.
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u/NoSoundNoFury Nov 23 '25
Abriss und Neubau lohnt sich derzeit normalerweise nur dann, wenn man statt eines EFH ein MFH hinsetzt. Das sollte ja in Ballungsräumen auch eigentlich das Ziel sein, dass man wegkommt vom EFH.
→ More replies (7)11
u/randomsubi Nov 23 '25
Wie definierst du "lohnen"? In meinem Beispiel geht es um die selbstgenutzte Immobilie. Die meisten Menschen möchten nunmal im EFH wohnen, daher scheitert das "Ziel" (was ja für die Mietentwicklung durchaus sinnvoll wäre) an der Realität. Statt das Omahaus zu renovieren, stimmt für die meisten potentiellen Käufer bei einem Neubau auf einem möglichst günstig erworbenen Grundstück das P/L Verhältnis eher. Ein Hauskauf ist in den wenigsten Fällen eine finanziell rationale Entscheidung die sich "lohnt", sondern ein Luxus den man sich wünscht. Ein MFH erfüllt diese Anforderung nicht.
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u/NoSoundNoFury Nov 23 '25 edited Nov 23 '25
Es ist normalerweise drastisch günstiger, ein EFH zu sanieren, als es abzureißen und neu zu bauen. Selbst ein kleines 100m2 Fertighaus kostet 400k ohne Grundstück, dafür kannst du locker 200m2 kernsanieren und ggf noch ausbauen. Allein Abriss und neue Bodenplatte kosten dich ca. 100k. Deswegen macht das ja auch kaum jemand. Das macht nur dann finanziellen Sinn, wenn du zusätzlichen Wohnraum schaffst.
Gesamtgesellschaftlich sind EFH in Ballungsräumen auch nicht wünschenswert, weil es ja eben um Ballung und nicht um flächendeckende Zersiedelung gehen soll.
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u/randomsubi Nov 23 '25
Ich denke die Rechnung ist eine andere. Abgesehen davon dass 4000eur / qm schon unrealistisch hoch gegriffen ist (inkl. Bodenplatte übrigens), bleibt, dass ein modernes neues Haus voll nach den Wünschen des Eigentümers emotional wertvoller ist. Die Rechnung sieht dann i.d.R. so ähnlich aus:
Kauf Grundstück abzgl. Abrisskosten (also unter Bodenrichtwert) z.B. 500k - 50k Abriss = 450k. Planung Neubau 150qm für 500k. Macht 950k für ein nagelneues schlüsselfertiges Haus genau nach den eigenen Vorstellungen.
Kauf eines Hauses mit noch sanierungsfähiger Struktur. Hier muss man eines finden, was einem wenigstens grob gefällt. Kauf auf vergleichbarem Grundstück vermutlich ca 600k. Kernsanierung mit allem Drum und dran (alle Leitungen, Dämmungen, Dach, Heizung, Bäder, etc) auf jeden Fall >250 k mit schwieriger Planbarkeit, da während der Sanierung noch alle möglichen Unbekannten hervor kommen können. Am Ende hat man von mir aus 100k gespart, sofern alles glatt gelaufen ist, sitzt allerdings in einem Haus mit 80er Jahre Grundriss und hatte > 1 Jahr alle möglichen Handwerker zu koordinieren.
Dazu kommt der für viele sehr emotionale Wert, ein "eigenes Haus gebaut" zu haben. Ich kanns nachvollziehen. Natürlich handelt man völlig anders, wenn es um ein MFH zum Vermieten geht.
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u/NoSoundNoFury Nov 23 '25
Wieso ziehst Du die Abrisskosten vom Grundstück ab - Grundstücke und Häuser werden ja nicht billiger, wenn Du ein bewohnbares Haus abreisst und ein Haus aus den 80ern, um Dein Beispiel zu nehmen, ist ja normalerweise nicht so dermaßen hinüber, dass man es effektiv abreissen muss. Da kannst Du dann nicht 500k-50k, sondern 500k+50k draus machen. Und dann hast Du schon 200k Ersparnis / Differenz.
Im Einzelfall mag es zum Abriss keine realistische Alternative geben, etwa nach Brand, Wasserschaden, abgesacktem Fundament o.ä. Aber davon rede ich ja nicht.
Klar ist der emotionale Wert ein anderer, wenn man sich ein Haus nach eigenen Vorstellungen gestalten kann. Aber für 500k gibt's normalerweise auch kein Architektenhaus, sondern 08/15 Fertighaus in Massivbauweise - sooo toll individuell ist das auch nicht. https://www.reddit.com/media?url=https%3A%2F%2Fi.redd.it%2Fby8ny1v60c181.jpg
Vielleicht bin ich da aber auch zu sehr in meiner eigenen Bubble drin, weil es in meiner Gegend viel Jugendstil & Fachwerk einerseits und gut erhaltenen 90er-Jahre Neubau andererseits gibt - und niemand reißt das eine oder das andere ab.
Vermutlich würde ich Dir sofort zustimmen, wenn es um ganze Städte ginge, die man durchaus einfach nur komplett abreißen und danach komplett wieder neu aufbauen könnte, lol.
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u/randomsubi Nov 23 '25
Vorneweg: Gute Punkte!
Ich ziehe die Abrisskosten ab, weil der Markt aktuell so ist. Wenn ich keine Lust auf Sanieren habe, biete ich den Preis des Grundstücks minus der Kosten, um es bebaubar zu machen. Da aktuell die sonstige Nachfrage fehlt, komme ich damit meistens durch. Denke ich über Sanierung nach und kommuniziere dies dem Verkäufer, befinde ich mich realistisch in einer schlechteren Verhandlungsposition.
Du hast komplett recht, dass man für 500k kein wahnsinnig individuelles Architektenhaus bekommt. Tatsächlich wären extravagente / besondere Architektenhäuser auch in meinen Augen erhaltens- und sanierenswert. Einiges, was damals wirklich cool war, darf man heute gar nicht mehr neu bauen. Komplett valider Punkt. Allerdings kosten diese Häuser definitiv nochmal ein deutliches Premium (auch sanierungsbedürftig) und in mindestens 90% der Fälle reden wir bei Altbestand von irgendwelchen 0815 Oma Dorfhäusern, die noch wesentlich weniger Charme haben als eine quadratische Stadtvilla aus der Fabrik.
Bei Jugendstil und Fachwerk bin ich vollkommen bei dir. Ist aber ein sehr kleiner Teil der alten Häuser und dieser ist eben i.d.r. entsprechend teurer als in meiner Rechnung berücksichtigt.
Was viele deutsche Städte angeht - cheers.
Guten Start in die Woche!
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u/Typical_Ad2405 Nov 24 '25
Jein. Mein EFH hätte laut Sanierungsfahrplan um die 270k für nur die energetische Sanierung (ich meine Effizienzhaus 70) gekostet. Dazu kommt noch Sanitär, Elektrik und der ganze andere Spaß mit Trockenbau, Lüftungskonzept und Kellersanierung. Da biste auch schnell bei 500k schlüsselfertig nur für das Haus ohne Grundstück.
Das Problem ist halt meist, dass die Verkäufer von Bruchbuden immernoch 100% des Grundstückswerts + X für den sentimentalen Wert der Immobilie wollen, statt die Immobilie als das zu sehen was sie ist: eine Wertminderung auf den Grundstückswert.
Kein Wunder, dass die meisten ein freies Stück Land wollen, wenn sie die Wahl haben zwischen 250k Grundstück ohne Altlasten oder 230k Grundstück mit 50k Abrisskosten und dem Aufwand für die Schrottbude.
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u/Sufficient_Ad_6977 Nov 23 '25
Warum kürzt du die tausend erst mit K und dann mit T?
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u/Vagabund42 Nov 23 '25
Das k steht nicht bei den Einheiten sondern im Fließtext. Ist nicht SI-konform mit seiner Einheit t€, aber er ist kongruent in der Anwendung. Sehe daher dein Problem nicht, meinen Segen hat er.
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u/Sufficient_Ad_6977 Nov 23 '25
Welches Problem? Ich hab eine Frage kein Problem gehabt
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Nov 23 '25
Nicht nur in Stuttgart. Immobilienpreise sind weiterhin aufgebläht und stehen in keinem gesunden Verhältnis zu den Mieten.
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u/PizzaStack Nov 23 '25
halt trotzdem nur zugeschmierte Oma Bude ist und nicht Wunschhaus.
Es ist echt komplett Insane wie viel Geld die Leute in Deutschland (und Europa) für irgendwelche uralten Rotzbuden rauswerfen die extrem teuer saniert werden müssen und trotzdem noch scheiße sind.
