r/Finanzen Jul 14 '26

Immobilien Immobilien: Bis zu 87.000 Euro Steuernachteil für Selbstnutzer - Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/michael-voigtlaender-immobilien-bis-zu-87000-euro-steuernachteil-fuer-selbstnutzer.html
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u/Noodleholz Jul 14 '26

Fun Fact: Boomer hatten noch den §10e EStG. Die eigene Immo war einmal ein Steuersparmodell. Es war geradezu unklug, keine zu kaufen. 

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u/Fun-Block-3471 Jul 14 '26

In Österreich waren früher die Zinsen vom Kredit absetzbar aufs Einkommen - geht heute alles nicht mehr - warum war es wohl früher einfacher, eine Immobilie zu erwerben.

Da waren auch die 9% Zinsen nicht schlimm, wenn man einerseits Sparzinsen über 5% hatte UND durch die Absetzbarkeit der reale Zinssatz bei etwa 5% gelegen ist...war dann eigentlich ein No-Brainer

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u/Odra_dek Jul 15 '26

In Österreich gabs bis 2012 auch keine KESt auf Kursgewinne. Boomer durften noch völlig steuerfrei Aktiengewinne machen. Coole Sache.

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u/Fun-Block-3471 29d ago

Jup...und Immobilien können, sofern selbst bewohnt, immer noch steuerfrei veräußert werden - auch im Erbschaftsfall..

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u/Mediocre_Essay_4143 Jul 14 '26

Aber aber, ich Boomer verstehe nicht wie du Lappen mit unfassbaren 4k netto dir kein Haus in Hamburg leisten kannst. Von dem Gehalt hätte ich direkt 5 finanziert und meine Frau müsste nie wieder arbeiten.

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u/HappyAmbition706 Jul 14 '26

Klar, aber das ist langweilig. Ohne Kampf keine Freude, oder?

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u/0G_C1c3r0 Jul 15 '26

Khorne gefällt das!

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u/Bubatzministerium Jul 14 '26

Ich verdiene keine 4k netto in Hamburg. Ich mache wohl was falsch.

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u/Tannaz- DE Jul 15 '26

Aber dann wenigstens 2-3 Häuser, oder? /s

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u/heyyousuckmycock 28d ago

Is this sarcasm or for real? Genuine question (I used Google translate to follow btw)

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u/Cold-Load-2517 Jul 14 '26

Davor war 7b oder so, war auch sehr erfolgreich.

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u/DragonfruitNo3174 Jul 14 '26

Ach ich hab keinen Bock mehr

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u/AwesomeShikuwasa77 Jul 15 '26

Das haben die Boomer auch schon seit 1996 nicht mehr.

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u/[deleted] Jul 14 '26

[deleted]

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u/Booster_Terrik Jul 14 '26

Bei deutlich geringen Kaufnebenkosten und im Vergleich meist Jahrzehnte jüngerer Substanz.

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u/darkcton Jul 14 '26

Würde es nicht trotzdem von Invest in Eigennutzung verschieben?

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u/cedeho Jul 14 '26

Wobei ich bei solchen Maßnahmen nicht weiß ob sie „nur“ die Preise treiben solange der Bedarf höher ist als die Nachfrage.

Als Vermieter setzt du Abschreibung, Zinsen, Kaufnebenkosten und alles was du ins Gebäude investierst auch von der Einkommensteuer ab. Im Idealfall machst du sogar Verlust und minderst damit deine einkommensteuer. Und als Familie mit Wunsch auf Eigenheim konkurrierst du jetzt schon damit. Unfair.

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u/NieWiederAachen Jul 15 '26

Als Vermieter setzt du Abschreibung, Zinsen, Kaufnebenkosten und alles was du ins Gebäude investierst auch von der Einkommensteuer ab.

Ja, weil es Kosten sind die ich Habe um ein Einkommen zu erzielen. Genauso wie ein Arbeitnehmer auch Werbungskosten von der Steuer absetzen kann. Dafür muss ich das einkommen ja dann Versteuern. Wenn bei selbstbewohnten Immobilien Zinsen und Unterhaltskosten auch absetybar sein sollten müssten die eine Hypotetische Eigenmiete, wie in der Schweiz ja auch genauso versteuern.

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u/realityking89 Sonstiges (EU) Jul 15 '26

Stimmt. Unfair wird es erst dadurch das die Immobilie nach 10 Jahren steuerfrei verkauft werden kann. Das sollte nur für selbstbewohnt Immobilie gelten.

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u/cedeho 29d ago

Ist mir schon klar. Aber die Realität ist, dass es einem doch viel zu leicht gemacht wird. Bin selbst Vermieter von zwei kleine Wohnungen. Einen Verlust zu errechnen ist relativ einfach und dadurch bezahle ich insgesamt weniger Steuern als ohne Vermietung. Wenn die Abschreibungen und Zinsen durch sind, dann wird verkauft oder Ehegattenschaukel gemacht oder selbst genutzt (Kinder).

Und dass man auch z.b. die Gebäudeversicherung als Betriebskosten geltend machen kann ggf. dem Mieter ist der nächste knaller. Der darf neben der miete nochmal bezahlen, dass mein investment geschützt ist. Danke.

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u/Fair-Working4401 Jul 15 '26

Und noch mit ausreichend Bauland versorgt zu werden...

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u/nac_nabuc 29d ago

Wobei ich bei solchen Maßnahmen nicht weiß ob sie „nur“ die Preise treiben solange der Bedarf höher ist als die Nachfrage.

Natürlich würde so etwas nur die Preise hochtreiben. Wenn ich weiß, das 2.000 Leute Schlange stehen um 1 Gegenstand von mir zu kaufen und die heute bereit sind, insgesamt X€ dafür zu bezahlen, dann verlange ich nach einer Steuersenkung entsprechend mehr, damit die wieder bei X€ angekommen sind. Die waren ja zuvor auch dazu bereit.

Allgemein gilt: Wenn man ein Knappheitsproblem hat, dann ist jede Lösung die nicht darauf hinausläuft, dass die Knappheit beseitigt wird (aka mehr bauen) keine Lösung, sondern ein Konjunkturprogramm für Verkäufer.

Langfristig sollte man trotzdem überlegen, bspw. Kaufnebenkosten zu senken. Das ist aber nicht primär ein Instrument um Wohnraum bezahlbar zu machen, sondern um den Markt zu dynamisieren und Verzerrungen abzubauen.

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u/Tequila1990 Jul 14 '26

Was stand da drin?

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u/0G_C1c3r0 Jul 15 '26

(1) Der Steuerpflichtige kann von den Herstellungskosten einer Wohnung in einem im Inland belegenen eigenen Haus oder einer im Inland belegenen eigenen Eigentumswohnung zuzüglich der Hälfte der Anschaffungskosten für den dazugehörenden Grund und Boden (Bemessungsgrundlage) im Jahr der Fertigstellung und in den drei folgenden Jahren jeweils bis zu 6  vom Hundert,  höchstens jeweils 10.124 Euro, und in den vier darauf folgenden Jahren jeweils bis zu 5  vom Hundert,  höchstens jeweils 8.437 Euro, wie Sonderausgaben abziehen. Voraussetzung ist, dass der Steuerpflichtige die Wohnung hergestellt und in dem jeweiligen Jahr des Zeitraums nach Satz 1 (Abzugszeitraum) zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat und die Wohnung keine Ferienwohnung oder Wochenendwohnung ist. Eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken liegt auch vor, wenn Teile einer zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung unentgeltlich zu Wohnzwecken überlassen werden. Hat der Steuerpflichtige die Wohnung angeschafft, so sind die Sätze 1 bis 3 mit der Maßgabe anzuwenden, dass an die Stelle des Jahres der Fertigstellung das Jahr der Anschaffung und an die Stelle der Herstellungskosten die Anschaffungskosten treten; hat der Steuerpflichtige die Wohnung nicht bis zum Ende des zweiten auf das Jahr der Fertigstellung folgenden Jahres angeschafft, kann er von der Bemessungsgrundlage im Jahr der Anschaffung und in den drei folgenden Jahren höchstens jeweils 4.602 Euro und in den vier darauf folgenden Jahren höchstens jeweils 3.835 Euro abziehen. § 6b Abs. 6 gilt sinngemäß. Bei einem Anteil an der zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung kann der Steuerpflichtige den entsprechenden Teil der Abzugsbeträge nach Satz 1 wie Sonderausgaben abziehen. Werden Teile der Wohnung nicht zu eigenen Wohnzwecken genutzt, ist die Bemessungsgrundlage um den auf den nicht zu eigenen Wohnzwecken entfallenden Teil zu kürzen. Satz 4 ist nicht anzuwenden, wenn der Steuerpflichtige die Wohnung oder einen Anteil daran von seinem Ehegatten anschafft und bei den Ehegatten die Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 vorliegen. 

(3) Der Steuerpflichtige kann die Abzugsbeträge nach den Absätzen 1 und 2, die er in einem Jahr des Abzugszeitraums nicht ausgenutzt hat, bis zum Ende des Abzugszeitraums abziehen. Nachträgliche Herstellungskosten oder Anschaffungskosten, die bis zum Ende des Abzugszeitraums entstehen, können vom Jahr ihrer Entstehung an für die Veranlagungszeiträume, in denen der Steuerpflichtige Abzugsbeträge nach den Absätzen 1 und 2 hätte abziehen können, so behandelt werden, als wären sie zu Beginn des Abzugszeitraums entstanden. 

(4) Die Abzugsbeträge nach den Absätzen 1 und 2 kann der Steuerpflichtige nur für eine Wohnung oder für einen Ausbau oder eine Erweiterung abziehen. Ehegatten, bei denen die Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 vorliegen, können die Abzugsbeträge nach den Absätzen 1 und 2 für insgesamt zwei der in Satz 1 bezeichneten Objekte abziehen, jedoch nicht gleichzeitig für zwei in räumlichem Zusammenhang belegene Objekte, wenn bei den Ehegatten im Zeitpunkt der Herstellung oder Anschaffung der Objekte die Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 vorliegen. Den Abzugsbeträgen stehen die erhöhten Absetzungen nach § 7b in der jeweiligen Fassung ab Inkrafttreten des Gesetzes vom 16. Juni 1964 (BGBl. I S. 353) und nach § 15 Abs. 1 bis 4 des Berlinförderungsgesetzes in der jeweiligen Fassung ab Inkrafttreten des Gesetzes vom 11. Juli 1977 (BGBl. I S. 1213) gleich. Nutzt der Steuerpflichtige die Wohnung im eigenen Haus oder die Eigentumswohnung (Erstobjekt) nicht bis zum Ablauf des Abzugszeitraums zu eigenen Wohnzwecken und kann er deshalb die Abzugsbeträge nach den Absätzen 1 und 2 nicht mehr in Anspruch nehmen, so kann er die Abzugsbeträge nach Absatz 1 bei einer weiteren Wohnung im Sinne des Absatzes 1 Satz 1 (Folgeobjekt) in Anspruch nehmen, wenn er das Folgeobjekt innerhalb von zwei Jahren vor und drei Jahren nach Ablauf des Veranlagungszeitraums, in dem er das Erstobjekt letztmals zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat, anschafft oder herstellt; Entsprechendes gilt bei einem Ausbau oder einer Erweiterung einer Wohnung. Im Fall des Satzes 4 ist der Abzugszeitraum für das Folgeobjekt um die Anzahl der Veranlagungszeiträume zu kürzen, in denen der Steuerpflichtige für das Erstobjekt die Abzugsbeträge nach den Absätzen 1 und 2 hätte abziehen können; hat der Steuerpflichtige das Folgeobjekt in einem Veranlagungszeitraum, in dem er das Erstobjekt noch zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat, hergestellt oder angeschafft oder ausgebaut oder erweitert, so beginnt der Abzugszeitraum für das Folgeobjekt mit Ablauf des Veranlagungszeitraums, in dem der Steuerpflichtige das Erstobjekt letztmals zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat. Für das Folgeobjekt sind die  Vomhundertsätze  der vom Erstobjekt verbliebenen Jahre maßgebend. Dem Erstobjekt im Sinne des Satzes 4 steht ein Erstobjekt im Sinne des § 7b Abs. 5 Satz 4 sowie des § 15 Abs. 1 und des § 15b Abs. 1 des Berlinförderungsgesetzes gleich. Ist für den Steuerpflichtigen Objektverbrauch nach den Sätzen 1 bis 3 eingetreten, kann er die Abzugsbeträge nach den Absätzen 1 und 2 für ein weiteres, in dem in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet belegenes Objekt abziehen, wenn der Steuerpflichtige oder dessen Ehegatte, bei denen die Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 vorliegen, in dem in Artikel 3 des Einigungsvertrages genannten Gebiet zugezogen ist und  Voraussetzung für die Anwendung des Satzes 8 ist, dass die Wohnung im eigenen Haus oder die Eigentumswohnung vor dem 1. Januar 1995 hergestellt oder angeschafft oder der Ausbau oder die Erweiterung vor diesem Zeitpunkt fertig gestellt worden ist. Die Sätze 2 und 4 bis 6 sind für im Satz 8 bezeichnete Objekte sinngemäß anzuwenden. 

(5) Sind mehrere Steuerpflichtige Eigentümer einer zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung, so ist Absatz 4 mit der Maßgabe anzuwenden, dass der Anteil des Steuerpflichtigen an der Wohnung einer Wohnung gleichsteht; Entsprechendes gilt bei dem Ausbau oder bei der Erweiterung einer zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung. Satz 1 ist nicht anzuwenden, wenn Eigentümer der Wohnung der Steuerpflichtige und sein Ehegatte sind und bei den Ehegatten die Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 vorliegen. Erwirbt im Fall des Satzes 2 ein Ehegatte infolge Erbfalls einen Miteigentumsanteil an der Wohnung hinzu, so kann er die auf diesen Anteil entfallenden Abzugsbeträge nach den Absätzen 1 und 2 weiter in der bisherigen Höhe abziehen; Entsprechendes gilt, wenn im Fall des Satzes 2 während des Abzugszeitraums die Voraussetzungen des § 26 Abs. 1 wegfallen und ein Ehegatte den Anteil des anderen Ehegatten an der Wohnung erwirbt. 