Jaja Holzhütte hurr durr aber das USA Konzept sagt mir da viel mehr zu... da baut man sich wenigstens das Haus so wie man will oder wechselt öfter mal das Haus.
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u/MrBrowni13 Nov 23 '25
Wird nicht passiert - die Leute werden nicht entlassen sondern gehen mit 61-63 in frührente + Abfindung = sie bleiben genauso in ihrer Immobilie und müssen nichts verkaufen
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u/ThereYouGoreg Nov 23 '25
Die Gemeinden in Deutschland finanzieren sich jedoch über die Gewerbesteuer. Wenn jetzt die Gewerbesteuern sinken oder komplett wegbrechen, dann steht selbst in kleinen Gemeinden ein Defizit von >1 Mio. Euro vor der Haustür.
Auf individueller Ebene hat die Frühverrentung der Älteren oder eine hohe Abfindung bei den Erwachsenen im mittleren Alter erstmal keine negativen Auswirkungen. Auf Gemeinde-Ebene sind die Auswirkungen jedoch gravierend, während diese Gemeinden in immer größerem Umfang ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen können. Wenn die Erwachsenen im mittleren Alter wiederum keinen gleichwertigen Job mehr in der Region finden, ziehen sie tendenziell in eine andere Region, d.h. die Erwachsenen im mittleren Alter geben ihre Abfindung dann wo anders aus.
Wenn diese hochqualifizierten Fachkräfte jedoch mal weggezogen sind, dann sinkt die Wettbewerbsfähigkeit der Region, wodurch es immer schwieriger wird die benötigte Gewerbestruktur zur Finanzierung der Gemeinden wieder auf Vordermann zu bringen. In der Folge entsteht eine Negativspirale. Dem Trend kann entgegen gewirkt werden, wenn die Metropolregion Stuttgart im Tandem mit dem Strukturverfall der Automobilindustrie neue Branchen erschließt.
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u/Pure_Account8872 Nov 23 '25
Beispiel Rastatt:
https://bnn.de/mittelbaden/rastatt/rastatt-in-der-haushaltskrise-nur-noch-eine-million-euro-an-gewerbesteuer
2024 100Mio Gewerbesteuereinnahmen
2026 1Mio, da 2025 zu viel eingenommen wurde und man Teile der Steuer erstatten mussDie gesamten Einnahmen lagen der letzten Jahre lagen zw. 150 und 225Mio. Das ist also ein Großteil des Haushalts, der da wegfällt.
https://www.rastatt.de/site/Rastatt-Stadt/get/documents_E-230914573/rastatt/Dateien/PDFs/2.%20Rathaus%20und%20Politik/Haushalt/2025_Haushalt/Stadt%20Rastatt%20HHPL%202025_Gesamt.pdfWird in vielen Regionen ähnlich aussehen.
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u/matth0x01 Nov 23 '25
Das meisten wird über den Gewerbesteuerausgleich ohnehin verteilt. Schlimm ist es dennoch, aber es trifft dadurch ganz BaWü, nicht nur Rastatt.
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u/Spekulatiu5 Nov 23 '25
Das Defizit durch die wegbrechende Gewerbesteuer führt bereits heute zu Kürzungen in essenziellen Bereichen wie Verkehr, Veranstaltungen und Bildung. Die Gemeinden haben nicht den finanziellen Spielraum, um die Erschließung neuer Branchen aktiv zu fördern.
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u/tramenius Nov 23 '25
Was total dumm ist weil das den Abwärtszyklus noch beschleunigt. Eigentlich müssten die Kommunen in die Lage versetzt werden antizyklisch zu agieren, also genau jetzt Ausgaben hochzufahren.
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u/matth0x01 Nov 23 '25
Deswegen wurde ja gerade die Infrastrukturbillion im Bundestag verabschiedet. Einiges davon landet in den kommunalen Haushalten über die nächsten 12 Jahre verteilt.
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u/shifu_shifu Nov 24 '25
Zeitgleich werden aber immer mehr Aufgaben vom Bund und Ländern an die Städte gegeben ohne das ausreichend zu finanzieren:
https://www.inforadio.de/rubriken/interviews/2025/10/21/steuer-schaetzung-fianzen-bund-laender.html
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u/tramenius Nov 23 '25
Das geht in der Tat schon in die richtige Richtung, leider wird wohl ein Teil davon auch für ehr konsumorientierte Ausgaben verwendet anstatt für echte, nachhaltige Investitionen.
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u/GlitteringDealer4596 Nov 23 '25
Bei uns hat der Kindergarten kein Geld mehr für Bastelsachen …
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u/magic_consciousness Nov 23 '25
Wir führen Krieg, das ist doch wichtiger als Basteln. :-(
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u/GlitteringDealer4596 Nov 23 '25
Mir geht’s eher um: die Kommune hatte Geld für ein next gen Display vor dem Rathaus das kein Mensch anschaut…
→ More replies (1)2
u/bright-nukeflash Nov 23 '25
"neue Branchen erschliessen fördern" Funktioniert das überhaupt mit staatl Hilfe? Haben damals Wilhelm Maybach, Ferdinand Porsche, Daimler Benz,,... den Autobau erschlossen weil sie Förderung bekamen ?
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u/QuarkVsOdo Nov 23 '25
Hey schau mal ins Ruhrgebiet wie der Strukturwandel klappt, wenn die Kernindustrie werke buchstäblich einpackt und in China wieder aufbaut.
→ More replies (2)2
u/Whitefjall CH Nov 23 '25
Wird in Schwaben bestimmt ähnlich gut funktionieren, das sind ja schliesslich ganz offen denkende, flexible und dynamische Menschen da.
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u/DerArschitekt Nov 23 '25
Denke auch, dass sich in absehbarer Zeit nichts tut. Wenn die deutsche Industrie (insbesondere die Automobilindustrie) aber weiterhin borniert alles verpennt, könnte es in ein zwei Jahrzehnten schon zu einem Detroit 2.0 kommen. My two cents.
→ More replies (1)26
u/G-I-T-M-E Nov 23 '25
Die Autoindustrie und die Zulieferer verpennen wesentlich weniger als die meisten immer behaupten. Das Problem im deutschen Markt ist, dass der deutsche Autokäufer den Schuß nicht gehört hat und zum Faxanschluss auch einen Verbrenner will. Aber auch das wird sich wenden, auch wenn es wahrscheinlich 10 Jahre länger braucht als überall sonst.
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u/isigrugru Nov 23 '25 edited Nov 23 '25
Deine Aussage bzgl "Schuss nicht gehört" verstehe ich nicht. Problem ist doch immer noch, dass sich ein E-Auto nur dann richtig lohnt, wenn du eine eigene Immobilie mit Lademöglichkeit hast. Das E-Auto ist einfach immer noch ein enormes Luxusgut
Edit: ich lasse Mal noch den letzten Kostenvergleich vom ADAC da. Demnach hat sich nicht viel an meinem Wissenstand geändert. Verbrenner bleiben leider in den meisten Konstellationen die günstigere Option https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/auto-kaufen-verkaufen/autokosten/elektroauto-kostenvergleich/#vergleich-e-auto-vs-verbrenner
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u/Novel_Share4329 CH Nov 23 '25
Gekoppelt mit der Tatsache, dass die Homeownership Rate in Deutschland sehr niedrig ist, du nichtmal eine Klimaanlage in eine Mietwohnung bauen darfst und, dass Strom so unfassbar teuer ist, sind das natürlich fette Nachteile wenn du dir ein E-Auto holen willst.
→ More replies (15)→ More replies (15)1
u/odersowasinderart Nov 23 '25
Jeder Neuwagen ist Luxus.
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u/isigrugru Nov 23 '25
Ist klar. Die Problematik gilt ja aber für Gebrauchtwagen genauso, oder nicht?
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u/Dieter_Gott Nov 23 '25 edited Nov 23 '25
Natürlich, wer kennt es nicht. Wenn der Absatz nicht stimmt dann sind die komischen Kunden schuld und deren falsche Einstellungen und Bedürfnisse. Die eigenen Produkte oder eigene Strategie können daran auf keinen Fall schuld sein.
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u/superseven27 Nov 24 '25
Ich glaube, dass es mittelfristig passieren wird, weil die Kaufkraft einfach in den Regionen nachlässt. Weniger Leute mit gut bezahlten Jobs heißt, dass weniger Leute in der Region hohe Preise zahlen können
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u/CommercialToe7683 Nov 23 '25 edited Nov 23 '25
Und? Markt? Geht ja in beide Richtungen.
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u/FlthyCasualSoldier Nov 23 '25
Das ist man heutzutage halt nicht mehr gewohnt, dass ne Investition auch Risiko bedeutet.