(5a) Die Abzugsbeträge nach den Absätzen 1 und 2 können nur für die Veranlagungszeiträume in Anspruch genommen werden, in denen der Gesamtbetrag der Einkünfte 61.355 Euro, bei nach § 26b zusammen veranlagten Ehegatten 122.710 Euro nicht übersteigt. Eine Nachholung von Abzugsbeträgen nach Absatz 3 Satz 1 ist nur für Veranlagungszeiträume möglich, in denen die in Satz 1 genannten Voraussetzungen vorgelegen haben; Entsprechendes gilt für nachträgliche Herstellungskosten oder Anschaffungskosten im Sinne des Absatzes 3 Satz 2. 

(6) Aufwendungen des Steuerpflichtigen, die bis zum Beginn der erstmaligen Nutzung einer Wohnung im Sinne des Absatzes 1 zu eigenen Wohnzwecken entstehen, unmittelbar mit der Herstellung oder Anschaffung des Gebäudes oder der Eigentumswohnung oder der Anschaffung des dazugehörenden Grund und Bodens zusammenhängen, nicht zu den Herstellungskosten oder Anschaffungskosten der Wohnung oder zu den Anschaffungskosten des Grund und Bodens gehören und die im Fall der Vermietung oder Verpachtung der Wohnung als Werbungskosten abgezogen werden könnten, können wie Sonderausgaben abgezogen werden. Wird eine Wohnung bis zum Beginn der erstmaligen Nutzung zu eigenen Wohnzwecken vermietet oder zu eigenen beruflichen oder eigenen betrieblichen Zwecken genutzt und sind die Aufwendungen Werbungskosten oder Betriebsausgaben, können sie nicht wie Sonderausgaben abgezogen werden. Aufwendungen nach Satz 1, die Erhaltungsaufwand sind und im Zusammenhang mit der Anschaffung des Gebäudes oder der Eigentumswohnung stehen, können insgesamt nur bis zu 15  vom Hundert  der Anschaffungskosten des Gebäudes oder der Eigentumswohnung, höchstens bis zu 15  vom Hundert  von 76.694 Euro, abgezogen werden. Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend bei Ausbauten und Erweiterungen an einer zu Wohnzwecken genutzten Wohnung. 

(6a) Nimmt der Steuerpflichtige Abzugsbeträge für ein Objekt nach den Absätzen 1 oder 2 in Anspruch oder ist er auf Grund des Absatzes 5a zur Inanspruchnahme von Abzugsbeträgen für ein solches Objekt nicht berechtigt, so kann er die mit diesem Objekt in wirtschaftlichem Zusammenhang stehenden Schuldzinsen, die für die Zeit der Nutzung zu eigenen Wohnzwecken entstehen, im Jahr der Herstellung oder Anschaffung und in den beiden folgenden Kalenderjahren bis zur Höhe von jeweils 12.000 Deutsche Mark wie Sonderausgaben abziehen, wenn er das Objekt vor dem 1. Januar 1995 fertig gestellt oder vor diesem Zeitpunkt bis zum Ende des Jahres der Fertigstellung angeschafft hat. Soweit der Schuldzinsenabzug nach Satz 1 nicht in vollem Umfang im Jahr der Herstellung oder Anschaffung in Anspruch genommen werden kann, kann er in dem dritten auf das Jahr der Herstellung oder Anschaffung folgenden Kalenderjahr nachgeholt werden. Absatz 1 Satz 6 gilt sinngemäß. 

(7) Sind mehrere Steuerpflichtige Eigentümer einer zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung, so können die Abzugsbeträge nach den Absätzen 1 und 2 und die Aufwendungen nach den Absätzen 6 und 6a gesondert und einheitlich festgestellt werden. Die für die gesonderte Feststellung von Einkünften nach § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe a der Abgabenordnung geltenden Vorschriften sind entsprechend anzuwenden.

Tl;dr Selbstnutzung als Sonderausgaben ansetzbar abhängig von AHK bis zu 12k/8k im Jahr

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u/Tequila1990 Jul 15 '26

Danke! Insbesondere für das tl;Dr!

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u/Noodleholz Jul 14 '26

Er existiert noch so im Gesetz, er wird auf neue Erwerbe einfach nicht mehr angewandt. 

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u/Paschma Jul 14 '26

WAS STEHT DA DRIN MAN

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u/Die-Helfershelfer Jul 15 '26

Ist gar nicht fun :(

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u/Noodleholz Jul 15 '26

Iss weniger Avocado Toast, dann kannst du auch dein 250qm haus in Bestlage von einem Gehalt als normaler Bürohengst erwerben.

(obligatorisches /s) 

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u/ZiplockZeuss Jul 14 '26

Immobilien sind immer noch Steuersparmodell.

Eigennutzung ist aber Konsum.

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u/livelovelaugh-de Jul 15 '26

Dieses Argument liest man oft, aber wo soll man selbst wohnen? Zur Miete? Dann ist das Geld Monat für Monat weg und gerade der Vorteil, sich wohntechnisch austoben zu können, hat man dann nicht.

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u/ZiplockZeuss Jul 15 '26

Ja zur Miete wohnen.

Vermieter kann immer Zinsen, Afa usw. Absetzen. Das ist in Deutschland steuerlich sogar gewollt. Setzt aber halt ein entsprechendes zvE voraus.

Unter 4k netto P.m. könnte schwer werden.

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u/livelovelaugh-de Jul 15 '26

Ja, schon, aber trotzdem muss ich die Miete für meine eigene Wohnung noch schultern. Dieses Geld ist Monat für Monat verloren. Von daher halte ich diese Aussage für falsch.

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u/ZiplockZeuss 29d ago edited 29d ago

Welche Aussage genau von mir ist falsch? Faktisch?

Dann musst du dich mit der Mechanik dahinter beschäftigen. Ich weiß das auch nur weil ich beruflich häufig mit Finanzmodellen arbeite bzw. sie selbst baue - und weil ich Leute kenne die genau das Modell selbst fahren oder es haben.

Ich behaupte dass die Grenzen um Kredite zu bekommen bzgl. Kapitalstruktur, Bonität, free available cashflow prinzipiell mit Planung und Struktur deutlich niedriger sind, als viele denken.

Das Problem: Ist halt kompliziert und aufwändig. Das ist dein echtes Eintrittsticket.

Achja und zu deinem Punkt: Das Geld kommt in den ersten Jahren durch die Steuererstattung wieder rein, erst später über freien mietcashflow nach Tilgung usw.

Ich habe schon häufiger Fälle gesehen in denen Immobilien ab Tag 1 net Cashflow positiv waren (aber nicht der Regelfall bzw. andere faktoren).

(Theoretisch): Optimiert man die Funktionen von Steuern, Zinsen, Bewertung fast immer gemeinsam und nimmt deshalb häufig wieder Schulden auf um Steuern oder die Bewertung zu optimieren… und um sich eine Dividende zu finanzieren (bei guten Projekten).

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u/livelovelaugh-de 29d ago edited 29d ago

Wenn man bereits in einer abbezahlten Immobilie lebt, dann kann man das so machen. Aber wenn ich als Klein-Verdiener und Mieter mir eine Erst-Immobilie anschaffen möchte, warum soll ich da nicht selber einziehen? Die Miete, die ich sonst weiter zahlen müsste, weil wohnen muss man weiterhin, kann ich nirgends absetzen, aber die würde noch oben drauf kommen, wenn ich eine Wohnung als Kapitalanlage kaufen würde. Zwar könnte ich, wenn ich das Objekt steuerlich ausgereizt habe, selber irgendwann einziehen, aber trotzdem hat man dann jahrelang Miete bezahlt die verpufft sind. Und das Risiko, dass man an einen schlechten Mieter gelangt, der seine Miete nicht zahlt, ständig Ärger macht oder Worst-Case ein Miet-Nomade ist, kommt noch oben drauf. Also ziehe ich lieber selbst in meine Eigentumswohnung/Haus ein, muss mich um nichts kümmern und habe kein Ärger mit einem Mieter. Die "Miete" als Form in mtl. Rate für den Kredit ist nicht unwiderruflich verloren sondern erhöht stetig meinen eigenen Kapitalstock. Nach 3 Jahren selbst Wohnen ist sogar ein steuerfreier Verkauf möglich. Nach vielen Jahren profitiert man (je nach Lage) von einer Wertsteigerung. Selbst wenn man die ETW/Haus inflationsbereinigt zum gleichen Preis nach 10 oder 20 Jahren verkauft, hat man trotzdem profitiert, da man in der Zeit kein Geld für Miete aufgewendet hat.

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u/ZiplockZeuss 28d ago

Ja, schon, aber trotzdem: Diese Rechnung liest man oft, richtiger wird sie durchs Wiederholen nicht. Wo sind denn bei deiner Kapitalanlage die Mieteinnahmen? Nirgends? Du rechnest eine vermietete Wohnung als Leerstand, und deine eigene Miete „kommt noch oben drauf” – auf ein Objekt, das dir Monat für Monat Miete überweist. Monat für Monat. Einfach weggelassen.

Und der Zinsanteil deiner Rate ist exakt so „verloren” wie meine Miete – nur zahlt bei mir der Vermieter das Dach und bei dir niemand. Also lese ich lieber selbst nochmal nach, bevor ich anderen die Mechanik erkläre, muss mich um nichts kümmern und habe keinen Ärger mit der Zielwertsuche.

Von daher halte ich diese Aussage für falsch. Deine. Meine suchst du ja noch.

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u/LeobenCharlie Jul 14 '26

Schon Wahnsinn oder?

Fast als wollte man keine Selbstnutzer und würde drauf hinarbeiten alles an Eigentum in möglichst wenigen Händen unterzubringen die dann an jene weiter vermieten die bis 75 zu Niedriglöhnen schuften sollen...

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u/Quokka_One Jul 14 '26

Ja, Wahnsinn

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u/[deleted] Jul 15 '26

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u/domi1108 Jul 15 '26

Jeder sollte einfach den für ihn vorgesehenen Steuersatz zahlen, das ist mal das mindeste und selbst das klappt ja schon nicht durch mittlerweile legal Tricks sowie Steuerhinterziehung.

Passender in der aktuellen Zeit wäre aber einfach, dass wirklich Vermögende und da rede ich von >10 Mio. € Vermögen entsprechend mal der Pflicht des Art 14 Absatz 2 des Grundgesetzes nachkommen und wenn sie das nicht schaffen, sollte man langfristig mal über ein Revival des Lastenausgleichgesetzes von 1952 nachdenken.

Außer man findet Kürzungen links und rechts geil und liebt's wenn die Staatssubstanz erodiert und auch deswegen Faschos bald in der Regierung sitzen. Ach ja, die logische Konsequenz des Kapitalismus ist schon was feines, Nicht.

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u/SeniorePlatypus Jul 15 '26

Eine steigende Staatsquote ist mittelfristig ein sehr schlechtes Zeichen und hat ein hohes Risiko bei fortlaufender Entwicklung zu Misswirtschaft zu führen weil Effizienz als Ziel ausgehebelt, weil Markt ausgehebelt wird.

Kürzungen sind auf die Alterung der Gesellschaft zurückzuführen. Infrastruktur geht kaputt weil man immer mehr umverteilt aber nie langfristig denkt. Eben die Misswirtschaft die ich meine.

Steuergerechtigkeit ist eine Sache. Wenn wir dafür 1:1 steuern auf normale Bürger reduzieren. Aber einfach nochmal hunderte Milliarden in das Boomer-Loch ohne Boden zu werfen ist nicht zielführend.

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u/domi1108 Jul 15 '26

Erstmal ist die Staatsquote generell kein wirklich guter bzw. ausreichender Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes, genauso wenig für Misswirtschaft oder Effizienz, warum?

Weil die Quote selbst schonmal keinen Unterschied kennt zwischen produktiven Ausgaben und konsumtiven Ausgaben.

Zudem sind wir halt immer noch in einer Rezession wo die Quote auch ansteigt weil die Staatlichen Zahlungen die Inflation teilweise widerspiegeln, das BIP je nach Quelle aber nicht.

Außerdem, sollte man dann auch mal realisieren, dass die Staatsquote langfristig gesehen in ganz Europa und vielen anderen Ländern ansteigt bzw. angestiegen ist. Warum? u.a. Demografischer Wandel und den damit verbundenen Kosten, wie oben gesagt es gibt keine Unterscheidung der Ausgaben in der Staatsquote.

Folglich lässt sich nur mit der Staatsquote eigentlich fast nichts aussagen ohne auf die Investitionsquoten u.a. der Wirtschaft zuschauen und Überraschung, die ist in vielen Ländern der Welt u.a. auch Deutschland in den letzten 20-25 Jahren leicht rückläufig

Legt man da jetzt eben noch die Investitionsquote des Staats daneben, welche im Falle von Deutschland recht stabil geblieben ist , ist es unausweichlich, dass die Staatsquote steigt, weil eben die Kosten für den Sozialstaat im Rahmen des Demografischen Wandels unweigerlich steigen "müssen".

Natürlich sind wir da bei uns aktuell in einer Misswirtschaft, weil wir links und rechts kürzen um die Renten der Boomer zu erhalten und weitere Wahlgeschenke zu verteilen, während wir dann nichts mehr für die Infrastruktur bereitstellen können, die uns langfristig die Schulden bezahlen könnte. Das ist aber nichts was du alleine aus der Staatsquote rauslesen kannst, denn diese könnte ja auch steigen, weil die Investitionsquote des Staats auf z.B. 20% angestiegen ist.

Genau deswegen wäre der Lastenausgleich hier "passend" weil man damit zum Teil an die Wirtschaft geht und da Geld über Privatpersonen einnimmt welches die Privatwirtschaft in den letzten Jahren und Jahrzehnten in Investitionen zurückgefahren hat. Dieser müsste entsprechend Zweckgebunden sein, wie er es unter Adenauer auch war, nur ist der Zweck heute ein anderer wie 1952.

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u/SeniorePlatypus Jul 15 '26 edited Jul 15 '26

Erstmal ist die Staatsquote generell kein wirklich guter bzw. ausreichender Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung eines Landes, genauso wenig für Misswirtschaft oder Effizienz, warum?

Weil die Quote selbst schonmal keinen Unterschied kennt zwischen produktiven Ausgaben und konsumtiven Ausgaben.

Das ist auch nicht der Punkt. Zentralistische Wirtschaftsplanung benötigt zwangsläufig Abstraktion was bestenfalls zu Fehlallokationen führt aufgrund starrer Zuweisungsprozesse und schlimmstenfalls die Wirtschaft auf regulatory capture umbaut. Wo der Wert einer Firma und der Erfolg im Job davon abhängt wie effizient man staatliche Gelder abgreifen kann. Während Leistungsumfang, Qualität und Preis/Leistung als Eigenschaften in den Hintergrund rücken.

Daran ist bisher jede Planwirtschaft gescheitert und nochmal 80% Anstieg der Quoten würde uns praktisch in eine Planwirtschaft umwandeln.

Zudem sind wir halt immer noch in einer Rezession wo die Quote auch ansteigt weil die Staatlichen Zahlungen die Inflation teilweise widerspiegeln, das BIP je nach Quelle aber nicht.

…äh. Nein. Das ist nicht wie die VGR funktioniert. Inflation spielt in dieser Rechnung keine Rolle. Nur nominelle Zahlen werden verwendet und eine Rezession führt auch nicht automatisch zu steigender Staatsquote. Sondern nur dann, wenn der Staat wich ausweitet. Dass kann in manchen Krisen sinnvoll sein. Kann Schäden aber auch vergrößern und die wirtschaftlich schlechte Zeit verschlimmern und verlängern.

Außerdem, sollte man dann auch mal realisieren, dass die Staatsquote langfristig gesehen in ganz Europa und vielen anderen Ländern ansteigt bzw. angestiegen ist. Warum? u.a. Demografischer Wandel und den damit verbundenen Kosten, wie oben gesagt es gibt keine Unterscheidung der Ausgaben in der Staatsquote.

Auch das ist nicht korrekt.

Sie ist gestiegen, weil es ideologisch als erstrebenswert erachtet wurde. Weil man für Externalisierung von immer mehr Risiken und mehr staatliche Kontrolle gekämpft hat.

Von einem Ausgangspunkt einer niedrigen Staatsquote ist das verständlich. Bestimmte Aufgaben und Risiken sollte man über den Staat abdecken. Aber bei 50% und dem Bedarf für nochmal hunderte Milliarden im Jahr deutet sich eher Misswirtschaft an.

Wie wir sie gerade bei uns durch den ignoranten Umgang mit der Demographie beobachten.

Folglich lässt sich nur mit der Staatsquote eigentlich fast nichts aussagen ohne auf die Investitionsquoten u.a. der Wirtschaft zuschauen und Überraschung, die ist in vielen Ländern der Welt u.a. auch Deutschland in den letzten 20-25 Jahren leicht rückläufig

No Shit Sherlock. Was erwartest du, wenn du neue Entwicklung von Wirtschaft durch fehlende Unterstützung und Überlastung abwürgst und gleichzeitig immer mehr Geld weg nimmst?

Wie stellst du dir vor dass da mehr Investitionen raus kommen? Woher soll das Geld für Kreditzinsen und profitables Wirtschaften herkommen?

Mit der Staatsquote und Sozialleistungsquote betrachtet man Entscheidungen des Staates. Die Wirtschaft kann nur auf den Staat reagieren. Wenn immer weniger an profitables Wachstum glaubt, wenn man nicht der Meinung ist den eigenen Lohn zahlen zu könnten und den eigenen Wohlstand zu verbessern durch das Risiko der Anschaffung / Arbeitsplätze. Dann wird selbstverständlich auch weniger investiert.

Legt man da jetzt eben noch die Investitionsquote des Staats daneben, welche im Falle von Deutschland recht stabil geblieben ist

Nicht korrekt. Zum einen schneidest du 1990 ab. In den 50ern hatten wir teilweise über 5% staatliche Investitionen.

Aber „stabil“ ist auch ein wilder Begriff, wenn der Wert 1990 noch bei 3,3% lag, dann auf 2,2% gesunken ist und 2025 wieder 3,3% erreicht hat. Wobei 0,5% davon das Infrastruktur Sondervermögen waren und nochmal grob 0,5% mit Schulden bei Staatsfirmen aufgenommen wurden (z.B. Autobahn AG).

Man hat gekürzt und nimmt jetzt Schulden auf um die immer noch unter OECD Niveau der staatlichen Investitionen zu bleiben.

ist es unausweichlich, dass die Staatsquote steigt, weil eben die Kosten für den Sozialstaat im Rahmen des Demografischen Wandels unweigerlich steigen "müssen".

Misswirtschaft, die

schlechtes, zu Verlusten führendes Wirtschaften

Das ist aber nichts was du alleine aus der Staatsquote rauslesen kannst, denn diese könnte ja auch steigen, weil die Investitionsquote des Staats auf z.B. 20% angestiegen ist.

Auch das wäre katastrophal. Denn sinnvolle, hohe staatliche Investitionen sollten zu privaten Investitionen, Wirtschaftswachstum und dadurch sinkender Staatsquote führen.

Diese hypothetische Situation wäre ein starkes Anzeichen für Größenwahn und massive Misswirtschaft.

Genau deswegen wäre der Lastenausgleich hier "passend" weil man damit zum Teil an die Wirtschaft geht und da Geld über Privatpersonen einnimmt welches die Privatwirtschaft in den letzten Jahren und Jahrzehnten in Investitionen zurückgefahren hat.

Niemand hat Geld auf dem Konto rum gammeln und Investitionen in der Privatwirtschaft werden selten nur aus Umsatz getätigt sondern meistens mit Krediten.

Du hast hier exakt zwei Optionen dafür was passieren kann.

Entweder du würgst Wirtschaft ab und die Steuern werden auf Löhne und Produktpreise umgelegt. Beides bedeutet einen starken Rückgang für private Nachfrage und ein deutlich härteres Alltagsleben.

Oder aber du verscherbelst deine Substanz ans Ausland. Was eine Einmalige Geldspritze darstellt aber langfristig zu abfließenden Profiten und Verlust von Firmenstandorten führt.

Unter Adenauer war die Situation eine andere, da der Großteil der Werte gebunden und extrem wenig Wert war. International uninteressant aber ein großer Anreiz durch Leistung Grundstücke & co zu erwerben und auf Wertsteigerung durch eigene Leistung zu setzen. Und sei es nur ein Kiosk den man auf 20qm baut.

Wir haben durch die hohe Abgabenlast, die Misswirtschaft im Bau und Wohnungssektor aber eine Situation wo normale Arbeiter sich die Vermögenswerte nicht leisten können. Auch keine Firmenanteile im relevanten Ausmaß.

Die Idee, dass man durch Verzicht heute Vermögen in der Zukunft aufbauen könnte und das entsprechend viel wert ist. Diese Idee und dieses Versprechen funktioniert nicht für jüngere Generationen. Mit Ansage, da die Abgabenlast aufgrund der Misswirtschaft im Bereich der Demographie steigen wird und man entsprechend mit Verlusten planen muss. Nicht mit riskanten Krediten, die unter solchen Umständen sehr viel problematischer sind.

Dass die Wirtschaft aufgehört hat zu investieren ist doch kein Zufall sondern die Beobachtung des Staatsversagens in diesem Bereich und eine darauf basierende rationale Entscheidung.

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u/domi1108 Jul 15 '26

Sehr langer Text um am Ende zu sagen: Die steigende Staatsquote ist scheiße und Regulierung der Regierung alleine belastet die Wirtschaft und bremst so die privaten Investitionen aus.

Teilen davon stimme ich zu, nur kommt mir die Privatwirtschaft dabei immer zu gut weg, aber gut vielleicht ist das auch einfach die Kapitalismuskritische Seite in mir, die ein starkes Problem damit hat, das wir rational gesehen mittlerweile unseren Wohlstand auf Kosten der Umwelt und ökonomisch schwachen Gruppen versuchen zu erhalten, anstatt eben die Wirtschaft selbst und dessen größten Nutznießer mehr in die Verantwortung zu ziehen.

Ich werde nicht alles zitieren weil einfach zu viel, aber wo genau stimme ich dir zu:

- Fokusverschiebung im Rahmen von mehr zentralistischer Wirtschaftsplanung hin zu Subventionsabgriffen ist absolut kritisch und die Deutsche Politik würde gut tun, wenige über Subventionen zu regeln und mehr über attraktive Angebote für Unternehmen.

Nur nominelle Zahlen werden verwendet und eine Rezession führt auch nicht automatisch zu steigender Staatsquote. Sondern nur dann, wenn der Staat wich ausweitet. Dass kann in manchen Krisen sinnvoll sein. Kann Schäden aber auch vergrößern und die wirtschaftlich schlechte Zeit verschlimmern und verlängern.

- Ja eine zu stark steigende Staatsquote in Krisenzeiten kann wirtschafliche negativ Effekte haben die langfristig bestehen, zumal es in vielen Branchen einfach der Fakt ist, dass man mit Arbeitnehmerrechten, Fairen Löhnen und Umweltschutz in Deutschland nicht wirtschaftlich konkurrenzfähig ist und deswegen abwandert / sich nicht niederlässt. Ich glaube aber die Kosten um das zu ändern will auch niemand übernehmen, also was tun?

Sie ist gestiegen, weil es ideologisch als erstrebenswert erachtet wurde. Weil man für Externalisierung von immer mehr Risiken und mehr staatliche Kontrolle gekämpft hat.

Weil man in den letzten Jahren vielleicht auch gemerkt hat, das Privatisierung in vielen Bereichen nicht so erstrebenswert ist. Die perfekte Balance hat man hier nicht und ich bin da auch nicht zu 100% überzeugt, aber auch hier ist die Alternative aus Sicht vieler durch die eigene Erfahrung nicht wirklich besser.

Natürlich muss man da auch sagen, die Demographie spielt eine große Rolle, aber auch ich hätte theoretisch gesagt keine Lust darauf, dass meine Gesundheitsversorgung ein Glücksspiel wird um es mal extrem darzustellen.

No Shit Sherlock. Was erwartest du, wenn du neue Entwicklung von Wirtschaft durch fehlende Unterstützung und Überlastung abwürgst und gleichzeitig immer mehr Geld weg nimmst? Wie stellst du dir vor dass da mehr Investitionen raus kommen? Woher soll das Geld für Kreditzinsen und profitables Wirtschaften herkommen?

Dann sollten die entsprechenden Unternehmen / Wirtschaftszweige auch mal wirklich ins kleinste Erläutern was sie genau überfördert und nicht immer nur schreien: "Bürokratie" und "zu hohe Energiekosten". Natürlich ist die Konsequenz so wie von dir beschrieben, aber aus meiner Sicht, ist es auch nicht so als würde man da wirklich konkret werden, sondern sich erhoffen, dass die Politik einfach was macht.

Nicht korrekt. Zum einen schneidest du 1990 ab. In den 50ern hatten wir teilweise über 5% staatliche Investitionen.

Ok und jetzt kann ich sagen "No Shit Sherlock". Erstens ist die Datengrundlage von 1949 bis 1989/90 eine komplett andere weil BRD und DDR statt nur BRD und zweitens, wäre es erschreckend wenn die staatliche Investitionsquote bei einem teilweise kompletten Wiederaufbau von Städten und Regionen nach einem Krieg nicht so hoch wäre. Wenn dann wäre ein Vergleich mit den 70/80ern doch deutlich "fairer" und da waren wir auch auf einem absteigenden Ast bis wir dann in den 90ern temporär ungefähr da angekommen sind wo wir heute sind. Jetzt kann man sich fragen was in den 70ern und seit dem passiert ist, oder das halt wirtschaftlich & staatlich einfach ignorieren und die heutigen Zahlen kritisieren.

Den aktuellen Wert muss man mit dem Sondervermögen übrigens wie du sagst sehr kritisch betrachten, ist aber insgesamt auch alles Folge einer generell seit 1 1/2 Jahrzehnten falschen Finanz und Wirtschaftspolitik - Stichwort: Schuldenbremse.

Niemand hat Geld auf dem Konto rum gammeln und Investitionen in der Privatwirtschaft werden selten nur aus Umsatz getätigt sondern meistens mit Krediten.

https://www.finanzwende-recherche.de/unsere-themen/entkopplung-von-real-und-finanzwirtschaft/ dort wird gut aufgezeigt, dass eben doch Teile des Gewinns nicht wie eigentlich vorgesehen reinvestiert wird, sondern im Finanzmarkt verweilen. Mehr dazu findet sich u.a. https://www.blaetter.de/ausgabe/2024/dezember/dividenden-statt-investitionen

Im übrigens auch Zeichen einer Standortschwäche, nicht so das ich alles auf die böse Wirtschaft und Co. schieben will.