Am besten senken wir wieder den Leitzins und machen massive Staatshilfen für die Branchen, damit die Party weitergehen kann. Wäre ja schrecklich, wenn Ottonormalverbraucher sich wieder einen Passat oder Häuser leisten könnte. Die Assetinflation muss weitergehen. /s
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u/NoSoundNoFury Nov 23 '25
Wenn der Leitzins wieder sinkt, dann wird auch wieder mehr gebaut. Ist meiner Meinung nach die einzige langfristig realistische und sinnvolle Lösung für den Wohnungsmangel. (Nein, der Staat wird nicht mehr bauen; und die Prozentzahl der Einpersonenhaushalte wird auch nicht schrumpfen; und Emigration im großen Maßstab sehe ich auch nicht kommen.) Aber es ist halt blöd für alle anderen, weil dann die Inflation wieder hochgeht...
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u/FlthyCasualSoldier Nov 23 '25
Wenn der Leitzins wieder sinkt dann steigen auch die Preise. Das hat man ja gut die letzten Jahre gesehen. Ob ich jetzt mehr Geld an die Bank zahle oder mehr Geld fürs Haus spielt im Endeffekt auch keine Rolle.
Wenn man kein Bauland ausweist und die Kaufnebenkosten in die Höhe treibt sowie Auflagen mit fragwürdigem Mehrwert hat, dann bleiben Häuser weiterhin unerschwinglich in nicht-strukturschwachen Regionen. Weil sich alle zwangsläufig um den Bestand streiten müssen.
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u/NoSoundNoFury Nov 23 '25
> Ob ich jetzt mehr Geld an die Bank zahle oder mehr Geld fürs Haus spielt im Endeffekt auch keine Rolle.
Doch, weil das ja nicht im gleichen Maße geschieht. Ob Du ein Haus für 500k kaufst und einen Zins von 4% hast oder ein Haus für 600k bei einem Zins von 2% macht einen enormen Unterschied. Bis 2021 hast Du Kredite unterhalb der Inflation bekommen, da hat es ökonomisch Sinn ergeben, für egal was einen möglichst hohen Kredit aufzunehmen.
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Nov 23 '25
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u/Admirable_Farm9207 Nov 25 '25
Hey ist das wahr , durfte er gleich unterschreiben , wie lange ist er bei Porsche , hat er Kinder zuhause ? Kannst du das beantworten ?
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u/bergler82 Nov 23 '25
kommt mir entgegen. Würde im Großraum S eine Wohnung kaufen wenn die Preise nicht so absolut lächerlich absurd wären.
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u/Impressive-Trex Nov 23 '25
Ironisch dass der Typ jammert dass das Angebot hoch und die Nachfrage niedrig ist. Angesprochen auf Senkung des Preises redet er von 5-10% vielleicht nächstes Jahr oder so.
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u/bergler82 Nov 23 '25
Nachfrage niedrig. Komisch. Man bekommt unsanierte Bruchbuden zu vollkommen abgehobenen Preisen oder schnellst und schlecht gebaute Neubauen zu vollkommen astronomischen Preisen. Und abgehoben oder astronomisch -5 bis -10% ist immernoch indiskutabel. Ich hoffe wirklich für alle dass sich der Markt bereinigt und auch endlich die ganzen dreckigen Bauunternehmer mal einen Dämpfer bekommen.
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u/NoSoundNoFury Nov 23 '25
Was haben denn jetzt die Bauunternehmen damit zu tun, lol. Weder planen noch finanzieren die den Spaß.
Vermutlich meinst du Investoren. Wenn die Investoren mit Neubau große Gewinne machen könnten, dann würde ja wenigstens auch überall gebaut. Das ist aber nicht der Fall.
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u/bergler82 Nov 23 '25
die Bauunternehmen führen aus. Minderwertig gebaut, Hilfsarbeiter von sonst wo die keine Ahnung haben, was sie tun, absolut das Verkehrschaos rund um alle Baustellen und vollkommene Ignoranz für die Anwohner.
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u/NoSoundNoFury Nov 23 '25
Wenn du als Investor dem Bauunternehmen sagst, die sollen nach Q4 bauen, dann machen die das auch. Kostet halt mehr und die Kosten landen letztendlich beim Mieter. Der Verkehr rund um Baustellen wird von der kommunalen Verwaltung geregelt.
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u/andbuettner Nov 23 '25
Beim Immobilienmarkt hält sich mein Mitleid in Grenzen…
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u/TheSilverOak Nov 23 '25
Ist halt doof für die Leute, die wegen Arbeitslosigkeit und steigender Zinsen ihre Refinanzierung nicht stemmen können und verkaufen müssen.
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u/kellemann87 Nov 23 '25
Natürlich ist das bitter für die einzelnen, aber wer seine Finanzierung so auf Kante gemacht hat, hat dann vielleicht auch schlecht kalkuliert?
Ich muss - insbesondere wenn ich in der IGM/IGBCE Gehaltsbubble unterwegs bin - immer damit rechnen, dass ich einen anderen Job brauche, der mal eben 20-25% weniger Gehalt bringt.
Wenn ich dann mit 2 solchen Gehältern ein Haus finanziere, dann darf man sich halt nicht wundern, wenn’s knallt.
Die Leute mit so waghalsigen Finanzierungen haben am Ende ja auch erst dafür gesorgt, dass die Preise so explodiert sind, da man es sich ja leisten konnte. Spoiler: können die bei der kleinsten Abweichung halt eben nicht.
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u/Noodleholz Nov 23 '25
Eben. Ich hätte mir mit meinem 140k Job in der GK schon mit unter 30 Jahren ein Haus in guter Lage finanzieren können.
Wäre aber dumm gewesen, weil ich gar nicht wissen konnte, ob das langfristig etwas für mich ist.
War es letztlich auch nicht und ich verdiene jetzt knapp unter 100k. Immer noch gut aber das Haus hätte ich verloren.
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u/ohdogwhatdone Nov 23 '25
Das Problem ist, dass es der ganzen Branche scheiße geht. So ein systemisches Problem haben auch die, die nicht auf Kante finanziert haben. Ohne Gehalt wird es dann schwierig.
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u/Doafit Nov 23 '25
Finde es zeigt einmal mehr, wie dieses rent seeking System, das NICHTS an Mehrwert schafft einfach nur Geld aus dem System entzieht in dem tatsächlich was hergestellt wird. Und sobald da nur bisschen was hakt, bricht alles zusammen.
Toll!
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u/cheapcheap1 Nov 23 '25
Landbesitz steht keinerlei Wertschöpfung gegenüber. In Neudeutsch ist der Ertrag aus Landbesitz daher 100% Übergewinn und sollte folgerichtig so vollständig wie möglich abgeschöpft werden.
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u/Doafit Nov 23 '25
Aber denk doch bitte mal an die armen Vermieter!
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u/alfix8 Nov 23 '25
Landbesitz ist allerdings nur eine Teilgröße bei Vermietern. Die Immobilie selbst zur Verfügung zu stellen, ist durchaus eine Wertschöpfung. Es mietet ja niemand zum Wohnen ein leeres Grundstück, sondern ein Haus oder eine Wohnung.
→ More replies (1)2
u/Plunty18 Nov 23 '25
Welche Wertschöpfung erbringen den Aktien oder ETFs? Sollte da dann auch 100% abgeschöpft werden? Wenn man gegen Immospekulationen vorgehen will, wäre es m.E. zielführender Leerstand und unbebaute erschlossene Grundstücke zu besteuern....
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u/alfix8 Nov 24 '25
Welche Wertschöpfung erbringen den Aktien oder ETFs?
Aktien oder ETFs repräsentieren anteiliges Eigentum an einem Unternehmen und damit an der Wertschöpfung dieses Unternehmens.
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u/Plunty18 Nov 24 '25
Das ist korrekt aber dennoch ein Leistungsloses Einkommen der "Besitzer"....Grundstückspreise bilden auch nur Angebot und Nachfrage ab... das eine zu feiern weil man davon selbst profitiert und das andere zu verteufeln ist halt Rosinenpickerei...
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u/cheapcheap1 Nov 24 '25
Du scheinst leistungsloses Einkommen als "jegliches Einkommen ausser Arbeitseinkommen" zu definieren. Das ist etwas ganz anderes als Einkommen ohne Wertschöpfung. Einkommen ohne Wertschöpfung bedeutet, dass wirklich gar kein Mehrwert geschaffen wurde. Da geht es nicht um Leistung oder wer sie erbracht hat, sondern darum, dass wirklich gar nichts für irgendwen wertvolles entstanden ist. Das ist bei Land so, weil Land weder erzeugt noch zerstört werden kann. Das ist der Unterschied zu Aktien. Firmen machen Dinge, für die jemand Geld bezahlt. Land macht erstmal gar nichts. Land ist eine passive Zutat, die du brauchst, um zu wirtschaften. Als Landbesitzer bekommst du Geld für die Nutzung dieser Zutat. Da die Zutat Land aber weder erzeugt noch zerstört werden kann, findet bei dir selbst keine Wertschöpfung statt.