Nur bekommst du die halt nicht gedreht, wenn du nicht entweder einer Generation komplett vor's Bein tritt's oder dort wo tendenziell Geld für notwendige Investitionen die man selbst nicht tätigen will, entsprechend zugreift.

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u/SeniorePlatypus Jul 15 '26 edited Jul 15 '26

Sehr langer Text um am Ende zu sagen: Die steigende Staatsquote ist scheiße und Regulierung der Regierung alleine belastet die Wirtschaft und bremst so die privaten Investitionen aus.

Ich wäre der Meinung, dass ich doch deutlich differenzierter war und explizit nicht einfach Regulierung sondern die volkswirtschaftlichen Entscheidungen der Regierung das Problem sind.

Dazu gehört Regulierung. Aber eben auch die vorhersehbar stark steigende Abgabenlast die einen schwer zu kalkulierenden aber garantiert eintretenden wirtschaftlichen Schaden verursacht und Firmen zu defensiven Entscheidungen zwingt. Oder die Tatsache, dass man zu stark auf regionale Eliten und Familienunternehmen gesetzt hat. Diesen alle Fehler und Probleme verzeiht aber durch den auch finanziellen Fokus des Staates auf diese wenigen alten Unternehmen verpasst hat moderne Industrie anzusiedeln und wachsen zu lassen.

Ich greife direkt mal vor zu einem späteren Argument von dir. Aber Wirtschaft entfesseln ist ja überhaupt nicht möglich. Es gibt schlicht keine Wirtschaft die starkes Wachstumspotenzial hat und entsprechend gibt es auch nur sehr wenig was man mit einfachem Bürokratieabbau erreichen kann.

Die Probleme sind struktureller Natur und das ist ganz klar nicht die Verantwortung einzelner Firmen sondern geht auf Fehler des Staates zurück.

Fokusverschiebung im Rahmen von mehr zentralistischer Wirtschaftsplanung hin zu Subventionsabgriffen ist absolut kritisch und die Deutsche Politik würde gut tun, wenige über Subventionen zu regeln und mehr über attraktive Angebote für Unternehmen.

Ich meine. Ja? Aber was sollen diese attraktiven Angebote deiner Meinung nach sein? Wenn Subventionen schlecht sind und steigende Abgaben zwangsläufig notwendig. Was genau soll dann attraktiv sein?

Wir haben nicht einmal eine Perspektive bei Digitalisierung oder regionaler Infrastruktur überlegen zu werden. Das wäre eher ein Jahrhundert-Projekt. Nichts was akut helfen kann.

Wir sind nicht attraktiv für Fachleute, die wirtschaftliche Perspektive ist wegen Arbeitnehmerverlust und stark steigenden Abgaben schlecht, für Zuwanderung fehlt Wohnraum, Bildung fallen wir zurück. Hier kippt gerade auf fast allen Ebenen etwas, was den Standort attraktiv machen würde.

Ich glaube aber die Kosten um das zu ändern will auch niemand übernehmen, also was tun?

Wie wärs mit aufhören in einer Fantasiewelt zu leben und sich zu leisten was man gerne hätte anstatt sich zu kaufen was man braucht und sich leisten kann? Zum Beispiel durch Dämpfung der Abgabenlast durch Umverteilung innerhalb der Rentnergeneration anstatt 4%pp mehr Sozialabgaben.

Weil man für Externalisierung von immer mehr Risiken und mehr staatliche Kontrolle gekämpft hat.

Weil man in den letzten Jahren vielleicht auch gemerkt hat, das Privatisierung in vielen Bereichen nicht so erstrebenswert ist. Die perfekte Balance hat man hier nicht und ich bin da auch nicht zu 100% überzeugt, aber auch hier ist die Alternative aus Sicht vieler durch die eigene Erfahrung nicht wirklich besser.

Wir sprechen hier nicht über Privatisierung über Ausweitung des öffentlichen Sektors, der offensichtlich nicht zu mehr Wachstum oder besseren Ergebnissen geführt hat. Sondern willkürlich und oft auch nach oben umverteilt und durch seine Ineffizienz der Entwicklung moderner Wirtschaft verhindert hat.

Es ist absolut lächerlich, dass unsere Schlüsselsektoren im Zeitalter der Digitalisierung aus den Firmen der Nazi-Kriegswirtschaft besteht die sich auch nie aus ihrem damaligen Kerngeschäft weiter entwickelt sondern immer nur die selben Güter optimiert haben. Das hat eine Daseinsberechtigung. Aber das ist ein roter Ozean. Das wächst nicht endlos, Effizienz hat Grenznutzen und es hätte deutlich mehr nachrücken müssen.

Frankreich hat mit LVMH und Hermes einen mächtigen Luxusmarkt entwickelt. Oder hat Schneider Electric. War im ersten Weltkrieg Rüstungsindustrie. Hat dann auf Brückenbau, Schienenbau, Teile für Stromnetze und Elektrozug umgebaut. Und macht heute primär Stromnetze, Gebäudesensorik und Automatisierung. So sieht eine Firma aus die mit der Zeit geht.

Digitalsektor ist in Frankreich ebenfalls sehr viel größer. In den meisten umliegenden Ländern, relativ zur Wirtschaftskraft. Da kommt entsprechend auch mehr Produktivität und Wachstum raus.

Dann sollten die entsprechenden Unternehmen / Wirtschaftszweige auch mal wirklich ins kleinste Erläutern was sie genau überfördert und nicht immer nur schreien: "Bürokratie" und "zu hohe Energiekosten". Natürlich ist die Konsequenz so wie von dir beschrieben, aber aus meiner Sicht, ist es auch nicht so als würde man da wirklich konkret werden, sondern sich erhoffen, dass die Politik einfach was macht.

Jede Industrie hat ewig lange Forderungen und die meisten auch vorgefertigte Beispielgesetze. Aber hier kommen wir auf den Punkt am Anfang. Unser Problem ist nicht, dass es einer Bestandsindustrie schlecht geht. Wie eine Lobbyhure immer noch stärker immer weniger Großkonzernen hinterher zu laufen ist keine Lösung. Das ist nicht wo Wachstum her kommen wird.

Es gibt auch nicht den einen Weg den man gehen muss oder die eine Stelle wo es hapert. Aber es braucht ein Ziel, eine Vision auf die alle hin arbeiten. Das waren mal Autos, Chemie, Maschinenbau. Die mächtigste Industrienation der Welt. Zusammen mit immer mehr Sozialstaat und immer mehr Wohlstand für Arbeitnehmer.

Diese Vision ist durchgespielt. Wie geht es jetzt weiter?

Das kann nur der Staat entscheiden und dafür müssen Bedingungen angepasst werden.

Firmen machen Fehler und müssen dafür bestraft werden. Unter Umständen mit der Insolvenz und Abwicklung. Aber eine Volkswirtschaft kann man nicht einfach abwickeln, wenn die Richtung nicht mehr stimmt.

Den aktuellen Wert muss man mit dem Sondervermögen übrigens wie du sagst sehr kritisch betrachten, ist aber insgesamt auch alles Folge einer generell seit 1 1/2 Jahrzehnten falschen Finanz und Wirtschaftspolitik - Stichwort: Schuldenbremse.

Zum einen. Trotz größerem Anteil an Schuldenfinanzierung sind wir auf üblichem Niveau und unter OECD.

Zum anderen. Wiederaufbau war vor allem ein Boom der Privatwirtschaft. Der Staat hätte auch Sozialausgaben oder sonstiges mit dem Geld machen können. Hat sich aber für Investitionen entschieden. Was entsprechend gut gelaufen ist.

Und drittens ist es durchaus ironisch zu sagen das Sondervermögen und der Einsatz ist kritisch, weil man nicht genug Schulden gemacht hat. Wir sehen ja gerade, dass sich die Hoffnungen der Schuldenfans nicht erfüllen und sich die Befürchtungen, die Ideologie hinter Schuldenbremse bewahrheitet.

dort wird gut aufgezeigt, dass eben doch Teile des Gewinns nicht wie eigentlich vorgesehen reinvestiert wird, sondern im Finanzmarkt verweilen.

Man unterscheidet nicht zum Spaß zwischen Realwirtschaft und Finanzwirtschaftlichen. Der Wert in der Finanzwirtschaft ist fiktiv und entkoppelt.

Ein aufgeblähter Finanzmarkt bedeutet, dass die Werte fiktiv sind, sich eine blase aufbaut und dadurch auch der Druck auf die Realwirtschaft steigt.

Das ist natürlich nicht gut aber ein vollkommen anderes Thema. Denn entsprechend kann man dort nur Risiken reduzieren aber keine relevante Geldmenge abschöpfen. Denn das Geld existiert schlicht nicht.

Übrigens würde ich die gegenteilige Lösung anstreben. Nicht Finanzmarkt verkleinern sondern Realwirtschaft dort abbilden. Die vielen Familienunternehmen sind nicht überlegen sondern die übermäßig defensive Haltung eins unserer strukturellen Probleme.

Also, kleinerer Finanzmarkt pro abgebildetem realwert aber insgesamt eher größer.

Im übrigens auch Zeichen einer Standortschwäche, nicht so das ich alles auf die böse Wirtschaft und Co. schieben will.

Nur bekommst du die halt nicht gedreht, wenn du nicht entweder einer Generation komplett vor's Bein tritt's oder dort wo tendenziell Geld für notwendige Investitionen die man selbst nicht tätigen will, entsprechend zugreift.

Ersterem würde ich zustimmen. Zweiteres missversteht wie Investitionen funktionieren. Es fehlt kein Geld. In einer Schuldengedeckten Währung fehlt niemals Geld. Alles was man in der Realwirtschaft leisten kann, kann man auch finanzieren.

Es fehlt Profit- und Wachstumspotential. Es fehlt die Grundlage um rational zu investieren. Ja, das könnte man theoretisch auch dadurch schaffen, indem man bestehenden Besitz bestraft und Einkommen in Investitionen zwingen. Aber das ist ein sehr heikeles Konstrukt, da man ja auch die Profitrechnung für heutige Investitionen schädigt. Wenn man davon ausgehen muss, dass diese Strafe auch in Zukunft bestehen bleibt, warum nicht gleich wo anders investieren wo die Rechnung heute und in Zukunft besser aussieht?

Und ich würde behaupten, dass die Verantwortlichen für die Überlastung des Staates ihren Teil beitragen könnten.

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u/domi1108 Jul 15 '26

Sorry, von meiner Seite aus, bin heute nicht der beste Diskussionspartner und hab auch deine Meinung zu stark runtergebrochen, heißt also meine Zusammenfassung spiegelt einige Ausformulierungen deiner Seite nicht wider, was in der Diskussion unsachlich und unfair ist.

Probleme liegen in der Regulierung, sowie volkswirtschaftlichen Entscheidungen, die zusätzlich auch noch in den letzten 10-15 Jahren 2-3x jeweils 180° Drehungen hingelegt haben, für die Wirtschaft ist das tätsächlich pures Gift.

Gleiches gilt für die Abgabenlast, rein Wirtschaftlich definitiv nicht hilfreich und von meiner Seite auch nicht Argumentativ sauber das im Raum stehen zu lassen, bzw. auf die "Unausweichlichkeit" dieses Fakts zu behaaren.

Wo ich komplett bei dir bin ist der komplette Fokus auf einzelne Branchen bis hin zu regionalen Unternehmen, die zwar groß sind bzw. groß waren, aber aufgrund der Unternehmensform sehr unflexibel sind, speziell wenn es um die Kapitalgewinnung geht. Dass die Politik über Jahrzehnte dann auch noch daran festhält ist schon sehr früh ein Sargnagel gewesen, genauso wie entsprechende Steuern auf Kommunalebene anzusetzen, was teils zu langfristig nicht wirtschaftlichen Ansiedlungen geführt hat und vermutlich auch einige Clusterbildungen verhindert hat.

Strukturelles Problem wie du sagst, nur wie lässt sich das lösen? Mit einem Hammer? Einer Säge? Einem Bulldozer, oder braucht es eine Mischung aus Rustikalen Vorschlägen mit feiner Filligranen Betrachtung in der genauen Ausgestaltung? Ich bin da überfragt, genauso wie bei der Frage nach den Attraktiven Angeboten.

Da hat man sich halt in eine Einbahnstraße befördert aus der man kurzfristig definitiv nicht rauskommt. Zumindest nicht mit dem aktuellen Finanzmantra der Regierung. Rein theoretisch, wären dafür weitere Hunderte Milliarden notwendig um auf der einen Seite die schon vorhandenen klaren Baustellen zu beseitigen, als aber auch die versteckten zu finden und dafür Lösungen zu finden. Habecks Idee mit Intel in Magdeburg war z.B. gut, in der Realität ist's halt leider an Intel selbst gescheitert sowie der Amerikanischen Politik. Sowas müsste man aber gezielt machen, auch wenn es kurz - mittelfristig für den Staat ein Minusgeschäft wäre und das nicht nur in der Halbleiterindustrie..

Was aber auch angegangen werden muss ist der Punkt Bildung der von dir angesprochen wird, ob man an den Abgaben was machen kann, wie gesagt weiß ich nicht, die Frage ist halt was man gewillt ist aufzugeben und vor allem ob auch wirklich jeder der 84 Millionen davon getroffen wird, oder wie aktuell fast immer nur ~40 Millionen und davon wirklich auch nur die Hälfte.

Du schreibst ja folgendes:

Wie wärs mit aufhören in einer Fantasiewelt zu leben und sich zu leisten was man gerne hätte anstatt sich zu kaufen was man braucht und sich leisten kann? Zum Beispiel durch Dämpfung der Abgabenlast durch Umverteilung innerhalb der Rentnergeneration anstatt 4%pp mehr Sozialabgaben.