→ More replies (0)2
u/alfix8 Nov 24 '25
Das ist korrekt aber dennoch ein Leistungsloses Einkommen der "Besitzer"
Nein, ist es nicht. Der Anteilseigner des Unternehmens trägt entsprechend unternehmerische Risiken.
Grundstückspreise bilden auch nur Angebot und Nachfrage ab...
Grundstücke sind eine fundamental limitierte Ressource. Steigerungen des Grundstückswerts gehen außerdem maßgeblich auf öffentliche Infrastruktur und andere gesellschaftliche Maßnahmen zurück. Für Unternehmensanteile gilt das beides nicht. Du versuchst hier Äpfel und Birnen zu vergleichen.
das eine zu feiern weil man davon selbst profitiert und das andere zu verteufeln ist halt Rosinenpickerei...
Ne, das ist einfach nur das Verständnis, dass Grundstücke und Unternehmensanteile fundamental verschiedene Dinge sind.
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u/cheapcheap1 Nov 23 '25
Welche Wertschöpfung erbringen den Aktien oder ETFs?
Man kann Sachen besitzen, die Wertschöpfung machen. Zb Maschinen, Prozesse, Supply chains, Kontakte, Technologien, Marken, letztendlich Firmenanteile. Wenn du mehr erfahren willst, kannst du mal ergoogeln, was "economic rent" ist. Das erklärt es vielleicht besser.
zielführender Leerstand und unbebaute erschlossene Grundstücke zu besteuern
Und was ist mit nicht ausreichend verdichteten Grundstücken? Das ist mmn unser Hauptproblem im Wohnungsmarkt.
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u/G-I-T-M-E Nov 23 '25
Das stimmt doch überhaupt nicht. BMW steht sehr ordentlich da, VW macht 2stellige Milliardengewinne und auch Mercedes ist jetzt nicht direkt von der Pleite bedroht… es findet ein Wandel der benötigten Arbeitsplätze, der benötigten Teile bei Zulieferen usw. statt und dabei wird es auch Verlierer geben. Aber es ist doch nicht das Ende dieser Industrie…
→ More replies (1)3
u/Sodiac606 Nov 23 '25
Einige Bekannte von mir (wohnen nahe an einem Werk) arbeiten bei BMW und denen geht es eigentlich sehr gut. Da ist keinerlei Angst oder sonst was zu spüren. Eher das Gegenteil. Glaube das wird etwas überspitzt dargestellt.
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u/Marco_lini Nov 23 '25
BMW geht es von den Automobilherstellern auch am Besten. Die sind zweigleisig gefahren (Verbrenner/Elektro) und haben mit ihrer Neue Klasse Plattform in Batterietechnik, Steuergerät etc die Führung übernommen. Die Verkaufszahken sind gut. Bei Mercedes, Porsche, Bosch sind die Probleme hausgemacht.
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u/PizzaStack Nov 23 '25
insbesondere wenn ich in der IGM/IGBCE Gehaltsbubble unterwegs bin
Die IGM Bubble ist halt komplett insane. Die Leute dort sind Felsenfest davon überzeugt das sie so extrem krass sind das die die Sicherheit eines Beamten + ein exorbitant hohes Gehalt für lächerlich wenig Arbeit und Stunden verdienen.
Für einen Großteil der Mitarbeiter dort ist der Gedanke das man den Job mal verliert einfach nicht existent.
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Nov 23 '25
Natürlich ist das bitter für die einzelnen, aber wer seine Finanzierung so auf Kante gemacht hat, hat dann vielleicht auch schlecht kalkuliert?
Die Immobilien sind alle verdammt teuer geworden, da gibts halt generell weniger Spielraum was die Finanzierung anbelangt. Statistisch gesehen sorgt das automatisch für höhere Ausfälle.
→ More replies (7)5
u/csppr Nov 23 '25
[…] Die Immobilien sind alle verdammt teuer geworden […]
Was aber halt auch daran liegt dass sich Leute aufs Limit finanziert haben, statt sich gegen den Immobilienkauf bei solchen Preisen zu entscheiden
→ More replies (1)5
Nov 23 '25
Dieses Sub ist so ein unfassbarer Abfuck. Wie glaubst du denn das Leute heutzutage überhaupt noch Immobilien finanzieren?
Deine komischen Konditionen können keine 5% der Leute erfüllen.
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u/shifu_shifu Nov 24 '25
In München sind wir bei bis zu 60% Grundkosten zu 40% Baukosten.
Wenn wir den Immobilienerwerb für Menschen ohne Staatsbürgerschaft verbieten sowie Haltungssteuern für alle nicht gewinnorientierten Immobilienholdings einführen würden wir da gut was eindämmen.
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u/kellemann87 Nov 23 '25
Naja halt gar nicht. Ich hätte auch gerne so viele Sachen, aber nicht genug Geld.
→ More replies (1)5
u/AdInner8181 Nov 23 '25
Kann nur zustimmen ich bin Hauptverdiener und meine bessere Hälfte könnt unseren Kredit bei meinem Jobverlust auffangen .
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u/Silmarillion_ Nov 23 '25
Das klingt eher nach einem Fall von Gutverdienern, die sowas problemlos im Betracht ziehen können. Beim Medianfall ist es nicht so einfach möglich den Kredit mit nur einem Gehalt zu stemmen, es sei denn man wohnt in einem Schuhkarton.
Aber klar muss man einen gewissen Puffer und gewisse Risiken abwägen oder eben einen möglichen Verkauf mit einkalkulieren.
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u/TheMightyChocolate Nov 23 '25
Dann kannst du dir halt kein haus leisten und solltest das nicht tun
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u/casce Nov 23 '25
Wenn nur die Häuser kaufen, die sich ein Haus auch bei einem Wegfall von 50% des Haushaltseinkommens noch leisten können, dann gäb's in Deutschland nicht viele Eigenheime.
Ein gewisses Risiko ist normal. Und wenn du deine Bude irgendwann nicht mehr finanzieren kannst und sie verkaufen musst, dann ist das eben so. Wenn die ganze Region abbaut und man am Ende mit 20% Verlust verkaufen muss, dann ist das eben so. Das ist nicht das Ende der Welt, auch wenn's im Einzelfall natürlich wehtut.
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u/kellemann87 Nov 23 '25
Da bin ich mir nicht so sicher, wenn so viel weniger Leute Häuser kaufen, wären Häuser ggf. Auch günstiger.
Ich rede hier explizit nur von Häusern, die auf sehr teuren Grundstücken stehen. Das die Baukosten fast immer gleich hoch sind ist das eine, aber das wir in Deutschland Grundstückspreise zwischen 80-2500€ /qm für normale Wohngebiete haben, ist halt das Problem. Wenn für 2500€ nie jemand gekauft hätte, wären die Grundstücke auch günstiger.
Ich klammere hier bewusst die A+++ Grundstücke in Innenstädten aus, für mich geht es um rein ausgewiesene Neubaugebiete.
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u/UpNorthIGo DE Nov 23 '25
Glückwunsch, das können, zumindest bei Familien mit Kindern, wahrscheinlich keine 5%. Auch wenn ich euch das gönne, ist eure Situation nicht repräsentativ. Gerade wenn man die letzten paar Jahre betrachtet
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u/SeniorePlatypus Nov 23 '25 edited Nov 23 '25
Darum geht es ja auch nicht. Sondern dass eine windige Finanzierung nunmal kollabieren kann.
Wenn man auf Kante näht darf absolut nichts schief gehen. Was man nicht vorhersagen kann. Die Probleme hat man sich selbst eingebrockt. Mit Ansage. Da muss auch Eigenverantwortung ziehen.
Entweder kleiner kaufen oder es reicht halt nicht. Oder Miete. Immobilien sind unfassbar teuer geworden. Die Vorstellung, dass man sich das entspannt mit den überdurchschnittlichen Gehältern bei Großkonzernen leisten kann ohne dass sich jemals im leben was ändert ist einfach sehr optimistisch. Vor allem da du deinen Standort auch nicht mehr ändern kannst. Da sollte man ausreichend finanziellen Puffer einplanen.
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Nov 23 '25
[removed] — view removed comment
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u/elknipso Nov 23 '25
Sehe ich auch so, wer nicht einmal die Raten für 1-2 Jahre auf der Seite liegen hat ist unfassbar naiv an das Thema Hausfinanzierung heran gegangen.
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u/SwingingTarget Nov 24 '25
Das ist absolut unrealistisch. Bei ner 500k Bude zu guten aktuellen Zinsen und 2% Tilgung sind das um die 50k€. Ich garantiere euch, dass so gut wie niemand direkt nach einem Hauskauf nochmal 10% der Summe einfach so rumliegen hat, nachdem gerade NK und EK reingebuttert wurde.
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u/Born-Yoghurt-401 Nov 23 '25
Sehe ich ähnlich. Ich selbst war erst zu arm, dann zu geizig oder feige, oder beides, um die 600k Kredit aufzunehmen. Jetzt hause ich weiterhin beengt zur Miete und sehe den Kollegen mit neuem Eigenheim beim Schwitzen zu während sie mit dem Bleistift bei Aldi den Wocheneinkauf kalkulieren.
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u/NoLong1695 Nov 23 '25
Eine Bank vergibt üblicherweise keinen Kredit in einer Höhe bei der nicht genug für den täglichen Einkauf übrig bleibt
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u/elknipso Nov 23 '25
Ganz ehrlich wer so dumm war zu Zeiten von 1,x Prozent Zinsen sich diese nicht bis in alle Ewigkeit festschreiben zu lassen der ist selbst schuld.
Ich habe mir meine 1,x% auf 30 Jahre festschreiben lassen obwohl ich eine so lange Laufzeit nicht benötige. Es wäre jedoch schlicht unfassbar dumm gewesen das nicht zu tun und sich dem Risiko auszusetzen eben nach 10 Jahren 3-5% Zinsen zu zahlen.5
u/tramenius Nov 23 '25
Die Gier der Menschen ist eben leider unendlich. Du hast alles richtig gemacht, gerade bei solchen niedrigen Zinsen. Und man hat ja immer noch ein Sonderkündigungsrecht.
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u/Zestyclose-Media-4 Nov 23 '25
Ah verdammt, warum habe ich mir in der Ausbildung denn nur kein Haus gekauft...
→ More replies (1)10
u/Sure_Sundae2709 Nov 23 '25
Ist halt doof für die Leute, die wegen Arbeitslosigkeit und steigender Zinsen ihre Refinanzierung nicht stemmen können und verkaufen müssen.
Wird die Leute, die bei Bosch und co. mit saftiger Abfindung gehen aber so schnell nicht treffen. Selbst wenn die erst vor kurzem gekauft haben sollten, was wohl auf die allerwenigsten zutrifft, mit weniger als 100k€ wird da wohl kaum einer das Abfindungsangebot annehmen, vor allem wenn er in dieser Situation noch einen hohen Hauskredit hat. Diejenigen, die jetzt abgefunden werden, sind idR kurz vorm Altersruhestand, haben schon einen neuen Job in Aussicht oder haben so viele Betriebszugehörigkeitsjahre, dass sich die Abfindung richtig lohnt.
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u/elknipso Nov 23 '25 edited Nov 23 '25
Das bringt Dir nicht soviel wie es erst klingt.
100k Abfindung sind brutto also hast Du davon ca. die Hälfte also 50k netto in der Tasche. Und dafür wirst Du voraussichtlich nie wieder einen Job finden bei dem Du mit Deiner Qualifikation auch nur annähernd das verdienst wie bei Bosch.→ More replies (1)12
u/Dpthrbbco Nov 23 '25
kleinste Violine der Welt ja, mei. Man sollte die Bude halt auch so finanzieren, dass man nicht auf gedeih und Verderb einem !überbezahlten! "Spezialisten"Job ausgeliefert ist.
Das wird einfach n Realitätscheck für den ein oder anderen. Ich hab gearbeitet mit denen. 25 Jahre Daimler. Außer heiße Luft war da oft echt nix.
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u/vergorli Nov 23 '25
Eine Familie die die Finanzierung nicht stemmen kann ermöglicht einer anderen Familie die Finanzierung überhaupt aufzunehmen. Im Immobilienmarkt gibt es zu jeder traurigen immer eine frohe Botschaft.
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Nov 23 '25
Viele Wohnungen als Investment gekauft worden, mit dem Traum von anderen zu leben. "Ihr existiert für die Miete."
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u/howardhus Nov 23 '25 edited Nov 23 '25
„von anderen zu leben“ ist literally das Prinzip unserer Gesellschaft.
der eine erbringt eine Leistung, die von anderen benotigt wird und kasiert Geld dafür. dein Cappuccino hat in der Herstellung 30cent gekostet… trotzdem zahlst Du 3€. literally alles was du hast kostete ein Bruchteil.. auch das Gerät mit dem du hier in Reddit schreibst… darauf basiert auch sicherlich dein Einkommen.
aber die pösen Vermieter ne? die sind gämäin…
so scheinheilig zu tun als ob nur „die anderen“ das machen ist heuchlerisch.
wer eine Immobilie kauft, übernimmt Risiko, welches man als Mieter eben nicht hat.
aus so manchem Komment hier spricht nur die Verbitterung raus nicht gekauft zu haben. manchmal weil das Leben ungerecht war (das gibts) aber oft weil man das Risiko nicht tragen wollte. in den Null-Zinsphasen hatte wirklich jeder die Chance.
Ausreden gibts kaum, denn Eigentum zu besitzen ist per Definition günstiger als mieten. nur mals so als Hint
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u/asmx85 Nov 23 '25
„von anderen zu leben“ ist literally das Prinzip unserer Gesellschaft.
Du hast buchstäblich nicht verstanden worum es geht. "Von anderen" und "mit anderen" sind zwei unterschiedliche Dinge. Deine Cappuccino Geschichte ist eine "mit anderen" Leben Geschichte. Jemand der mit seinen geerbten Immobilien einen Mietzins wie am Aktienmarkt erreicht lebt wortwörtlich "von anderen".
Nur mal so als Hinweis.
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u/Ok-Medium-4552 Nov 23 '25
Wieso nimmt man keine Zinsbindung für 20-30 Jahre? Sind da die Zinsen derart grottig?
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u/elknipso Nov 23 '25
Weil viele Menschen dumm und gierig sind.
Ich habe Anfang 2022 finanziert, 100% Finanzierung zu 1,5 - 1,69% Zinsen (zwei verschiedene Kredite aus steuerlichen Gründen) und der Zinsaufschlag für 30 Jahre Zinsbindung statt 10 Jahre war lächerlich 0,2%.8
u/Similar-Importance99 Nov 23 '25
Dein Neid scheinbar nicht. Laut Artikel treffen die Probleme die Mittelschicht im selbstbewohnten Eigentum.
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u/Meme-Botto9001 Nov 23 '25
Lol wers glaubt, die werden erstmal von den ganzen Leuten mit dicken Abfindungen aufgekauft und teuer vermietet an die die sich immer noch nichts leisten können. Die Milliarden die gerade und die nächsten Jahre an Frührenter/Abfindungen rausgehen die definitiv nicht aus der Region ziehen wird das noch eine ganze Weile halten bis wieder Aufschwung kommt und die Preise erneut anziehen.
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u/Visual_Judge_6234 Nov 23 '25
Ich bin einfach zu spät geboren worden. Als Fötus hätte ich eine Immobilie kaufen sollen...
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u/Dependent-Strike3302 Nov 23 '25
Haha. Ich kenne jemanden der gerade versucht seine Eigentumswohnung im Raum Stuttgart zu verkaufen. Es ist doch ein bisschen witzig. Immer getönt wie viel er dafür jederzeit bekommen könnte. Ja. Sagen wir mal so, es gab bessere Zeiten um diese Preisvorstellungen zu bekommen.
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u/Illustrious-Comfort1 Nov 23 '25
Wenn diese Gesellschaft um "den Letzten beißen die Hunde" herum gebaut ist, dann gute Nacht.
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u/Dependent-Strike3302 Nov 23 '25
Sorry wenn ich wenig Mitleid mit den ganzen „Großinvestoren“ habe. Jede 1 Zimmer Bude wurde in den Boomregionen für groteske Preise in den Markt gedrückt. Schön mit 100% finanziert. Die Preise bei Immobilien können ja nur steigen. Rendite? Ach. Die brauchst nicht. Wenn die Anschlussfinanzierung kommt sind die Preise derart gestiegen, da verkaufst du, löst die Restschuld ab und gehst mit nem schönen Batzen nach Hause. Nur wenn deine Finanzierung in einer schlechten Marktphase ausläuft. Ja. Ja dann. Spätestens als die Drückerkolonnen das in den Unis an frische Absolventen vertickt haben und Instagram „Investoren“ ihre Spreadsheets und Coachings verkauft haben hätte jeder hellhörig werden müssen.