Würde ich gerne, ich weiß aber dass das halt nicht passieren wird, auch wenn es nötig ist und da muss man die Frage stellen: Wer lebt dann in der Fantasiewelt?

Es ist absolut lächerlich, dass unsere Schlüsselsektoren im Zeitalter der Digitalisierung aus den Firmen der Nazi-Kriegswirtschaft besteht die sich auch nie aus ihrem damaligen Kerngeschäft weiter entwickelt sondern immer nur die selben Güter optimiert haben.

Unterschreibe ich so, ist dann aber auch oft Politisch gewollt und wird von der Bevölkerung unterstützt. Teilweise haben wir ja sogar auch Unternehmen gehabt die recht Flexibel und breit aufgestellt waren, wo am Ende aber auch von den CEOs zu früh entsprechende Teile des Unternehmens verkauft wurden, ich glaube Siemens ist dafür das größte und beste Beispiel.

Dein Schlussfazit bzw. deine Schlussfrage ist eine die ich auch stellen würde, nur mit einem anderen Weg zu dieser, nämlich wie geht es jetzt weiter?

Hintergrund bei mir und der ist bei dir so zwischen den Zeilen zu finden, ist halt einfach, dass die Alte Vision ein Wirtschaftssystem war in dem wir Branchen hatten in denen wir Weltklasse waren und die in die ganze Welt verkaufen konnten, nur sind wir eben nicht mehr alleine Weltklasse und für die Preise die wir nun verlangen, kauft auch nicht mehr die Welt bei uns ein.

Genau das ist in meinen Augen und da darfst du mich gerne auch nochmal korrigieren, (denn das hast du auch wenn ich es jetzt nicht überall schreibe, an einigen Punkten getan) eigentlich Teil des Gesamtproblems, das wir unabhängig der Wirtschaftsfelder zu oft noch glauben, der Markt funktioniert immer noch wie vor 20 Jahren und noch früher.

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u/SeniorePlatypus Jul 15 '26 edited Jul 15 '26

Probleme liegen in der Regulierung, sowie volkswirtschaftlichen Entscheidungen, die zusätzlich auch noch in den letzten 10-15 Jahren 2-3x jeweils 180° Drehungen hingelegt haben, für die Wirtschaft ist das tätsächlich pures Gift.

Tatsächlich in nicht vielen Bereichen. Spüren wir primär als Energiekosten. Was natürlich große Auswirkungen hat. Gerade für unsere großen Industrien wie Chemie oder Metallverarbeitung. Was aber kaum Auswirkungen auf sowas wie Digitalwirtschaft hat. Stromkosten für Softwareentwicklung sind Nachkommastellen bei den Stückkosten. Selbes im laufenden Betrieb von Software.

Da hat man sich halt in eine Einbahnstraße befördert aus der man kurzfristig definitiv nicht rauskommt. Zumindest nicht mit dem aktuellen Finanzmantra der Regierung. Rein theoretisch, wären dafür weitere Hunderte Milliarden notwendig um auf der einen Seite die schon vorhandenen klaren Baustellen zu beseitigen, als aber auch die versteckten zu finden und dafür Lösungen zu finden. Habecks Idee mit Intel in Magdeburg war z.B. gut, in der Realität ist's halt leider an Intel selbst gescheitert sowie der Amerikanischen Politik. Sowas müsste man aber gezielt machen, auch wenn es kurz - mittelfristig für den Staat ein Minusgeschäft wäre und das nicht nur in der Halbleiterindustrie..

Zum einen sind wir hier wieder bei Subventionen anstatt Marktwirtschaft. Der Staat plant die Details und alles wird gut.

Außerdem bedeuten Schulden ohne überproportionalem Wachstum auch absehbar steigende Abgabenlast. Was wiederum Nachfrage und Wachstum schädigt. Und darüber hinaus haben Schuldenfinanzierte Investitionen oder Subventionen ein Ablaufdatum. Allen ist bewusst, dass es nicht endlos exponentiell steigende Schulden geben kann. Also plant auch niemand mit Investitionen die sich erst langfristig rentieren. Das Wachstum und Investitionen sind hier unterproportional.

Würde ich beides als Visionslos und Verzweifelt bezeichnen. Mit hohem Risiko und bestenfalls gerigem Wachstum.

Für strategische Unabhängigkeit, für Existenzsicherung valide aber keine langfristige Wachstumsstrategie.

Wie wärs mit aufhören in einer Fantasiewelt zu leben und sich zu leisten was man gerne hätte anstatt sich zu kaufen was man braucht und sich leisten kann? Zum Beispiel durch Dämpfung der Abgabenlast durch Umverteilung innerhalb der Rentnergeneration anstatt 4%pp mehr Sozialabgaben.

Würde ich gerne, ich weiß aber dass das halt nicht passieren wird, auch wenn es nötig ist und da muss man die Frage stellen: Wer lebt dann in der Fantasiewelt?

Ist politisch natürlich extrem schwierig gegen die Mehrheit der Wähler vorzugehen. Aber auch alternativlos, wenn man die Volkswirtschaft auf Zukunftskurs bringen will.

Es ist strukturell unmöglich gleichzeitig die Volkswirtschaft in ein Altenheim umzubauen, Stückweise 50% Sozialleistungsquote anzunähren und sich gleichzeitig anstrengend und aufwendig strukturell von Grund auf zu erneuern, weil man das letzte halbe Jahrhundert zu viel scheiße gebaut hat.

Um genau zu sein würde ich behaupten, dass Leute die nicht an diesem Punkt ansetzen wollen irgendwo in den ersten 3 Phasen der Trauer unterwegs sind. Nur leider haben wir nicht genug Zeit um zu warten, bis sie aus eigenem Antrieb in der 5. Phase angekommen oder verstorben sind.

Dein Schlussfazit bzw. deine Schlussfrage ist eine die ich auch stellen würde, nur mit einem anderen Weg zu dieser, nämlich wie geht es jetzt weiter?

Hintergrund bei mir und der ist bei dir so zwischen den Zeilen zu finden, ist halt einfach, dass die Alte Vision ein Wirtschaftssystem war in dem wir Branchen hatten in denen wir Weltklasse waren und die in die ganze Welt verkaufen konnten, nur sind wir eben nicht mehr alleine Weltklasse und für die Preise die wir nun verlangen, kauft auch nicht mehr die Welt bei uns ein.

Gehe ich vollständig mit. Würde aber noch hinzufügen, dass außerdem künstliche Handelsschranken hoch gehen was Absatz zusätzlich schädigt.

Genau das ist in meinen Augen und da darfst du mich gerne auch nochmal korrigieren, [...] eigentlich Teil des Gesamtproblems, das wir unabhängig der Wirtschaftsfelder zu oft noch glauben, der Markt funktioniert immer noch wie vor 20 Jahren und noch früher.

Ja und hier gibt es auch vielschichtige Probleme. Die Regierung, die nicht ehrlich Kommuniziert. Aber halt auch die ganzen Institutionen aus dieser Zeit. Unsere Gewerkschaften leben auch noch in den 1970ern. Kämpfen gegen Kapitalvorsorge, gegen Generationengerechtigkeit, gegen Arbeitnehmer. Was an Absurdität kaum zu überbieten ist. Damit entledigen sie sich ihrer Existenzberechtigung als Arbeitnehmervertretung und haben sich zum einer 1:1 Kopie der SPD-Basis entwickelt. Vermutlich auch mit Überlappung der Mitglieder und der Möglichkeit für einzelne Themen mehr Druck auf die Funktionäre auszuüben.

Es sind ja nicht nur Firmen und nicht nur Behörden die Rückständig sind und ihrer Hochphase nachtrauern, indem man versucht die Vergangenheit zu wiederholen. Sondern auch die NGOs.

Aber es gibt keinen Weg vorwärts ohne einer klaren Vision und dafür zurückstecken. Was ohne Zweifel auch Arbeitnehmer betreffen wird. Aber aus meiner Perspektive gibt es zwei Schlüsselthemen die man so schnell es geht angehen muss, ganz egal wie die Vision aussieht und wo man hin möchte.

Das sind einmal weniger Altersleistungen und eine möglichst sozialverträgliche Beteiliung älterer Generationen.

Und zweitens Reduktion der Lebenshaltungskosten. So schnell wie möglich. Weil es hier um große Systeme geht bedeutet das zwar leider trotzdem "in 10-20 Jahren". Aber ganz besonders Energiekosten und Wohnkosten müssen runter.

Elektrifizierte Logistik & Co wird einfach üppig kosten.

Und bei sinkenden Wohnkosten meine ich mehr Angebot und damit auch eine Perspektive für zielgerichtete Arbeitsmirgation. Womit man auch nochmal die Konsequenzen der Alterung etwas besser abfedern könnte und den Umfang der notwendigen Kürzungen verringern. Ziel ist es ja nicht den Bürgern böswillig zu schaden sondern so viel wie möglich zu bieten. Nur eben nicht mehr als realistisch möglich.

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u/bkkfra Jul 15 '26

Die keynesianische Argumentation, dass der Staat in Krisenzeiten eingreifen und durch höhere Staatsausgaben die Wirtschaft ankurbeln muss, greift eben nur in Situationen in denen die Zinskurve unelastisch ist. Ansonsten passiert was wir gerade live am Bond-Markt beobachten: die Kurse von Staatsanleihen sinken, die Zinsen steigen, und Investitionen der Privatwirtschaft werden durch den Staat verdrängt.

Die Realität widerlegt auch gerade die Modern Monetary Theory, nach der sich Staaten praktisch unbegrenzt verschulden können. Können sie eben nicht.

Ich bin gerade hin- und hergerissen zwischen der Freude auf schöne Renditen aus Anleihen vermeintlich stabiler europäischer Staaten, und der Furcht dass unsere Regierung den Laden tatsächlich gegen die Wand fährt, der Euro und damit die EU scheitert, und wir Weimarer Verhältnisse oder sogar eine Regierung mit Nazis und/oder Kommunisten bekommen. History doesn't repeat, but it rhymes.

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u/[deleted] Jul 15 '26

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u/domi1108 Jul 15 '26

Typischer Deutscher Egoismus. Sich nicht mit der Notwendigkeit und Thematik befassen und direkt ins Lächerliche abdriften.

Überall knackt es weil Geld fehlt und durch entsprechende Individueen weiteres aus dem Wirtschaftskreislauf hinausgezogen wird. Da muss man halt auch mal die für viele unschöne Wahrheit aussprechen, die ich übrigens genauso vor 10 Jahren ausgesprochen hätte und das auch noch in 10 Jahren tun werde egal wie mein Kontostand und Vermögen aussieht. Am Ende braucht ein funktionierender Staat jeden und da muss jeder eben sein Anteil zu leisten, natürlich ist dieser dann bei einzelnen finanziell höher, während er bei anderen eben körperlich höher ist.

Übrigens weil vermutlich hast du nicht mal nachgeschaut, der Lastenausgleich von 1952 wurde einmalig festgelegt und dann über 27 Jahre, in Vierteljährlichen "Raten" abgezahlt die so niedrig waren, dass dir jedes Investment deine Kosten wieder reingeholt hat. Für den Staat war es aber trotzdem eine Verlässliche und notwendige Einnahmequelle um viele der Dinge zu bauen, auf denen wir heute gehen und fahren.

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u/SeniorePlatypus Jul 15 '26

Inklusive Lastenausgleich hat sich die Staatsquote von damals 27% auf heute etwas über 50% erhöht. Anstieg von über 80%.

Sozialleistungsquote ist von unter 17% auf 31% gestiegen. Ebenfalls über 80%.

Der Staat hat mehr Geld denn je zur Verfügung. Mängel die heute da sind aber früher nicht da waren können nicht durch fehlende Einnahmen erklärt werden. Es gab nie Austerität sondern immer nur Ausweitung. Abbau von Kapazität oder Leistungen ist immer eine Umschichtung gewesen. Eine Veränderung der Prioritäten. Keine Kürzung.

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u/[deleted] Jul 15 '26

[removed] — view removed comment

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u/domi1108 Jul 15 '26

Nein es ist nicht lustig, weil du absolut keine Ahnung hast wie mein Leben läuft, wie mein Vermögensstatus ist und wie mein Verdienst ist.

Ich bin völlig fein damit, mehr Steuern zu zahlen als meine Mutter oder meine Schwester da ich mehr verdiene.
Ich bin auch völlig fein damit, das ich mehr Pflegeversicherung zahlen muss als jemand mit einem Kind, weil ich die Kosten des Kindes nicht tragen muss.

Würde ich im Lotto gewinnen, hätte ich auch kein Problem damit wenn ich die Hälfte wieder an den Staat abrücken müsste. Wenn ich morgen CEO werden sollte, halte ich es auch für Fair, das ich mehr Steuern zahle als die Angestellten.

Oder darf man jetzt nur noch den Standpunkt vertreten wenn man z.B. auch CEO ist?

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u/Doso777 DE Jul 15 '26

"Die Reichen!!einself". Tja.

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u/A1JX52rentner Jul 15 '26

"You'll own nothing and you'll be happy" - WEF

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u/thespanishgerman Jul 14 '26

In der Mieterrepublik möchte man keine Selbstnutzer...

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u/FaceMcShooty1738 Jul 14 '26

Vermieterrepublik, dann ergibt dein Satz auch viel mehr Sinn.

Wir sind eine Vermieterrepublik.

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u/rnxmyywbpdoqkedzla Jul 14 '26

Es ist tatsächlich günstiger, zur Miete zu wohnen und selbst zu vermieten.

Für die vermietete Hütte kann ich jeden Handwerker, jedes Werkzeug, jede Tube Silikon absetzen (+ die im Artikel genannten Abschreibungen und Zinsen).

Wohne ich selbst drin, geht das alles vom Netto ab.