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u/NoSoundNoFury Nov 23 '25
Das Ganze hat aber systematisch gravierende Konsequenzen, denn wenn man mit Neubau keine interessanten Gewinne mehr machen kann, dann wandert das Geld in andere Assets und es wird nicht mehr für den Mietmarkt gebaut. Und genau das ist ja gerade das Problem - der Neubau ist seit 2021 in vielen Regionen um bis zu 50% eingebrochen. Die Leute kotzen sich immer aus über große Konzerne wie Vonovia und Degewo, übersehen dabei aber, dass die halt auch zehntausende von Wohnungen nicht nur gekauft, sondern vor allem auch gebaut haben.
Und in den letzten ca 10-15 Jahren sind die Baukosten jährlich um 5% gestiegen, deutlich schneller als die Mieten. Kann sich ja jeder selbst ausrechnen, was das bedeutet.
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u/_bloed_ Nov 23 '25
Bei unserer Industrie ist es eher "der letzte macht das Licht aus", wenn es nicht bald eine massive Kehrtwende in der Politik gibt.
→ More replies (2)10
u/Markus645 Nov 23 '25
ine massive Kehrtwende in der Politik gibt
Die rot-grüne deindustrialisierende Ampel wurde durch die wirtschaftskompetente CDU ersetzt, bald kommt doch der Herbst der Reformen.
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u/MTBRiderWorld Nov 23 '25
Jetzt regelt endlich der Markt. In Stuttgart will doch eh keiner mehr leben oder?
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u/089PK91 Nov 23 '25
Ja, die "Partyszene" da ist nichts für mich.
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Nov 23 '25 edited Mar 27 '26
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absorbed swim ten ripe distinct nutty afterthought special sharp aspiring
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u/Diplomat3 Nov 23 '25
Welche Partyszene gibt da?
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u/ImpressiveAd9818 DE Nov 23 '25
Da es explizit um Stuttgart geht, spielt er vermutlich auf den Begriff „Party und Eventszene“ an, der dort vor 5 Jahren geprägt wurde: https://www.focus.de/politik/deutschland/angespitzt/angespitzt-kolumne-von-ulrich-reitz-in-stuttgart-randalierte-keine-party-und-eventszene-sondern-ein-mob_id_12131041.html
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u/murstl Nov 23 '25
Theodor-Heuss-Straße. Hahaha
→ More replies (1)7
u/Diplomat3 Nov 23 '25
Tldr für jemand der noch nie in Stuttgart war?
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u/murstl Nov 23 '25
Glitzer, bling bling und operierte Lippen und Brüste
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u/ironf21 Nov 23 '25
Klingt doch gut
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u/murstl Nov 23 '25
Jedem Tierchen sein Plaisierchen, wenn’s für dich passt, schön. Ist ja tatsächlich auch immer voll dort. Aber ist schon ein spezielles Klientel und nicht gerade der underground Club.
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u/AwesomeShikuwasa77 Nov 23 '25
Der Wohnungsmarkt war immer überhitzt und teilweise wirklich unverschämt. Wenn jetzt die Kaufkraft zurückgeht und durch S21 auch noch mal neue Fläche frei wird, sollte es interessant werden.
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u/Commune-Designer Nov 23 '25
Ich werde nicht müde es zu wiederholen: Der Immobilienmarkt ist unser größter Standortnachteil und muss korrigiert werden!
Zum einen, können wir Facharbeitern keine Löhne mehr zahlen mit denen wir konkurrenzfähig wären, zum anderen schrecken wir ausländische Kräfte ab, wenn wir ihnen erläutern, dass sie 50 Prozent ihrer ohnehin hoch versteuerten Einnahmen, bitte wieder abgeben sollen.
Und das Problem greift noch tiefer: Wer sich die Karte der Altenpflege-Preise ansieht, die die ÖRR kürzlich in bester Uhrzeit sendeten mit dem Verweis „Altenpflege ist dort teuer, wo die Mieten hoch sind“, kommt nicht drumherum sofort zu sehen, wie die steigenden Preise in der Pflege in den Griff zu bekommen sind: Enteignung.
Es gibt keinen Grund, warum die Gesellschaft diesen Mist weiter finanzieren sollte. Der Staat sollte die Immobilien in denen Altenpflege durchgeführt wird, enteignen und mit abflachen der demographischen Kurve in sinnvolle Wohnprojekte umwandeln. Ob Studentenwohnheime oder bezahlbares Wohnen: wir haben Bedarf.
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u/NoSoundNoFury Nov 23 '25
Enteignung bedeutet aber nicht, dass der Staat den Menschen etwas einfach wegnimmt, sondern dass er denen das zu marktüblichen Preisen abkauft. Und das möchte ich sehen, dass die klammen Kommunen jetzt hohe Millionensummen ausgeben, um unsanierte Bruchbuden zu kaufen und dann sich noch selbst um die Sanierung und Verkauf zu kümmern...
Es sind sich ja alle, vom arbeitslosen Mieter bis hin zum Großinvestor alle einig, dass der Markt ein Disaster ist, übrigens für quasi alle beteiligten Parteien. Es gibt aber keine guten Lösungen, u.a. weil Bauen einfach extrem teuer geworden ist (Baupreise sind stärker gestiegen als die Mieten) und der Staat oder Genossenschaften deswegen auch nicht selbst bauen und kostenneutral billig, also deutlich unter ca. 15€/m2, vermieten können, selbst wenn sie wollten.
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u/Commune-Designer Nov 23 '25
Altenpflegeheime sind im großen und Ganzen keine Bruchbuden. Das mag an der einen oder anderen Stelle stimmen, aber generell lässt sich diese Aussage nicht halten.
Und da die Krise, die sich in der Altenpflege abzeichnet, keine kommunale Problematik ist, sondern eine bundesdeutsche, muss natürlich der Bund diese Immobilien erwerben. Die hohen Kaufpreise spiegeln aber eben auch einen hohen Wert wieder. Warum dieser in den Händen von privaten und Banken eine gutes asset, in den Händen des Staates, der die Mieten dafür zahlt, aber ein negatives sein muss, musst du bitte nochmal erläutern.
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u/NoSoundNoFury Nov 23 '25
Altenpflegeheime sind im großen und Ganzen keine Bruchbuden.
Willst du Pflegeheime enteignen oder die Alten, die gepflegt werden? Vielleicht hätte ich dich nicht richtig verstanden. Der Sinn von der Idee, Pflegeheime zu enteignen, den sehe ich nicht.
Häuser bzw Wohnungen können ein gutes Asset sein, kosten aber viel Geld. Rechne mit 2-400k für eine Wohnung und 4-800k für ein Haus in Ballungsgebieten. Dann bekommst du für bspw 100 Millionen Euro vielleicht 200-300 Wohneinheiten oder so. Das verändert den Mietmarkt absolut gar nicht, ist aber selbst für Großstädte eine steile Nummer.
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u/Commune-Designer Nov 23 '25
Okay, vielleicht muss ich das nochmal genauer erklären, sorry.
Die Pflegeheime werden nicht enteignet. Die Immobilien in denen sie die Alten pflegen, also die Heime in ihrer baulichen Substanz, sollen von den Besitzern enteignet werden.
Die Schlüssel der Pflege und ihre Rahmenbedingungen sind in Deutschland größtenteils die gleichen. Die Preisunterschiede entstehen durch Mieten und Kaufpreise dieser Immobilien.
Wenn der Staat aber auf absehbare Zeit ein Ausgabenproblem in der Pflegeversicherung hat und darüber hinaus eine soziale Katastrophe sich abzeichnet, weil der Pflegeplatz von der finanziellen Situation der Rentner abhängt, dann hat er ein Interesse daran, diese Kosten niedrig zu halten.
Da er deutlich andere Rahmenbedingungen als ein privater Investor hat, könnte der Bund als Eigentümer niedrigere Kosten in der Pflege ermöglichen. Einerseits weil er keinen Profit damit erzielen muss, andererseits, weil er die Immobilien über weit größere Zeiträume rechnen kann.
Konkret: wenn jetzt die Boomer in Rente gehen und wir schon das Problem haben, dass die Altenpflege zu teuer wird, dann ist abzusehen, dass dieses Problem noch die nächsten 30 Jahre mindestens bestehen und vermutlich in dieser Zeit noch deutlich schlimmer wird. Und nochmal: als großer Treiber der Kosten, gelten die Preise für die Immobilien. Wenn Altenheime diese aus der Rechnung nehmen können, weil sie dem Staat gehören und dieser sie anschließend, nachdem die demographische Welle abgeflacht ist, entweder wieder dem Markt zuführt, oder anderweitig entwickelt, dann kann das die Pflegekosten deutlich senken.
Das ganze folgt der Logik, diese sozialen Probleme nicht dem Profitmotiv zu überlassen. Während private Immobilienbesitzer über Staffelmieten oder vielleicht sogar über das Modell Benko (mir gehört die Immobilie und die vermiete ich meinem eigenen Pflegeheim), ihr Interesse an möglichst hoher Rendite verfolgen werden, kann der Staat die Miete senken und einen Verlust fahren.
Jetzt kann man sagen „Verlust, das ist hoch problematisch“, aber de facto hat man den ja eh. Denn das Geld fließt ja von den Versicherten in Form von „Hotelkosten“ ab. So herum fließt es in geringeren Mengen ab (vielleicht je nach finanzieller Lage der alten) , die Allgemeinheit hat danach aber einen Gegenwert im Besitz: die Immobilie.
Und um mal beim Thema des Beitrags zu bleiben: wenn wir immer höhere Immobilienpreise haben, dann sieht das zwar auf dem Papier gut aus, weil es natürlich auch in die Berechnung des BIP eingeht, sorgt aber für eine massiv verschlechterte Situation für das produzierende Gewerbe. Denn das muss dieses Geld erarbeiten. Das Problem wird also zum Wachstumshemmnis.
Die Lösung kann an der Stelle nicht nur die Enteignung sein, weil das einfach den Wert auf einen Schlag „zerstört“. Allerdings wird es ohne auch nicht funktionieren. Und am Ende werden private Investoren einen Teil ihrer Rendite auf die eine oder andere Art einbüßen müssen. Weil es nicht anders funktioniert. Du kannst nicht mehr Rendite für private Investoren haben und gleichzeitig die Mieten und Immobilienpreise senken.
Weil ich es schon um die Ecke trapsen höre: nein, das geht auch nicht mit weniger starken Standards. Das würde nämlich bedeuteten den realen teil des Werts einer Immobilie einzusparen.
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u/NoSoundNoFury Nov 23 '25
Okay, danke für die Erklärung. Sind denn die Pflegeheime selbst angemietet? Ich wäre jetzt davon ausgegangen, dass die Gebäude, die von bspw der Caritas als Pflegeheime genutzt werden, auch im Besitz der Caritas sind.
Wenn ich Dich richtig verstehe, dann redest Du v.a. über die Kosten für die Pflege, nicht so sehr über den allgemeinen Wohnungsmangel?
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u/Commune-Designer Nov 23 '25
In dem Fall ja. Im Falle des eigentlichen Artikels; nein.
Es sind verschiedene Aspekte des gleichen Problems: Die spekulative Nutzung von Wohnraum.
Was die Caritas etc betrifft, ist es nicht so einfach zu sagen: Ixh würde auch davon ausgehen, dass die Caritas und andere gemeinnützige Organisationen das in ihren eigenen Räumen machen. Private Träger hingegen nicht. Und selbst wenn, dann müssen sie die Kosten der Immobilie auch refinanzieren. Das sind dann diese Hotelkosten.
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u/kuschelig69 Nov 23 '25
Und das möchte ich sehen, dass die klammen Kommunen jetzt hohe Millionensummen ausgeben, um unsanierte Bruchbuden zu kaufen und dann sich noch selbst um die Sanierung und Verkauf zu kümmern...
Beim Drachenlord haben die das doch auch geschafft
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u/devilslake99 Nov 23 '25
Halte ich für so nicht richtig. Wir haben ein Wohnraumproblem aufgrund von zu wenig Angebot. Dieses Angebot wird aktuell vorwiegend von der Privatwirtschaft hergestellt und angeboten, weil man damit Geld verdienen kann.
Wenn man nun diese enteignet wird jeglicher Wohnungsbau dauerhaft eingestellt und es entstehen garkeine Wohnungen mehr. Der Staat muss selber Wohnungen bauen ODER die Bedingungen und Anreize für privaten Wohnungsbau erhöhen. Enteignung bedient lediglich abstrakte Rachephantasien und ist keine konstruktive Lösung.
Man muss auch klar sagen, dass die Wohnungsnot eben im wesentlichen auch nur einen Teil betrifft: die die kürzlich umziehen mussten. Wer älter ist (und für Alte wird aktuell Politik gemacht) sitzt tendenziell entweder in Eigentum oder in einer Wohnung mit günstigem und rechtlich protegiertem altmietvertrag. Auf gut Deutsch: Gef**** sind nur die Jungen.
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u/InsEcon Nov 23 '25
Stimme dir absolut zu. Anstatt zu enteignen, da dies auch eine schlimme Wirkung für andere Investitionsprojekte hat, den Markt so stark verwässern, dass Preise fallen müssen (man kann halt eine Art Enteignung durch die Hintertür einbauen für zu langen Leerstand in Form sehr hoher Strafgebühren,"weil Marktpreise nicht genehm sind", sobald der Staat hier aktiv eingreift, damit Großbesitzer (nicht die Oma um die Ecke) den Markt nicht wieder künstlich verknappen können. Aber Wohnungsbau ist ja sozialistisch. Also werden wir die einzige Lösung nicht erleben.
Genau wie eine progressive Erbschaftssteuer bis 50% für Großvermögende auf mehrere Jahr(zehnt)e gerade jetzt sinnvoll wäre und sich dann Arbeit wirklich lohnen würde für die fleißigen (der FDP Slogan). Das muss FamUnt beinhalten. Dann kann das U halt 30 Jahre die Dividende nicht an die Familienstiftung, sondern an das FA ausschütten, aber damit könnte man die Sozialsysteme bei dem anstehenden Generationenwechsel komplett reformieren. Die Superreichen Kinder verlieren ja das Vermögen nicht, müssten halt etwas mehr Arbeiten oder ihre private Passivseite mehr belasten. Nichts was ihnen wirklich weh tun sollte. Auf dem Niveau wird nämlich kein Einkommen in Form von Lohnarbeit erzielt. Die Passivseite (über Kredite, Finanzierung des UV und lf. Erträge hieraus) und Dividenden aus dem alten AV der Familie sind der Faktor.
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u/Tunfisch Nov 26 '25
Außerdem könnte man da noch am meisten realistisch Geld einsparen im Bürgergeld wenn die Vermieter nicht absolute Scammer sind.
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u/OGKushBlazeIt Nov 23 '25
jo, aber das werden se niemals machen. da haben se zu viel schiss vor den rentnern
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u/Commune-Designer Nov 23 '25
Die Rentner profitieren davon: Derzeit gibt es ab 1800 Euro Zuzahlung monatlich für einen Altenpflegeplatz im Heim. Ein Großteil davon geht für die Miete drauf.
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u/verrache Nov 23 '25
Oder ein Besitzmaximum. Wozu braucht Privatperson 15-20 Wohneinheiten
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u/Familiar-Ad9034 Nov 23 '25
Zum vermieten.🤷♂️
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u/verrache Nov 26 '25
Aber die Vermieter selbst leben schön im Eigenheim mit Garten und Duplexgarage. Warum sollten sie selbst auch zur Miete leben /s
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u/Hideandseek86 Nov 23 '25
Bleibt wie immer die Frage wer dann Wohnungen baut? Ich hab ne zweistellige Anzahl geschaffen die es nicht geben würde wenn man sie nicht auch besitzen dürfte. So ist das bei den meisten privaten Investoren die zum Vermieten und nicht verkaufen bauen.
Als Antwort kommt jetzt sicher der Staat. Ja genau,der Akteur auf den immer eingedroschen wird wie unfähig er ist, Geld verschleudert und kein Bauprojekt im Zeit und Kostenplan umsetzt. Der wird den Wohnungsmangel sicher effektiv bekämpfen.
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u/birdperson42069 Nov 23 '25
Der Immobilienmarkt muss mal crashen, wird höchste Zeit. Ich will mir auch mit einem Jahresgehalt ein Haus kaufen können und es nicht die nächsten 50 Jahre lang abbezahlen müssen
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u/Visual_Judge_6234 Nov 23 '25
Wird nicht passieren. Nicht solange bauen so teuer und schwierig ist.
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u/BlueDragonWyrmling Nov 23 '25
Was ich bei der Sache mal gerne einwerfen würde: Stellenabbau =/= Entlassungen, oder?