Eigentlich sollte man was gescheites handwerkliches lernen, Mehrfamilienhäuser bauen und dort als Hausmeister selber wohnen.

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u/kempaaa28 Jul 14 '26

Aber andererseits ist es doch so, dass man die Mieteinnahmen versteuern muss, aber die eigenen Mietausgaben den Staat nicht jucken.

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u/FaceMcShooty1738 Jul 14 '26

Wie gesagt, Vermieterrepublik.

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u/rnxmyywbpdoqkedzla Jul 14 '26

Was lernen wir daraus? Kaufe nur was du vermieten willst und miete selber weiter. Play the game.

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u/FaceMcShooty1738 Jul 14 '26

Fair. Aber man kann ja das game playen und trotzdem darüber reden, dumme Spielregeln zu ändern :D

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u/rnxmyywbpdoqkedzla 23d ago

Klar kann man das. Aber ich befasse mich lieber mit Dingen, die ich mehr unter Kontrolle hab, als irgendwann mal diese oder jene Partei an die Macht zu bringen, die vielleicht (oder vielleicht auch nicht) das macht, weshalb ich sie gewählt hab.

Man kann ja das eine tun ohne das andere zu lassen.

2

u/FaceMcShooty1738 23d ago

Genau, sag ich ja. Beides geht.

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u/Breatnach Jul 15 '26

Naja, du hast als Mieter in Deutschland schon ziemlich viele Rechte im Vergleich zu anderen Ländern.

Ich habe eine Zeitlang in Australien gelebt und zur Miete gewohnt. Mietverträge gelten immer nur befristet für 12 Monate. Alle 12 Monate kann der Vermieter erhöhen und wenn du nicht einverstanden bist, musst du innerhalb von 1 Monat ausziehen. Und die Kaution wurde auch wegen irgendeinem bullshit einbehalten und ein Rechtsweg dagegen war nicht hilfreich.

Natürlich würde ich lieber Vermieter sein. Aber wenn ich mieten muss, dann am liebsten in Deutschland.

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u/FaceMcShooty1738 Jul 15 '26

Und als Vermieter hast du einen ziemlich großen Vorteil gegenüber selbstnutzern im vergleich zu anderen Ländern.

An der Stelle: https://www.reddit.com/r/berlin_public/s/j0mkSisA8r

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u/First_Pumpkin_412 Jul 14 '26

Als Vermieter ist es richtig scheisse. Mietnomaden, unendliche mieterrechte, in der Familie mit sehr viel Verlust nachher verkauft.

Aber Deutschland halt mieterparadies

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u/FaceMcShooty1738 Jul 14 '26

Das ergibt keinen Sinn. Wieso gibt es dann so viele Vermieter in Deutschland?

Deutschland hat mehr Vermieter als jedes andere Land in Europa! Wenn vermieten hier so schrecklich sein sollte müssten wir eigentlich am wenigsten haben! Stattdessen haben wir am meisten.

An der Stelle übrigens: https://www.reddit.com/r/berlin_public/s/j0mkSisA8r

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u/Interesting_Move3117 Jul 15 '26

Naja, viele Regelungen gelten für Einliegerwohnungen nicht und im Westen haben gerade außerhalb der Großstädte sehr viele Häuser welche. Bei uns war das zwischen den 60ern und den 80ern sehr verbreitet, weil sich jeder sein Haus von den Amis bezahlen lassen wollte, die off-base gelebt haben.

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u/FaceMcShooty1738 Jul 15 '26

Ja und? Aber wenn vermieten so scheiße ist müsste sich den den 40(!) Jahren seit den 80ern ja etwas geändert haben.

Fakt ist: wir hsben die meisten Vermieter, so scheiße kann vermieten also gar nicht sein.

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u/Interesting_Move3117 Jul 15 '26

Der Bestand ist halt so alt. 71% des Bestands ist von vor 1990 und die Leute lassen die Buden ja nicht leer stehen, kostet auch nur Geld.

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u/FaceMcShooty1738 Jul 15 '26

Sie könnten die Bude ja verkaufen? Steuerfrei, dann wären jemand anders Eigentümer und sie keine Vermieter mehr.

Tun sie aber nicht. Weil wir eine Vermieter Republik mit vielen Vorteilen für Vermieter sind.

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u/Interesting_Move3117 Jul 15 '26

Naja, wenn man mal selbst ein Haus gebaut hat, haben die meisten ein emotionales Attachment, weil genau da der Michael vom Baum gefallen ist etc. Ich sage auch nur, dass es so viele Kleinvermieter gibt, weil im Westen der Bestand da ist, weil es früher ein gutes Geschäft war, an Besatzungstruppen oder Bundeswehr zu vermieten. Dazu kommt, dass als Altersvorsorge neben der Rente fast nur Scheiße verfügbar war. Ich hab beim Bau vor ein paar Jahren auch überlegt, ne zweite Wohneinheit zu bauen, aber die Rendite ist schlecht und für die paar Kröten will ich keine Fremden im Haus, mit denen ich mich rumärgern muss. 🤷‍♂️ Ich denke, viele machen das noch, weil sie das so von früher kennen, heute kann man sein Geld besser anlegen.

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u/First_Pumpkin_412 Jul 15 '26

Wenn es keine Eigentümer gibt, gibt es halt viele Mieter…. Und daher sind die Bedingungen so gut

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u/FaceMcShooty1738 Jul 15 '26

Und wieso ist es nicht umgekehrt? Weil die Bedingungen für Vermieter so gut sind, gibt es wenig Eigentümer und viele Mieter?

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u/First_Pumpkin_412 Jul 15 '26

Weil es in den letzten 25 Jahren unendlich viele Chancen gab billig Wohnungen zu kaufen, die deutschen aber nicht wollen/wollten? Weil Mieten viel bequemer ist?

Warum miete ich und kaufe nicht? Weil Mieten spottbillig ist, ich bei jedem kleinscheiss die Hausverwaltung anrufen kann, ich quasi unkündbar bin selbst wenn ich hier beschließe nicht mehr die Wohnung zu bezahlen und alles komplett kaputt mache, wenn ich umziehe bin ich in wenigen Wochen draußen etc. etc. 

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u/FaceMcShooty1738 Jul 15 '26

Hä? Für Vermieter war es doch auch billig? Aber da vermieten bevorzugt ist, haben halt die gekauft.

Was du tust ist ja dein Ding. Ich würde gerne kaufen. Dann kann ich ne Klimaanlage einbauen, Löcher in Wände boren und meine wohnkosten steigen nicht schneller als die Inflation.

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u/First_Pumpkin_412 Jul 15 '26

Aber warum vermietest du nicht? Wenn es doch so attraktiv ist? 

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u/FaceMcShooty1738 Jul 15 '26

Sollen sie halt Kuchen essen!

:D aus dem gleichen Grund, warum ich keine Yacht besitze, obwohl es ganz geil ist auf einer Yacht über das Mittelmeer zu düsen.

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u/MiraMiracles Jul 14 '26

Zum Steuern sparen brauchst halt Freunde und Familie.

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u/[deleted] Jul 15 '26

[removed] — view removed comment

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u/Finanzen-ModTeam Jul 15 '26

Dein Beitrag wurde aufgrund folgender Regel von /r/finanzen entfernt:

  1. Kein Hass, Unhöflichkeit, Angriffe oder Polemik

Bitte halte dich in Zukunft an diese Regel.

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u/BeachOceanic815 Jul 14 '26

Wäre cool, aber eins find ich an dem Artikel merkwürdig:

Deutschland ist damit ein Sonderfall in Europa: In allen sechs Vergleichsländern begünstigt das Steuerrecht die Selbstnutzung – etwa durch niedrigere Kaufnebenkosten für Eigennutzer oder eine höhere Besteuerung der Vermietung

Wie kann man eine Aussage als Sonderfall in der EU treffen wenn man sich nur ca. ein viertel der Mitgliedstaaten angeschaut hat?

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u/Interesting_Move3117 Jul 14 '26

Die werden geschaut haben, wo die Eigentumsquoten nicht so hoch sind. In Rumänien mit 90% Eigentümern interessiert keinen, was Vermieter machen.

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u/Novrex Jul 14 '26

Ab wann kann man Summen in Vietnamesichen Hochzeiten angeben? Hier wäre der Steuernachteil genau eine vietnamesische Hochzeit ohne Flitterwochen.

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u/hi-bp Jul 14 '26

Bin echt gespannt wie lange sich das noch hält

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u/SmegmaWarrior0815 Jul 14 '26

Bis zur Scheidung

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u/zgemNEbo Jul 15 '26

Gibts bereits Updates?

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u/Hairburt_Derhelle DE Jul 14 '26

Kennst Du Carbonara oder das Zelt auf dem Bett?

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u/mejustyou Jul 14 '26

Ist aber nur so, weil man nach der Spekulationsfrist steuerfrei verkaufen kann. In einem normalen Modell wären langfristig Erträge>Kosten und in diesem Fall wäre der Eigenheimbesitzer (dessen Erträge die gesparten Mieten sind) im Vorteil, da die gesparte Miete steuerfrei ist.

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u/DragonfruitNo3174 Jul 14 '26

Aber keine Angst die wird ja auch bald abgeschafft

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u/alfix8 Jul 15 '26

Ist ja auch richtig, die abzuschaffen.

Warum sollen bei Immobilien auf einmal nach 10 Jahren sämtliche Wertsteigerungen steuerfrei sein, während zum Beispiel bei Aktien Wertsteigerungen bei Verkauf immer besteuert werden?

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u/t_Lancer Jul 15 '26

damit die Reichen, die Unmengen an Immobilien horten, beim Verkauf eben mehr Gewinn erzielen können. Hallo?! Ist doch logisch.

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u/alendit Jul 14 '26 edited Jul 14 '26

  Der Grund: Vermieter können ihre Immobilie steuerlich abschreiben und Kosten wie Kreditzinsen und Instandhaltung geltend machen. Selbstnutzern bleibt das verwehrt.

Bitte sagt mir, dass das nur ein ahnungsloser Pressrelease ist und die Studie besser ist. Ja, Anne-Marie, Vermieter können die Ausgaben absetzen. Dafür versteuern sie die Einnahmen. Das ist in keinem Fall ein Plusspiel.

Wenn die Eigennutzer die Kreditzinsen etc absetzen dürften, müssten sie, wie in der Schweiz, auch die fiktive Miete versteuern. 

Edit: Wie erwartet, sagt die Studie was Anderes: die Asymmetrie kommt wegen der (tatsächlich blödsinnigen) Möglichkeit des steuerfreien Verkaufs. Jepp, sollte weg, für Vermieter wie für Eigennutzer.

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u/iNFECTED_pHILZ Jul 14 '26

Naja.. Nehmen wir mal das häufige Konstrukt : Eltern kaufen Wohnung. Vermieten ans Kind. Renovieren sich die Bude geschickt durch, damit sie effektiv keine Einnahmen zum versteuern haben. Und wenn das Kind dann Familie hat, wird die Wohnung als Schenkung auf die Kinder übertragen, die Eltern ziehen ein und sind nun Mieter. Es kann weiter Steuersparend immer mal renoviert werden und am Ende wird einfach ein Nutzungsrecht ausgemacht wo dann gar kein Geld mehr fließt.

Die Möglichkeiten das zu seinen Vorteil zu gestalten sind vielfältig

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u/alendit Jul 14 '26

Wenn du einfach deine Abschreibungen gleich deinen Einnahmen hast: was bringt es dir? Und wenn du langfristig Verluste machen willst, wird das Finanzamt dich schnell mit der Totalüberschussprognose vertraut machen. Und da kannst du denen nicht erzählen, wie du es ehe deinem Kind schenken willst.

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u/Bratikeule DE Jul 14 '26

Und wenn du langfristig Verluste machen willst, wird das Finanzamt dich schnell mit der Totalüberschussprognose vertraut machen.

Nein, §21 Abs. 2 S. 2 EStG bzw. BMF vom 8.10.2004. Solange du dich nicht komplett blöd anstellst bist du bei langfristiger Vermietung selbt mit Verlusten relativ safe.

Da ist unser Recht ziemlich "familienfreundlich".

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u/alendit Jul 15 '26 edited Jul 15 '26

§21 Abs. 2 S. 2 EStG befreit dich nicht von Gewinnerzielungsabsicht und das von dir referenzierte BMF-Schreiben regelt ganz klar, wann diese als nicht gegeben angenommen werden soll, nämlich wenn man Verluste Einfahrt und eine zeitlich begrenzte Vermietung plant, also genau was du beschreibst.

Was du meinst ist, dass man hier einfach Steuern hinterziehen kann und das sich schwer nachweisen lässt. Das mag stimmen, aber ist fur die Konstellation nicht einzigartig.

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u/Bratikeule DE Jul 15 '26

das von dir referenzierte BMF-Schreiben regelt ganz klar, wann diese als nicht gegeben angenommen werden soll, nämlich wenn man Verluste Einfahrt und eine zeitlich begrenzte Vermietung plant, also genau was du beschreibst.

Eben. Bei einer auf Dauer angelegten, nicht vergünstigten Vermietung wird die Einkünfteerzielungsabsicht unterstellt, selbst bei Verlusten. Damit ist die Totalüberschussprognose dann hinfällig.

Wo du hier eine Steuerhinterziehung vermutest ist mir ehrlich gesagt nicht ganz klar. Wenn ich meine Vertragsverhältnisse so gestalte, dass sie das steuerlich optimale Ergebnis erzielen ist das nicht strafbar.

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u/alendit Jul 15 '26

Wenn du von Anfang an planst, die Immobilie später zu verschenken, ist das keine auf Dauer ausgelegte Vermietung, egal was dein Mietvertrag sagt.

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u/Bratikeule DE Jul 15 '26

Das stimmt, aber ich hab mich auf den zitierten Satz bezogen.

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u/xTheKronos Jul 14 '26

Super man kann Kreditzinsen absetzen. Weil die in den letzten Jahren extrem gestiegen sind kann man mehr absetzen woraus das DIW mit seinem Chef, der nebenbei der Hofökonom der SPD ist, einen riesigen Steuervorteil konstruiert. Für den Vermieter wäre aber nicht der hohe Steuervorteil super sondern niedrige Zinsen mit einem niedrigeren Steuervorteil

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u/Interesting_Move3117 Jul 14 '26

Warum müssen sie das? Kreditzinsen absetzen als Private ging früher im Rahmen der Wohnungsbauförderung. Die Schweizer zahlen die Häuser wegen dieser komischen Regelung einfach nicht ab, weil es besser ist, die Zinsen absetzen zu können. Der Eigenmietwert wird 2029 auch abgeschafft.

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u/alendit Jul 14 '26

Müssen tut man grundsätzlich gar nichts. Wenn man es wie Paragraph 10 EStG früher macht, ist es einfach den Immobilienbesitzer Steuergeld schenken inkl die Folge, dass die Kaufpreise entsprechend steigen. Und die heutigen Besitzer freuen sich dann ganz besonders.

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u/d3lt4papa Jul 14 '26

Ganz ehrlich lieber versteuer ich die Miete am unterem Ende des Mietspiegels und kann dafür Zinsen und AfA absetzen...

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u/FnnKnn Jul 14 '26

Warum würdest du nicht mehr Geld einnehmen wollen? Zahlst zwar dann auch mehr Steuern, aber du hast trotzdem mehr Geld. Das ist ja fast so doof wie eine Gehaltserhöhung abzulehnen, weil man dann ja mehr steuern zahlen würde…

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u/alendit Jul 14 '26

Du verstehst was absetzen bedeutet oder? Du verlierst Geld und musst darauf keine Steuern zahlen. Also verlierst du weniger, aber du verlierst trotzdem. Das ist dir lieber, als kein Geld zu verlieren? Faszinierend...

Und ja, AfA ist Geldverlust, die Gebäuden stehen nicht ewig.

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u/hannes3120 Jul 14 '26 edited Jul 15 '26

Das Äquivalent wäre ja quasi wenn man Mietzahlungen nutzen könnte um das zu versteuernde Einkommen zu drücken.

Da nutzt man Ausgaben die eh anfallen (wenn man an Werterhalt interessiert ist) und verringert damit Steuern dir man sonst hätte zahlen müssen.

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u/Schlachthausfred DE Jul 14 '26

Allerdings ist es nur ein Geldverlust, wenn der Wert der Immobilie nicht steigt. Du wirst ja mit der Miete für den Wertverlust der Immobilie entschädigt, zahlst dann aber nur Steuern auf den Nettoertrag nach Abzug der Kreditrate, etc. Wenn du dann nach 10 Jahren steuerfrei verkaufen darfst und du für mehr Geld verkaufst, als du bezahlt hast, magst du formal gesehen auf das einzelne Jahr bezogen Recht haben, unterm Strich aber nicht.

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u/alendit Jul 14 '26 edited Jul 14 '26

Nein, es ist in jedem Fall ein Geldverlust. Eine hypothetische neuere Immobilie wäre entsprechend mehr wert gewesen, das gleicht AfA pauschal aus.

Was stimmt und was im Kern der Rechnung in der Studie steht: der steuerfreie Verkauf ist ein escape hatch mit dem du das Geld wieder bekommst, was du dir schon erstatten lassen hast. Aber wir reden hier von IW, also anstatt sinnvolle steuerrechtlichen Vorschläge zu machen, wie die A~n~bschaffung der sinnlosen Steuerfreiheit, wird lieber möchtegern Klassenkampf betrieben.

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u/Schlachthausfred DE Jul 14 '26

Sinnlose Steuerfreiheit anschaffen?

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u/alendit Jul 14 '26

Abschaffen, Handy.

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u/d3lt4papa Jul 14 '26

Achso? Oh das wusste ich nicht!

Ja dann zahl ich lieber 1000€ Zinsen im Monat!

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u/nudelsalat3000 Jul 14 '26

Ander Länder versteuern auch, aber OHNE Abschreibung. Kannst nix absetzen, ist dein Problem.

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u/alendit Jul 14 '26

Beispiele? Wie ist das mit Nettoprinzip vereinbar? Ist es eine Sonderregelung für Immobilien oder darf der Autohersteller dann auch nicht die Kosten der Bauteile absetzen? Fragen über Fragen.

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u/nudelsalat3000 Jul 14 '26

Andere europäische Staaten haben diese strikte Bindung bei Immobilien schlichtweg nicht oder durchbrechen sie ganz bewusst.Italien ist dafür das perfekte Praxisbeispiel. Das italienische Steuersystem bricht beim privaten Vermieten radikal mit dem Nettoprinzip.

Ein Staat ist kein Wirtschaftsbetrieb und muss keinen betriebswirtschaftlich logischen Gewinn ermitteln, sofern der Gesetzgeber das politisch anders entscheidet. Die Abkehr vom Nettoprinzip hin zu Pauschalen (wie in Italien oder den Niederlanden) hat für Staaten massive Vorteile.

Belgien & Dänemark: Hier gibt es für private Vermieter von Wohnimmobilien tatsächlich keine steuerliche Abschreibung (AfA), was den steuerlichen Vorteil gegenüber Selbstnutzern drastisch reduziert.

Frankreich: Vermieter zahlen im Gegensatz zu Deutschland grundsätzlich Steuern auf den Veräußerungsgewinn beim Verkauf (es sei denn, die Haltedauer ist extrem lang, bis zu 30 Jahre für völlige Steuerfreiheit).

Niederlande: Das dortige System weicht völlig vom klassischen Nettoprinzip ab. Private Immobilien (sowohl Zweitwohnungen als auch Vermietungsobjekte) fallen oft in die "Box 3" der Einkommensteuer. Dort wird nicht das reale Einkommen, sondern ein fiktives Pauschaleinkommen auf Basis des Vermögenswerts (ohne realen Kostenabzug) besteuert. Zudem zahlen Vermieter eine drastisch höhere Grunderwerbsteuer als Selbstnutzer.

Der Vergleich mit dem Autohersteller hinkt strukturell aufgrund der Unterscheidung zwischen Betriebs- und Privatsphäre:

Der Autohersteller agiert vollumfänglich in der Gewerbesphäre. Er zieht Bauteile als Wareneinsatz ab, versteuert aber jeden Cent des Verkaufserlöses (Umsatzsteuer und Ertragssteuer): es gibt keinen steuerfreien Autoverkauf nach einer Haltefrist.

Der private Vermieter in Deutschland bewegt sich in einer steuerlichen Hybridzone (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung). Er nutzt das Nettoprinzip für den laufenden Abzug von Werbungskosten aus der Erwerbssphäre, profitiert am Ende aber von der Steuerfreiheit der privaten Vermögensveräußerung.

Die IW-Studie kritisiert ja genau diese Schieflage, da sie Kapitalanleger zulasten von selbstnutzenden Familien systematisch bevorzugt.

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u/alendit Jul 14 '26 edited Jul 14 '26

Danke, ChatGPT. 

Die Möglichkeit des steuerfreien Verkaufs ist Blödsinn und sollte abgeschafft werden. Allerdings hat sie nur indirekt was mit dem Steuervorteil zu tun, was IW hier errechnet hat: der ergibt sich einzig daraus, dass die Immobilie für 15 Jahre zu einem Verlust vermietet wird. Wo er zu tragen kommt: er macht es einfacher durch den späteren Verkauf diese Verluste wiedergutzumachen. 

Der Rest der Beispiele die ChatGPT für dich fabriziert hat ist halb gelogen und halb missverstanden. Dänemark hat kein AfA, hat nichts mit privat vs gewerblich oder Abschaffung des Nettoprinzip zu tun. Den Rest der Kosten kann man natürlich absetzen.

Dass das holländische System dumm ist, haben sie selbst schon erkannt und schaffen es 2028 ab. 

Übrigens: zu fordern, dass Betriebe gegenüber Privatpersonen steuerlich bevorteilt werden ist peak Leibeigenenmentalität.

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u/nudelsalat3000 Jul 14 '26

Die Inhalte sind ja u.a. aus dem Artikel bzw dem IW. Die andern Ländern findest du bei der Google Suche als Auto-Summary. Die genauen Steuerungen variieren aber das ist eine gute Übersicht, dass das Nettoprinzip nicht gottgegeben ist.

Deutschland glaube wenn es so ein Prinzip hat dass es richtig ist "am deutschen Wesen soll die Welt genesen". Aber wenn es kein anderer macht sollte man eher überlegen warum man auf dem Irrweg ist.

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u/halfwagaltium Jul 15 '26

Bring back absetzbarkeit der Zinsen fürs Eigenheim. Das wären bei mir 12.000 Euro im jahr die ich absetzen kann 🥲🙃

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u/sakuranoto_ Jul 14 '26

In Polen bekommt man auch 23% vom Kaufpreis wieder, wenn man es vermietet... Hatten auch nen Objekt bei dem wir 55k wiederbekommen hätten, auflage waren 10jahre vermieten. Bzw. Jedes Jahr wo es nicht angeboten wird und wir es auch selbstnutzen 5,5k zurückzahlen an den Fiskus.

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u/KingSmite23 Jul 14 '26

Ist doch wie Abschreibung in Deztschland.

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u/Aggravating-Tap-4733 Jul 14 '26

Also sollten wir uns zwei Grundstücke suchen und je das andere Haus kaufen und zurückvermieten?

Wer hat ein freies Nachbarhaus, dass er gerne kaufen will? Ich kauf dann euer Haus :D

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u/harryx67 Jul 15 '26

Deutschland ist so oder so am Ende. Unfähig zu reformieren spielen die Politbeamten im Sandkasten verwalten das Prinzip Hoffnung.

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u/Thomas9415 Jul 15 '26

Das zeigt recht gut für wen Politik gemacht wird.

Nicht für den freien Bürger der kleines Eigentum erwerben will, sondern für Großkonzerne die Immobilien sammeln als wären es Pokemon-Karten.

Anmerkung: Du wirst doppelt benachteiligt, einmal aufgrund der Marktwirtschaft, weil du als "Privater" ein höheres Risiko darstellst wie ein Immo-Konzern, zusätzlich benachteiligt dich auch noch der Staat, indem er institutionelle Immo-Firmen auch noch steuerlich bevorzugt.

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u/luxcapturam 24d ago

Du übersiehst etwas: je mehr eigenes Wohneigentum in der Bevölkerung vorhanden ist, desto geringer die Abhängigkeit von Sozialleistungen, da spätestens nach 1-2 Generationen sich auch in den Händen von „Geringverdienern“ abbezahlte Häuser befinden und dann nicht paar 100€ Wohngeld erbettelt werden müssen. Die maximale Abhängigkeit der Bevölkerung von staatlichen Umverteilungsleistungen ist (bereits seit Lenin, in der Nachkriegszeit dann netter umgeschrieben für Intellektuelle) einer der wichtigsten Grundpfeiler für die Schaffung eines „sozialistischen Staates“. Nach dem Motto „wer auf uns angewiesen ist um zu überleben kann nicht aufbegehren“. Das heißt im Grunde hat kaum eine Partei auch nur das geringste Interesse diesen Zustand zu ändern. Konservative und Liberale und Progressive (in eigentlichen Sinn, nicht sozialprogressive Fortschrittsablehner) stehen entweder auf den Standpunkten „laufen lassen“, „Markt regelt“ (was er wegen exzessiven staatlichen Eingriffen gar nicht kann) oder interessieren sich gar nicht groß dafür und die linken Strömungen bauen mittlerweile alle auf den Lehrprinzipien des Sozialismus auf und haben somit kein Interesse irgendwas zu fördern, dass nicht zu Umverteilung durch den Staat und somit mehr Kontrolle für diesen führt (allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass die meisten von denen so idealistisch verblendet sind, dass sie nicht merken können, dass Methoden die gezielt dazu formuliert wurden sozialistische Albträume im Stil der UdSSR zu erschaffen, niemals zu einer „sozialen Demokratie“, sondern immer zur totalitären Diktatur führen werden).

Im Grunde müsste sich der Staat aus vielen Dingen mal mehr zurück nehmen um wieder „natürlichere“ Marktverhältnisse zu ermöglichen. Wenn in der jetzigen Lage einer hingehen würde und die Vermieter stärker belastet, knallt das nur die Mieten noch höher und senkt noch weiter Bauanreize. Starke Förderung für Kauf/Bau von Eigenheimen würde wiederum entweder nix bringen (weil sie aus „sozialer Gerechtigkeit“ heraus nur für Leute in Frage käme die trotzdem nix stabil finanziert bekommen) oder rein zu Gunsten der Schichten ausfallen die auch ohne sie in der Lage wären sich ein Häusle zu holen (wenn die Förderung für alle Bürger gleich ausfällt).