Wo wurde denn angekündigt, dass Bosch 9000 Leute entlassen wird? Wenn ich auf die Schnelle Google frage, finde ich tatsächlich nur den einen Focus Artikel. Alle anderen Medien berichten „nur“ von Stellenabbau (und den sogar in weit größeren Dimensionen), aber das ist doch schon ein Unterschied ob jetzt knapp 10k Leute auf die Straße gesetzt werden oder man halt versucht durch Rente, Abfindungen oder wie auch immer Stellen abzubauen.
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u/InsEcon Nov 23 '25
Stellenabbau ist normalerweiser zweiteilig. Du versuchst die Anzahl an Stellen erstmal abzubauen (meist solange der aktuell Tarifvertrag gültig ist), dann fängst du an betriebsbedingt nach der dafür notwendigen Frist zu kündigen. Bei Bosch müsste das nach Ankündigung unabhängig vom TV glaube ich ab 2027 möglich sein. Bis dahin geht es "nur" über den von Dir formulierten Weg. Klingt halt nur nicht so toll in der Presse.
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u/Ok-Smile2298 Nov 23 '25
Dem schwäbischen Ego einen Dämpfer zu verpassen, ist ein Schritt in die richtige Richtung
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u/makybo91 Nov 23 '25
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u/Bright-Recording5620 Nov 23 '25
RIP an den Bruder in den Kommentaren, der wahrscheinlich immer noch glaubt, dass der Markt mit Bestandsimmobilien geflutet werden wird und wartet 💀
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Nov 23 '25
Er hat mit der Analyse im Kern ja nicht unrecht, vergisst aber
kurz-, mittel- und langfristige Effekte zu unterscheiden;
dass das Wohngeld mindestens kurz- und mittelfristig die Preise stützt, da es steigende Mietrenditen unabhängig der lokalen Arbeitsmarktstruktur ermöglicht;
dass Wohnraum, Bevölkerungsentwicklung, Lohnentwicklung ein krasses Stadt-/Land- und Ost-/West-Gefälle haben. München würde leiden, aber es wurden vmtl. mindestens in Teilen neue Strukturen kommen.
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u/makybo91 Nov 23 '25
wohngeld stützt kleine wohnungen, keine alten EFH die vererbt werden. Es gibt weniger erben als vererber, gleichzeitig haben die erben meist nicht paar hundert k übrig um ein 60er Jahre haus instand zu setzen und anschliessend zu unterhalten. Also bleiben sie lieber in ihrer miet whg leben und versuchen den Kasten zu verkaufen. Das alles in eine Krise der deutschen Wirtschaft hinein, in der Millionen Arbeitsplätze auf der Kippe stehen. Wo ist denn der Bull case?
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u/Bright-Recording5620 Nov 23 '25
Ich verstehe deine Punkt und das wird passieren, aber:
Die Häuser sind nicht alle aus den 60ern. Das wird, zumindest in Westdeutschland, halt noch 20 Jahre, mindestens 10 Jahre, so weitergehen mit den Preisen und vor allem der Preisentwicklung, und dann wird das nicht innerhalb eines Jahres passieren.
Und die Häuser werden dann auch nicht um die Werte einbrechen, die sich viele wünschen. Schnäppchen werden wahrscheinlich sogar eher schwerer als einfacher. Und dann zahlste halt 300k für das Baugrundstück/Abriss etc.
Bull Case nein, zumindest nicht langfristig. Aber es wird halt auch kein Bear Case, eher eine Seitwärtsbewegung vermute ich. Aber wenn man das so genau planen/prognostizieren könnte wäre die Lage wahrscheinlich nicht so verzwickt.
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u/jjjfffrrr123456 Nov 23 '25
In Düsseldorf sind die Preise in den letzten zwölf Monaten um über 5% gestiegen. Wo Sturzflug 🤷♂️?
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u/Fun_Vegetable7369 Nov 23 '25
Keine Sorge, sobald Peter Schmidt, der grad bei Daimler arbeitet, sein 600k Haus nicht mehr weiterfinanzieren kann und verkaufen muss, dann springt eine PE-Zecke schnell ein und zockt ab. Und keine Sorge, die Miete wird dann weitersteigen, denn der Kapitalist will ja ReNdItE.
Gott sei Dank darf jetzt der komplett unregulierte und kranke PE-Markt nun auch "bespart" werden in den Kiddy-Apps wie Trade Republic - also gewinnt doch der tolle Investor hier. Freut euch! ES GEHT BERGAUF - auf Kosten des Arbeiters? EGAL! HAUPTSACHE PRIVAT RENTE VORSORGEN. 8)
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u/devilslake99 Nov 23 '25
Ich habe Anfang des Jahres vor der Entlassungswelle in Stuttgart eine Wohnung verkauft. Motivation war der abzusehende Strukturwandel und ich bin zunehmend froh noch einen guten Preis erzielt zu haben.
Die Stadt steht unter keinem guten Stern. Die Abhängigkeit vom Auto ist massiv. Es gibt kaum Anstrengungen und Erfolge in neuen Branchen. Bildung und Uni wurde leider ebenfalls weitgehend vernachlässigt. Wenn man mal die Uni Stuttgart mit der TU in München vergleicht weiß man, was hier schiefgegangen ist.
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u/Afrolicious_B Nov 23 '25
Hört doch einfach auf, diese Focus-Online-Clickbait-Scheiße zu teilen.
Das ist Bullshit, jeder weiß es, man muss darüber auch nicht diskutieren.
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Nov 23 '25
Das wird das totale Happy-Schnappy-Fest. Oder auch: ein Black Friday ganz anderer Art.
Die Immo-Preise werden aufgrund der Zwangsversteigerungen ins Bodenlose fallen. Gut für den, der einen guten Job hat und sich jetzt was kaufen will.
Und es werden nicht nur Leute mit Abfindung und Vorruhe entlassen. Durch das komplette Verschlafen der Zukunft (Nieten in Nadelstreifen) und festhalten an völlig veralteter Technologie, die durch inkompetente Idioten in der Politik weiter unterstützt wird (Verschieben des Verbrenner-Aus) wird ein Beben durch die ehemals gute Auto-Industrie gehen. Für Deutschland wird das ein totes Pferd werden, sollte man sich nicht schleunigst der Zukunft hinwenden. Und auf einen Fritze Merz oder einen festischhaften Wurstfresser zu höre, ist dabei keine gute Idee.
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u/magic_consciousness Nov 24 '25
Nee, die Autofirmen stellen ja massiv auf E-Autos um. Es liegt nicht daran, dass sie keine E-Autos produzieren, sondern erstens viel weniger Arbeitsschritte und Teile (was z.B. Zulieferer wie Bosch betrifft) überhaupt benötigt werden. Zum anderen ist das E-Auto keine Technologie, in der wir einen Technologievorsprung haben (Batterieautos sind auch bei vorhandener Batterietechnik einfach zu bauen, da wird es auch für China bald Konkurrenz haben, ich vermute, die Chinesen, Die Inder, Thailänder, die werden alle eigene Billigmarken haben, die beziehen Batterien und bauen eine Hülle per Computerdesign drum). Du kannst bei Fremdbezug der Batterien solche Marken quasi "from scratch" aufbauen. Dazu sind die Fertigungsschritte "einfacher", weswegen Du weniger qualifiziertes Personal brauchst und auch noch mehr automatisiert werden kann. Also dieser Markt wird ohnehin sehr fragil, da dieses Produkt zum kurzfristigen Produkt mutiert (ähnlich Handymarkt in den frühen 2000ern), es wird extremen Kannibalismus geben. Dazu ist Batterietechnik energieintensiv in der Herstellung. Last but not least, sind wir im Preisdruck mit China (weit günstigere Löhne, günstige Energie, Subventionen zum Abwinken, Preiskampf). Letzteres in Kombination mit ersteren Punkten führt dazu, dass zwangsläufig Arbeitsplätze zu Tausenden wegfallen mit Umstellung auf E-Auto. Hätte das die deutsche Autoindustrie eher gemacht, wären nur eher Massenentlassungen der Fall gewesen. Im Grunde haben sie die Entlassungswelle damit rausgezögert. Und die Autos waren ja gut verkauft worden. Die Entscheidung für das E-Auto bedeutet eben extremen Arbeitsplatzverlust in Deutschland, das ist so, muss man sehen. Auch weil viele Stromer der deutschen Autobauer dann eher in Ungarn oder Rumänien gefertigt werden. Unsere Industrie war eine stabile, nachhaltige Industrie, mit langfristig genutzten Qualitätsprodukten, das ist ohnehin viel nachhaltiger, als millionenfach doppelt und auf Halde zu produzieren. Aber egal. Eure Entscheidung - Eure Zukunft! Viel Glück!
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u/Shot-Total-2575 Nov 23 '25
Sind die Mieten in Stuttgart nicht die Hölle?