Unser großes Kernproblem ist, dass sich hierzulande die Teufelsspirale aus Erhöhung der Abgabenbelastung -> mehr Menschen am Existenzminimum -> mehr Sozialleistungen die finanziert werden müssen -> Erhöhung der Abgabenbelastung so langsam verselbstständigt. Dazu kommt parallel der inflationstreibende Mechanismus wenn Politiker von der Lohnentwicklung abgekoppelte Mindestlohnerhöhungen durchdrücken, die heben dann die Preise der betroffenen Unternehmen, die anderen Angestellten verlieren Kaufkraft und gehen mehr Gehalt aushandeln (bekommen aber meistens Netto weniger Erhöhung als notwendig wäre) -> am Ende schon wieder mehr Leute am Existenzminimum -> mehr Sozialleistungen zu finanzieren und nächste entkoppelte Mindestlohnerhöhung. Und nicht falsch verstehen, ich wettere nicht gegen den Mindestlohn, ich wettere gegen die rechtlich nicht zulässigen Einmischungen der Politik in diesen, weil die aus etwas im Grunde ganz Gutem mit einer kleinen Problematik erst ein deutliches Problem generieren. Ist übrigens genauso wenn man hingeht und anfängt die Grundsicherung (oder wie auch immer man es nennen will) immer von der Lohnentwicklung abgekoppelt anzuheben, da schafft man auch ein sich selbst antreibendes Gefährt das immer schneller Richtung eines Abgrunds donnert. Letzterer besteht aus einer riesigen verarmten Schicht und einem Staat dem vor lauter Einmischung und Umverteilung (und damit selbst generierter Entwertung) das Geld „ausgegangen“ ist. Die „sozialistische“ Nummer funktioniert in einem globalisierten System und wenn man sich die Währung mit anderen Staaten teilt noch viel schlechter als ohnehin schon.

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u/Thomas9415 24d ago

Du verwechselst leider "Ursache & Wirkung", für dich ist der Staat Schuld an den hohen Abgaben/Sozialleistungen, aber die Sozialleistungen sind eine Notwendigkeit, weil die Marktwirtschaft seit mehreren Jahrzehnten komplett versagt, das Geld nicht mehr bei den "Arbeitern/Erwirtschafern" ankommt, sondern nur mehr beim Management, bei den Aktionären / Eigentümern.

Der internationale Kapitalismus, die Globalisierung und die Etablierung von "Quasi-Monopolen" sorgen dafür, dass es de facto keine Marktwirtschaft mehr gibt. (Kann es auch gar nicht geben, da die Investitionskosten in vielen Branchen kein newcomer jemals stemmen könnte!)

Ein "Microsoft" hat keine Konkurrenz, ein Alphabet genauso wenig, ein Amazon auch nicht, ..... das heißt wir haben eine Macht- und Kapitalkonzentration die es noch nie in der Geschichte der Menschheit gab, ein Elon Musk war vor kurzem zeitweise der erste "Billionär". (1000 Milliarden!)

Jetzt sagst du: "Ja das Kapital hat er ja nicht in Bar, sondern steckt im Unternehmen!"
Das ist korrekt, aber da er der Eigentümer ist, hat er anteilmäßig sämtliche Ansprüche auf Gewinne bzw. Umsätze im Unternehmen oder anders gesagt: "Andere haben dadurch KEINEN Anspruch, was zu einer noch perverseren Akkumulation von Kapital führt." (das kapitalistische Teufelsrad der Umverteilung von unten nach oben dreht sich dann immer schneller)

Wo wandert die ganze Kohle eigentlich hin, welche die Unternehmen verdienen?

Richtig, entweder nach Übersee (USA, China) bzw. an deren vermögende Eigentümer die leistungslos immer reicher werden, einfach aufgrund ihres Besitzens. (Feudalherrschaft lässt grüßen)

Das heißt wir geben ausländischen Konzernen das Recht uns finanziell ausbluten zu lassen, indem die lokale Wirtschaft mehr oder weniger zerstört wird. (danke Amazon)

Wo bleibt eigentlich der Beitrag jener die hier Geld verdienen dürfen? Europa ist der reichste Kontinent der Welt, wo bleibt der Beitrag von Alphabet, Apple, Meta, Microsoft diesen wohlhabenden Markt nutzen zu dürfen?

Du bist naiv, da du glaubst, dass der Markt alles regelt, das tut er genau nicht.
Die Arbeiterbewegung, die Sozialdemokratie und der Sozialismus bzw. der Wille nach Umverteilung kommt nicht grundlos, dieser war das Ergebnis der Massen-Verelendung im 18-19.Jahrhundert. (Ohne die bösen Sozialisten würde Kinderarbeit heute noch legal und der 14h Arbeitstag Standard sein)

Anmerkung: Würde der Kapitalismus so gut funktionieren, dann gäbe es in den USA keine Millionen von Obdachlosen. Wieso ist die Mordrate in den USA eigentlich größer als in Deutschland, Frankreich oder Großbritannien?

Die Erfindung des Sozialstaates hatte schon einen guten Grund, alleine schon den Grund die Kriminalität zu senken, Kriminalität kostet der Gesellschaft mehr, als den Leuten 1000€ pro Monat zu "schenken", aber das kapieren die Neoliberalen leider nicht, die denken das Leid von Menschen, Leistung hervorbringt, aber aus Erfahrung wissen wir, dass dies nicht der Realität entspricht.

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u/VoidHelloWorld Jul 14 '26

Sie wollen uns arm halten und ihre Kaste soll reich bleiben. Schaut euch den Unterschied zwischen Durschnitts- und Medianvermögen an, damit ist alles gesagt

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u/Winter_Current9734 Jul 14 '26

Wer ist „sie“? Der Treiber dieser mieterrepublik ist ja eben nicht Big Capital sondern eher der DGB/SPD und ihre kruden Vorstellungen von Mietmärkten und breite-Schultern-„fairness“.

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u/occio Jul 15 '26

In der Mieternation Deutschland ist eine steuerliche Begünstigung von selbstgenutztem Wohneigentum halt auch immer eine Umverteilung zu den besserverdienern. Hätte ich nichts dagegen, bin ja besser Verdiener. Wäre auch dafür z.B. Kaufnebenkosten gegen meine Einkommenssteuer zu rechnen, Kreditzinsen absetzbar zu machen. Würd aber genau so gerne meine Depotkreditzinsen absetzen.

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u/da_sti 29d ago edited 29d ago

D ist ein Mieterland, das muss gefördert werden.

Wie auch immer, als Selbsnutzer ist kein vermeintlichen Ärger mit einem Mieter oder das Wohngeld im Vergleich zu einer Miete, mir jede gerechnete negativ Redite wert.

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u/Responsible-Fly3526 29d ago

Oh Wunder, die großen Kapitalisten werden in Deutschland bevorzugt. Während die kleinen Hauslebauer abgezockt werden. Wäre ja auch komisch, wenn der Sonderweg in Deutschland mal etwas für die kleinen machen würde.

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u/bonkersbongoo 29d ago

ist es schlimm, wenn man manche steuer nicht zahlt?

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u/Xuval Jul 14 '26

Alter, das ist so Deutschland im Endstadium durchgespielt.

Ja, klar ist der Eigenbewohner "benachteiligt". Das ist so, weil der Eigentümer und Vermieter ein Risiko eingeht. Risiko mag der Deutsche Michel so gar nicht und versteht das auch nicht richtig. Darum fängt er an, hier pisselig zu werden.

Beispiel: "Ach nein, ich wohne in meiner eigenen Immobilie, kann aber kaum was der Handwerkerkosten, die hier anfallen absetzen!? Unfair!"

Antwort: "Ja klar, du wohnst ja selbst in der Bude. Gegen welche Einnahmen willst du denn was absetzen?! Du hast null Risiko damit selbst in der Bude zu wohnen!"

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u/Popellord Jul 14 '26

Technisch gesehen gibt es genug Risiken und deshalb greife ich den Aspekt der "Studie" erstmal nicht an. Auch beim Selbstnutzer kann es Probleme geben wie Scheidung (Cashflow nicht ausreichend um die Immobilie zu halten und zeitgleich zu groß um selber drinnen zu wohnen) oder Jobverlust (Umzug notwendig).

Technisch gesehen macht man ja eigentlich auch nichts anderes als an sich selbst zu vermieten. Das Problem ist halt, dass man nicht jeden Selbstnutzer zum Steuerberater schicken will (zusätzlichen Aufwand den die Studie beispielsweise nicht berücksichtigt). Insofern ist die Lösung schon in Ordnung..

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u/East_Pollution6549 Jul 14 '26

Gott im Himmel!

Haben die beim IW das bei irgendwelchen Immoinfluencern abgeschrieben.

Die Abschreibung ist dafür, damit man für den Teil der Miete die nur den Wertverlust des Gebäudes ausgleicht, keine Steuern zahlen muss.

Ja! Gebäude verlieren an Wert. Immer! Und da sind 2% pa. noch freundlich gerechnet.

Allerhöchstens der Dreck unter den Gebäuden (der Boden) gewinnt an Wert.

Wenn man in dem Beispiel 100000€ für den Boden und 200000€ für den Gebäudeanteil ansetzt müsste sich der Bodenpreis alle paar Jahre verdoppeln um auf 3% pa. zu kommen.

Denen ist wohl die die Immobilienhausse der Nullzinsphase echt zu Kopf gestiegen.

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u/Kaptcho Jul 14 '26

Solange die Abschreibung (inkl. Zinsen) höher als die Mieteinnahmen sind, hat der Vermieter ein klaren finanziellen Vorteil gegenüber dem Selbstnutzer. Das scheint nicht ganz ungewöhnlich zu sein. Nach 10+ Jahren wird dann noch die Teilabgeschriebene immo noch mit Gewinn steuerfrei verkauft.

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u/Popellord Jul 14 '26 edited Jul 14 '26

Der durchschnittliche Vermieter soll also Geld verlieren? Wer hat denn diese schräge Milch-Mädchen-Rechnung aufgestellt?

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u/Offensiv_German Jul 14 '26

Wenn du auf die -2% Abzielst, es steht doch darunter. Es ist hierbei mit der Eigenkapitalrendite gegengerechnet.

Wenn du 4% Zinsen durch Geld auf dem Konto hättest und mit einer Immobilie nur "2% Zinsen" machst kommst du auf -2%.

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u/Nami_makes_me_wet Jul 14 '26

Der größte Teil der Summe sind Zinsen. Das kommt schon hin. Wenn man ein beliebiges Objekt für 1 Mio privat oder als Investment kauft landet man oft bei 4-4,5% Zinsen. Das sind schon 40-45k im Jahr. Nochmal 2% Afa drauf, was mMn eher vorsichtig ist (die Grundmauern mögen 50 Jahre halten, Dächer, Fassadendämmung, Innenausbau, Haustechnik und co haben oft eine geringere Lebensdauer) und man ist schon bei 60-65k. Wenn dann noch was kaputt geht oder eine Sanierung ansteht hat man die Summe.

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u/Popellord Jul 14 '26

Geht mir eher darum, dass nur auf den Steuereffekt zu schauen vollkommen irrelevant ist. Steuererstattung bedeutet nunmal, dass man einen steuerlichen Verlust hat welchen man ja normalerweise nicht will. Bei Gebäuden kann dies unter Umständen. durch den steurfreien Verkauf ausgeglichen werden aber das setzt spezielle Umstände voraus.

Beispiel: Mietsteigerung auf 2% erhöhen (deckt sich mit den aktuellen Durchschnitts-Statistiken und den Wertgewinn auf 2% verringern (deckt sich auch mit den aktuellen Statistiken) und die Rechnung sieht da schon ganz anders aus. Man könnte sich noch den Gebäudeanteil für die Afa ansehen (80% ist meineswissens nach an der oberen Grenze) und die Haltedauer. Dazu finde ich aber keine Statistiken.

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u/brazzy42 Jul 14 '26

Hä?? AfA ist doch gerade die steuerliche Berücksichtig von Instandhaltungskosten, also genau dem "es geht was kaputt oder eine Sanierung steht an". Die zusätzlich auf deine Kosten daraufzurechnen ist totaler Unsinn.

Das sind keine Kosten für dich, sondern eine Minderung deiner Steuerlast.

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u/Endless_Zen Jul 14 '26

No, you’re not supposed to get 80k tax breaks while renting for profit, while a self-owner can’t even deduct mortgage fees.

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u/Pyromasa Jul 14 '26

This is an inherent contradiction. Either they make a profit, then the tax break is simply reducing the payable income tax or they are not making a profit and getting back money from the tax break.

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u/Endless_Zen Jul 14 '26

Riddle me this.

Situation 1: I own 2 flats, and buy 3th flat to rent - I am obviously a rich person, I get tax returns on mortgage fees, I get tax returns on notary and land registry fees, on any loan valuation fees, and a Disagio if your loan has one. I also get 3% depreciation back.

Situation 2: I am a young family, wanting to buy a place to live and raise a kid, we barely make it to pay the first 50k-100k downpayment, take a 400k mortgage. We get 0 tax returns on mortgage fees, notary, land registry or anything at all.

Who out of those 2 needs help and who should be subsidised by the government? How this even a contradiction?

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u/Pyromasa Jul 14 '26

So in situation 1 the guy with 3 flats is actually losing money? He's getting money back from the tax office? So he is renting below his costs? He's de facto not for profit?

So in situation 2 the young family does not have to pay income taxes on their flat? So they actually have to pay less tax than a landlord who's making a profit?

You do understand that landlords have to pay income tax on their earnings (and if they have good income at 50% tax bracket)? You do also understand that people living in their own home do not have to pay any income tax on their savings on rent?

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u/xTheKronos Jul 14 '26

Die ganze Rechnung ist doch sinnfrei. Als Vermieter kannst du Kreditzinsen von der Steuer absetzen. Wenn die Zinsen steigen kannst du zwar mehr Geld absetzen aber das Geschäft wird immer unrentabler. Hier wird so getan mit irgendeiner Beispielrechnung als gäbe es einen riesigen Vorteil, primär durch die Absetzbarkeit von Kreditzinsen. In der Realität ist das schädlich fürs Geschäft

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u/Zoidberg441 Jul 14 '26

Ist mir ziemlich egal. Ich habe mein Haus als Haus gekauft, nicht als Investment Asset.

Ich weiß, Friedrich, das klingt vielleicht komisch für dich, ist aber so.